Frischer Wind für die Ronsdorfer Leseratten

Neue Leitung in der Stadtteilbibliothek Ronsdorf mit vielen Ideen

Bereicherung: Bibliotheksleiterin Patricia Crede (re.) freut sich über Zuwachs im Kinder-Bücherregal, den Silke Herzig vom Born-Verlag zur Verfügung stellt. (Foto: AS)

(Ro./AS) Den Beruf der Bibliothekarin hat Patricia Crede von der Pike auf gelernt: Bücher sind für sie eine Herzensangelegenheit und so arbeitete sie nach abgeschlossener Berufsausbildung Mitte der 1980er-Jahre in den unterschiedlichsten Standorten der Wuppertaler Stadtbibliothek, zuletzt als Leiterin in Barmen. Sie kann sich nichts Schöneres vorstellen, als mit Büchern zu arbeiten. Im Juni diesen Jahres hat sie die Leitung der Stadtteilbibliothek Ronsdorf übernommen und sprüht nur so vor Ideen, den Ronsdorfer Leseratten „ihre“ Bibliothek wieder so attraktiv wie möglich zu machen. Dazu gehört für die sympathische 57-Jährige auch, Ronsdorfer Projekte, wie unlängst die Konzepte im Rahmen der „Talbeteiligung“, „Bikecity“ und „Tinycity“ mit viel Einsatz zu unterstützen. Auch wenn Crede den Blick in die Zukunft richtet, könnte sie sich gut vorstellen, die Stadtteilbibliothek im Verwaltungshaus an der Marktstraße künftig wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen im Stadtteil zu rücken. Auch das „Netzwerken“ ist ihr nicht fremd, so arbeitet Patricia Crede mit Wuppertaler Autoren und Autorinnen ebenso zusammen wie mit Verlagen, die sich zur Region bekennen.
So wie der Born-Verlag. Hier hat man sich selbstbewusst der „Bergischen Tradition“ verschrieben. Der mittlerweile in fünfter Generation geführte Verlag bringt sich überall dort ein, wo man mit Büchern Gutes tun kann. Silke Herzig, die gute Seele im Verlag und Patricia Crede lernten sich in der Kultkneipe „Jäger 90“ kennen und merkten schnell, dass man auf einer Wellenlänge liegt. Spontan erklärte sich die quirlige Verlagsangestellte bereit, die Stadtteilbibliothek in Ronsdorf „aufzufrischen“. Sie stellt neue Kinderbücher aus dem aktuellen Verlagsprogramm zur Verfügung, um kleine Leseratten ans Lesen heranzuführen. Auch hier gibt man sich heimatbezogen. So stammt der Titel „Aller Anfang ist der Regenbogen“ aus der Feder des Cronenberger Autors Andre J.G. Walzer. In seinem ersten Kinderbuch erzählt er die Geschichte zweier Brüder, die sich auf die abenteuerliche Reise ans Ende des Regenbogens machen.
Der Titel „Es spukt auf Schloss Burg“ ist, wenn es um den regionalen Bezug der Geschichte geht, fast schon selbsterklärend. In einem munteren Stil erzählt Autorin Eva Bürgel die Geschichte des kleinen Gespenstes Felix von Berg, der in den Ferien seinen Großvater auf Schloss Burg besucht, um dort lustige Abenteuer zu erleben.
Ein Klassiker und fast schon Pflichtlektüre für alle Wuppertaler Kinder ist das 1970 erschienene Bilderbuch „Tuffi und die Schwebebahn“ von Ernst Andreas Ziegler und Marguerita Eckel, in dem die Geschichte des kleinen Zirkus-Elefanten Tuffi auf 28 Seiten erzählt wird. Den Dauerbrenner gibt es inzwischen in sechs Sprachen – jetzt aufgrund der Kooperation auch zum Ausleihen in der Stadtteilbibliothek Ronsdorf.
Sie hat viel vor, um die Menschen zum Lesen zu bringen, und so plant Patricia Crede neue Aktionen und Veranstaltungen, unter anderem auch am bundesweiten Vorlesetag am 19. November diesen Jahres.

Ein Filetgrundstück wartet auf seine Entwicklung

Das Firmengelände der Firma vom Baur in der Ronsdorfer Innenstadt soll Bandwirkerquartier werden

Das große Firmengelände in der Ronsdorfer Innenstadt lässt genügend Raum für Spekulationen und Pläne. (Foto: db)

(Ro./JoB) Das innerstädtische Firmengelände des Ronsdorfer Unternehmens JH vom Baur Sohn GmbH &Co.KG mit Anschrift Marktstraße 34 sorgte nach Bekanntwerden der Firmenpläne, aus Ronsdorf wegzuziehen, für allerlei spekulativen Gesprächsstoff.
Nachdem bekannt geworden war, dass vom Baur zwischen Nächstebrecker Straße und der Bramdelle im Osten Wuppertals ein passendes Grundstück zur weiteren Firmenentwicklung angeboten bekommen hatte (das SonntagsBlatt berichtete), ent­standen viele Ideen, was wohl mit dem Grundstück in zweiter Reihe der Marktstraße geschehen könnte.
Nun scheint die Stadt Wuppertal, das Heft des Handelns in ihre Hände nehmen zu wollen. Vom Ressort 105.1 Bauen und Wohnen gab es Post für die direkten Grundstücksnachbarn. mit der Einladung zu einer Bürgerdiskussion zum Bebauungsplan „Bandwirkerquartier“. Gegenstand der Diskussion soll die Erstellung eines neuen Bebauungsplanes zur planungsrechtlichen Sicherung des Gebietscharakters sein.
Den Bürgerinnen und Bürgern wird Gelegenheit geboten, sich über die Planung zu informieren und ihre Anregungen und Bedenken einzubringen. Fachpersonal aus dem Ressort Bauen und Wohnen/Bauleitplanung und aus dem Ressort Stadtentwicklung und Städtebau wird Rede und Antwort stehen. Mit von der Partie ist das Planungsbüro ISR (Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH).
So weit aus gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen war, ist im ersten Schritt ein Architektenwettbewerb angedacht, um eine attraktive Wohnbebauung dort entstehen zu lassen, in der auch die soziale Komponente nicht zu kurz kommt.
Dieses Filetgrundstück im Stadtkern von Ronsdorf weckt natürlich Begehrlichkeiten bei diversen Investoren. Zuerst aber müssen die Rahmenbedingungen für ein solches Projekt geschaffen werden.
Ein wichtiger Aspekt dürfte nicht nur aus Sicherheitsgründen der Zugang zum Grundstück sein. Die Einfahrt zum Firmengelände ist in ihrer jetzigen Form bei einer Umgestaltung zur Wohnbebauung wohl aus vielerlei Gründen nicht mehr nutzbar.
Die Einladung zur Diskussion im Sitzungszimmer des Bürgerbüros am 28. Oktober ist nur an die direkt Beteiligten gerichtet, auch wenn es sicherlich eine Menge mehr Menschen interessieren würde, was da in der Mitte Ronsdorfs in absehbarer Zukunft geschehen soll.

 

Safety first für Kinder

Zusätzliche Fußgängerüberquerungen im Stadtteil?

Unübersichtlich – gerade für die Kleinsten im Verkehr – gestaltet sich der Einmündungsbereich in die Echoer Straße an der Remscheider Straße. (Foto: AS)

(Ro./AS) Die Idee ist klar: Die Wege zu Schulen und Kindergärten im Stadtteil sollen für die kleinsten Verkehrsteilnehmenden sicherer werden. In einem Antrag bittet die Ronsdorfer SPD-Fraktion die Stadtverwaltung zu prüfen, an welchen Stellen Fußgängerüberwege errichtet werden könnten, um so zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beizutragen. „Uns ist es wichtig, dass gerade Kinder ihren Schulweg selbstständig meistern und das Bringen und Abholen mit dem Auto der Eltern minimiert wird“, erläutert Fraktionssprecherin Sabrina Beckmann die Idee hinter dem Antrag der Sozialdemokraten, über den das Stadtteilparlament in der kommenden Sitzung beraten wird. Auch konkrete Vorschläge beinhaltet der Antrag bereits: An erster Stelle wird eine Querung auf der Remscheider Straße im Einfahrtsbereich der Echoer Straße angeregt. „Da es sich zum einen um einen Schulweg und zum anderen um den Zugang zu einem großen Wohngebiet handelt, queren zahlreiche Menschen in dieser Höhe die Straße, was zu einer erheblichen Gefahr führt“, weiß Beckmann.
Auch auf Höhe der städtischen Kindertagesstätte an der Staubenthaler Straße könnten sich die Sozialdemokraten einen neuen Fußgängerüberweg vorstellen. „Insbesondere für Familien, deren Kinder die Tageseinrichtung besuchen, soll ein sicherer Zugang ermöglicht werden.“ Derzeit befinden sich nach Auffassung der SPD nur wenig Möglichkeiten zum sicheren Überqueren der vielbefahrenen Straße.
Gefährlich ist der Wechsel auf die andere Straßenseite nach Auffassung der Antragstellenden auch in der Erbschlöer Straße auf Höhe der Einmündung zum Industriegebiet Otto-Hahn-Straße.
Die vor­handene Ampel an der Kreuzung sei keine sinnvolle Alternative, da die Otto-Hahn-Straße erst einmal überwunden werden muss, um zur Ampel zu kommen. Auch die zahlreichen Lastwagen, die den Bereich täglich befahren, seien eine Gefahr insbesondere für die Jüngsten im Straßenverkehr.
„Eine gute Infrastruktur und sicheres Überqueren der Straßen gehören für uns unmittelbar zusammen“, findet Sabrina Beckmann, die nun auf den Zuspruch der anderen Bezirksvertreter und -vertreterinnen am Dienstagabend hoffen kann.

 

Für die Süd-West-Baskets geht es wieder los

Auch wenn noch nicht alle Mann an Bord sind, hat sich das Baskets-Team schon einmal dem Fotografen gestellt. (Foto db)

(Ro./Red.) Mit jeweils einem Team in den beiden höchsten Amateuerligen des Landes, der 2. Regionalliga und Oberliga, haben die Südwest Baskets ihre Situation für die lokalen Talente nochmals verbessern können. Den Trainern Majdi Shaladi und Sven Tomanek steht für beide Teams ein sehr junger Talentepool von 25-30 Spielern zur Verfügung, welcher weiter verjüngt wurde und durch die zahlreichen Seniorenplattformen leistungsgerecht gefördert werden kann.
Insgesamt zwölf Spieler des Vereins kommen parallel außerdem bereits bei den Partnern in Hagen und Essen in der Jugendbundesliga U16 zum Einsatz sowie sieben Spieler in der Nachwuchsbundesliga U19. In Zukunft möchte man sich in diesem Bereich gemeinsam mit den Nachbarn aus Schwelm auf eigene Beine stellen und den Talenten eine lokale Förderung auf höchstem Niveau bieten.
Beim Testspiel gegen Gäste aus Olpe, bei dem doch noch reichlich Sand im Getriebe des neu zusammengestellten Teams vorhanden war, konnte sich Trainer Shaladi bereits über die Früchte dieser Förderung freuen und attestierte dem erst 15 Jahre alten Jonathan Fuest ein vielversprechendes Debüt.
Bis zum Saisonstart in Aachen am 30.10 stehen zwei weitere Testspiele an, ehe es zum ersten Mal nach langer Pause wieder ernst wird. Am 6.11 um 20 Uhr kommt es zum ersten Heimspiel gegen die starken Adler Frintrop, die in der Vergangenheit stets sehr packende Partien lieferten.
Für die Zuschauer wird dann voraussichtlich die 2G-Regel gelten. Dazu gibt es im Vorfeld ausführliche Informationen. Die Südwest Baskets hoffen auf zahlreiche Unterstützung nach langer Pflichtspielpause. Gespannt sein darf man nicht nur auf die starken, etablierten Kräfte des Teams und die jungen Talente, sondern auch auf die Neuzugänge um den Österreicher Zimmermann, Wierig aus der ersten Regionalliga sowie die Essener Neuzugänge Moebes und Hamad, die dem Team deutlich mehr Variabilität verschaffen sollen.