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www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Klinik Bergisch Land:
Chemikalien ausgelaufen

Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei am frühen Donnerstagmorgen

Für einen Schreck in den Morgenstunden sorgte die Einsatzmeldung bei Mitarbeitern und Patienten der Klinik Bergisch Land auf Saalscheid. (Foto: AS)

(Ro./AS) Die Alarmmeldung ging um 6.37 Uhr bei der Wuppertaler Feuerwehr ein:  „Ein Mitarbeiter der Rehaklinik Bergisch Land nahm Gerüche aus dem Vorbereitungsraum des Reinigungsdienstes wahr“, heißt es aus der „Vamed“-Rehaklinik Bergisch Land. Umgehend wurde die Feuerwehr informiert. Nach ersten Untersuchungen durch den Umwelttrupp der Wuppertaler Berufsfeuerwehr konnten alle Patienten bald auf ihre Zimmer zurückkehren. Da die Ursache für den Geruch nicht feststand, wurde der Bereich Saalscheid großräumig von der Polizei für den Verkehr gesperrt. Auch die Buslinie 650 stellte während des Einsatzes den Dienst ein, sodass viele Ronsdorfer vergeblich auf ihr „Büsken“ warteten.  Während es an der Straße An der Blutfinke teilweise zu Staus kam, ging in der Klink die Ursachenforschung durch die Feuerwehr weiter. Im Vorbereitungsraum des Reinigungsdienstes reagierten vermutlich zwei Flüssigkeiten miteinander. „Sechs Personen wurden mit Atemwegs- und Augenreizungen vom Rettungsdienst behandelt und anschließend in Wuppertaler Krankenhäuser transportiert“, berichtet Marcel Betz, von der Feuerwehr. Erst später habe sich ein weiterer Mitarbeiter mit Reizungen bei den Einsatzkräften gemeldet, sodass die Zahl der Verletzten auf sieben gestiegen ist.
„Die Mitarbeiter, die über Übelkeit und Kopfschmerzen klagen, werden vorsichtshalber in benachbarten Krankenhäusern untersucht. Vier Mitarbeiter konnten bereits ohne einen Befund wieder entlassen werden“, heißt es aus der Klinikleitung. Die Räumlichkeiten konnten am Mittag wieder bedenkenlos freigegeben und genutzt werden.
Klinikgeschäftsführer Matthias Waschkies bedankte sich bei Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes für die schnelle Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf, die zuerst auf Saalscheid eintraf und die nötigen Maßnahmen einleitete. Es sei lobenswert, eine eigene Feuerwehr im Ort zu haben. „Das war großes Kino“, lobt der Geschäftsführer den Einsatz der Ronsdorfer Lebensretter im Gespräch mit dem SonntagsBlatt. 

Endlich bewegt sich etwas

Grünes Licht für Ausbau der Bushaltestelle Staasstraße?



So soll die Straßenführung im Plan der Stadt Wuppertal nach dem Ausbau aussehen. (Plan: Stadt Wuppertal)

(Ro./AS/JoB) Es ist ein wenig wie die unendliche Geschichte: Seit Jahren fordern die Ronsdorfer Politiker den Ausbau des Bürgersteiges und der gut frequentierten Bushaltestelle an der Staasstraße. Nun scheint ein wenig Bewegung in die Angelegenheit zu kommen, wie Ronsdorfs Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes auf SonntagsBlatt-Anfrage bestätigte. Im Haushaltsplan der Stadt Wuppertal 2020/21 ist für Ronsdorf eine Tiefbaumaßnahme mit der Bezeichnung „Haltestellenumbau Ronsdorfer Markt“ (mit 300.000 Euro veranschlagt) vorgesehen. Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes (SPD) hatte ein Treffen mit Oberbürgermeister Andreas Mucke genutzt, den Oberbürgermeister für die Planung im Rahmen der anstehenden 275-Jahr-Feier Ronsdorfs im Jahr 2020 auf die ungeklärte Haltestellensituation aufmerksam zu machen. Der OB versprach, sich zu kümmern und sich beim Kämmerer und den entsprechenden Ressorts haushaltstechnisch und organisatorisch für das Projekt einzusetzen. Aufgrund des Haushaltsplanentwurfs herrscht große Zufriedenheit über die allgemeine Zustimmung für das vor acht Jahren von Ingrid Rode (SPD) angestoßene Projekt, das immer wieder verschoben wurde. Nun müssen nur noch die Bezirksvertrtung (BV), diverse Ausschüsse und der Rat der Stadt Wuppertal am 18. November in seiner Entscheidung über den Haushaltsplanentwurf 20/21 zustimmen. Dann könnte die Enge an der Bushaltestelle Staasstraße endlich bald der Vergangenheit angehören. Nach Wunsch der BV möchte man zwei Wetterschutzhäuschen dort installieren und im Zuge dieser gesamten Ausbaumaßnahme auch die Beleuchtung des Bandwirkerplatzes optimieren.

Wohin die Reise führt: Berufsorientierung ist ein Thema

Ronsdorfer Gesamtschüler informieren sich über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten



Aufmerksamkeit erregen – und auf den eigenen Beruf neugierig machen, das hatten sich die beteiligten Handwerksbetriebe vorgenommen. (Foto: AS)

(Ro./AS) Schule aus – und was kommt dann? Diese Frage stellen sich die Jugendliche, für die der Schulabschluss unmittelbar bevor steht. Eine Antwort gab es Mitte der Woche für 170 Schüler des 9. Jahrgangs an der Ronsdorfer Gesamtschule. Zum ersten Mal fand dort die Aktion „Von der Schule zur Praxis“ für die Schüler der Oberstufe statt – eine Ergänzung zur traditionellen Berufsausbildungsbörse, die immer in der Aula stattfindet, so auch in diesem Jahr am 5. November. Diesmal wurden Klassenzimmer zu Präsentationsräumen, in denen sich die unterschiedlichsten Gewerbe und Dienstleister vorstellen und bei den Schülern um Nachwuchs werben konnten.
Zahlreiche Wuppertaler Handwerksbetriebe, ein Großteil von  ihnen  aus  Ronsdorf, nutzten die Gelegenheit, den Schülern ihren Beruf vorzustellen. Positiv überrascht zeigte sich beispielsweise Tim Feick vom Garten- und Landschaftsbaubetrieb Ralf Feick: „Alle machen mit und haben sichtlich Spaß“, freute sich der Garten- und Landschaftsbauer über die gute Resonanz.
Bei Innungsmeister Ingo Kursawe wurde den Schülern klargemacht, was Elektriker tun – er stellte das Spektrum der Leistungen vor und hatte mit seinen Kollegen Lothar Simons und Falko Wichelhaus eine Schaltwand mitgebracht, an denen die Jugendlichen eine elektrische Schaltung bauen konnten.
Über die Vielfältigkeit in den sozialen Berufen informierte Dennis Väthen, seines Zeichens Ausbildungsbotschafter der Diakonie. Auf großes Interesse stieß auch Jan Vetter, der in Ronsdorf seit 24 Jahren mit einem eigenen KFZ-Betrieb an der Remscheider Straße selbstständig ist. Auch mit dem Klischee, dass der Beruf des KFZ-Mechatronikers schmutzig sei, räumte der KFZ-Meister auf. „Viele Fehler am Fahrzeug werden heute mit dem Computer diagnostiziert – und teilweise sogar repariert“, so Vetter. Auch das schwere Heben sei längst kein Thema mehr – für alle schweren Bauteile am Auto gebe es Hebeeinrichtungen, die eine deutliche Arbeitserleichterung bedeuten. „Früher hatte ein KFZ-Mechaniker mit 40 den Rücken kaputt, darüber sind wir längst hinweg“, lacht Jan Vetter. Wer sich in einem der Meisterbetriebe in der Region auf einen Ausbildungsplatz als KFZ-Mechatroniker bewerben will, der sollte „keine Niete in Mathe und Physik sein“ und technisches Interesse mitbringen. Da sich die Mobilität im Umbruch befindet, bietet der Beruf zahlreiche Chancen, so gehe es darum, dass auch die Technik von Hybrid-Elektro-,  und Wasserstofffahrzeugen verstanden – und repariert wird.
Gute Chancen für eine Übernahme nach dem Abschluss der Ausbildung stellte Andreas Conrad seinen Bewerbern in Aussicht, während er den Schülern faszinierende Experimente zeigte.
Von guten Aufstiegsmöglichkeiten im Frisörhandwerk berichtete Jasmin, selbst ehemalige Schülerin an der Erich-Fried-Gesamtschule. „Dazu genügt der Hauptschulabschluss“, gab sie den Oberstufenschülern mit auf den Weg. Allerdings müsse man teamfähig, gepflegt und freundlich sein.
Keine Nachwuchssorgen hat Tischlermeister Thomas Engels, der seinen Betrieb vor 13 Jahren mit seinem Sohn an der Mühle gründete. „Viele wollen Tischler werden“, bilanziert Engels. Wer fit in Mathe ist und Spaß an der Arbeit hat, könnte im Tischlerhandwerk den Beruf finden, der ihm Freude macht. Handwerk hat eben doch noch goldenen Boden, besonders in Ronsdorf.

Ronsdorfer Derby hatte einen klaren Sieger

ALinde schlägt TSV II mit 3:0 · TSV I gewinnt in Solingen · FCR tut sich schwer

Im Ronsdorfer Derby siegte Linde souverän. (Foto: GB)

(Reg./PK.) Nach wie vor tut sich der FC Remscheid in der Landesliga schwer. So ging das Heimspiel am vergangenen Sonntag nach durchwachsener Leistung gegen den SC Düsseldorf-West mit 1:2-Toren verloren. Am Dienstag trat das Team um Trainer Marcel Heinemann im Kreispokal beim A-Kreisligisten ST Struck an und konnte sich beim deutlichen Sieg ein wenig Selbstbewusstsein zurückholen (4:1).
Dieses Selbst­bewusstsein kann der FCR am kommenden Sonntag auch gut gebrauchen, denn der unbequeme Gang zum SV Burgaltendorf steht auf dem Programm. Der direkte Tabellennachbar ist als heimstark bekannt.
In der Bezirksliga konnte der TSV 05 Ronsdorf einen wichtigen Auswärtssieg verbuchen. Beim DV Solingen gewannen die Jungs um Trainer Denis Levering mit 2:1 und rangieren zur Zeit auf Tabellenplatz Fünf. Am Donnerstag stand im Kreispokal das Gastspiel bei Rot-Weiß Wülfrath (Kreisliga A) an. In einem wahren Krimi besiegten der TSV den heimstarken A-Kreisligisten  mit 9:8 nach Elfmeterschießen.
Am Sonntag erwarten die Zebras einen starken Tabellendritten in der Waldkampfbahn: Der SV Union Velbert kommt als Gast an die Parkstraße. Das könnte eine spannende Partie auf Augenhöhe werden.
Einen weiteren Auswärtspunkt konnte der SSV Germania 1900 ergattern. Beim VfB Marathon Remscheid, der im oberen Drittel der Tabelle platziert ist, gab es ein 2:2. Am Donnerstag kam in einer Nachholpartie zum 7. Spieltag Union Velbert an den Freudenberg, und wieder gab es ein Remis, das dritte in Folge (3:3).  Und am Sonntag erwartet das Team um Trainer Damian Schary den SSV Bergisch Born, der als Tabellensiebter keineswegs unschlagbar erscheint.
In der Kreisliga A hatte die Zweite des TSV 05 Ronsdorf beim Stadt-Derby gegen den SV Jägerhaus-Linde wenig zu bestellen und unterlag auswärts mit 0:3-Toren. Drei Niederlagen in Folge haben die Mannschaft von Trainer Daniel Meike in der Tabelle auf Platz 13 absinken lassen. Ein Erfolgserlebnis ist für das Team nötig.
Das könnte am Wochenende der Fall sein, denn der Besuch von BV Azadi steht an. Der Gast ist Tabellenletzter. Die Partie wird am Sonntag um 13.15 Uhr angepfiffen.
Der SV Jägerhaus-Linde konnte im Achtelfinale des Kreispokals den Bezirksligisten 1. FC Wülfrath mit 4:3-Toren besiegen und in die nächste Runde einziehen. In der Liga wartet der TSV Dornap auf die Linder. Der Gastgeber ist 15. in der Tabelle. Da sollte für die Jungs von Trainer Richard Wehr mehr als ein Punkt möglich sein.