Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Viele kleine Forscher
ergründen Geheimnisse

Bergische „Miniphänomenta“ macht Station in Ronsdorfer Grundschule



Findet der „BlueBot“ seinen Weg? Programmieren gehört heute schon in der Grundschule zu den Fähigkeiten der kleinen Forscher. (Foto: AS)

(Ro./AS) Sie heißen „Phasenpendel“, „Schlauchtelefon“ oder gar „Klopfophon“, die teils skurrilen Stationen der „Miniphänomenta“, an denen sich Grundschüler als kleine Forscher in Sachen Natur und Technik versuchen können. Immerhin 25 verschiedene Stationen gibt es.
In diesem Monat machte die „Miniphänomenta“ Station an der Grundschule Engelbert-Wüster-Weg in Ronsdorf. Das Konzept unter Federführung der Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände richtet sich an die natürliche Neugier der Kinder.
„Kinder besitzen ein großes Interesse an Dingen, die nicht auf den ersten Blick erklärbar sind“, weiß Jürgen Steidel von der Vereinigung. Sein Verband steht hinter der „Miniphänomenta“. „Sie sollten deshalb frühzeitig an Naturwissenschaften und Technik herangeführt werden.“
Die Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände stellt aber nicht nur die Stationen in Schulen zur Verfügung, sie finanziert auch im Vorfeld der „Miniphänomenta“ die Fortbildung der Lehrkräfte sowie das Lehrmaterial. Das Projekt mit den unterschiedlichen Stationen verfolgt natürlich eine Mission. So sollen Wissen, Neugier und Kreativität der Kinder gefördert werden. Dabei haben die Initiatoren natürlich den beruflichen Nachwuchs im immer Blick. Jürgen Steidel hofft, dass die Kinder sich später für technische Berufe begeistern werden. Die Idee der „Miniphänomenta“ geht auf die Arbeiten von Prof. Dr. Lutz Fiesser zurück. Er gilt als Begründer des ersten deutschen Science Centers, der Phänomenta in Flensburg. Fiesser, emeritierter Physik-Professor, wurde vor zwei Jahren in Kiel das Bundesverdienstkreuz verliehen. Damit würdigte der Bundespräsident Fiessers leidenschaftlichen Einsatz für das experimentelle, naturwissenschaftliche Lernen an Schulen.
Spannend wurde es am vergangenen Freitag, als die Eltern der Grundschüler am Engelbert-Wüster-Weg die Schule besuchen durften, um sich von ihren Kindern die unterschiedlichsten Station vorführen zu lassen. Auffallend war, dass dabei die Digitalisierung längst schon nicht mehr vor den Türen der Grundschule Halt macht: Besonders beliebt war der „BlueBot“, ein kleiner Roboter-Käfer, den die Kinder eigenhändig programmieren konnten, um ihn auf einem  Parcours in der Klasse zum Ziel zu führen.
Einen Hauch „Blue Man Group“ gab es ein paar Räume weiter: Am „Klophophon“ wurden mit Badelatschen an Kunststoffrohren Töne erzeugt. „Es geht darum, dass die Töne durch den Druck, den wir mit den Schlappen ausüben, erzeugt werden“, erklären die Grundschüler ihren stolzen Eltern. Na dann: Experiment verstanden, sehr gut!


Tausend gute Ideen für Ronsdorf

Maik Kaufmann ist ein Mann der Tat: „Nicht reden, machen“



Mit dem Team von „sportlerhelfen“ hat Maik Kaufmann (Mitte) schon viel für den Stadtteil erreicht. Das Spielgerät wurde am Donnerstag bestellt. (Foto: AS)

(Ro./AS) Was er sich in den Kopf setzt, das zieht er gnadenlos durch: Der Ronsdorfer Maik Kaufmann hat in den letzten Jahren schon viel für die Schwächsten unserer Gesellschaft erreicht; er hat nicht nur mit seinem Projekt „sportlerhelfen“ Kinder von mittellosen Eltern unterstützt, ihnen mit aufsehenerregenden Aktionen geholfen und Geld für die beschädigte „Kunstrausch“-Bank in der Ronsdorfer Innenstadt gesammelt. Die Vandalismus-Schäden sind inzwischen behoben, doch das ist kein Grund für den quirligen Familienvater, sich entspannt zurückzulehnen: Auf dem Spielplatz an der Schenkstraße fehlt seit geraumer Zeit ein Karussell. Das sollte sich ändern.
Wie die flugse Idee zustande kam, weiß er selber schon gar nicht mehr, muss  er sich lächelnd eingestehen. Dass nicht jeder ein Spielgerät auf einem öffentlichen Spielplatz aufstellen darf, leuchtet ein – so liegt der Spielplatz an der Schenkstraße in den Händen der Wuppertaler Stadtverwaltung. Also nahm Maik Kaufmann den Kontakt auf, um sein Projekt vorzustellen. „Bei einem Ortstermin wurde schnell grünes Licht gegeben“, berichtet er.
Jetzt war es an ihm und dem Team von „sportlerhelfen“, Geld zu sammeln, um die Idee zur Realität werden zu lassen.
Schnell initiierten er und seine Mitstreiter eine Waffelback-Aktion in einem Baumarkt und einem Spinning-Event im Februar. Ein Spendenaufruf im sozialen Netzwerk brachte innerhalb von zwölf Stunden stolze 900 Euro – jetzt ist das Ziel greifbar geworden. „Das Team von ,sportlerhelfen‘ plant im Mai, wenn das neue Karussell auf dem Spielplatz eingeweiht werden soll, eine große Sause“, kündigt Maik Kaufmann an.
Er ist nicht nur stolz auf die Unterstützung des Projektes „sportlerhelfen“, sondern auch auf den Zuspruch der Ronsdorfer Bürger. „Es macht einfach Spaß, auch wenn es neben Beruf und Familie oft anstregend ist“, sagt der selbstständige Handwerker, während ihm schon die nächsten Ideen für kommende Hilfsprojekte im Kopf herumspuken.


Glück liegt vor der Tür

In Ronsdorf leben die Glücklichsten



In Ronsdorf zu leben, macht glücklich. (Foto: db)

(W./AS) Die Ronsdorfer haben es schon immer gewusst: Sie sind glücklich und froh, in „ihrem“ Ronsdorf zu leben. Jetzt ist es hieb- und stichfest, denn aus einer Studie des Wuppertal Institutes geht hervor, dass die glücklichsten Menschen in Wuppertal, einer wachsenden Stadt, in Ronsdorf wohnen. Wer hier lebt, fährt nicht zum Einkaufen „ins Dorf“, sondern „ins Städtchen“ – wenn es einmal urbaner zugehen soll, fährt man nicht nach Elberfeld, sondern „nach Wuppertal“.
Auf Platz zwei der Studie steht Cronenberg – hier bekennen sich die Menschen ganz klar, „Dörper“ zu sein, die auch in „ihrem Dorf“ einkaufen gehen und die täglichen Dinge des Lebens am liebsten vor der Haustüre erledigen.
Doch was bedeutet es überhaupt, glücklich zu sein, welche Parameter hat das Institut angesetzt, um der Frage auf den Grund zu gehen?
Mit der im letzten Jahr vorgestellten App „Glücklich in Wuppertal“ wurden die Menschen über die Lebenszufriedenheit befragt. Dies lässt Rückschlüsse zu, von welchen Einflussgrößen das Glück der Wuppertalerinnen und Wuppertaler ganz besonders abhängt. Die App ermöglicht sowohl die persönliche Beschäftigung mit Glück als auch die anonyme wissenschaftliche Auswertung der Daten und die Entwicklung von Empfehlungen für Politik und Verwaltung. Wie dem auch sei – die 23.000 Ronsdorfer werden es schon immer gewusst haben, warum sie „ihr Städtchen“ lieben.


Sonderschichten gegen die
„Welle“ vor Ostern

Wuppertaler Einwohnermeldeamt öffnet an vier Samstagen seine Pforten



Mit mehr Personal und verlängerten Öffnungszeiten wollen Matthias Nocke und Yvonne Hartmann die Zustände im Einwohnermeldeamt bekämpfen. (Foto: AS)

(W./AS) Wer sich ummelden oder einen Ausweis beantragen oder verlängern möchte, der braucht in Wuppertal viel Geduld. Immer wieder gerät das Einwohnermeldeamt in die Kritik von Bürgern, die vergeblich einen Termin ergattern wollen. Eigentlich ein Unding, wie Dezernent Matthias Nocke weiß: „Das Einwohnermeldeamt sollte die Visitenkarte einer Stadt sein“, betont er. Rückblick: Seit Wochen schon ist es schier unmöglich, auf der Website der Stadtverwaltung einen Termin in einem der Bürgerbüros oder dem Einwohnermeldeamt am Steinweg in Barmen zu bekommen.
Die Online-Terminvergabe ist nicht aktiv, auch telefonisch gelingt es nur in seltenen Fällen, einen Termin zu ergattern. Jetzt, vor Beginn der Oster-Reisezeit, könnte sich die prekäre Situation noch einmal dramatisch zuspitzen. Um dem entgegenzuwirken, öffnet das Einwohnermeldeamt an vier Samstagen in der Zeit von 8 bis 13 Uhr seine Pforten. „Damit wollen wir ein Zeitkontingent für 1.000 zusätzliche Termine schaffen“, betont Yvonne Hartmann, Leiterin der Behörde. Ihre Mitarbeiter seien hoch motiviert. Am 30. März, dem 6. und dem 13.  April, sowie am 11. Mai sollen Bürger die Möglichkeiten haben, ihre Meldeangelegenheiten samstags zu erledigen. „Um die Termindichte zu erhalten, werden wir die verfügbaren Termine erst eine Woche online freischalten“, beschreibt Hartmann das Prozedere.  „Alle Bürger haben dann die Möglichkeit, von zu Hause aus online oder telefonisch über das ServiceCenter einen Termin zu buchen“, so Yvonne Hartmann. An den vier Samstagen werden alle Dienstleistungen des Einwohnermeldeamtes angeboten.
Durch die zusätzlichen Öffnungszeiten und durch Neueinstellungen versucht die Stadt, die bekannten Probleme in den Griff zu bekommen.
„Wir müssen umgehend schneller werden“, stellt Oberbürgermeister Andreas Mucke klar. Schon seit geraumer Zeit verzichtet die Stadt auf Anschreiben der Bürger bei ablaufenden Ausweisdokumenten. Lange genug musste sich Matthias Nocke der Kritik aussetzen. Jetzt setzt er auf zusätzliches Personal im Einwohnermeldeamt und den Bürgerbüros vor Ort: „Achtzehn zusätzliche Stellen konnten wir neu besetzten, die zwei Stellen für unsere Fluktuationsreserve sind noch ausgeschrieben“, bilanziert Nocke. Er legt größten Wert darauf, dass die neuen Mitarbeiter im „Front Office so schnell wie möglich einsetzbar sind.“ Als Zusatzmaßnahme hat er die Einarbeitungszeit von neuen Kräften drastisch gestrafft: Während neue Mitarbeiter früher sechs Monate lang eingearbeitet wurden, haben sie jetzt nur zehn Wochen Zeit, um die „Top Five“ der Angelegenheiten eigenständig zu bearbeiten. „Das Angebot mit den geöffneten Samstagen ist ein zusätzlicher Baustein, um die Angebote für die Bürger trotz personeller Engpässe zu schaffen“, stellt Matthias Nocke klar und hofft so, der bevorstehenden Oster-Welle im Einwohnermeldeamt begegnen zu können.


Der nächste Sommer kann kommen

Wupperverband senkt die Stauhöhe der Talsperre ab



Weniger ist mehr: 258 Meter Stauhöhe sollen der Ronsorfer Talsperre dauerhaft reichen. (Foto: AS)

(Ro./AS) Gute Nachrichten vom Wupperverband: „Die Ronsdorfer Talsperre ist sehr gut gefüllt“, teilt Susanne Fischer auf SonntagsBlatt-Anfrage mit. „Die Stauhöhe liegt zurzeit bei knapp 259 Metern über Normalnull.“
Da geht noch was, sollte man meinen: „Komplett voll wäre sie bei 260 Metern das bedeutet, es sind noch rund 1,50 Meter Stauhöhe frei“, so Fischer. Doch manchmal ist weniger mehr, wie der Wupperverband betont, denn der Betrieb peilt 258 Meter als Dauerstauhöhe an. Das bedeutet, dass in diesen Tagen immer wieder Wasser aus der Talsperre abgegeben wird. Das klingt nicht viel, denn der Wupperverband senkt den Stauspiegel um „nur“ 50 Zentimeter, um die gewünschten 258 Meter zu erreichen – und dauerhaft zu erhalten. Damit sei man gut gerüstet für den nächsten „Supersommer“.


Noch nicht reif für den Aufstieg?

TSV verliert · FCR blamiert sich · Linde ergattert Punkt



Eine Flugshow der besonderen Art. (Foto: db)

(Reg./PK.) Das Auf und Ab des FC Remscheid in der Landesliga geht munter weiter. Gegen die mitten im Abstiegskampf stehende Mannschaft der Holzheimer SG gab es mit 1:2 eine bittere Niederlage. Trotzdem verbleibt der FCR auf Tabellenplatz 9. Am Sonntag erwartet das Team den VfR Fischeln aus Krefeld. Der Gast ist sehr kampfstark. Der Weg zurück in den Abstiegskampf ist für den FCR kurz.
Der TSV 05 Ronsdorf musste die Stärke des neuen Tabellenführers SV 09/35 Wermelskirchen anerkennen. Mit 0:3 unterlagen die Jungs auf eigenem Geläuf. Aber man ist in Lauerstellung und kann, sollte der neue Ligaprimus einmal schwächeln, erneut zuschlagen. Am kommenden Sonntag treten die Zebras beim HSV Langenfeld an, der sich im gesicherten Mittelfeld aufhält.
Der SV Jägerhaus-Linde konnte mal wieder ein Pünktchen ergattern. In einer torreichen Begegnung hieß es gegen den Solinger Club TSV Aufderhöhe 4:4. Das hilft den Lindern natürlich nicht weiter. Am Sonntag muss man beim ASV Mettmann antreten, ein immer unbequemer Gang.
Die Zweite des TSV 05 Ronsdorf bezwang BV 1885 Azadi mit 3:1-Toren und bleibt Dritter in der Kreisliga A. Jetzt steht ein vermeintlich leichteres Auswärtsspiel auf dem Programm: Der Langenberger SV erwartet den TSV, der nichts zu verlieren hat und völlig unbeschwert aufspielen kann.
Die SSV Germania marschiert und ist nicht zu stoppen. Beim SSV Sudberg gewann man mit 6:0-Toren. Inzwischen hat die Germania vierzehn Punkte Vorsprung auf Platz zwei. Am Sonntag reist Türkgücü Velbert an, ein Team, das auf Platz elf rangiert. Die Germania ist haushoher Favorit.