Gute Nachrichten trotz Pandemie-Zeit

Wuppertaler Stadtwerke blicken optimistisch in die Zukunft des Konzerns

Ab August soll die Schwebebahn auch wieder in der Woche unterwegs sein. Der Einsatz des Schwebebahn-Ersatzverkehrs dürfte damit der Vergangenheit angehören, so hoffen die WSW-Verantwortlichen. (Foto: AS)

(W./AS) Man hat in diesen Tagen den Eindruck, dass nach dem Lockdown so etwas wie eine Aufbruchstimmung vermittelt wird: Die Dichte an guten Nachrichten nimmt deutlich zu. Auch die Wuppertaler Stadtwerke konnten auf ihrer Bilanz-Pressekonferenz ein positives Signal setzen.
Dabei wurde die Test- und Impfstrategie der Bundesregierung sehr ernst genommen, wie WSW-Vorstandsmitglied Markus Schlomski betont: „Besonders froh sind wir, dass es uns mit großem Engagement gelungen ist, die Belegschaft seit einetr guten Woche im eigenen Haus impfen zu können.“
Trotz der Corona-Krise und dem stark eingeschränkten Betrieb der Schwebebahn konnten die WSW das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 5,1 Millionen Euro abschließen. „Im Verbund mit der WSW Energie und Wasser AG und der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) konnte das befürchtete Defizit der Sparte WSW mobil GmbH von 61,2 Millionen Euro kompensiert werden“, freut sich WSW-Geschäftsführer Martin Bickenbach. Für das gute Ergebnis seien nach Auffassung des WSW-Vorstandsvorsitzenden Markus Hilkenbach ein Sparprogramm und der ÖPNV-Rettungsschirm von Bund und Land mitverantwortlich: „Um die unterjährige Steuerung nicht aus der Hand zu geben, haben wir mit Beginn der Pandemie intern Kosten gesenkt und die hohen Fahrgastverluste im ÖPNV konnten durch den Rettungsschirm aufgefangen werden.“ Dabei sei der Rückgang der Fahrgastzahlen historisch. Sie seien im ersten Lockdown im März 2020 um 75 Prozent gesunken.“ Die in 2020 beförderten 57,6 Millionen Fahrgäste seien die niedrigste Zahl seit Gründung der WSW im Jahr 1948. Trotz dieses Tiefstwertes wurden die neuen, klimafreundlichen Wasserstoffbusse gut von den Fahrgästen angenommen. „Die Fahrzeuge des holländischen Herstellers Van Hool erfüllen die Erwartungen hinsichtlich Reichweite, Verbrauch und Zuverlässigkeit“, freut sich Ulrich Jaeger, Geschäftsführer der WSW mobil GmbH. „Bis Ende des Jahres soll die Wasserstoff-Busflotte auf zwanzig Fahrzeuge erweitert werden.“
Auch gut angenommen wurde von den Fahrgästen der per Smartphone bestellbare Abhol-Service der „Hol mich! App“: Elektrisch betriebene London-Cabs in freundlichem WSW-Blau können von den Kundinnen und Kunden geordert werden. „Wegen der Corona-Pandemie würden die WSW das ursprünglich bis Jahresende befristete Forschungsprojekt gerne um drei Monate verlängern“, so Jaeger. Zum Schluss brachte er noch eine gute Nachricht mit: „Die Schwebebahn wird wie angekündigt im August wieder den Regelbetrieb aufnehmen.“ Normalität kehrt auch wieder im ÖPNV ein: Die sinkenden Inzidenzzahlen bringen den Wegfall der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ab Montag mit, auch der „NachtExpress“ ist wieder unterwegs.
Derart positiv gestimmt, nehmen die WSW jetzt ein neues Projekt von historischer Bedeutung in Angriff: Wurde durch die Pandemie für ein Drittel der rund 3.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Arbeiten im Home Office ermöglicht, beginnen neben der bekannten WSW-Zentrale an der Bromberger Straße bereits in diesem Jahr die Bauarbeiten für die neue Verwaltung. „Der Bau unserer neuen Zentrale mit Platz für 450 Beschäftigte soll 2023 bezugsfertig sein“, so zeigt sich Markus Hilkenbach sehr optimistisch, das ehrgeizige Vorhaben plangemäß umzusetzen.

 

Ronsdorf soll wieder erstrahlen

Heimat- und Bürgerverein sucht weitere Teilnehmer

(Ro./AS) In den vergangenen Jahren war der Ronsdorfer Frühlingsputz ein Ereignis für alle Generationen. In diesem Jahr findet der „Picobello-Tag“ pandemiebedingt mit Verspätung und unter anderen Bedingung statt, aber es wird ihn geben (das SonntagsBlatt berichtete).
Am Samstag, den 26. Juni startet das große Reinemachen wieder pünktlich um 10.30 Uhr auf dem Bandwirkerplatz. Wie schon in den Vorjahren obliegt die Organisation, die Durchführung und die Einteilung der Straßenzüge dem Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein (HuB). „Wir alle werden noch weiterhin die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten müssen“, betont HuB-Vorsitzende Christel Auer. Dennoch ist sie zuversichtlich, dass auch der diesjährige „Picobello-Tag“ wieder ein großer Erfolg für die Menschen im Stadtteil werden wird. Wie schon in der Vergangenheit so haben sich auch diesmal wieder die unterschiedlichsten Gruppen gefunden, die für einen sommerlichen Glanz in Ronsdorf sorgen wollen. Es gibt Helfer aus Vereinen, Institutionen, Parteien und Familien. Dabei geht das große Reinemachen durch alle Generationen. Jetzt hoffen die Initiatoren Christel Auer und Julian Berges noch auf weitere Anmeldungen, um alle Straßen und Gebiete des Stadtteils abdecken zu können. Wer am nächsten Samstag mitmachen will, kann sich per Mail oder Telefon an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (0152 / 26 36 85 13) und an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (02 02) 46 13 17 wenden.

 

Schneidewind: „Die Stadt beginnt wieder zu leben“

Sinkende Inzidenzzahlen ermöglichen weitere Lockerungen in und um Wuppertal

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stellt den Wegfall der Maskenpflicht in Außenbereichen ab Montag in Aussicht. (Foto: AS)

(W./AS) Die Sitzungen des Krisenstabes der Stadt Wuppertal sind in diesen Tagen  deutlich kürzer und sie werden seltener. Das verkündet ein sichtlich zufriedener Johannes Slawig. Der Leiter des Krisenstabes spricht von einer deutlichen Entspannung der Situation in Wuppertal. So lag der Inzidenzwert am Donnerstag unter der 35er-Marke. Dies verspreche, so Slawig, weitere Lockerungen, denn sobald die Inzidenzzahl an fünf Werktagen unter 35 liegt, können sich die Menschen auf weitere Lo- ckerungen freuen.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stellt den Wegfall der Maskenpflicht in Außenbereichen ab Montag in Aussicht, wobei der ÖPNV noch diskutiert wird. Schülerinnen und Schüler dürfen ab Montag aufatmen – im wahrsten Sinne des Wortes, denn in den Schulen im Land gilt die Maskenpflicht nur noch in Gebäuden, nicht mehr auf dem Schulhof.
Zufrieden zeigt sich der Wuppertaler Krisenstableiter Johannes Slawig auch mit den 260.000 Impfungen, die inzwischen stadtweit erbracht werden konnten – ein Großteil davon im Impfzentrum auf dem Freudenberg. Als bedauerlich bezeichnet Slawig den Wegfall der zunächst zusätzlich versprochenen Impfdosen, der wieder zu Engpäsen führe. So seien auf dem Freudenberg derzeit ausschließlich Zweit-impfungen möglich. „Die Lage wird sich wohl erst im Juli entspannen“, fürchtet Slawig.
Dennoch sei man zuversichtlich, die Impfstrategie von Bund und Land auch weiterhin konsequent umsetzen zu können. Wuppertals Gesundheitsdezernent Dr. Stefan Kühn vermeldet einen Rückgang der Infektionszahlen um 25 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, die Anzahl der Personen in Quarantäne sei gar um 35 Prozent gesunken. Am Donnerstag befanden sich 14 Menschen aufgrund einer Covid-Erkrankung in den Krankenhäusern – früher seien es 140 gewesen, so Kühn. Dies sei der Umsetzung der Impfstrategie zu verdanken, dennoch sei im Hinblick auf die Delta-Mutation weiterhin Vorsicht geboten.
Das Impfzentrum wird noch bis zum 30. September in Betrieb bleiben. Anschließend sei der Rückbau geplant, da im September die Förderung des Landes ende. Die anhaltende und deutliche Entspannung erlaube auch den Umstand, dass das Wuppertaler Gesundheitsamt seit Mittwoch auf die zur Verstärkung der ein Dreivierteljahr lang eingesetzten Bundeswehrsoldaten verzichten könne. Zuletzt hatten fünf Soldaten und Soldatinnen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes unterstützt. In Spitzenzeiten waren es 40 Bundeswehrsoldaten gewesen, so Slawig. Er zeigte sich bei der Verabschiedung „sehr dankbar für die massive Unterstürtzung der Bundeswehr in schweren Tagen.“
Der am kommenden Donnerstag beginnende Kultursomer sei nach Angaben von Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind ein positives Signal: „Die Stadt beginnt nach der schweren Zeit lagsam wieder zu leben“, so der Oberbürgermeister, eine „mehr als verdiente Belohnung der Menschen in Wuppertal.“
Aufgrund der immer noch geltenden Hygienekonzepte stehe man nach Angabe von Wuppertals Kulturdezernent Matthias Nocke vor „organisatorischen Herausforderungen“, denen man sich aber gern stelle. So sind Events bis in den Oktober hinein  unter anderem auf der Waldbühne und im Skulpturenpark Waldfrieden geplant, um den Bürgerinnen und Bürger Schritt für Schritt die verdiente Rückkehr zu einer „verantwortungsvollen Nor­malität“, wie Ministerpräsident Armin Laschet es bezeichnet, zu ermöglichen.

 

Segen für alle Lebenslagen

Open-Air-Gottesdienst in den Ronsdorfer Anlagen

(Ro./Red.) Zum Open-Air-Gottesdienst in den Ronsdorfer Anlagen lädt die Evangelische Gemeinde am Sonntag, 27. Juni zur gewohnten Gottesdienstzeit um 11 Uhr herzlich ein. Musikalisch ausgestaltet wird der Gottesdienst vom Ronsdorfer Posaunenchor. „Ich brauche Segen“ – unter diesem Motto steht der Gottesdienst auf der großen Wiese am Gerätehaus. „Segen zum Beginn der Sommerferien, Segen zum Start einer Reise, Segen als Zurüstung für eine neue Aufgabe, Segen im Alltag. Wir alle brauchen ja Zuspruch und Ermutigung“, weiß Pfarrerin Ruth Knebel, die zum Open-Air-Gottesdienst einlädt. „Wir haben einen bunten Gottesdienst für Klein und Groß mit viel Musik geplant.“ Und etwas zu Feiern wird es auch geben: „Im Gottesdienst wird auch Manuel Kühnendahl als Jugendpresbyter in sein Amt eingeführt. Und es gibt Grund zur Freude: Im Gottesdienst werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann mit so viel Abstand und Maske sitzen, dass auch gemeinsames Singen endlich wieder möglich ist. Wer dabeisein möchte, sollte sich im evangelischen Gemeindebüro (02 02) 283 91 0) oder bei Ruth Knebel ( 02 02) 46 14 37, anmelden. damit auch genügend Plätze für alle auf Abstand vorbereitet werden können.

 

LaCrosse – neu in Ronsdorf

Eine alte Sportart wird im Bergischen wiederbelebt

Initiatorin Katharina Reinhold (mi.) und Beate Stamm trafen sich mit Bezirksbürgermeis­ter Harald Scheuermann-Giskes auf dem ETG-Gelände zum Üben. (Fotos: NeK, JoB)

(Ro./NeK.) Nur die wenigs­ten Menschen in Ronsdorf dürften die Sportart LaCrosse kennen. „Das wollen wir ändern“, erläuterte die Vorsitzende des Sportvereins BTV Graben, Beate Stamm. „Fußball war gestern, heute ist LaCrosse!“, betont lächelnd die Initiatorin Katharina Reinhold.
Dabei ist LaCrosse eine alte Sportart mit einer berühmten Vergangenheit. Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis und bei den Spielen 1908 in London war LaCrosse eine Wettkampfdisziplin. Danach verlor das Spiel dann an Bedeutung, obwohl LaCrosse neben Eishockey noch heute als kanadischer Nationalsport gilt.
Erstmals erwähnt wurde das Spiel 1634 von einem französischen Jesuiten, den die Schläger an einen Bischofsstab erinnerten und der dem Spiel deshalb den Namen La Crosse gab, das französische Wort für Bischofsstab.
Das Spiel stammt von den Indianern in den Gebieten des heutigen Kanadas. Nicht selten wurden diese Spiele zur Vorbereitung auf Kriege mit anderen Stämmen gespielt. Die Spiele wurden zum Teil mit mehr als 100 Spielern ausgetragen.
Das moderne LaCrosse wird in Mannschaften mit je 10 Mitgliedern gespielt. Gespielt wird mit einem „Stick“ oder auch „Crosse“ dem LaCrosse-Schläger (kescherartiger Schläger) und einem Hartgummiball.
„Wir wollen in Ronsdorf das Spiel mit zwei Mannschaften betreiben. Die Idee hierzu stammt von Katharina Reinhold“, sagt Beate Stamm, Vorsitzende des BTV Graben.
Katharina Reinhold hat LaCrosse als Austauschschülerin in den USA kennengelernt. Nach ihrer Rückkehr hatte sie in der Nähe von Stuttgart einen Verein gefunden, der eine Bundesligamannschaft im LaCrosse betrieb. Das sei auch das Ziel des BTV Graben.
Das Spiel ist für alle Menschen, die Sport treiben wollen, geeignet. „Nicht nur Ausdauer und Schnellkraft werden hierbei trainiert“, erläuterte die LaCrosse-Sportlerin. „Auch Ge­schick, sowohl mit dem Körper als auch mit Schläger und Ball. Technik, Kraft, Kommunikation sowie ein guter Überblick sind alles Eigenschaften, die man bei diesem Sport lernt“, ergänzt Katharina Reinhold.
Und dann folgt eine Vorführung mit Ronsdorfs Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes, Hockey-Enthusiast und Vorsitzender bei der ETG am Dorner Weg. Auf deren Gelände will man einen Platz für die LaCrosse Spiele und Trainingseinheiten zur Verfügung stellen.
Wer Lust hat, den Sport auszuprobieren und mindestens 16 Jahre alt ist, kann am Mittwoch, 30. Juni 2021 um 19 Uhr auf der Anlage der ETG am Dorner Weg zum Schnuppertraining kommen. „Wir freuen uns auf neue Gesichter und hoffen, dir einen Platz in unserer Mannschaft geben zu können“, freut sich Katharina Reinhold auf den Start in Ronsdorf.