Betreuungsplätze bleiben weiterhin Mangelware

Trotz Rechtsanspruch besteht wachsender Bedarf in Kitas und Offenem Ganztag

Trotz des geltenden Rechtsanspruches ist der Bedarf der Eltern in Kindertagesstätten und dem Offenen Ganztag an Grundschulen im gesamten Stadtgebiet noch lange nicht gedeckt. (Foto: AS)

(Ro./AS) Rund zweihundert Tageseinrichtungen für Kinder gibt es im gesamten Wuppertaler Stadtgebiet. Dabei bestehen  unterschiedlichste Trägermodelle. Sie reichen von Kirchen über Elterninitiativen, bis zu Vereinen und der Stadt. In Ronsdorf werden Kinder im Alter ab zwei Jahren in zwölf Einrichtungen verschiedener Trägerschaften betreut. Die Hälfte davon liegen in städtischer Hand.
Zwar gibt es für Kinder ab drei Jahren seit 2008 und für Kinder ab dem ersten Lebensjahr seit 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, doch schon seit vielen Jahren suchen Eltern händeringend nach einer Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind.
Kein Zufall, denn in vielen Kommunen gibt es einen Mangel an Kita- und Kindergartenplätzen. Aus diesem Grund ist es üblich, dass die Anträge vieler Eltern abgelehnt werden. Zahlreiche verzweifelte Eltern melden ihr Kind gleich nach der Geburt in mehreren Kindertagesstätten an. Dabei gehen pro Jahr rund 1.000 Eltern ohne einen Betreuungsplatz aus. Die genauen Zahlen lassen sich nach Auskunft von Michael Neumann, dem Stadtbetriebsleiter Tageseinrichtungen für Kinder, aufgrund dieser Mehrfachanmeldungen schwer ermitteln.
Dennoch ist der Handlungsbedarf nicht von der Hand zu weisen. „Am Ausbau der Betreuungsplätze wird seit mehreren Jahren aktiv gearbeitet“, so Neumann. Er vermag nicht konkret sagen, wann das Betreuungsdefizit ausgeglichen sein wird. Dabei machen ihm nicht nur die Suche nach geeigneten Standorten, sondern auch der anhaltende Fachkräftemangel das Leben schwer. Knapp 900 pädagogische Fachkräfte sind in den städtischen Einrichtungen beschäftigt. Aktuell seien aber nur rund 84 Prozent des Bedarfes gedeckt, heißt es aus der Stadtverwaltung.
Ähnlich ist die Situation im Offenen Ganztag der Grundschulen. Auch hier verzeichnet Schuldezernent Dr. Stefan Kühn einen wachsenden Bedarf. Die Rechtslage verspricht hier ebenso einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem Schuljahr 2026/27. Ob man dem gerecht werden kann, ist indes unklar. Eine Elternbefragung habe ergeben, dass es aktuell eine Deckung von 40 Prozent gebe – 263 zusätzliche Plätze konnten in diesem Schuljahr eingerichtet werden. „Der Bedarf wird weiterhin steigen“, weiß Kühn, der in seiner Eigenschaft als Kämmerer auf eine neue Förderrichtlinie des Landes hofft.
Neben den knappen vorhandenen Raumkapazitäten in den städtischen Gebäuden kämpfen die Träger mit Personalproblemen. Dennoch laufen die Planungen für den bedarfsgerechten Ausbau an 15 Wuppertaler Grundschulen, auch in Ronsdorf: An der Ferdinand-Lassalle-Straße und an der Grundschule Engelbert-Wüster-Weg wird es jeweils eine halbe Gruppe zusätzlich geben. An der Grundschule Echoer Straße werden übrigens keine spürbaren Verbesserungen eintreten, sehr zum Leidwesen zahlreicher Eltern. „Die Grundschule Echoer Straße ist in diesem Jahr noch nicht dabei“, bedauert der Schuldezernent im Gespräch mit dem SonntagsBlatt. „Wir sind aber dran.“ Als Ziel nennt Stefan Kühn das Schuljahr 2024/25.

 

Großer Ansturm

Reparaturcafé freut sich über Zuspruch

Reparatur unter fachmännischer Anleitung. (Foto: privat)

(Ro./Red.) Was war das für ein Auftakt ins neue Jahr? „Noch bevor wir das Werkzeug auspacken und die Montage-ständer aufbauen konnten, standen die ersten Interessenten schon vor den Türen unseres ReparaturCafés in der Scheidtstraße“, berichtet Nicole Bölt, Mitinitiatorin des Reparaturcafé „machbar“.
Erneut wurde von Spielzeug, Bluetooth-Lautsprechern, Kaffeemaschinen und -automaten über Heckenscheren, Koffern und Staubsaugern eine große Auswahl an defekten Geräten  gebracht, die trotz aller Bemühungen nicht allesamt instandgesetzt werden konnten.  „Häufig verhinderte die Bauweise ein komplettes Zerlegen und damit das Erreichen und den Austausch des defekten Teils“, bedauert Bölt. „Da zeigt sich das mangelnde Interesse seitens der Hersteller, nachhaltige Produkte zu produzieren.“ In anderen Fällen war der Verschleiß einzelner Teile zu groß und Ersatzteile nicht mehr zu bekommen. „Mit Siegfried erreichte uns ein neuer Machbar-Mitstreiter, der es uns künftig ermöglicht, Ersatzteile aus Metall selbst herzustellen. Mit den vielfältigen Erfahrungen aus seiner Tätigkeit in der metallverarbeitenden Industrie und eigenen Werkzeugen, wie einer Drehbank, Fräsen oder Maschinen zum Werkzeugschleifen, kann er individuelle Werkstücke aus Metall herstellen.“ Einen ersten „Auftrag“ konnte er bereits am Samstag mitnehmen.
Am Basteltisch wurde den Kindern gezeigt, wie sie ganz leicht aus Tetrapacks kleine Geldbörsen basteln können. Ein Gast, der selbst etwas zur Reparatur bringen wollte, überbrückte die Wartezeit, indem er dem Team beim Reparieren half.
Das Reparaturcafé „machbar“ öffnet seine Pforten regelmäßig immer am ersten Samstag in den Räumlichkeiten des ehemaligen Möbelhauses Schwager an der Scheidtstraße 52 in Ronsdorf. Wer also etwas zu reparieren hat, der sollte sich schon jetzt Samstag, den 4. Februar in der Zeit von 10 bis 13 im Kalender eintragen und etwas Zeit mitbringen, da die Ronsdorfer das Konzept gut aufgenommen haben.

 

Volle (Schnell-)Ladung am Stadtbahnhof

CDU fordert mehr Ladesäulen für E-Fahrzeuge im Ronsdorfer Zentrum

Hier könnten, geht es nach dem Willen der CDU Ronsdorf, schon bald neue Ladestationen für Elektrofahrzeuge aufgestellt werden. (Foto: AS)

(Ro./AS) Die Mobilitätswende ist längst viel mehr als ein geflügeltes Wort in Wuppertal. Auch Ronsdorf soll sich den Herausforderungen der Zukunft stellen – parallel zu der steigenden Anzahl von Fahrzeugen mit Elektroantrieb soll nun auch die Zahl der Ladesäulen in Ronsdorf erhöht werden. So soll es möglich sein, während des Einkaufs in der Stadtmitte das Auto mit neuer Energie zu versorgen.
Nach einer kritischen Startphase der WSW-Ladestation an der Marktstraße vor einigen Jahren ­– sie waren lange Zeit nur sehr schwach frequentiert – sind die beiden Ladeplätze nun immer öfters belegt. Es wird also eng an den Ladestellen in der Ronsdorfer Innenstadt.
Geht es nach dem Willen der Ronsdorfer Christdemokraten, sollen die nächsten Schnellladestationen an der Straße Am Stadtbahnhof, Ecke Kocherstraße entstehen. Demnach soll die Stadtverwaltung die Möglichkeit zur Errichtung von Schnellladeplätzen auf dem Grundstück prüfen. Dabei soll die Versiegelung der Fläche möglichst gering gehalten werden.
„Die E-Mobilität nimmt stetig auch in Ronsdorf zu und es gibt viele Haushalte, welche nicht über eine eigene Wallbox die Ladung ihrer Fahrzeuge gewährleisten können“, begründet der CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk Müller den Antrag, über den am Dienstag die Mitglieder der Ronsdorfer Bezikrsvertretung entscheiden sollen. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur sei „perspektivisch von großer Bedeutung“, heißt es in dem vorliegenden Prüfantrag.
„Der Standort eignet sich nach unserer Auffassung sehr gut für einen solchen Zweck, da dieser sehr zentral gelegen ist und die Nutzerinnen und Nutzer während der Ladezeiten sowohl die vielen umliegenden Einkaufsmöglichkeiten, wie auch das Bandwirker-Bad nutzen können“, hebt Müller die Vorteile für die neuen Ladestationen hervor. 

 

Und dann donnerte die Orgel los

Lesung mit Peter Klohs im „K5“ der evangelischen Gemeinde

(Ro./Red.) Am frühen Abend des vergangenen Montags gab es im Rahmen des regelmäßigen geselligen Nachmittags (K5) in der Lutherkirche eine besondere Veranstaltung: Autor und SonntagsBlatt-Redakteur Peter Klohs las in der beheizten Kirche - und hatte mit Kirchenmusiker Christian Auhage einen Partner, der die Lesung musikalisch aufwertete. Mehr als zwanzig Zuhörende in der Kirche spendeten starken Applaus.
Klohs stellte im ersten Kapitel seines Romans „Für Elise“ die Hauptperson Felix Mendelsohn („Zum Komponisten fehlt mir ein S.“) und dessen Familie vor und schildert, warum der junge Felix keinen Bezug zur Musik haben konnte. Im Alter von zehn Jahren, im Begriff durch eine Mutprobe Mitglied einer Jungenbande zu werden und eine viel zu große Kerze aus einer Kirche zu tragen, erfährt er drastisch, welche Kraft Musik haben kann. „Dann donnerte die Orgel los“, schallte die Stimme des Autors durch die Lutherkirche – und Kantor Auhage ließ die Orgel im wahren Sinne losdonnern, sodass nicht wenige der Zuhörenden mit auf den Ohren gedrückten Händen zu sehen waren, um die enorme Lautstärke etwas zu dämmen. Die Fantasie und Fuge g-moll BWV 542
(J. S. Bach) beginnt aber auch mächtig. Am Ende des Kapitels, fünfzehn Minuten später, spielt die Toccata und Fuge d-moll, eines der berühmtesten Stücke Bachs, eine gewisse Rolle - und Klohs schwieg für achteinhalb Minuten und ließ Christian Auhage seine Version dieses Stückes spielen, wobei insbesondere die vorzügliche Tempowahl auffiel. Genau so muss die Fuge gespielt werden. Der von Klohs gelesene Epilog ließ auf vielen Gesichtern ein Lächeln zurück.
Pfarrerin Ruth Knebel fand begeisterte Worte für die musikalische Lesung. „Ein großes Duo“, sagte sie. „Der eine vermag es, Musik in Sprache zu verwandeln, der andere kann aus Worten Musik zaubern. Und beide glänzen mit ihrem besonderen Vortrag. Das war sicher nicht das letze Mal, dass wir die beiden hier erlebt haben.“

 

Die ersten Pflichtspiele im Fußball stehen an

Zahlreiche Testspiele mussten bisher aus Witterungsgründen abgesagt werden

(Reg./PK) Fußball-Landesligist FC Remscheid musste die Absage der beiden letzten Testspiele gegen den VfL Jüchen-Garzweiler am Sonntag sowie gegen den SSV 07 Sudberg am Mittwoch verkraften und setzt seine Hoffnungen jetzt auf das für den Sonntag geplante Aufeinandertreffen mit dem ambitionierten Bezirksligisten HSV Langenfeld.
Für das Team um Trainer Marcel Heinemann wird langsam die Zeit knapp, um die Mannschaft gut auf die zweite Hälfte der Saison vorzubereiten, denn bereits am 12. Februar steht das erste Nachholspiel in der Landesliga gegen DJK Blau-Weiß Mintard auf dem Programm.
Der TSV 05 Ronsdorf erwartet am Sonntag um 13.00 Uhr den VfB Schwelm zum Testspiel in der Waldkampfbahn, so die Bedingungen ein Spiel überhaupt zulassen. Bereits am folgenden Dienstag (31. Januar) steht das erste Pflichtspiel für die Zebras an: Im Kreispokal treten die Jungs um Trainer Denis Levering beim A-Kreisligisten TuS Grün-Weiß Wuppertal im Höfen an. In der Bezirksliga geht es am 26. Februar weiter.
Der SSV Germania 1900 hat noch keine Testspiele absolviert, so dass das Südhöhenturnier sowie die Hallenstadtmeisterchaft die bisher letzten Spiele für die Germania waren. Am Sonntag will man um 15 Uhr beim Bezirksligisten SC Schwarz-Weiß 06 Düsseldorf testen, bevor es für die Germania am 8. Februar mit dem ersten Kreispokalspiel bei den Sportfreunden aus Neviges-Siepen ernst wird.
Noch eher greift die Zweite des TSV 05 Ronsdorf in das Geschehen der Kreisliga A ein: Bereits am jetzigen Sonntag ist die erste Partie für die Mammutgruppe, in der sich 20 Teams tummeln, angesetzt. Hellas Wuppertal, im Dunstkreis der abstiegsgefährdeten Mannschaften, erwartet die Ronsdorfer Reserve, die als Tabellensiebte sechs Punkte Vorsprung auf die gefährdeten Ränge hat. Die Partie auf dem Sportplatz an der Grundstraße in Wuppertal-Langerfeld beginnt um 15.00 Uhr.