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Grundschüler können nach Herzenslust forschen

„Mini-Phänomenta“: Exponate werden an Ronsdorfer Grundschule übergeben

Ramona Steinhaus und Felizitas Kehrenberg (4.v.l.) nehmen die Stationen mit den Schülern der Klasse 4a in Betrieb. (Foto: AS)

(Ro./AS) Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Welt auf, die durch Simulation, Informationsflut und Zeitmangel geprägt ist. Das eigene unmittelbare Erleben, das Ausprobieren und altersgemäße Forschen finden immer weniger Raum.
Pädagogen befürchten, dass in der Folge die Fähigkeit, Dinge selbstständig zu erforschen und Kreativität zu entwickeln, verkümmert. Hier will die „Miniphänomenta“ gegensteuern: An frei zugänglichen Experimentierstationen können die Kinder naturwissenschaftliche und technische Phänomene erleben – und verstehen. So soll spielerisch der eigene Forschergeist der Kinder angeregt werden.
„Außerhalb des Unterrichts regen die Experimente in der Schule zum Handeln und kreativen Denken an“, beschreibt Felizitas Kehrenberg, Leiterin der Grundschule am Engelbert-Wüster-Weg, das Konzept der „Miniphänomenta“. Im vergangenen Jahr machte die bundesweit agierende Aktion in Ronsdorf Station (das SonntagsBlatt berichtete). Die Idee der „Miniphänomenta“ geht auf die Arbeiten von Prof. Dr. Lutz Fiesser zurück. Er gilt als Begründer des ersten deutschen Science Centers, der „Phänomenta“ in Flensburg. Lutz Fiesser, emeritierter Physik-Professor aus Flensburg, wurde am 2017 in Kiel das Bundesverdienstkreuz verliehen. Damit würdigte der Bundespräsident Lutz Fiesser jahrzehntelangen, leidenschaftlichen Einsatz für das experimentelle, naturwissenschaftliche Lernen an Schulen.Zahlreiche Unternehmens- und Arbeitgeberverbände fördern das Projekt und verhelfen den Kindern so zu einem Zugang in die Welt der Forschung.
„Im vergangenen Schuljahr hatten wir an unserer Schule die Miniphänomenta zu Gast, die in 30 Stationen physikalische Phänomene für Kinder praktisch nachvollziehbar darstellte“, erinnert sich Felizitas Kehrenberg. Das Besondere: Die Stationen können auch von Hobby-Handwerkern nachgebaut werden.  „Sechs Väter unserer Schule haben drei Stationen nachgebaut, die wir jetzt zum eigenen Experimentieren nutzen können“, freut sich die Schulleiterin. So war Kehrenberg mit einer Kollegin zu Gast in Attendorn, um dort ein Seminar in Sachen „Miniphänomenta“ zu besuchen – und um eigene Stationen zu bauen. „Da bekommt man handwerklich einiges mit“, beschreibt Felizitas Kehrenberg die Vorbereitungen auf das Projekt, das im vergangenen März guten Anklang an ihrer Schule fand. „Jetzt ging es um den Nachbau einiger Stationen mit eigenen Mitteln“, erläutert Kehrenberg die Fortsetzung der „Miniphänomenta“: Sechs Väter haben nun drei Stationen aus der „Phänomenta“ nachgebaut – sie stehen seit diesem Wochenende den Schülern am Engelbert-Wüster-Weg zur Verfügung. Hier darf nach Herzenslust erforscht und experimentiert werden. Gleich ob das „Klopfophon“ oder der „springende Punkt“ – es gibt immer etwas zu entdecken für die Grundschüler. Freitag wurden die Stationen den Schülern ganz offiziell übergeben. Begeistert ist auch Ramona Steinhaus: Die Klassenlehrerin der 4a hat das Projekt schon im vergangenen Jahr begleitet.

 

Das Chaos ist vorprogrammiert

Baustelle Staubenthaler Straße sorgt ab Montag für Staus

Hier wird in den nächsten Wochen Flüsterasphalt aufgebracht. (Screenshot: AS)

(Ro./AS) Die Nerven der Autofahrer in Ronsdorf werden schon seit Wochen wegen der Baustelle am unteren Bereich der Elias-Eller-Straße auf eine harte Probe gestellt.
Ab Montag steht den Anwohnern und den Autofahrern eine weitere Bewährungsprobe bevor: Die Stadt Wuppertal wird auf der Staubenthaler Straße im Bereich zwischen Staubenthaler Höhe und der Elias-Eller-Straße eine neue Großbaustelle einrichten: Hier soll für 700.000 Euro Flüsterasphalt aufgebracht werden.
Im ersten Bauabschnitt soll der Verkehr für zwei Tage in Richtung Lichtscheid über die Staubenthaler Straße geleitet werden, um die Elias-Eller-Straße im unteren, engen Bereich zu ertüchtigen. Die Bushaltestellen „Kurfürstenstraße“ und „Elias-Eller-Straße“ werden nicht bedient, als Ersatz dient der Halt „Friedhof Staubenthal“. Die Einbahnstraßenregelung auf der Elias-Eller-Straße zwischen dem Abzweig Staubenthaler Straße und der Bushaltestelle „Kurfürstenstraße“ wird danach für den genannten Zeitraum aufgehoben.
Mehr Aufwand erfordert der zweite Bauabschnitt, der wohl ab Donnerstag erfolgen soll: Für voraussichtlich fünf Wochen wird zwischen dem Abzweig Staubenthaler Höhe und der Elias-Eller-Straße bergab gearbeitet und eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Stadtmitte eingerichtet.
Wer aus Ronsdorf heraus in Richtung Lichtscheid will, wird ab dem unteren Abzweig über die Elias-Eller-Straße umgeleitet – betroffen sind natürlich auch die Busse der Stadtwerke.
Die Freymannstraße bleibt von der Gärtnerstraße aus erreichbar. Die Zufahrt ist grundsätzlich möglich. „Infolge der Bauarbeiten sind Behinderungen nicht zu vermeiden“, heißt es von der Stadtverwaltung. Man sei aber bemüht, die Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß zu beschränken – die Schelte der Autofahrer dürfte den Verantwortlichen aber trotzdem gewisst sein. Die Maßnahme wird im  Hinblick auf die WSW-Baustelle im unteren Bereich der Elias-Eller-Straße auf wenig Verständnis von Anwohnern und Autofahrern stoßen, denn schon jetzt staut es sich in der Innenstadt.  Hier sind lange Staus rund um die bereits vorhandene Baustelle und die Umleitung vorprogrammiert.
„Alle Maßnahmen werden zwischen WSW und Stadt Wuppertal abgestimmt“, betont Thomas Eiting vom Presseamt auf SonntagsBlatt- Anfrage. Das bestätigt auch Sascha Burghoff von den Wuppertaler Stadtwerken. Er hofft, dass die Baustellenampel, die derzeit die langen Staus im Stadtteil verursacht, Ende der kommenden Woche verschwinden wird und so der Weg in die nächste Baustelle und in den nächsten Stau frei sein wird. Mehr Zeit sollten Autofahrer dennoch einplanen.

 

Werden kleine Dinge jetzt vergessen?

Neues Gerät auf dem Spielplatz an der Schenkstraße ist gesperrt

Sicherheit geht vor: Das Klettergerüst auf dem Spielplatz an der Schenkstraße ist zur Zeit gesperrt. (Foto: AS)

(Ro./AS) Verwunderung löst seit einigen Wochen eine Absperrung auf dem Spielplatz an der Schenkstraße aus: Dort wurde das neue Klettergerät für den Spielbetrieb gesperrt.
SonntagsBlatt-Leser Maik Kaufmann, im  Stadtteil bekannt durch seine Aktion „sportler helfen“,  ist verwundert. Er befürchtet, dass die Verantwortlichen die Instandsetzung des Spielgerätes möglicherweise vergessen haben könnten: So seien es die großen Dinge, die Ronsdorf bewegen, wie die Umgestaltung des Bandwirkerplatzes, der Umbau der Haltestelle am Markt oder das große Fest zur 275-Jahr-Feier. „Doch die kleinen Dinge werden vergessen“, wirft er den Verantwortlichen in einem Leserbrief vor. „Wie lange ist das Kindergerüst auf dem Spielplatz Schenkstraße schon gesperrt. Acht Wochen, zwölf Wochen? Na ganz gleich, ich wette wir machen das halbe Jahr voll.“
So lange soll es nach Angaben von Thomas Eiting vom Presseamt der Stadt Wuppertal aber nicht dauern: „Die Pfosten sind morsch und haben das Gerüst verkehrsunsicher gemacht“, verrät Thomas Eiting auf SonntagsBlatt-Anfrage, „deshalb musste das Spielgerät gesperrt werden.“
Man habe die Instandsetzung und die Anschaffung der Ersatzteile ausgeschrieben und warte auf Rückmeldungen. Wie lange die Reparatur dauert, ist aber noch unklar. 

Der 33. Basar wird glanzvoll

Der Förderverein aus der Scheidtstraße legt sich ins Zeug


An den Ausstellungsstücken wird noch letzte Hand angelegt, damit alles im richtigen Licht erscheint. (Foto: JoB)

(Ro./Red.) Der Förderverein zur Freizeitgestaltung und Beschäftigung körperbehinderter Jugendlicher ist voll in Aktion, denn am 16. November startet in der Scheidtstraße 92 von 10 bis 17 Uhr der 33. Weihnachtsbasar. Als der Förderverein damals die alte Schule am Engelbert-Wüster-Weg übernahm hat er nicht damit gerechnet, wie freundlich und hilfsbereit die Ronsdorfer Bevölkerung ihm zur Seite stand. In all den Jahren enstand ein ausgesprochen gutes Verhältnis zwischen den Kirchengemeinden, dem Heimat- und Bürgerverein, zahlreichen Geschäftsleuten und Privatpersonen. Dafür ist der Verein sehr dankbar. Da er aber nach wie vor alle Kosten selbst tragen muss, ist der Basar und die Einnahmen aus diesem Tag äußerst wichtig. Und so hofft man natürlich, dass das Angebot auf dem Basar den Besuchern auch gefällt.
Neben Reibekuchen, Grünkohl, Salaten und Frikadellen wartet ein Küchenbüfett auf hungrige Gäste. Außer Kaffee gibt es auch Sekt, Bier, Limo, Wasser und anderes dazu.
Wer sich auf Weihnachten einstimmen möchte, kann zwischen selbsthergestellten Marmeladen, Schnäpsen, sauren Köstlichkeiten, Plätzchen oder auch Schmalz wählen.
Das Kunstgewerbliche beinhaltet neben Tischdecken, Weihnachtsdeko und Adventskränzen vieles andere mehr. Die behinderten Mitarbeiter haben Plätzchen gebacken und kleine Köstlichkeiten hergestellt, die nun auf Genießer warten. Sogar die Vierbeiner kommen nicht zu kurz und Herrchen kann Hundeplätzchen aus eigener Herstellung für seinen Liebling erwerben.
Wie jedes Jahr gibt es eine Riesen-Tombola mit 2.500 Gewinnen. Hauptgewinne sind ein großer Flachbildfernseher, eine Edelstahl-Mikrowelle, ein Staubsauger und zahlreiche Elektrogeräte. Es soll ein gemütlicher Tag für alle werden.

 

Linde schießt vier Tore – und verliert dennoch

TSV siegt auswärts deutlich – FCR muss jetzt gegen den Tabellenführer ran

Aufmerksam und fokussiert auf den Ball, so spielt der TSV in den letzten Begegnungen erfolgreich. (Foto: db)

(Reg./PK) Die Landesliga-Partie des FC Remscheid beim VfB Solingen wurde sehr kurzfristig (und nach Redaktionsschluss) vom Solinger Team abgesagt. Nun steht im Raum, wie der Fußballkreis diese Absage bewertet. Von Remscheider Seite hört man Stimmen, dass dieses Spiel nur für den FCR gewertet werden könne und nicht, wie in der Vorsaison, ein Nachholspiel auf neutralem Platz stattfinden müsse. Man wird sehen.
Das spielfreie Wochenende dürften die Remscheider zur Regeneration genutzt haben, denn am Sonntag steht die Begegnung mit dem aktuellen Tabellenführer Jahn Hiesfeld an. Das Team aus Dinslaken hat bereits einen deutlichen Vorsprung auf den zweiten Platz. Eine schwierige Aufgabe für die Jungs von Trainer Marcel Heinemann.
Der TSV 05 Ronsdorf ist gut in der Fußball-Bezirksliga unterwegs und siegte beim VfB Marathon Remscheid deutlich mit 4:1 Toren. Die Zebras haben sich im oberen Tabellendrittel festgebissen (Vierter) und erwarten am Sonntag den SSV Bergisch Born an der Parkstraße. Der Gast ist Sechster der Tabelle und deutlich erfolgreicher als in der vergangenen Saison. Eine spannende Partie, die darüber hinaus auch noch wegweisend sein könnte, steht an.
Wie der FCR war auch der SSV Germania 1900 spielfrei, nachdem der ASV Wuppertal sein Team aus der Bezirksliga abgemeldet hat. Ausgeruht und voller Tatendrang geht es nun zum SC 08 Radevormwald, dem stark abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten. In diesem Aufeinandertreffen ist die Germania als Tabellenzwölfter mit mehr als zehn Punkten Vorsprung vor den Hausherren sicher Favorit.
Die Zweite des TSV 05 Ronsdorf schwächelte viele  Wochen, scheint sich aber jetzt gefangen zu haben. Vom Auswärtsspiel bei der Reserve des FSV Vohwinkel brachte man nach dem 1:1 immerhin einen Punkt mit. Nach wie vor rangiert die Mannschaft von Trainer Daniel Meike auf dem Relegationsrang. Die Zweite des TVD Velbert wird am Sonntag in der Waldkampfbahn gastieren. Die Niederberger sind Tabellenfünfter und auswärts immer für einen Dreier gut. Eine anspruchsvolle Aufgabe für die Hauherren.
Erneut war der SV Jägerhaus-Linde an einer extrem torreichen Partie beteiligt, diesmal mit einem nicht so guten Ende, denn die Linder verloren gegen den SV Bayer Wuppertal mit 4:5 und kommen als Tabellenzehnter nicht vom Fleck.
Das Aufeinandertreffen mit einem direkten Tabellennachbarn steht nun an: Die Linder reisen zum TSV Beyenburg. Und auf dem Sportplatz Albertshöhe haben sich schon andere Mannschaften schwer getan. Ohne eine Leistungssteigerung wird es für die Jungs von Trainer Richard Wehr sicher schwer.