Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Ein Gotteshaus erstrahlt
wieder in vollem Glanz

Im Denkmal „ReformierteKirche Ronsdorf“ finden wieder Gottesdienste statt

 

 Pünktlich zum ersten Advent konnte die Reformierte Kirche wieder für den Gottesdienst freigegeben  werden. (Foto:NeK)

 (Ro./AS) Es ist schon ein Herzensprojekt für die Mitglieder des Vereins „Denkmal Reformierte Kirche Ronsdorf e.V.“: Seit fast 20 Jahren setzen sie sich unermüdlich für den Erhalt und die Sanierung „ihrer“ Kirche ein. Denn schon im Herbst des Jahres 2000 waren deutlich sichtbare Schäden an den markanten Ecktürmen der seit 1985 unter Denkmalschutz stehenden Kirche aufgefallen. Erste Gutachten machten die Dringlichkeit einer Sanierung deutlich – die Frage nach der Finanzierung stellte die Gemeinde vor Hürden, die es zu meistern galt. Allein die Expertise hatte 35.000 Euro verschlungen. Im Jahr 2003 folgte eine gründliche Schadensanalyse, die eine anstehende Sanierung mit 650.000 Euro bezifferte – zuzüglich der Sanierung des Daches für 175.000 Euro. „Es war unmöglich, diese Aufgabe vor dem Hintergrund der drastisch zurückgehenden Kirchensteuern zu stemmen“, erinnert sich ein Mitglied des Vereins rückblickend. Die einzige Hoffnung schien die Gründung eines Vereins zu sein, der sich für den Erhalt des Bauwerkes einsetzt. Ein Antrag zum Denkmalförderprogramm im Jahr 2005 wurde vom Land abgelehnt. Vor dem Hintergrund dieses Rückschlags traf sich im November des gleichen Jahres ein Unterstützerkreis, der sich damals „Bauausschuss“ nannte. „Da kam überraschend in den letzten Tagen des Jahres die Nachricht, dass die Stiftung ‚kirchliche Bauten‘ eine Ausschreibung unter den kleinen Kirchengemeinden veranstaltete, bei der die Gewinner zu je zwei gespendeten Euro einen zusätzlichen Euro erhalten – bei einer maximalen Fördersumme von 20.000 Euro.“ 

Im Mai 2007 wurde die wertvolle Orgel außer Betrieb genommen und in Folie eingepackt, um sie vor dem Staub der anstehenden Bauarbeiten zu schützen – Kostenpunkt alleine dafür: 6.000 Euro. Die Sanierung folgte in einzelnen Bauabschnitten. Immer wieder wurden Fördergelder beantragt, zuletzt wurden die Ostseite und der Innenraum der Kirche komplett saniert. Da im Inneren Gerüste aufgestellt werden mussten, wurden die Bänke entfernt – damit waren keine Gottesdienste mehr in der Reformierten Kirche möglich, sie wurden im benachbarten Gemeindehaus abgehalten. Allen dieser Abschnitt schlug mit 710.000 Euro zu Buche, 355.000 wurden vom Bund übernommen, der 140 Mitglieder starke Förderverein unterstützte das Projekt mit 50.000 Euro.  

Pünktlich zum 1. Advent konnte das frisch sanierte Denkmal wieder eröffnet werden. Der Chor „Musik ‘74“ bot den musikalischen Rahmen für den ersten Gottesdienst nach der gut halbjährigen Pause der Kirche. Entsprechend voll war das Gotteshaus, denn viele Gemeindeglieder waren gekommen, um das Ereignis gemeinsam zu feiern. Mit dem Start in die Adventszeit lud die Gemeinde auch zu einem Rundgang über den kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt ein. 

Die Gemeindeglieder und der Verein hoffen nun auf eine Umsetzung des letzten Bauabschnitts: Dann soll die Nordfassade der Kirche und das Ost-Türmchen saniert werden. „Das sollte in den nächsten zwei bis drei Jahren zu schaffen sein“, hofft Reinhard Franzki vom Verein „Denkmal Reformierte Kirche Ronsdorf e.V.“ und schätzt, dass damit ein Jahrhundert-Projekt am Ziel angekommen ist. 

„Nach dem 8. Bauabschnitt ist vor dem 9. Bauabschnitt“, bringt es AndreasSteinhard, Vorsitzender des Vereins „Denkmal Reformierte Kirche Ronsdorf“ auf den Punkt, denn die Arbeiten im Innenbereich der Kirche sind noch nicht abgeschlossen. „Sowohl Innen- als auch Außenrenovierung konnten nicht vollendet werden“, bedauert Steinhard. Dazu gehören auch die Malereien imhinteren Teil der Kirche zur Geschichte Ronsdorfs, sie  müssen noch ausgebessert werden. „Die Sitzbänke und der Fußboden wurden im nun abgeschlossenen Bauabschnitt nicht fertiggestellt.“ Deshalb hofft der Verein nun auf weitere Spender und neue Mitgliedschaften, damit auch die letzten Bauabschnitte noch umgesetzt werden können, um das Jahrhundertprojekt zu einem glücklichen Ende zu führen. 

 

 

Schüler laufen für Ronsdorf

Spendenübergabe an der SchuleEngelbert-Wüster-Weg

 Strahlende Gesichter bei der Übergabe der symbolischen Schecks:Der Förderverein Scheidtstraße erhielt 1.000 Euro, das Bandwirker-Bad 3.000 Euro. (Foto: AS)

 (Ro./AS) Der Sponsorenlauf der Grundschule am Ronsdorfer Engelbert-Wüster-Weg hat eine lange Tradition. Immer werden soziale Projekte in Ronsdorf unterstützt  – ein Bekenntnis der Schule zumStadtteil. „Dem Bandwirker-Bad und dem Förderverein zur Freizeitgestaltung körperbehindertzer Jugendlicher wird ein Teil des Erlöses aus unserem Sponsorenlauf im September übergeben“, sagt Felizitas Kehrenberg, Schulleiterin am Engelbert-Wüster-Weg.  „Wir möchten damit zwei Institutionen unterstützen, mit denen wir in Ronsdorf zusammenarbeiten.“ Im Bandwirker-Bad findet der wöchentliche Schwimmunterricht der dritten Klassen statt. Der Förderverein unterstützt den Martinszug der Schule, indem man Glühwein und Würstchen auf dem Gelände des Fördervereins ausgeben darf, und um die dortigen Annehmlichkeiten nutzen können.  Die 150 Schüler, die sich am Sponsorenlauf durch die Ronsdorfer Anlagen beteiligt haben, können stolz auf das sein, was sie bewegt haben: So wurden Eltern und Großeltern nach den sportlichen Leistung zurKasse gebeten. Insgesamt kam dabei die stolze Summer von 7.000 Euro zusammen.

 

Lichtscheid:Der nächste Schritt folgt im Frühjahr

Stadt verlangt Abstimmung bei der Baustellenplanung vomLandesbetrieb„Straßen.NRW“

 

 Rund um den Wasserturm soll die Verkehrsführung geändert werden. (Foto: AS)

 (Ro./AS) Immer wieder erhitzen sich die Gemüter an der vom Land geplanten Ausbauform der L 419 im Bereich Parkstraße. Ronsdorf hat sich in zwei Lager geteilt: das der Befürworter und das der Kritiker. Schon jetzt steht aber fest, dass sich die Anzahl der Fahrzeuge, die nach dem Ausbau durch Ronsdorf rollen werden, drastisch erhöhen wird: Wer davon ausgeht, dass die Mobilitätswende nicht einsetzt, muss sich damit anfreunden, dass künftig 14.700 Kraftfahrzeuge innerhalb von 24 Stunden über die L 419 rollen werden – erste Prognosen hatten eine Erhöhung von „nur“ 4.800 Fahrzeugen zwischen Lichtscheid und dem Abzweig Staubenthaler Straße vorgesehen, das entspräche einer Steigerungsrate von elf Prozent. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum damit eine erwünschte Bündelung des Verkehrs erreicht werde“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt Wuppertal, die an die Bezirksregierung in Düsseldorf adressiert ist. „Die gravierende Eröhung der Verkehrsmenge auf der L 419 nach deren vollständigem Ausbau kann vielmehr im Wesentlichen auf geplante großräumige Verkehrsverlagerungen in den Ronsdorfer Raum begründet werden“, heißt es darin weiter. Die Stadt pocht darauf, dass die Beschreibung der verkehrlichen Auswirkungen im Planfeststellungsverfahren richtiggestellt wird. Unstimmigkeiten gibt es auch in Sachen Radverkehr: Im Bereich der Kurfürstenstraße sollte ursprünglich ein gemeinsam genutzter Rad- und Fußweg entstehen. Davon will der Landesbetrieb Straßen.NRW nichts mehr wissen, kritisiert die Stadt: Hier sei jetzt geplant, den Radverkehr auf die Straße zu verlagern. „Dies entspricht nicht dem zwischenzeitlichen Abstimmungsergebnis zwischen Straßen.NRW und der Stadt Wuppertal“, betonen die Verfasser des Schreibens an die Bezirksregierung. Die regelkonforme und sichere Führung des Radverkehrs sei mit einem Umbau des oberen Abschnittes der Kurfürstenstraße bis zur Einmündung in die Staubenthaler Straße verbunden. Zusätzlich merkt die Stadtverwaltung an, dass „die Durchführung der Baumaßnahme in unterschiedlichen Bauphasen einer umfassenden Abstimmung mit der Stadt Wuppertal bedarf.“

Bereits 2017 hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW bei der Bezirksregierung das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der L 419 auf vier Fahrstreifen beantragt. Inzwischen steht aber fest, dass ungeachtet der aktuellen Ereignisse im kommenden Frühjahr der Lichtscheider Kreisel ertüchtigt wird. 

Ab März kommenden Jahres müssen Autofahrer rund um Lichtscheid mit Beeinträchtigungen rechnen.Dies wird ein kleiner Vorgeschmack auf das, was während der Ausbauzeit auf die Autofahrer und die Menschen im Stadtteil zukommt, gleich, in welcher Form der Ausbau der L 419 dann umgesetzt wird.

 

Ein Schandfleck für Ronsdorf

Der Bahnhof ist nicht einmal zum Park & Ride ausgestattet

 

 So ist der erste Eindruck von Gästen, die per Bahn nach Ronsdorf kommen. (Foto:Nobi)

 (Ro./Red.) Kürzlich war in einer Mitteilung nach einer Überprüfung der Bundesbahn zu lesen, dass nur der S-Bahnhof Langerfeld von den Wuppertaler Bahnhöfen als „nicht akzeptabel“ durchfalle – Begründung:die Garaffiti-Dichteese.

Fährt man aus der Talachse mit der Bahn weiter in Richtung Remscheid, so kommt man nach Ronsdorf. Hier macht die Graffiti-Dichte dem Langerfelder Bahnhof besorgniserregende Konkurrenz. Wie wir erfahren müssen, fehlt es der Bahn an Geld. Ein Vorschlag, der nicht viel kosten würde:Das Bahnhofsgebäude durch eine Bepflanzung verschönern und so die Schmierereien verdecken (z.B. Efeu). Der Blick auf eine grüne Fassade würde Erinnerungen wach werden lassen an die Zeit, als es noch „Gartenstadt Ronsdorf“hieß.

Und wenn man das lobenswerte Ziel verfolgt, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen und die Bürger dazu ermutigen will, das Auto stehen zu lassen, wäre es doch schön, wenn man am Ronsdorfer Bahnhof, der ja abseits des Ortszentrums liegt, mal prüfen wür­de, ob die Einrichtung von Park &Ride möglich wäre.

 

TSV Ronsdorf greift die Spitze an

TSVIIunterliegt und Linde verliert gegen Tabellenletzten

 

 Ein wenig eher am Ball zu sein, als der Keeper, kann schon reichen. (Foto:db)

 (Reg./PK.) In der Landesliga ist der FC Remscheid im Dunstkreis der Abstiegszone angekommen. Auch die Trennung von Trainer Marcel Hei­nemann hat kurzfristig keinen Erfolg gebracht. Der Geg­ner am vergangenen Sonntag war mit dem FSV Duisburg aber auch nicht irgendwer, sondern der starke Tabellenzweite.

Die von Markus Hosnjak gecoachten Röntgenstädter unterlagen mit 2:4-Toren und finden sich auf dem elften Tabellenplatz wieder, fünf Punkte vor dem ersten Abstiegsrang. Am heutigen Samstag um 14.00 Uhr trifft der FCR auf eigenem Geläuf auf Blau-Weiß Mintard. Der Gast ist punktgleich mit dem FCR, so dass ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten ist.

Der TSV 05 Ronsdorf marschiert spiel- und kampfstark durch die Bezirksliga. Nach dem Sieg im Derby gegen den SSV Germania 1900 (3:1) sind die Zebras Tabellendritter und haben nur noch einen Punkt Abstand zum zweiten Rang, der für die Relegationsspiele zum Aufstieg in die Landesliga berechtigt. Eine starke Saison für die Jungs von Trainer Denis Levering.

Am Sonntag hätte der TSV gegen den ASV Wuppertal spielen müssen, aber der ASV hat seine Mannschaft in der Mitte der Hinrunde vom Spielbetrieb abgemeldet, so dass der TSV am Sonntag spielfrei ist.

Die Germania spielt trotz der Niederlage eine gute erste Bezirksliga-Saison und befindet sich auf Tabellenplatz zehn jenseits von Gut und Böse. Am Sonntag steht jedoch eine schwere Aufgabe auf der Agenda: SC Ayyildiz Remscheid erwartet die Germania. Der Hausherr ist Fünfter der Tabelle und als besonders heimstark bekannt. Aber vielleicht sind die Freudenberger für eine Überraschung gut.

Aus der Kreisliga A gibt es zwei Niederlagen zu berichten. Die Zweite des TSV 05 Ronsdorf konnte ihr Heimspiel gegen den satrk abstiegsgefährdeten FC Mettmann nicht gewinnen (2:3) und rangiert nun einen Platz vor dem Relegationsrang.

Da kommt der Gast am Sonntag dem Team um Trainer Daniel Meike bestimmt nicht recht. Grün-Weiß Wuppertal kommt an die Parkstraße, starker Tabellenfünfter. Die Partie ist für 14.30 Uhr terminiert.

Noch ärger traf es den SV Jägerhaus-Linde, der sein Heimspiel gegen den Tabellenletzten BV Azadi mit 1:3-Toren verlor und nunmehr als Elfter der Tabelle noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang hat.

Die Partie am Sonntag um 15:00 Uhr „opp Linde“ wird womöglich wegweisend für die Hausherren. Der SSV Sudberg reist an, stark abstiegsgefährdet, aber immer kampfstark. Das wird ein Härtetest für die Jungs von Trainer Richard Wehr.