Geldregen für Ronsdorf ist eine wertvolle Hilfe

Fördergelder zum Jahresende sollen Projekten im Stadtteil zugute kommen

Da geht noch was: Adina Böhm und Dennis Kudwien vom Stadtteiltreff Rehsiepen freuen sich über das zusätzliche Budget, das neue Möglichkeiten für ihre kleinen Gäste eröffnen soll. (Foto: AS)

(Ro./AS) Mit dem Vorlegen des neuen Sozialdatenatlas der Stadtverwaltung im letzten Monat wurde es amtlich: Im Quartier Rehsiepen besteht akuter Handlungsbedarf für alle Erwachsenen, insbesondere aber für die Kinder und Jugendlichen. „Das ist auch kein Wunder, denn durch die Migrationswellen der vergangenen Jahrzehnte, durch die räumliche Trennung vom übrigen Stadtbezirk durch die Bahnlinie, durch den häufigen Besitzerwechsel der Häuser und die damit verbundene Verschlechterung der Wohnsituation ist diese Siedlung mehr und mehr zu einem sozialen Brennpunkt geworden“, attestierte Jürgen Köster von der Partei „Die Linke“ den Mitgliedern der Ronsdorfer Bezirksvertretung in ihrer letzten Sitzung. Diese Missstände habe die Bezirksvertretung schon früh erkannt und seit Jahren versucht, eine Verbesserung des sozialen Umfelds zu erreichen. Köster verwies in seinem Statement auch auf die Forderungen „nach dringender personeller Unterstützung des Stadtteiltreffs“, die von den Bezirksvertreterinnen und Bezirksvertreterinnen bereits im Mai diesen Jahres beschlossen wurde.  Auch die Ronsdorfer SPD-Stadtverordneten Simon Geiß und Susanne Giskes hatten sich auf der Sitzung erneut für personelle Aufstockung im Stadtteiltreff ausgesprochen.
Der Sozialdatenatlas wird von der Verwaltung dazu eingesetzt, Angebote und Maßnahmen der Stadt für Jugend- und Sozialarbeit in den verschiedenen Bezirken zu entwickeln. „Dabei ist in den letzten Jahren immer wieder ein hoher Handlungsbedarf im Quartier Rehsiepen festgestellt worden“, zieht Simon Geiß Fazit. In dieser Woche hat der Sozialausschuss der Stadtverwaltung die Bereitstellung von zusätzlichen Haushaltsmitteln von 50.000 Euro für die Arbeit im Rehsiepen zugesichert. Dabei erhält der Verein „Miteinander in Ronsdorf e.V.“ (MiR) 30.000 Euro. Der Stadtteiltreff Rehsiepen wird mit 20.000 Euro gefördert. „Eine gute und wichtige Hilfe für uns“, freut sich Adina Böhm, die neue Leiterin des Stadtteiltreffs, die nun auf zusätzliches Personal hoffen kann, um die Arbeit des Stadtteiltreffs im kommenden Jahr noch attraktiver zu gestalten. Dabei ist ihr die Unterstützung der SPD-Stadtverordneten Susanne Giskes sicher: „Bei der Haushaltsberatung 2023 werden wir uns weiterhin für die zusätzliche Stelle für den Rehsiepen einsetzen“, so Giskes. Dabei ist sie sicher, dass es nicht einfach werden wird, „denn wir sehen es als zwingend notwendig an,  diese Stelle einzurichten.“
Auch der Wuppertaler Vereinssport kann sich über finanzielle Unterstützung aus der Stadtkasse freuen: Unter dem Motto „Unterstützung in der Krise“ wurde ein Hilfsfonds gegründet, aus dem die Sportvereine mit einem einmaligen Zuschuss bedacht werden. Dafür hat der Rat eine Summe von 500.000 Euro bewilligt – die Verteilung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Ein Teil der Förderung kommt auch nach Ronsdorf. So wurde der TSV 05 Ronsdorf mit 23.124 Euro bedacht, der BTV Ronsdorf Graben erhält einen Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro, der Ronsdorfer CVJM wird mit 150 Euro bedacht, die DT Ronsdorf erhält einen Zuschuss in Höhe von 900 Euro, der Verein „FitnFight“ wird mit 600 Euro gefördert, der Reit- und Fahrverein mit 1.200 Euro, der Ronsdorfer Badminton-Club erhält 150 Euro, die Rollerdancer 300 Euro, der Schachverein 150 Euro, die Ronsdorfer Schwimmgemeinschaft (RSG) 600 Euro, die Sport- und Spielgemeinschaft Ronsdorf (SSG) 900 Euro, ebenso die Südwest Baskets, der SV Jägerhaus Linde erhält 1.200 Euro und der Tischtennisverein 450 Euro.
Auch für das Bandwirker-Bad gibt es aus der Stadtkasse Unterstützung zum Jahresende: „Um den Betrieb der ehemals städtischen und nun in Bürgerhand betriebenen Bäder sicherzustellen, wurde der sogenannte ,Feuerwehrtopf’ einmalig aufgestockt“, heißt es in der Beschlussvorlage aus dem Sport- und Bäderamt der Stadtverwaltung: So erhalten das Freibad Eckbusch in Elberfeld und das Freibad Vohwinkel je 25.000 Euro und das Ronsdorfer Bandwirker-Bad 50.000 Euro. „Da es sich beim Bandwirker-Bad um eine Ganzjahresbetrieb handelt, liegt die Quotierung entsprechend höher als bei den beiden nur im Sommer betriebenen Freibädern“, erläutert Michael Kieckbusch vom Sport- und Bäderamt die Aufteilung der Unterstützung von insgesamt 100.000 Euro.  Finanzielle Hilfe kommt auch vom Land NRW, denn im Rahmen des Projektes „Moderne Sportstätte“ fließen knapp 500.00 Euro für Modernisierungsmaßnahmen an Wuppertaler Sportvereine. „Mit dem Förderbescheid können die Verantwortlichen der Vereine mit den Arbeiten beginnen“, verkündet der Landtagsabgeordnete Jens-Peter Nettekoven. Der größte Anteil kommt dabei nach Ronsdorf: Die SSG will für gut 385.000 Euro Outdoorsportmöglichkeiten schaffen. Die Förderung dafür beläuft sich auf 272.000 Euro.

 

Langsam wird es festlich

Der Stadtteil begrüßt die Adventszeit in Ronsdorfs Mitte

Alle Jahre wieder: Das Weihnachtsbaumensemble – die kleinen Bäume von Kindergartenkindern gestaltet – auf dem Bandwirkerplatz tauchen Ronsdorfs Mitte in feierlichen Glanz. Am kommenden Wochenende feiert der Heimat- und Bürgerverein hier sein Nikolaus-Fest. (Foto: AS)

(Ro./AS) Weihnachten naht mit großen Schritten – an diesem Wochenende ist schon der zweite Advent. Zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Weihnachtsfeiern finden in diesen Tagen statt. Ein Highlight ist sicher auch die große Nikolaus-Feier des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins, die am kommenden Samstag auf dem Bandwirkerplatz stattfindet.
Um 15.30 Uhr wird es vor allem für die Kleinen Ronsdorferinnen und Ronsdorfer spannend, denn dann hat sich der Nikolaus zu einem Besuch auf dem Platz angekündigt. Die Kinder können sicher sein, dass er das eine oder andere kleine Geschenk im Sack mitbringt.
Später wird es dann für die großen und kleinen Gäste besonders stimmungsvoll: Ab 18 Uhr, also nach Einbruch der Dunkelheit, werden gemeinsam im Lichterschein der zahlreichen kleinen geschmückten Bäume und des großen Weihnachtsbaumes Weihnachtslieder gesungen. Bei dem festlichen „Rudelsingen“ wird der Ronsdorfer Posaunenchor unter der Leitung von Ulrich Jannik dabeisein, um für den musikalischen Rahmen zu sorgen.
Auch nach dem Konzert muss niemand nach Hause gehen, denn anschließend können die Besucherinnen und Besucher den Abend auf dem Bandwirkerplatz noch bis 21 Uhr in gemütlicher Runde bei Kaffee, Waffeln, Bratwurst und Glühwein ausklingen lassen. Wer nicht so lange stehen kann oder mag, der darf sich natürlich gern eine eigene Sitzgelegenheit mitbringen.

 

Nerviges Nadelöhr im Verkehr

Baustelle Lüttringhauser Straße strapaziert die Nerven

Alles auf Anfang: Zum Leidwesen aller Anwohnerinnen und Anwohner sowie den Autofahrenden ist die Schenkstraße seit Mittwoch erneut gesperrt. (Foto: AS)

(Ro./AS) „Wird es zur Gewohnheit, für Monate Straßen für private Bauvorhaben Straßen zu sperren?“, fragt SonntagsBlatt-Leserin Silke Dressler. Sie ist sicher nicht die einzige Autofahrerin, die durch die Baumaßnahmen im Stadtteil entnervt ist. Nachdem der mitten auf der Straße montierte Kran eines privaten Investors monatelang die Schenkstraße zur Sackgasse machte und Anwohnenden und Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern Umwege zumutete, strapaziert jetzt eine Baumaßnahme an der Lüttringhauser Straße die Nerven der Menschen im Stadtteil, die besonders zur Berufszeit für lange Staus sorgt.
Dabei handelt es sich genau genommen um zwei Baumaßnahmen, die offensichtlich zufällig an fast gleicher Stelle, zunächst einmal rechts, jetzt links der Straße stattfinden. Derzeit ist die Fahrbahn aus Ronsdorf kommend gesperrt, nachdem zunächst die andere Fahrbahn nicht für den Verkehr freigegeben wurde. Grund ist die Verlegung von Versorgungsleitungen.
Die zweite Baumaßnahme soll bis Weihnachten je nach Witterung abgeschlossen sein. Aufatmen können Autofahrer*innen dann aber noch lange nicht, denn im Januar wandert die ungeliebte Baustellenampel ein Stückchen weiter: Auf Höhe der Einmündung Gasstraße sollen gleich zu Beginn des neuen Jahres ebenfalls Bauarbeiten stattfinden – diesmal geht es um die Erneuerung des Straßenbelages. Dafür müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer auf Staus bis Ende Januar einstellen.
Für erneuten Frust sorgt seit Mittwoch eine Baumaßnahme an der Schenkstraße. Zwar ist der lästige Baukran auf der Straße nun verschwunden und der Verkehr konnte störungsfrei fließen, doch jetzt sorgt der Anschluss an das Kanalnetz der Wuppertaler Stadtwerke erneut für Beeinträchtigungen. Immerhin sollen die Arbeiten – je nach Witterung versteht sich – in vier Wochen abgeschlossen sein.

 

Jahresausklang

Quempaskonzert der Kurrende

Tilmann Klett von der Kurrende, Pfarrerin Friederike Slupina-Beck und Lukas Baumeister (v.l.n.r.) freuen sich auf das musikalische Highlight in Ronsdorf. (Foto: AS)

(Ro./AS) Pünktlich zur Weihnachtszeit erwartet die Ronsdorfer Musikfreunde ein besonders festlicher Leckerbissen: Unter der musikalischen Leitung von Lukas Baumann gastiert der Konzertchor der Wuppertaler Kurrende nach dreijähriger Pause wieder mit einem einzigartigen Quempaskonzert am 10. Dezember um 17 Uhr in der Lutherkirche.
„Den besonderen Reiz der Quempaskonzerte macht neben der herausragenden Qualität auch das abwechslungsreiche Programm aus, mit traditionelle Weisen alter Meister, bekannten Weihnachtsliedern, aber auch zeitgenössische Motetten, die der Chor mit seinen strahlenden Knabenstimmen meistert“, freut sich Friederike Slupina-Beck, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Ronsdorf.
Ein Streichensemble sowie Kirchenmusikdirektor Peter Enk begleiten die Kurrende, die sich – auch mit berührenden Knabensoli – in die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer singen wird. „Ein beglückender adventlicher Moment, der auf lichtvolle und bewegende Weise auf Weihnachten einstimmt“, beschreibt Slupina-Beck den Höhepunkt des diesjährigen Konzertjahres. Eintrittskarten gibt es für 15 beziehungsweise 20 Euro an den bekannten Vorverkaufsstellen – Restkarten wird es noch an der Abendkasse geben.

 

FCR spielt torlos im Spitzenspiel

TSV 1: Hoher Auswärtssieg - TSV 2: Hohe Heimniederlage

Da gab es kaum ein Durchkommen für die Zweite des TSV (rot) im Spiel gegen den Spitzenreiter Heiligenhaus, der auf eine solide Verteidigung bauen kann. (Foto: db)

(Reg./PK) In der Fußball-Landesliga hat es der FC Remscheid knapp verpasst, dem Tabellenführer deutlich näher zu rücken. Im Gegenteil: Das zunächst als Punktgewinn zu bezeichnende 0:0 beim Spitzenreiter DJK Adler Union Frintrop entpuppte sich nach dem Spieltag als wenig positiv. Der FCR belegt Tabellenplatz Vier und ist somit um einen Platz abgesackt.
Am Sonntag steht ein weiterer Prüfstein für die Kicker von Trainer Marcel Heinemann parat: DV Solingen, als Tabellenfünfter direkter Nachbar der Remscheider, erwartet den FCR zum „kleinen Spitzenspiel“. Für den Gast kann es nur darum gehen, den Kontakt zur Tabellenspitze nicht abreißen zu lassen.
In der Bezirksliga durfte sich der TSV 05 Ronsdorf über einen deutlichen Auswärtssieg freuen. Das 4:0 bei der Reserve der Sportfreunde aus Baumberg bedeutet Tabellenplatz zwei für die Jungs von Trainer Denis Levering.
Zusätzlich verlor der bisherige Tabellenführer, der SSV Bergisch Born, sein erstes Saisonspiel und musste den ersten Tabellenplatz an den ASV Mettmann abgeben, der zwei Punkte mehr gesammelt hat als die Zebras.
Diese müssen am Sonntag erneut auswärts antreten. Gastgeber ist um 15.30 Uhr auf der Sportanlage am Rutenbecker Weg der SV Bayer Wuppertal, der Tabellenelfte. Da sollte der TSV Favorit sein, obwohl Bayer nicht zu unterschätzen ist, wie der Sieg beim SSV Germania 1900 (2:1) beweist.
Die Saison der Germania verläuft in einer deutlichen Zickzackkurve: Erst pfui, dann hui, jetzt wieder pfui. Inzwischen ist man nach einem Höhenflug auf Tabellenplatz neun gelandet und muss so langsam die Blicke auch nach unten schweifen lassen.
Zwei Freitagsspiele stehen nun für die Freudenberger an, beide aber nach Redaktionsschluss. Zu Hause erwartet man den BV Gräfrath (2.12.), eine Woche später tritt man beim HSV Langenfeld an. Wir informieren über die Ergebnisse auf unserer Facebook-Seite.
Die Zweite des TSV 05 Ronsdorf musste eine herbe Heimniederlage hinnehmen. Der mit großem Abstand agierende Kreisliga-A-Primus, die SSVg 09/12 Heiligenhaus, erwies sich für die junge Ronsdorfer Truppe als zu stark (1:6).
Noch muss die Ronsdorfer Reserve nichts befürchten. Als Tabellenachter erwartet man am Sonntag den SC Sonnborn in der Waldkampfbahn. Die Partie gegen den Elften der Tabelle beginnt um 13:00 Uhr.