Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

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Stadt setzt Hoffnungen in COVID-Test-Zentren

Neue „Walk in“-Center sollen schnellere Testergebnisse liefern

Stadtkämmerer Johannes Slawig, Oberbürgermeister Andreas Mucke, Gesundheitsdezernent Stefan Kühn und Torben Rolf Vogler vom Unternehmen „Zotz Klimas“  (v.l.n.r.) freuen sich auf die Ergänzung für die Wuppertaler. (Foto: AS)

(W./AS) „Die Idee solcher Container ist so einfach wie genial“, lobt der Leiter des Wuppertaler Krisenstabes, Dr. Johannes Slawig, die neue „Walk in“-Teststation, die seit Donnerstagmorgen auf dem Parkplatz hinter dem Schauspielhaus im Einsatz ist: Dort hat ein privates Unternehmen aus Düsseldorf eine Schnelltest-Station aufgestellt, die täglich in der Zeit von 9 bis 18 Uhr in Betrieb ist. „Bei uns geht es schnell und unbürokratisch“, stellt Torben Rolf Vogler, Leitender medizinischer Fachangestellter beim Unternehmen „Zotz Klimas“ das Prinzip vor. Testen lassen kann sich jeder ohne Termin und vorherige Absprache. Kostenpunkt, sofern die Untersuchung nicht übernommen wird: 75 Euro, die gleich vor Ort per EC-Karte oder einem gängigen E-Pay-Verfahren, notfalls aber auch mit Bargeld gezahlt werden können. Die geschulten medizinischen Mitarbeiter und Fachkräfte schaffen pro Tag bis zu 300 Testungen.
Johannes Slawig zeigt sich beeindruckt von der Leistungsbereitschaft des privaten Unternehmens. „Das hätten wir mit unseren Kapazitäten und den Hausärzten so nicht geschafft“, sagt er und meint damit den rasant steigenden Bedarf an COVID 19-Testungen in der Bevölkerung. Gesundheitsdezernent Dr. Stefan Kühn bezeichnet die mobilen Teststationen als eine „optimale Ergänzung zu den städtischen Angeboten.“ Was die nächsten Wochen ergeben, weiß indes niemand. Wohl auch aus diesem Grund wird schon in der kommenden Woche eine zweite „Walk in“-Station in Barmen in Betrieb genommen. Gleich hinter dem Rathaus soll ein zweiter Container von „Zotz Klimas“ aufgestellt werden – auch hier sollen pro Tag bis zu 300 Personen getestet werden können. Reiserückkehrer beispielsweise sollen einen entsprechenden Beleg der Reise vorlegen, um sich kostenfrei testen lassen zu können. „Das kann ein Boarding-Pass, eine Hotelrechnung oder ein Flugticket sein“, erläutert Torben Rolf Vogler.
Kos­­tenlos testen lassen sollen sich aber auch Erzieherinnen und Lehrer an den Teststationen. Das Unternehmen hat erste Container in Düsseldorf montiert und sich schnell den wachsenden Aufgaben gestellt.
Inzwischen stehen vier Container am Hauptbahnhof. „Auch in Remscheid, Köln, Pulheim und Dortmund sind wir mit unseren Einsatzteams vor Ort“, schildert Vogler die Erfahrungen des Unternehmens.
Wuppertals Gesundheitsdezernent ist froh, in „Zotz Klimas“ einen verlässlichen Partner gefunden zu haben, der sich dem wachsenden Bedarf der Testungen schnell und flexibel stellen kann. So rechnet Vogler, damit weitere Container, beispielsweise in Langerfeld oder in Vohwinkel innerhalb weniger Tage aufgestellt sein könnten. Das könnte auch möglich sein, wie Oberbürgermeister Andreas Mucke unterstreicht: „Wir fahren im Hinblick auf die aktuelle Situation immer noch auf Sicht.“ 

 

Licht am Ende des langen Tunnels

Großbaumaßnahme Lichtscheider Kreisel gut in der Zeit

Es geht voran: Die Großbaustelle dürfte deutlich früher als geplant (Sommer 2021) fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben sein. (Foto: AS)

(Ba./AS) Da geht was: Ursprünglich sollte die Großbaumaßnahme rund um den Lichtscheider Kreisel erst im Sommer kommenden Jahres fertig werden. Doch nachdem der erste und der zweite Bauabschnitt zur Ertüchtigung des Kreisverkehrs früher als geplant fertiggestellt waren, haben sich die Autofahrer jetzt an etwas entspanntere Zustände an der „für ganz Wuppertal verkehrstechnisch wichtigen Drehscheibe“ (O-Ton Baudezernent Frank Meyer) gewöhnt. Wer aus Richtung Ronsdorf kommend nach Barmen oder Elberfeld möchte, musste unerträglich lange Staus auf der Parkstraße in Kauf nehmen. Auch die Gegenrichtung war wegen der Sperrung des „Überfliegers“ wochenlang dicht und stellte Autofahrer täglich auf eine harte Geduldsprobe. Schon bei der Vorstellung der Baumaßnahme sprach der Dezernent von einer „Operation am offenen Herzen“. Um es auf den Punkt zu bringen: Das Gröbste ist vorbei. Wann sämtliche Spuren des Kreisels wieder für den Verkehr freigegeben werden, ist noch nicht bekannt, jedoch ist im Hinblick auf den Fortschritt an der Baustelle deutlich zu erkennen, dass auch die noch gesperrten Fahrbahnen unter dem Kreisel und in Richtung Heinz-Fangmann-Straße in absehbarer Zeit fertiggestellt sein dürften. Ob das aber – wie geplant – einen Einfluss auf den Ausbau der L 419 haben wird, lässt sich zur Zeit noch nicht sagen.

 

Länger als befürchtet

Zwangspause im Bandwirker-Bad

(Ro.) Ursprünglich war geplant, dass das wegen Reparaturarbeiten zur Zeit geschlossene Bandwirker-Bad jetzt Montag (26. Oktober) wieder seine Pforten für die Wasserratten im Stadtteil öffnet. Daraus wird nun leider nichts, wie Harald Kroll von der Geschäftsleitung der Betreibergesellschaft „BaRon“ mitteilt: Man warte auf die Ersatzteile, die für die Reparatur der Belüftungsanlage nötig sind, damit die Arbeiten abgeschlossen werden können. Derzeit geht man von einer Öffnung des Bades am 8. November aus. „Ein 53 Jahre altes Bad hat nun mal ab und an seine Alterskrankheiten“, bedauert Harald Kroll. Er bittet bei allen Badegästen und Unterstützern um Verständnis und freut sich auf die Wiedereröffnung, sobald die Reparatur abgeschlossen ist. (Foto: AS)   

 

Doppelt gemoppelt hält besser

Gleich zwei Weihnachtskonzerte von „Pro Musica“ 

(Ro./AS) Ideen für ein stimmungsvolles Weihnacshtkonzert hatte Renate Schlomski, Chorleiterin von „Pro Musica Ronsdorf“, schon frühzeitig. Seit dem Sommer arbeitet sie an der Umsetzung eines festlichen Konzertes, wie es die Freunde harmonischer Chormusik im SonntagsBlatt-Land von „Pro Musica“ gewöhnt sind. „Der Chor probte bereits im Sommer in kleinen Ensembles mit Abstand und einem Gesichtsvisier, was für die Sängerinnen und Sänger anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig war“, erinnert sich Helga Czischke, Schriftführerin des beliebten Chors. Natürlich bangten die Beteiligten, ob das Konzert in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden Pandemie überhaupt stattfinden kann. „Dann kam die gute Nachricht“, freut sich Helga Czischke. „Pro Musica darf in der Reformierten Gemeinde singen, zwar unter den bekannten Corona-Bedinungen: begrenzte Zuhörerzahl durch kontrollierten Kartenverkauf, Abstand in den Bänken und Auftritte in nur kleinen Ensembles“, berichtet Czischke. Dennoch sei man voller Vorfreude, dem Publikum ein weihnachtliches Repertoire bieten zu können. Anstelle großer Chorgesänge konnte man Heinz Schotte an der Violine und Igor Parfenov am Klavier und als Solisten gewinnen. Da die Weihnachtskonzerte in den Vorjahren immer schnell ausverkauft waren, musste man einen Weg finden, dem Ansturm der Musikfreunde zu begegnen. Doch auch hier bewies „Pro Musica“ Kreativität: „We­gen der begrenzten Zuhörerzahl werden wir am 13. Dezember zweimal in der Reformierten Kirche auftreten: einmal um 15.30 Uhr, ein zweites Mal um 18.00 Uhr. „Wir spielen je 75 Minuten ohne Pause“, schildert Helga Czischke den geplanten Ablauf. Der Kartenvorverkauf erfolgt ausschließlich über Chormitglieder oder per Mail an Waltraud Troost, „Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!“.
Trotz der Einschränkungen und Formalitäten freuen sich die Sängerinnen und Sänger von „Pro Musica“ diesmal auf ein ganz besonderes Weihnachtskonzert. Anstecken ist übrigens eindeutig erwünscht – allerdings nur mit dem Weihnachtsvirus!

 

Ganz vorn dabei

Wuppertal ist Modellkommune

„Krasser Stoff Wasserstoff“ – so werben die WSW auf den neuen, wasserstoffangetriebenen Bussen. (Foto: AS)

(W./AS) Der Klimawandel ist nicht mehr wegzudiskutieren. Die Wuppertaler Stadtwerke und die Abfallwirtschaftsgesellschaft der Stadt Wuppertal machen beim Thema Mobilität gemeinsame Sache: Mit der Wasserstofftankstelle am Müllheizkraftwerk auf Korzert haben sie den Weg in die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs vorgegeben. Seit Juni sind die himmelblauen Busse mit dem „alternativen Antrieb“ im Tal unterwegs (das SonntagsBlatt berichtete).
Nach dem großen Erfolg gehen WSW und Stadt jetzt einen Schritt weiter: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart gab Wuppertal den Titel „Modellregion Wasserstoff“.
Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke spricht von einem „bisher weltweit einzigartigen Wertschöpfungsmodell“ und meint damit den lokal im Müllheizkraftwerk Wuppertal produzierten Wasserstoff, der in den neuen Linienbussen zum Einsatz kommt. Auf Korzert kann so klimaschonend der Treibstoff erzeugt werden. Künftig will man den Wasserstoff auch durch Windkraftanlagen und Sonnenenergie gewinnen.
Ebenfalls umweltschonend sollen die neuen elektrisch angetriebenen London-Taxis für die WSW mobil GmbH im Einsatz sein: In diesen Tagen gehen sechs der kultigen Taxen – natürlich im bekannten Look der WSW – an den Start. Als sogenannte „On Demand“-Minibusse sollen bis zu sechs Fahrgäste vorerst in den Quartieren Elberfeld, Uellendahl-Katernberg und Elberfeld-West befördern. Dort leben 132.000 Menschen. Im Testgebiet können die WSW Cabs 4.000 feste Punkte anfahren, an denen die Fahrgäste ein- und aussteigen. Anders als beim Taxi werden die Kundinnen und Kunden nicht direkt vor der Tür aufgenommen oder abgesetzt, sondern an der nächstgelegenen Haltestelle, welche sich aufgrund der großen Anzahl in unmittelbarer Nähe befindet.
Auch bei der Buchung läuft alles digital, denn die WSW bieten den Service ausschließlich über die „Hol mich! App“ an. Über diese App können die Fahrgäste sehen, wo die „WSW Cabs“ unterwegs sind und einen Fahrtwunsch anmelden. „Im Hintergrund berechnet ein Algorithmus das Fahrgastaufkommen und die gewünschten Routen“, erläutert WSW-Chef Markus Holkenbach das moderne Konzept, das er als sinnvolle Ergänzung zum konventionellen Nahverkehrsangebot bezeichnet.

 

TSV Ronsdorf gewinnt das Derby gegen Germania

Spielausfall beim FC Remscheid wegen Corona · Linde verliert Heimspiel gegen Beyenburg

Interessante Duelle lieferten Sich Lukas Reinartz (li.) vom TSV  und Pascal Glittenberg (Germania). (Foto: ok)

(Reg./PK.) Der FC Remscheid wird vorerst nicht in der Landesliga spielen können. Nachdem die Partie am vergangenen Sonntag gegen den SV Wermelskichen wegen einiger Coronafälle beim Gegner abgesagt wurde, hat es das Team um Trainer Marcel Heinemann nun selbst erwischt. In der Mannschaft haben sich drei Kicker infiziert, so dass das Spitzenspiel gegen Arminia Klosterhardt am Sonntag nicht stattfindet. Der FCR hofft, dass er die nächste Landesligapartie, die für den 8. November vorgesehen ist, wieder bestreiten kann.
Der TSV 05 Ronsdorf bot dem SSV Germania 1900 sehr effektiv Paroli, siegte in der Fremde mit 3:1-Toren und grüßt als Tabellenzweiter der Bezirksliga. Aber wie alle Tabellen ist auch die der Bezirksliga zur Zeit verzerrt, da die Teams unterschiedlich viele Spiele absolviert haben. Trotzdem sollten die Zebras am Sonntag auf eigenem Geläuf Favorit sein. Der SSV Bergisch Born kommt an die Parkstraße, der unberechenbare Tabellensechste. Aber die Heimstärke des TSV sollte doch den Ausschlag geben.
Die Germania ihrerseits reist zum Tabellenletzten, dem SC Frintrop. Nach der verlorenen Partie gegen den TSV kann also sofort wieder angegriffen werden. Drei Punkte würden der Germania gut zu Gesicht stehen und einen Platz im Mittelfeld der Liga bedeuten.
Auch die Zweite des TSV 05 Ronsdorf konnte in einem Auswärtsspiel gewinnen und drei weitere Punkte dem Konto hinzufügen. Beim FC Wuppertal 1919 hieß es am Ende 0:1. Als Tabellenzweiter der Kreisliga A erwarten die Jungs von Trainer Sven Kaiser am Sonntag den BV Azadi. Die Partie in der Waldkampfbahn wird um 13.15 Uhr angepfiffen.
Der SV Jägerhaus-Linde schwächelt zur Zeit bedenklich. Auch das Heimspiel gegen den TSV Beyenburg mussten die Linder verloren geben. Der Gast aus Beyenburg siegte mit 3:2-Toren. Die Mannschaft von Trainer Richard Wehr hat nun reichlich Zeit, sich zu sammeln und frisch gestärkt die Spiele in der Liga am 8. November wieder aufzunehmen.