Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Seit 40 Jahren „die“ 
Schule für den Stadtteil

Ronsdorfer Erich-Fried-Gesamtschule feiert in diesem Jahr Jubiläum



Allerbeste Lage: Wuppertals erste Gesamtschule liegt am Rande eines Landschaftsschutzgebietes. (Foto: AS)

(Ro./AS) Fast ein wenig wie früher, denke ich, auf dem Schulgang vor dem Zimmer des Direx sitzend, als ich auf mein Treffen mit der Schulleiterin warte. Nein, denn das mulmige Gefühl aus Kindertagen bleibt aus. Diesmal ist es ein äußerst nettes Zusammentreffen mit einer Schulleiterin: Ich bin mit Heike Flowerday verabredet. 
Seit 1997 unterrichtet sie an der Ronsdorfer Gesamtschule; seit August vergangenen Jahres ist sie Schulleiterin. Damit hat sie den langjährigen Schulleiter Reinhart Herfort nach 18 Dienstjahren abgelöst. Und die gebürtige Leverkuserin ist glücklich mit ihrer neuen Aufgabe, das sieht man ihr förmlich an, als sie mich zum Interview in ihr Büro bittet. Der Grund für unser Treffen: In diesem Jahr feiert die Ronsdorfer Gesamtschule ihr 40-jähriges Bestehen. Zu Beginn im Sommer 1979 war die Einrichtung Teil des landesweiten „Schulversuches integrierte Gesamtschule“ – damit waren An der Blutfinke die bisher bekannten Schulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium aufgehoben. Man betrat Neuland in Sachen Bildung – damals zeichneten Oberbürgermeister Gottfried Gurland und Oberstadtdirektor Dr. Rolf Krumsieck für den „Versuch“ verantwortlich.
„Und so wurde die Erich-Fried-Gesamtschule mit ihren acht Eingangsklassen tatsächlich die erste Gesamtschule in Wuppertal“, erinnert sich der heutige Schuldezernent, Dr. Stefan Kühn. Er stellt die einzigartige Lage der Schule heraus, die Architekten damals vor große Herausforderungen stellte: „Einmal hatten sie zu bedenken, dass diese Schule an einer landschaftlich sehr reizvollen Stelle im Stadtteil Ronsdorf entsteht und dass das große Grudstück eine schwierige topografische Hanglage hat“, hieß es in einer Festschrift zur Eröffnung. „Das Grundstück An der Blutfinke liegt am Rande eines Landschaftsschutzgebietes, das zur Ronsdorfer Talsperre und weiter zum Saalbach- und Gelpetal reicht, inmitten des Grundstückes steht eine schöne Baumgruppe, die es zu erhalten galt“, so steht es im Konzept von 1975. Es entstand eine Schule mitten im Grünen, Kostenpunkt laut Ratsbeschluss damals: 2,7 Millionen Mark, zuzüglich 24,7 Millionen für die Inneneinrichtung. Vor dem Bau stand jedoch die Genehmigung des  NRW-Kultusministers. Nachdem Düsseldorf grünes Licht gegeben hatte, konnte im Jahr 1977 der Grundstein gelegt werden. Zwei Jahre später, zum Schuljahr 79/81 nahm die Gesamtschule die ersten 256 Schüler auf – damals waren es 15 Lehrkräfte, die hier Unterricht gaben. „Heute sind es mit rund 125 Kollegen ein wenig mehr“, schmunzelt Heike Flowerday. Nach der „Einschulung“ ging es schnell bergauf, denn 1984 wurde der Mensaverein gegründet, der bis zum heutigen Tage dafür sorgt, dass die Schüler eine warme Mahlzeit bekommen. Im selben Jahr startete übrigens auch Deutsch- und Musiklehrer Kalle Waldinger sein legendäres „Rock-Projekt Nr. 1“ – heute besser bekannt als das „Schülerrock-  Festival“, das immer im Januar Nachwuchsmusikern eine Bühne bietet. 1988 besuchte der politisch amibitionierte Lyriker Erich Fried die Gesamtschule. Bereits von seiner schweren Krankzeit gezeichnet, diskutierte er mit den Lehrern und ließ sein Gedicht „Wo liegt Nicaragua?“ in Ronsdorf. Neun Jahre später bekommt „das Kind einen Namen“: Die Schule heißt fortan Erich-Fried-Gesamtschule. „Wir sind nach wie vor die Schule für den Stadtteil, aber auch für die gesamten Südhöhen“, sagt Heike Flowerday und meint damit die Verbundenheit der Schule zu Ronsdorf, die in zahlreichen Aktionen bestärkt wird.

Ein Ortsteil steht unter Strom

An Ladestationen für E-Autos erhitzen sich die Gemüter



Freie Parkplätze in Lüttringhausens Zentrum sind jetzt schon Mangelware. (Foto: AS)

(Lü./AS) Dass der Parkraum in Lüttringhausens Ortsmitte gerade zu Stoßzeiten sehr begrenzt ist, dürfte unumstritten sein.
Im Zuge der steigenden Nachfrage von Autos mit Elektroantrieb fehlt es im Dorf bisher an Infrastruktur, sprich, an Ladesäulen. Dies soll sich nach Wünschen der Remscheider Stadtverwaltung bald ändern: Am öffentlichen Parkplatz an der Kreuzbergstraße sollen künftig zwei Ladestationen entstehen. Dafür sollen aber zwei Stellplätze für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren wegfallen. Eine Idee, die dem Lüttringhauser Marketingrat nicht sonderlich gefällt, wie der Vorsitzende Markus Kärst bedauert. „Wir als betroffene Anrainer sehen, dass uns zunehmend Kundenparkplätze verloren gehen.“  Zwei Parkplätze würden, sollte die Entscheidung für die Ladestationen fallen, für die Kunden der angrenzenden Geschäfte wegfallen, da sie für potenzielle Ladevorgänge freigehalten werden müssten. Kärst stellt aber fest, dass es eine „enstprechende Nachfrage nach Lademöglichkeiten für Elektro-Fahrzeuge nicht gibt“. Er regt an, die von der Verwaltung geforderten Ladesäulen im Rahmen der Umstrukturierung einfach hinter das Rathaus zu verlegen.
Davon will die Politik aber nichts wissen, denn: „Die Verlegung der Parkplätze hinter das Rathaus ist mit hohen Kosten für Tiefbauarbeiten zum Einbau entsprechender Anschlussleitungen für die Ladesäule verbunden.“ Davon sollte deshalb abgesehen werden.  Eine Entscheidung Pro oder Kontra Ladesäulen konnte am Mittwochabend auf der Sitzung der Lüttringhauser Bezirksvertreter nicht getroffen werden. Es bleibt spannend.


Eine Stadt wird 90 Jahre jung:
Dabeisein ist für Ronsdorf alles

Der Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein präsentiert sich erstmals beim „Langen Tisch“ auf der Talachse



HuB-Vorsitzende Christel Auer freut sich auf die zahlreichen Besucher am „Langen Tisch“ – nicht nur aus Ronsdorf. (Foto: AS)

(W./Ro./AS) Wuppertal feiert am 29. Juni seinen 90. Geburtstag. Bereits zum sechsten Mal findet am selben Tag der „Lange Tisch“ entlang der Talachse statt. Die Tafel wird in diesem Jahr zwischen dem Opernhaus und dem Haspel in Unterbarmen gedeckt sein, dazu tragen wieder einmal mehr als 200 Privatpersonen, Schulklassen, Vereine und Unternehmen bei. „Jeder Wuppertaler ist eingeladen, sich entlang der Strecke mit Tischen und Sitzmöbeln zu beteiligen, um ein rauschendes Fest bis in die Morgenstunden zu feiern“, betont Jeannine Divoux vom Veranstalter, der Wuppertal Marketing GmbH.
Erstmals präsentiert sich auch Ronsdorf an der Talachse, denn der Heimat- und Bürgerverein (HuB) ist beim „Langen Tisch 2019“ mit einem eigenen Stand dabei. Auf Höhe des Hauses Friedrich-Engels-Allee 169, unweit der Firma Sachsenröder, freut sich der Heimat- und Bürgerverein auf die Besucher. „Wir freuen uns über viele Gäste beim Ronsdorfer Treff“, betont HuB-Vorsitzende Christel Auer. Dabei ist der Name Programm: „Hier trifft sich Ronsdorf.“
Jeder darf etwas zu Essen oder Trinken mitbringen. An seinem Standort ist der Ronsdorfer HuB übrigens in guter Gesellschaft, denn hier zeigen sich alle Standnachbarn heimatverbunden: „Gemeinsam bilden wir eine Meile der Bürgervereine“, beschreibt Christel Auer.
Na dann: Wuppertal wird 90 – das muss gefeiert werden!

Surfen auf zehn Rädern

Stadtwerke bieten W-LAN jetzt in allen Linienbussen an



Inzwischen sind  alle dreihundert Linienbusse der WSW mobil GmbH mit W-LAN-Routern ausgestattet. Auch die ersten Haltestellen sind „online“. (Foto: AS)

(W./AS) Die Wuppertaler Stadtwerke nehmen den Vorsatz, bundesweit die erste Busflotte mit kostenlosem W-LAN auszustatten, durchaus ernst, davon zeugt die Statistik der WSW mobil GmbH: Immerhin 250.000 Fahrgäste nutzten seit Einführung der ersten Fahrzeuge mit Internetzugang das Angebot.
„Unsere Kunden haben die ersten zehn Millionen Kilometer surfend geknackt“, freut sich der Geschäftsführer der WSW mobil GmbH, Ulrich Jaeger. Nach einer mehrmonatigen Testphase können seit Ende letzten Jahres die ÖPNV-Kunden in allen WSW-Bussen kostenlos im Internet surfen. Als erstes Verkehrsunternehmen im Vekehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) haben die Stadtwerke ihre komplette über 300 Fahrzeuge umfassende Busflotte mit W-LAN-Routern ausgerüstet. Die Nachbarn aus Remscheid ziehen jetzt nach, denn seit einigen Monaten haben auch die Remscheider Stadtwerke ihre ersten „Besserbusse“ mit W-LAN-Routern und Ladebuchsen für Smartphones ausgestattet.
Die Wuppertaler Fahrgäste waren durchschnittlich zwölf Minuten online und legten statistisch drei Kilometer bis zum Ziel zurück. Auch an wichtigen Haltestellen steht kostenloses W-LAN bereits zur Verfügung.

Am Ende hat es für die Ronsdorfer
„Zebras“ doch nicht ganz gereicht

Trotz eines überzeugenden 4:1-Sieges gegen Viktoria Mennrath verpasst der TSV Ronsdorf den Aufstieg in die Landesliga



Das Spiel war knapp eine Minute alt, da klingelte es zum ersten Mal im Kasten des Gegners aus Mennrath. (Foto: db)

(Reg./JoB) Das hatte man sich auf Seiten des TSV Ronsdorf sicher etwas anders vorgestellt, doch nach der unglücklichen 1:2-Niederlage im ersten Relegationsspiel bei Essen- Steele hätte es schon der Schützenhilfe von Viktoria Mennrath bedurft, um noch den Aufstieg in die Landesliga zu schaffen. Deshalb war den Verantwortlichen im TSV der 4:1-Sieg gegen Mennrath eigentlich eine Spur zu hoch, nahm er den Jungs vom Niederrhein doch sicher ein wenig Motivation, die Essener Truppe niederzuringen.
Selbst ein Unentschieden im Spiel von Mennrath gegen Steele hätte den Essenern gereicht, um zu triumphieren. Am Mittwochabend nun gewann Essen-Steele aber mit 2:0-Toren bei Viktoria Mennrath und schaffte also mit zwei Siegen den angepeilten Sprung in die Landesliga.
Der TSV Ronsdorf wird somit eine weitere Saison in der Bezirksliga spielen. Das Lokalderby gegen den SV Jägerhaus-Linde fällt allerdings flach, weil dieser ja in die Kreisliga A abgestiegen ist. In dieser Liga wird das Ortsderby dann auf kleinerer Bühne mit der Zweiten des TSV ausgetragen.
Doch zwei andere öffentliche Vergleichskämpfe kommen hinzu: Der FSV Vohwinkel ist aus der Landesliga abgestiegen und wird in der Bezirksliga mit dem TSV die Klingen kreuzen und die SSV Germania, Nachbar vom Freudenberg, hat nach einer grandiosen Kreisliga-Saison allerbeste Voraussetzungen, sich auch in dieser Bezirksliga zu behaupten.
So bleibt als einziger Vertreter im SonntagsBlatt-Land der FC Remscheid in der Landesliga. Aber einen Vergleich mit dem SC Cronenberg wird es für den FCR in der kommenden Spielzeit auch nicht mehr geben, hat dieser die Liga doch verlassen. Allerdings in Richtung nach oben, in die Oberliga.
Jetzt werden alle Karten zur neuen Saison frisch gemischt. Trainer und Spieler werden sich umschauen, eventuell wechseln und sich neu formieren.
Man darf gespannt sein, mit welchen Zielen die Teams starten und welche Vorstellungen sich als realistisch erweisen.