Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Seit elf Jahren offen für viele verrückte Ideen

Das Projekt „sportlerhelfen“ setzt sich unermüdlich für soziale Zwecke ein



Mit dem Mountainbike durch die Kirche – zugunsten der Ferienfreizeit. (Archivfoto: AS)

(Ro./AS) „Keine Idee ist uns verrückt genug, solange wir mit unserem Beitrag Gutes tun können“, bringt der Ronsdorfer Maik Kaufmann die Idee hinter dem Projekt „sportlerhelfen“ auf den Punkt. Dabei ist der Name Programm, denn mit Sport Gutes tun – helfen – kann jeder, ist Maik Kaufmann sicher. „Es gibt in unseren Städten, ja sogar in unserer unmittelbaren Nähe um uns herum, viel Leid. Leid, das uns gar nicht so bewusst ist, da wir diesem täglich begegnen und dieses schon gar nicht mehr regis­trieren.“
Diese Idee wurde im Jahr 2008 aus einer Laune heraus durch Maik Kaufmann und Martin Cieklinski geboren. „Heute kann man mit Stolz sagen, ja es hat sich gelohnt“, betont Cieklinski.
„Seitdem ist die Truppe von ,sportlerhelfen‘ auf über zwanzig Leute angewachsen mit Leuten die Sport nicht unbedingt auf höchstem Nivau betreiben, aber bereit sind sich zu quälen, bereit sind bis an Ihre Leistungsgrenze zu gehen“, sagt Maik Kaufmann. Dabei sind die Sportarten breit gefächert: Angefangen hat alles mit den Mountainbikes von Cieklinski und Kaufmann, irgendwann kamen Triathlon, Laufen, Spinning und andere Sportarten hinzu. „Jeder tut das, was er am besten kann“, beschreibt Maik Kaufmann die Idee hinter dem Projekt.
Um mit dem Sport Gutes zu tun, ist Kreativität gefragt, daraus macht Kaufmann gar keinen Hehl: „Nicht nur beim Sport, sondern immer wieder auf’s Neue bei jeder Aktion, gilt es für uns, Sponsoren zu finden.“
Die Mühen haben sich gelohnt, denn so hat das unkonventionelle Projekt die stolze Summe von 100.000 Euro gesammelt, die sozialen Zwecken zugute kamen.
In der Vergangenheit machten die Sportler immer wieder mit kuriosen Aktionen auf sich aufmerksam und trugen so zum Erfolg des Ganzen bei. Hilfe dort, wo sie benötigt wird, steht bei den Initiatoren ganz oben auf der Agenda.
„Die Kinder sind bei uns ganz klar im Fokus“, betont Maik Kaufmann, selbst Vater von drei Kindern. Sei es die Teilnahme an einer Ferienfreizeit, die einkommensschwache Eltern nicht bezahlen können, eine Spende für ein größeres Projekt oder die Installation eines neuen Spielgerätes auf einem Spielplatz in Ronsdorf – geht nicht, gibt’s nicht – möchte man meinen, wenn man die zahlreichen Aktionen von „sportlerhelfen“ Revue passieren lässt. Dabei gibt es immer wieder eine prominente Unterstützung: Extremsportler Joey Kelly von der Kelly Family taucht immer wieder bei „sportlerhelfen“ auf. Egal ob 2011 beim Hessenlauf oder während der atemberaubenden Show im Todesrad beim „ZDF-Fernsehgarten“ oder auch bei der Stippvisite einer Aktion zugunsten des Rondsorfer Bandwirker-Bads war Kelly mit an Bord – nicht zuletzt, um werbewirksam für „sportlerhelfen“ ins Rampenlicht zu treten.
Seit 2008 sind die helfenden Sportler mittlerweile unermüdlich auf ihrer Mission, und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, wie Maik Kaufmann klarstellt. Wie schon im Gründungsjahr, so nehmen er und seine Mitstreier auch in diesem Jahr wieder beim 24-Stunden-Rennen in Duisburg teil. Mit vier Mountainbikern und vier Gastfahrern bildet man in diesem Jahr ein „Achter-Funteam“, wie Holger Bitzer vom sh-Team beschreibt. Am 3. und 4. August geht es los. „Das Team möchte mindestens 50 Runden auf der gut neun Kilometer langen Strecke schaffen und dabei für den befreundeten Verein ,Gulliver for Kids‘ Geld einfahren.“ Der Verein erfüllt schwerkranken Kindern Wünsche. „Spenden sind willkommen“, so Bitzer. Ganz gleich, ob 10, 20, 50 Cent oder ein Euro pro Runde, „das Geld ist“, verspricht Bitzer, „gut angelegt“.

Plage in Ronsdorf angekommen

Gefährliche Raupe sorgt für erste Sperrungen im Quartier



Anfang der Woche wurde der Bürgersteig vor der Ronsdorfer Gesamtschule gesperrt. (Foto: AS)

(Ro./AS) Er ist klein, haarig – und gefährlich: Seit den ers­ten warmen Tagen bereitet der Eichenprozessionsspinner dem Ressort Grünflächen und Fors­ten in der Wuppertaler Stadtverwaltung Kopfschmerzen.
Schon seit einigen Jahren breitet sich der Eichenprozessionsspinner in Deutschland aus – ein Grund könnte der Klimawandel sein.
Gefährlich an dieser Raupenart sind die „Brennhaare“, die bei Hautkontakt für Juckreiz und allergische Reaktionen von Augenreizungen, Schwindel und Fieber, bis hin zu Atemnot und zu Nesselsucht sorgen können.
Nachdem im Juni die ersten Eichen auf Wuppertaler Stadtgebiet befallen wurden, hat man Anfang dieser Woche den Befall des Eichenprozessionsspinners vor der Ronsdorfer Gesamtschule An der Blutfinke festgestellt und den betroffenen Bereich umgehend gesperrt. Eine Panikmache will man aber nicht auslösen, denn die Sperrung von besonders sensiblen Bereichen wie Kitas, Spielplätzen oder eben Schulen sei vorsorglich. Dennoch bittet die Stadt Wuppertal darum, betroffene und gesperrte Bereiche zu meiden. Der Kontakt von Raupen und deren Ge-
spins­te sollte dringend vermieden werden. Problematisch ist die Beseitigung der Insekten, die nur von Fachfirmen durchgeführt werden kann. Das Behandeln mit Wasserstrahlen oder Abflämmen reicht nicht, um den Schädling zu bekämpfen. Grundstückseigentümer sollten den Schädling nur von Fachleuten beiseitigen lassen.

Geldsegen für das Denkmal

Sanierung der Reformierte Kirche wird weiter gefördert



Johannes Tielmann (li.) und Reinhard Franzki vom Verein „Denkmal Reformierte Kirche Ronsdorf e.V.“ freuen sich über den Geldsegen der Stiftung. (Foto: AS)

(Ro./AS) Gute Nachtricht für Ronsdorf: In diesen Tagen erreicht Pfarrer Dr. Jochen Denker ein weiterer Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) – diesmal in Höhe von 90.000 Euro – für die Restaurierung der Ostfassade der Reformierten Kirche in Wuppertal-Ronsdorf. Die DSD unterstützt die Res­taurierung der Kirche bereits seit 2007 und stellte für verschiedene Maßnahmen insgesamt Euro 180.000 zur Verfügung (das SonntagsBlatt berichtete). Architektonisch kommt der Kirche als weitgehend erhaltener Zwirnerbau ein regional-
historischer Zeugniswert zu.
Die Gemeinde Ronsdorf wurde 1737 von dem reformierten Prediger Elias Eller gegründet. Die Saalkirche erbaute man über einem recht­-
eckigen Grundriss aus Grauwackequadern in neoromanischen Formen von 1855 bis 1858 mitten im Ort nach Plänen des Ronsdorfer Baumeis­ters Matthey und des Kölner Dombaumeisters Zwirner. Das Gotteshaus ist eines der wenigen Gebäude der Stadtgründung, die den Krieg überstanden haben. Im Inneren der dreischiffigen kreuzgratgewölbten Halle sind auf drei Seiten Emporen zwischen Holzstützen eingehängt. Die reformierte Kirche in Ronsdorf ist eines der über 460 Projekte, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in NRW fördern konnte.

Kleine Turnerinnen

Landesmeisterschaften mit der DT



(Ro.) Beim Frühjahrshallenturnen im März 2019 hatten sich drei Turnerinnen der DT Ronsdorf für die Verbandsmeisterschaften qualifiziert, welche im Juni in Wülfrath ausgetragen wurden. Nathalie Bremer stellte sich hier in der Altersklasse 2010/2011 der Konkurrenz und belegte den 19. Platz. Nele Kotysch erturnte sich im Jahrgang 2006/2007 Rang 12 und verpasste die Qualifikation für die Landesmeisterschaften nur um 0,2 Punkte. Charlotte Emde hatte etwas mehr Glück und konnte sich in der Jahrgangsklasse 2008/2009 einen Startplatz bei den Landesmeisterschaften sichern. Diese fanden jetzt in Eschweiler statt. Hier erkämpfte sie sich einen respektablen 28. Platz und ließ damit immerhin knapp 1/3 der Teilnehmerinnen hinter sich. (Foto: privat)

Neue Fußaballregeln

Neuerungen für Amateur-Vereine

(Reg./PK) Da sage einer, im Fußball bliebe immer alles gleich. Das stimmt so nicht, denn seit dem 1. Juli gibt es einige teils gravierende Änderungen im Regelwerk, die auch die Amateurvereine im SonntagsBlatt-Land betreffen und bereits in den laufenden Testspielen angewendet werden.
Zunächst einmal wird das „Zeitschinden“ bei Auswechs­elungen zumindest erschwert, denn der auszuwechselnde Spieler muss den Platz an der Begrenzungslinie verlassen, die ihm am nächsten ist. Das kann also auch an der Torauslinie geschehen. Eingewechselt wird nach wie vor an der Mittellinie.
Ein Abstoß muss nach der neuen Regel nicht mehr außerhalb des Strafraumes angenommen werden. Die ballführende Mannschaft darf dies nunmehr auch innerhalb des 16-Meter-Raumes tun und darf dabei bis zur Strafraumgrenze nicht vom gegnerischen Team gestört und attackiert werden. Man verspricht sich davon eine Spielbeschleunigung.
„Der Schiedrichter ist Luft“. Diese Aussage wird nach den neuen Regeln auch eher skeptisch gesehen. Verliert ein Team, nachdem der Ball den Schiedsricher berührt hat, den Ballbesitz, wird das Spiel unterbrochen und mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt.
Eine wichtige Regeländerung ergibt sich bei Freistößen. Hier ist es beinahe schon fußballtechnischer Alltag, dass sich eigene Spieler in die gegnerische Mauer „schmuggeln“.
Das ist jetzt nicht mehr möglich, denn man muss zur aufgestellten Mauer des Gegners einen Abstand von mindestens einem Meter einhalten.
Vielleicht noch wichtiger ist die neue Regelung bei taktischen Foulspielen. Die Mannschaft, deren Spieler gefoult wurde, kann den Freistoß schnell ausführen und muss nicht mehr darauf warten, dass der Schiedsricher den Übeltäter verwarnt. Sollte aus diesem rasch ausgeführten Freistoß ein Tor resultieren, kann der Schiedsricher statt einer roten Karte (z.B. nach einer Notbremse) die Gelbe zücken. Doppelbestrafungen sollen künftig vermieden werden. Im Übrigen gibt es in der Zukunft gelbe und rote Karten für alle Beteiligten eines Fußballspiels, auch für Betreuer und Trainerstab.
Es sind auch neue Regelungen für das Handspiel in Anwendung. Seit Anfang des Monats gilt folgendes: Berührt der Ball eine Hand unmittelbar vor einem Tor, so zählt dieses nicht. Dabei ist es unerheblich, ob der Ball absichtlich oder unabsichtlich berührt wurde.
Ob diese neuen Regelungen das halten, was die FIFA sich davon verspricht, wird die nähere Zukunft zeigen.