Neue Impulse sollen für frischen Wind sorgen

Der größte Wunsch ist und bleibt ein Treppenlift – Spenden werden gesucht

Mehr Flagge zeigen, das wollen Reiner Kuhn vom Vorstand und Katja Epp, Einrichtungsleiterin des Sozialen Hilfswerkes so wie beim neuen „Klön Café Evergreen“, das täglich ab 15 Uhr an der Erbschlöer Straße stattfindet. (Foto: AS)

(Ro./AS) Für Katja Epp ist es der Traumjob schlechthin: Seit Februar diesen Jahres leitet sie die Seniorenbegegnungsstätte im Sozialen Hilfswerk an der Erbschlöer Straße. An diese Stelle ist die 34-Jährige „wie die Jungfrau zum Kind“ gekommen, denn ursprünglich hat sie früher im Büro gearbeitet. Dabei lagen ihr ältere Menschen schon immer am Herzen. „Ich fahre morgens mit einem Lächeln zur Arbeit und kehre abends lächelnd heim“, gesteht sie und wertet diese Fügung als ihr großes Glück. Dabei obliegen ihr innerhalb der Einrichtung die unterschiedlichsten Aufgaben. Ihr Portfolio reicht von der Planung von Veranstaltungen bis hin zu kaufmännischen Dingen. „Am wichtigsten ist mir aber der persönliche Bezug zu unseren Gästen“, erklärt sie. Und den hat sie, denn wer Epp einmal im Umgang mit den älteren Herrschaften beobachtet, der merkt schnell, dass sie für ihre Gäste viel mehr ist als eine Ansprechpartnerin: Sie darf sich ruhig als Bezugsperson bezeichnen. „Ich habe die Telefonnummern aller Gäste“, erzählt sie in einer ruhigen Minute. „Das ist mir wichtig, denn wenn jemand, der sonst regelmäßig gekommen ist, nicht da ist, mache ich mir Sorgen und suche den Kontakt.“ Nun geht es daran, die Begegnungsstätte zu einem gemütlicheren Ort zu gestalten. So ist eine Erneuerung des in die Jahre gekommenen Bodenbelages geplant. Ein Handwerker aus Ronsdorf hat bereits seine Unterstützung signalisiert. Er macht sich selber auf die Suche nach Spenden für das Projekt. 
Wertvolle Hilfe erhält Katja Epp dabei vom Vorstand des Vereins, der sich vor gut fünf Jahren ins Geschehen einbrachte und seitdem für frischen Wind sorgt. Derzeit arbeitet man Seite an Seite an einem festen und dauerhaften Programm, das den Gästen Kontinuität bieten soll, wie Vorstandsmitglied Reiner Kuhn erklärt.
Dabei mangelt es nicht an Ideen, denn auch soziale Netzwerke sind bei den Gästen durchaus ein Thema. So postet Katja Epp gezielt immer wieder Beiträge bei Facebook, um nicht nur ihre Schützlinge, sondern auch die Kinder und Enkel der Gäste über die sozialen Netzwerke auf die Einrichtung und das Angebot aufmerksam zu machen.
Das größte Sorgenkind der Initiatoren ist aber das Treppenhaus. So ist die Einrichtung im ehemaligen Gerichtsgebäude an der Erbschlöer Staße nicht barrierefrei erreichbar, eine Hürde für die älteren Damen und Herren, die zur Begegnungsstelle wollen, um hier gemütliche Stunden in geselliger Runde zu verbringen. Bemühungen um einen neuen Standort wird man wohl nicht fortsetzen, so konzentriert man sich auf das, was man hat.
Ein Treppenlift für „ihre“ Seniorinnen und Senioren wäre deshalb der größte Wunsch von Katja Epp und dem Vorstand – sicher aber auch von den Gästen, die oft schlecht zu Fuß sind. Aus diesem Grunde hat man sich unlängst um eine Hilfe beim Treppensteigen bemüht – Kostenpunkt rund 15.000 Euro. Eine große Summe, die der Verein wohl nur durch Spenden aufbringen kann. Nun hofft man auf die Unterstützung der Stadt, die vielleicht Hilfestellung bieten kann. In Zeiten des demographischen Wandels ist sicher eine gute Investition in die Zukunft der älteren Generation unserer Gesellschaft.
Bis es soweit ist und der Lift angeschafft werden kann, wird Katja Epp das „Wohnzimmer“ der Gäste mit ihrer sympathischen Art und ihrem Ideenreichtum bereichern.

 

Schwerverletzter im Umspannwerk

Großeinsatz für Rettungskräfte am Sonntagabend

Rund 20.000 Haushalte waren vom Stromausfall betroffen. Der Verletzte wurde mit dem Helikopter in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen. (Foto: TO)

(Ro./Lü./AS) Für Michael Ciommer klang es wie Silvester-Feuerwerk „mit ein bisschen mehr Bums“, erinnert sich der Anwohner des Umspannwerkes am Blaffertsberg. Am Sonntagabend gegen 18.45 Uhr hörten Anwohnerinnen und Anwohner laute Donnerschläge, die offensichtlich aus dem Umspannwerk kamen. Zu sehen war zunächst nichts, allerdings fiel in rund 20.000 Haushalten in Lüttringhausen und Ronsdorf der Strom aus. Besorgte Menschen informierten die Polizei.
Michael Ciommer meldete bei der Betreibergesellschaft des Umspannwerkes einen Brandgeruch. „Zu sehen war aber nichts“, so der Ronsdorfer.
Auf dem Gelände des Umspannwerkes wurden die Einsatzkräfte auf einen Mann aufmerksam, der offenbar in die 10.000-Volt-Leitung geraten war. Der Bewohner eines sozialtherapeutischen Wohnheims galt seit Sonntagvormittag als vermisst, eine Fahndung war bislang ergebnislos verlaufen. Durch den Stromschlag, den der Mann erlitt, löste er wohl auch den großflächigen Stromausfall aus. Wie der Verletzte auf das Gelände des Umspannwerkes gelangen konnte, ist bisher ungeklärt. Bei dem Vorfall erlitt er schwerste Verbrennungen. Mit einem angeforderten Rettungshubschrauber wurde der Mann in eine Spezialklinik nach Bochum transportiert. Nach einer guten Stunde konnte das Umspannwerk wieder in Betrieb gehen, und nach und nach hatten alle betroffenen Haushalte wieder Strom.

 

Großbrand in Härterei

20.000 Liter Härteöl am Großhülsberg ausgetreten

Der Großbrand hatte die Sperrung der Barmer Straße zwischen Ronsdorf und Lüttringhausen, aber auch eine Zwangspause des Zugverkehrs über die benachbarte Bahntrasse zur Folge. (Foto: TO)

(Lü./AS) Für Aufregung sorgte am vergangenen Samstagmorgen der Großbrand einer Härterei im Industriegebiet Großhülsberg.
Schon vor dem Eintreffen der Rettungskräfte wurde Verstärkung angefordert, da eine starke Rauchentwicklung schon von Weitem zu erkennen war.
Die Härterei befand sich bereits im Vollbrand. So konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, eine Ausweitung des Feuers auf Nachbargebäude zu verhindern. „Durch den Vollbrand wurden angrenzende Lagertanks mit Methanol und Stickstoff in Mitleidenschaft gezogen“,berichtet Josef Köster von der Feuerwehr Remscheid.
„Es wurde ein umfassender Löschangriff eingeleitet, bei dem der Einsatzschwerpunkt auf der Kühlung der Lagerbehälter lag.“
Zusätzlich zur Berufsfeuerwehr waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Lüttringhausen, Lennep, Nord, Lüdorf und Bergisch Born im Einsatz. Auch die Wuppertaler Feuerwehr war beteiligt. Wegen der enormen Rauchentwicklung ruhte der Bahnverkehr der RE7 bis elf Uhr.
Die Bevölkerung wurde über die Warn-App „NINA“ aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen auszuschalten.
Durch den Brand traten 2.000 Liter Härteöl aus. Schlimmeres konnte durch die Löschwasserrückhaltung    verhindert werden.

 

In Ronsdorf ist immer etwas los

Ferienrückblick: Keine Zeit für Langeweile im Sommer

Bunte Zeiten beim großen LEGO-Projekt im Jugendzentrum an der Scheidtstraße: Hier entstanden in sechs Wochen kleine Kunstwerke mit internationalem Flair. (Foto: AS)

(Ro./AS) Die Sommerferien neigen sich dem Ende entgegen, und vieles ist in den vergangenen sechs Wochen geschehen. Auch für die Daheimgebliebenen gab es viel zu erleben und viel zu entdecken. Ausflüge wie eine Wanderung mit plüschigen Alpakas, die Fahrt in den Grünen Zoo Wuppertal und natürlich das LEGO-Projekt des städtischen Jugenzentrums an der Scheidtstraße sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam.
In sechs Wochen sind hier rund zwanzig Kunstwerke entstanden, Miniaturen und Wandschmuck zum Schwerpunktthema „Weltentdecker“.
Ein Highlight bleibt jedoch noch: Am Dienstag, dem letzten Ferientag, steht wieder die traditionelle Abschlussfahrt von Heimat- und Bürgerverein (HuB) und der Offenen Tür der katholischen Gemeinde Sankt Joseph an. Seit 2013 fahren die Kids zum krönenden Ende der großen Ferien zum Ketteler Hof.
In diesem Jahr sind mehr als 70 Kinder dabei.

 

In der Kreisliga A wird es ernst

Bezirksliga startet am folgenden Wochenende

Die Zweite des TSV 05 Ronsdorf startet schon an diesem Wochenende in die Meisterschaft der Kreisliga A mit der Begegnung gegen die Zweite des TVD Velbert. Das Spiel beginnt um 13 Uhr in der Waldkampfbahn. (Foto: OK)

(Reg./PK) Die Teams, die in der Kreisliga A tätig sind, so wie die Zweite des TSV 05 Ronsdorf, beginnen am Wochenende mit ihren Meisterschaftsspielen. Der frühe Beginn der Pflichtspiele ist wohl auch nötig, denn 20 Mannschaften tummeln sich in der Ronsdorfer Gruppe. Es werden vier Teams direkt absteigen, drei werden in die Relegation müssen. Zwei Mannschaften werden ohne Weiteres in die Bezirksliga aufsteigen. Da steht schon eine Mammutsaison an, zumal dann, wenn man die möglichen Einsätze im Kreispokal hinzuzählt. Die Ronsdorfer Reserve ist auf jeden Fall gut gerüstet, wie das 4:4 im abschließenden Testspiel gegen den Bezirksligisten FC Kosova Düsseldorf beweist. Vielleicht entpuppen sich die Zebras ja als Geheimtip. Das Team startet mit einem Heimspiel: Die Zweite des TVD Velbert kommt am Sonntag in die Waldkampfbahn. Die Partie wird um 13 Uhr angepfiffen.
In der Bezirksliga geht es am kommenden Wochenende (13. / 14. August) wieder los. Der SSV Germania hat eine fast tadellose Vorbereitung gespielt und somit die Erwartungen an eine gute Saison erhöht. Gegen den Landesligisten SV 09/35 Wermelskirchen gewann die Germania mit 2:0-Toren.
Im letzten Testspiel vor dem Saisonbeginn spielen die Freudenberger am Sonntag beim SC SW 06 Düsseldorf, der ebenfalls in der Bezirksliga kickt.
Auch der TSV 05 Ronsdorf hat eine sehr gute Serie von Testspielen abgeliefert und nur eins verloren (gegen den Ligakonkurrenten SSV Bergisch Born). Auch beim 1. FC Wülfrath siegten die Jungs von Trainer Denis Levering (2:1). Am heutigen Samstag reisen die Zebras zu ihrem letzten Vorbereitungsspiel nach Schwelm, um beim dortigen VfB ihre Visitenkarte abzugeben. Der Hausherr spielt ebenfalls in der Bezirksliga.
Nach einer Woche Urlaub stehen auch die letzten Vorbereitungsspiele für den Landesligisten FC Remscheid auf der Agenda, bevor am 28. August der Ernst der Meisterschaftsspiele beginnt. Heute, am Samstag, erwartet der FCR den Landesligisten SV Hohenlimburg im Röntgenstadion.
Die Partie gegen die Gegner aus Hagen beginnt um 15 Uhr.