Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Wenn „Land unter“ ist:
Starkregen in der Region

Wuppertaler Stadtwerke und Stadt präsentieren Starkregengefahrenkarte

Auf der interaktiven Karte können sich Wuppertaler über die Gefahrenlage bei simulierten Starkregenereignissen informieren. (Bild: Wuppertaler Stadtwerke)

(W./AS) Dass die Anzahl der Starkregenergeignisse bedingt durch den Klimawandel in absehbarer Zukunft ansteigt, ist wohl unbestritten. Wissenschaftler sprechen von Starkregen, wenn innerhalb von 24 Stunden mehr als 30 Liter Niederschlag auf einen Quadratmeter fallen. Allein beim Unwetter am 29. Mai diesen Jahres verzeichneten die Meteorologen Regenmassen über 100 Liter pro Quadratmeter.
„Damals wurden die Auswirkungen des Klimawandels auch in Wuppertal Realität“, verdeutlicht Wuppertals Baudezernent Frank Meyer den Ernst der Lage. Es sei davon auszugehen, dass diese Phänomene künftig sogar noch zunehmen werden. Für die Bürger und die Stadtverwaltung sei es an der Zeit, sich auf die neuen Umstände einzurichten, so Meyer. Dies sei durch entsprechende Maßnahmen zu prüfen. Auch der Einbau von Rückschlagklappen könne dazu beitragen, den Rückstau aus den Kanälen nicht in das eigene Haus eindringen zu lassen. Die Stadtwerke bieten dazu technische Beratung an, mit denen die Wuppertaler ihr Eigentum besser schützen können, betont Christian Massing von den Stadtwerken. Auf der Website der WSW gibt es weiterführende Informationen zu den technischen Möglichkeiten.
Jetzt haben die Wuppertaler Stadtwerke in Kooperation mit der Stadt Wuppertal eine Stark-
regengefahrenkarte herausgegeben, die aufzeigen soll, welche innerstädtischen Bereiche bei einem Unwetter besonders betroffen werden könnten. Damit ist jeder Wuppertaler in der Lage, seine eigene Gefährdung abzuschätzen. „Grundsätzlich ist das gesamte Wuppertaler Stadtgebiet durch Überflutungen und Sturzfluten bei Starkregen gefährdet“, warnt Chris­tian Massing von der WSW Wasser und Energie GmbH. „Die Karten zeigen, in welchen Bereichen eine besondere Überflutungsgefahr zu erwarten ist.“ Die Starkregengefahrenkarte ist auf der Homepage der Stadtwerke „www.wsw-online.de“ zu sehen. Dort können auch verschiedene Regenstärken simuliert werden.

Hick-Hack um den Bürgersteig

Jetzt streiten Rats-Fraktionen über die Zuständigkeiten



Das Gerüst gehört der Vergangenheit an – der Bürgersteig vor der neuen Halle könnte sich zum Streittema entwickeln. (Foto: AS)

(Ro./JoB) Die Fraktion der Freien Demokraten im Rat der Stadt Wuppertal hatte beantragt, der Rat möge in seiner Sitzung am 17.12. folgendes beschließen:
„Die Verwaltung wird beauftragt, dafür Sorge zu tragen, dass der Bürgersteig vor der neuen Wagenhalle des Löschzuges der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf an der Talsperrenstraße schnellstmöglich und auf Kosten der Stadt fertiggestellt wird.“
Begründung: In Ronsdorf wurde durch den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr e.V. und viele Spenden aus der Bürgerschaft eine zeitgemäße Wagenhalle im Wert von rund 300.000 Euro errichtet. Mit viel Leidenschaft haben ehrenamtliche Mitglieder der ortsansässigen Freiwilligen Feu­erwehr diese Halle mit realisiert. Der vor der neuen Wagenhalle befindliche Bürgersteig befindet sich bisweilen in einem nicht flächendeckend fertiggestellten Zustand. Auch die Absenkung des Bürgersteiges zur verbesserten Ein- und Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge ist noch nicht erfolgt.
Bisher vertrat die Verwaltung den Standpunkt, dass die Fertigstellung des Bürgersteiges Aufgabe der Feuerwehr und nicht der Stadt sei. Die endgültige Fertigstellung sollte in Anbetracht des Umstandes, dass die Stadt weitestgehend eine neue Wagenhalle finanziert bekommen hat, und die Arbeit der Freiwilligen Feu­erwehr eine kommunale Pflichtaufgabe darstellt, von der Stadt Wuppertal realisiert werden.
Tobias Wierzba (FDP) beschreibt Löschzugführer Tors­ten Tölle das Ergebnis:
Der die Ratssitzung vorberatende Hauptausschuss hat leider die Unzuständigkeit des Rates beschlossen und unser Anliegen auf Antrag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Jürgen Reese in die BV Ronsdorf verwiesen.
CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Müller griff diesen Antrag dankend auf und empfahl unserem Fraktionsvorsitzenden, bei solchen „Kleinigkeiten“ zukünftig besser zum Telefonhörer zu greifen und keine Anträge zu schreiben. Au­ßerdem sei das alles ohnehin nur „Wahlkampfgetöse“. Ferner beschwerte er sich, dass die FDP den Rat mit „unwichtigen Dingen“ befassen würde, schließlich sei dieser nicht für Bürgersteige an x-be­liebigen Bezirksstraßen zuständig.
Der Einwand des Fraktionsvorsitzenden Alexander Schmidt, dass die Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehren eine kommunale Pflichtaufgabe dar­stelle und damit im Rat der Stadt auch die Herstellung der vollen Einsatzbereitschaft sehr wohl in die Zuständigkeit des Rates falle, fand leider kein Gehör.
Die übrigen Fraktionen hatten keine Meinung, die sie äußern wollten. Immerhin sagte Baudezernent Frank Meyer zu, dass sich seine Leute die Angelegenheit „jetzt einmal“ vor Ort anschauen würden.

Eine musikalische Tradition

Fulminantes Finale beim 23. Ronsdorfer Orgelherbst



Renate Schusky war Teil des Trios. (Foto: PK)

(Ro./PK) Der Ronsdorfer Orgelherbst fand in diesem Jahr zum 23. Mal statt. Er ist eine schöne und qualitativ hochwertige musikalische Tradition geworden. Schon mehrere atemberaubende Konzerte konnte man im Rahmen der Reihe in der Reformierten Kirche in Ronsdorf besuchen und bestaunen. Zuletzt erst der famose Organist Jens-Peter Enk mit seinem Programm „Drei Frauen und ein Mann“.
Genau dieselbe Besetzung beendete auch den diesjährigen Orgelherbst. Kantor Martin Stürtzer begann den musikalischen Reigen mit J.S. Bachs leuchtendem Präludium in Es-Dur, einem Spätwerk des Komponisten, das für ein Präludium doch sehr ausgiebig ist (205 Takte) und knapp zehn Minuten andauert. Keine davon möchte man missen.
Das musikalische Trio Renate Schusky (Klavier), Heike Zehe (Flöte) sowie Almuth Wiesemann (Violine) bestritten weite Teile des Programms mit ausgesuchter und geschmackvoller Musik. Triosonaten von Johann Stamitz, Baldassare Galuppi und Johann Christian Bach waren das Gerüst, kleinere Triostücke und einige kleine (zum Teil improvisierte Beiträge Stürtzers) rundeten die siebzig Minuten ab.
Sehr schön, wie der Organist Charles Stanfords Andante maestoso spielte, sensibel und kenntnisreich, ohne erhörbare Pause zwischen dem Andante und dem angehangenen „O komm, du Morgenstern“. Das Trio, sehr schön ausgewogen in Bachs „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und der Triosonate seines Sohnes Johann Chris­tian, musizierte mit Spiellaune auf gewohnt hohem Niveau. Der Abend endete mit einem mit dem Publikum gesungenen „Die Nacht ist vorgedrungen“. Renate Schusky hat schon den Orgelherbst des kommenden Jahres in der Planung. Man sieht sich.

FCR feiert zweiten Sieg in Folge

Die letzten Spiele vor der Winterpause stehen an



Die Sonnborner Kicker (gelb) hatten gegen die flinken TSV-Spieler (Leon Elbl) oft das Nachsehen. (Foto: gb)

(Reg./PK) Zwei Siege in Fol­ge sind für eine Mannschaft, die gegen den Abstieg spielt, Gold wert. Durch den verdienten 2:1-Erfolg gegen die Spvg. Odenkirchen kletterte Landesligist FC Remscheid auf Tabellenplatz 16, rangiert also noch immer auf einem Abstiegsplatz. Aber mit der augenblicklichen Form kann sich das am Sonntag ändern. Das Team von Trainer Acar Sar muss beim FSV Vohwinkel ran, der als Tabellenvierzehnter auch keine Bäume ausgerissen hat. Bei einem Sieg könnte der FCR auf einem Nichtabstiegsplatz der Landesliga überwintern.
Bezirksligist TSV 05 Ronsdorf gab sich beim Gastspiel in Sonnborn keine Blöße und gewann gegen den SC ohne große Mühe mit 3:0-Toren. Nach wie vor ist die Mannschaft als Tabellenzweiter auf dem Sprung, mögliches Schwächeln des Tabellenführers auszunutzen. Als letzte Partie vor der Winterpause steht das Aufeinandertreffen mit den Sportfreunden aus Baumberg auf dem Programm der Zebras. Der Gast aus Monheim ist während der Saison nicht besonders aufgefallen und rangiert im unteren Mittelfeld. Normalerweise sollte der Hausherr die Punkte an der Parkstraße behalten können.
Der SV Jägerhaus-Linde wehrte sich nach Kräften gegen den Spitzenreiter SC Reusrath, schlug sich achtbar, unterlag aber letztendlich mit 2:4. Gute Spiele ohne Punkte helfen den Lindern aber nicht wirklich weiter. Die Aufgabe am kommenden Sonntag ist nicht viel leichter: Es geht zum SC Ay­-yildiz Remscheid, dem starken Tabellendritten. Das Spiel wird um 14.45 Uhr auf der Anlage Am Honsberg angepfiffen.
Aus der Kreisliga A gibt es seit geraumer Zeit Angenehmes zu berichten. SC Viktoria Rott hatte gegen die Zweite des TSV 05 Ronsdorf keine Chance. Die Ronsdorfer siegten mit 3:0 und festigten Tabellenplatz sechs. Vor der Winterpause steht noch einmal eine richtige Prüfung für die Jungs von Trainer Andreas Lischke an. Der TSV Einigkeit Dornap-Düssel kommt in die Waldkampfbahn. Der Gast spielt eine starke Saison und rangiert auf Tabellenplatz zwei. Da ist Konzentration und eine solide Spielananlage gefragt. Der TSV ist keineswegs chancenlos. Die Partie beginnt um 13:15 Uhr.
SSV Germania 1900, Aufstiegsaspirant Nummer Eins in der Kreisliga A, bestätigte seine Favoritenrolle gegen Rot-Weiß Wülfrath und bezwang den Gast standesgemäß mit 3:1-Toren. Am Sonntag tritt die Germania bei TUS Grün-Weiß Wuppertal 89/02 an. Der Gast vom Freudenberg sollte auch gegen den Hausherren Favorit sein. Acht Punkte Vorsprung hat man als Tabellenführer vor dem zweiten Platz. Noch eine solide Rückrunde und man darf im Sommer gewiss den Aufstieg in die Bezirksliga feiern.