Schule bietet Starthilfe für das Berufsleben

Berufsorientierungsbörse an der Ronsdorfer Gesamtschule gut besucht

Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Berufsorientierungsbörse für den ersten Kontakt zu möglichen künftigen Arbeitgebern. (Foto: db)

(Ro./AS) Schule – und was kommt dann? Vor dieser Frage stehen Jahr für Jahr alle Schülerinnen und Schüler, die nach einem erfolgreichen Schulabschluss ins Berufsleben oder Studium starten. Antworten darauf hält die Ronsdorfer Gesamtschule traditionell schon seit Jahren in einem breit gefächerten Angebot bereit. Neben der 2015 ins Leben gerufenen Talent Company, die den Schülerinnen und Schülern realitätsnah die Anforderungen der Arbeitswelt vermittelt, läuft in diesen Wochen in den achten Jahrgängen das Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ der Stadtverwaltung, bei denen die Jugendlichen im Rahmen einer Potenzialanalyse ihre persönlichen Stärken herausarbeiten können.
Den ersten Kontakt zu einem potenziellen künftigen Arbeitgeber können die Jugendlichen auf der traditionell einmal im Jahr stattfindenden Berufsorientierungsbörse knüpfen. In dieser Woche fand die Börse in der Aula und der Mensa statt und bot den Schülerinnen und Schülern einen Überblick über die Vielfalt der Möglichkeiten nach dem Ende der Schulzeit. Zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Gesundheit und Soziales, Kaufmännische Berufe und Handel, Industrie und Handwerk sowie Technik präsentierten sich auf der Berufsorientierungsbörse.
„Im Rahmen der Berufswahlorientierung können sich unsere Schülerinnen und Schüler auf der Berufsorientierungsbörse gezielt über die Anforderungsprofile aus unterschiedlichen Berufsbildern informieren“, stellt Schulleiterin Heike Flowerday das Konzept vor. Mehr noch: „Außerdem haben sie die Chance, Kontakte zu Unternehmen aufzunehmen, die im kommenden und/oder im darauffolgenden Kalenderjahr Ausbildungs­plätze anbieten.“ So bestand die Möglichkeit, sich den gewünschten Ausbildungsplatz zu sichern und mit einem guten Gefühl in die eigene Zukunft blicken zu können. Auch Institutionen waren wieder mit eigenen Ständen vertreten. Ihnen ging es darum, Projekte vorzustellen, in denen die Jugendlichen ein Freiwilliges soziales Jahr absolvieren können, bevor sie durchstarten.
Der Fachkräftemangel in Industrie, Handwerk und auf dem Dienstleistungssektor war an allen Ständen ein nicht zu vernachlässigendes Thema, das aber den Jugendlichen gute Chancen für einen erfolreichen Start ins Berufsleben ermöglicht.

 

Die Stadtteilbibliothek verabschiedet sich aus Ronsdorf

Sanierungsarbeiten können nächste Woche beginnen – Neustart Anfang kommenden Jahres

Patrizia Crede, Leiterin der Stadtteilbibliothek, freut sich schon jetzt auf den Neuanfang nach der umfangreichen Renovierung im kommenden Jahr. (Foto: AS)

(Ro./AS) Patrizia Crede verlässt Ronsdorf mit einem lachenden und einem weinenden Auge. In dieser Woche hatte sie ihren letzten Arbeitstag in der Ronsdorfer Stadtteilbibliothek. Ab kommender Woche arbeitet sie in der Zentralbibliothek Elberfeld, um die Zeit zu überbrücken, bis sie „ihre“ Ronsdorfer Stadtteilbibliothek nach der umfangreichen Modernisierung wieder aufschließen darf.
Doch bis es soweit ist, liegt noch eine Menge Arbeit vor den Arbeitern, die sich in den kommenden Wochen und Monaten in der „Bibi“ „austoben“ werden, um den in die Jahre gekommenen Bodenbelag grundzureinigen, um für neue Farbe an den Wänden zu sorgen und um die neue, energiesparende Beleuchtung zu ins­tallieren. Künftig werden hier LED-Leuchten zum Einsatz kommen, die, je nach Einsatzzweck, gedimmt werden können. Bis die Männer in den Arbeitsanzügen anrücken können, war es ein Kraftakt, die fast 13.000 Medien, die hier beheimatet sind, anderweitig unterzubringen.
Zufrieden ist Patrizia Crede mit der Aktion „All you can
read“, bei der man so viele Bücher, Zeitschriften, Spiele und Filme bis zum Jahresende ausleihen konnte wie man wollte. „Auf die Ronsdorfer Leseratten ist Verlass“, schmunzelt Crede. Immerhin gut 2.500 Medien sind auf diesem Wege bei den Nutzerinnen und Nutzern untergebracht worden. Die restlichen Bücher hat Ottmar Schmatz, Hausmeister der Wuppertaler Stadtbibliothek, in 74 Holzkisten verpackt und abtransportiert, um sie für die Dauer der Sanierung einzulagern. Mitarbeiter der GESA und Wichernhaus haben sich um das Mobiliar und um die 55 Regale gekümmert und so mit vollem Einsatz einen wertvollen Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit geleistet.
Überhaupt ist Patrizia Crede glücklich über die Zusammenarbeit ihres gesamten Teams. „Alle haben dran gezogen und Hand in Hand gearbeitet“, zieht sie ein zufriedenes Fazit. Crede, die seit Sommer 2021 die Stadtteilbibliothek leitet, freut sich schon jetzt auf den Neuanfang, der für Anfang kommenden Jahres geplant ist. Dann soll endlich auch die von der Bezirksvertretung geförderte Gaming-Ecke Einzug halten, um jüngeres Publikum in die Räume an der Marktstraße zu locken. „Aber auch für Senioren habe ich mir schon  einiges ausgedacht“, sagt Patrizia Crede. Mehr will sie aber noch nicht verraten, denn noch sind die Planungen nicht abgeschlossen. 

 

Volles Haus bei den „Lucky Tones“

Der Jugendchor der Ev. Gemeinde und das Tanzhaus Wuppertal waren zu Gast

Der Gospelchor „Lucky Tones“ bot zusammen mit dem Jugendchor der Gemeinde sowie Tänzerinnen des Tanzhaus  Wuppertal einen gelungenen Auftritt. (Foto: db)

(Ro./PK) Am Samstagnachittag war die Ronsdorfer Lutherkirche sehr gut besucht. Eines der wenigen Konzerte des gemeindeeigenen Gospelchors „Lucky Tones“ stand auf dem Programm. Als Gast unterstützte der Jugendchor der evangelischen Gemeinde das Konzert.
Der 25-köpfige gemischt besetzte Gospelchor glänzte in beinahe einem Dutzend Stü­-
cke, die die verschiedenen Gospelstile miteinander verbanden: Ein energiegeladener Beginn („Rocka my soul“), gefolgt von einem lupenreinem Gospel („Give me Jesus“), später eine Ballade und sogar Musical-Ausschnitte. Der unvermeidliche John Rutter („Look at the world“) klang wie immer: Etwas zu süffig und süßlich.
Der Chor begleitete zwei Stücke allein durch rhythmisches Klatschen, ansonsten war der großartige Pianist Markus Wentz ein sensibler Begleiter. Der Jugendchor der Gemeinde steuerte drei Lieder bei und erntete langanhaltenden Applaus.
Eine schöne Idee war es, drei Tänzerinnen des Tanzhaus Wuppertal in das Konzert zu integrieren. Unter der Choreographie von Katharina Rohde bereicherte das Trio die Musik zu den Musicals „Phantom der Oper“ sowie „A chorus line“. Die Mischung aus Musical- und Moderndance kam beim Publikum sehr gut an und bildete eine optische Aufwertung der Musik.
Christian Auhage leitete die Sängerinnen und Sänger wie gewohnt humor- und energievoll. Der begeisterte Schlussapplaus war wohl verdient.

 

Geldsegen vom Bund für die alte Feuerwache

Mehr als eine Bibliothek: Hier soll ein Begegnungszentrum entstehen

In dem denkmalgeschützten Gebäude der alten Lüttringhauser Feuerwache soll der neue Standort der Stadtteilbibliothek mit einem völlig neuen Konzept für alle Generationen entstehen. Kostenpunkt: Rund 936.200 Euro. (Archivfoto: AS)

(Lü./AS) Das altehrwürdige Gebäude an der Richard-Koenigs-Straße hat seit seiner Erbauung in den Jahren 1928/
1929 schon einiges miterlebt. Seit 1990 steht die alte Feuerwache nun schon unter Denkmalschutz, und seit dem Auszug des Löschzuges im Jahr 2017 liegt das Gebäude in einer Art Dämmerschlaf – bis die Pandemie kam und hier das Testzentrum entstand. Doch was mit der Alten Wache geschieht, wenn Corona irgendwann kein Thema mehr sein wird, stand lange Zeit in den Sternen.
Am Donnerstag stellte der Bund die Weichen für die Zukunft, denn mit einer Finanzspritze von 590.000 Euro aus dem Haushaltsausschuss des Bundestages soll hier die Lüttringhauser Stadtteilbibliothek ihren neuen Standort finden. Die Fördermittel stammen aus dem Programm „KulturInvest“. Insgesamt schlägt die Sanierung der alten Feuerwache einer Schätzung aus dem März zufolge mit 936.200 Euro zu Buche. Immer wieder war der historische Standort Teil der Diksussionen um eine Zukunft der Bibliothek, jetzt ist der Weg frei. Dabei soll sich die Bibliothek auch konzeptionell neu erfinden, denn aus der Stadtteilbibliothek soll ein barrierefreies und inklusives Begegnungszentrum werden, das mehr bietet als ein umfangreiches Repertoire an Medien zum Ausleihen. Neben den rund 18.000 Büchern, Zeitschriften, Spielen und CDs sollen auch Dash-Roboter und Bee Bots die Jüngsten im Stadtteil für die Digitalisierung fitmachen. Besucherinnen und Besucher sollen die Möglichkeit bekommen, an digitalen Arbeitsplätzen zu lernen und zu recherchieren. Anja Liebert, Bundestagsabgeordnete der Grünen für das Bergische Land, sieht in der Entscheidung aus Berlin einen klaren Heimvorteil für die Stadtteilarbeit.
Künftig soll die Stadtteil­bibliothek Menschen aller Altersklassen ansprechen. Zudem ist ein Wintergarten als Aufenthaltsort geplant, in dem auch regelmäßig Veranstaltungen stattfinden sollen, so Liebert in einer Presseerklärung. Eine eigene Ausstellung soll sich mit der Historie des Gebäudes auseinandersetzen. So soll die Bibliothek zu einem Ort der Begegnung im Stadtteil werden.

 

SW-Baskets gegen Grevenbroich

Coronabedingte 80 zu 96 Heimniederlage im Spiel gegen die New Elephants Grevenbroich. (Foto: db)

(Reg./Red.) Für das extrem junge Team der Südwest Baskets ging es im ersten Spiel direkt in das Duell mit Ex-Spieler Brahim Azzouz und Grevenbroich. Der Absteiger und Favorit der Liga, mit zahlreichen Importspielern besetzt und mit großem Budget für die Mannschaft ausgestattet, wollte gleich ein Zeichen Richtung Aufstieg setzen.
Südwest hatte leider sehr viele Ausfälle zu beklagen und konnten mit Jugendspielern nur 8 Spieler aufbieten, weil u.a. L. Urspruch und Moebes nach Corona-Erkrankung ausfielen, sowie Omorodion, Pavlidis und Wierig wegen Krankheit oder Verletzung.
Doch an diesem Abend sollte das Team der Baskets überraschen und am Erfolg schnuppern. Der Start ging mit 3:10 in die Hose, doch nach fünf Minuten hat sich das junge Team gefangen und konnte das Spiel zu einer 28:27 Führung drehen. Südwest blieb in der Folge dran, weil Christopher Dahm und Norman Sudbeck richtig gut aufgelegt waren und immer wieder einen Dreier landen konnten. Grevenbroich verteidigte ob der dünnen Besetzung der Baskets über das ganze Feld und es schlich sich immer mal wieder ein Fehlpass ein, so dass Südwest nach Beginn der zweiten Halbzeit immer mal wieder zwischen 10-15 Punkten zurück lag.
Trainer Shaladi zur zweiten  Halbzeit: „Durch gutes Rebounding haben wir uns noch einige Chancen erarbeitet um rein zu kommen und das Spiel zu drehen, viele Würfe waren gut raus gespielt. Aber Richtung Ende des Spiels oft zu kurz, bei den dann leider müden Beinen. Neuzugang Maurice Penda hat in der zweiten Halbzeit extrem stark gerebounded. Für uns heißt es gesund werden und alles in das nächste Spiel am Samstag in Bergisch Gladbach werfen!”
Südwest am Ende mit einer auf dem Papier zu deutlichen 80:96 Niederlage. Nun geht es am Samstag nach Bergisch Gladbach zu den Aufsteigern Bergische Löwen.
Manuel Kessen 0, Norman Sudbeck 18, Ivan Pehar 15, Christopher Dahm 21, Jonathan Fuest 10, Edis Mezet 2, Till Urspruch 0, Jakob Zimmermann 6, Maurice Penda 8.