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Straßen.NRW bestätigt:
„Die Brücke ist sicher!“

Nach Einsturz in Genua: Landesbetrieb gibt Entwarnung für Blombachtalbrücke



Die Blombachtalbrücke ist ein ebenso imposantes Bauwerk wie die eingestürzte Brücke in Genua. Ein derartiger Unglücksfall kann sich hier aber nicht ereignen. (Foto: db)

(Ro./AS) Über 40 Tote sind nach dem Einsturz der Autobahnbrücke von Genua zu beklagen, für ein Jahr soll dort der Ausnahmezustand herrschen, um den Betroffenen unbürokratische Hilfe zukommen zu lassen. Bis zu der Tragödie hatte kaum jemand für möglich gehalten, dass sich im modernen Europa ein solches Unglück überhaupt ereignen kann.  Die Morandi-Brücke in Norditalien wurde in den Jahren zwischen 1962 und 1967 gebaut.
Das durchschnittliche Alter von Brücken in Nordrhein-Westfalen liegt nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bei 38 Jahren. Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren auch Mängel an der Blombachtalbrücke, Baujahr 1959, festgestellt. Alle sechs Jahre wird jede Brücke in Deutschland durch Spezialisten auf Schäden untersucht; dazu kommen mehrmals im Jahr Sichtprüfungen und Untersuchungen nach schweren Ereignissen wie Bränden oder Unfällen, die auch die Statik beeinträchtigen können. Letztmals fand eine solche Hauptprüfung des 296 Meter langen Bauwerks Mitte Juni statt (das SonntagsBlatt berichtete).
Was wurde dabei herausgefunden, ist die Brücke in guter Verfassung? „Die Blombachtalbrü­cke hat einen Zustand von 2,9“, erläutert Markus Ham­me vom Landesbetrieb Straßenbau NRW auf Sonn­tags­Blatt-Anfrage. Durch Reparaturen in jüngster Vergangenheit habe sich der Zustand seit dem Jahr 2002, damals lag die Note „nur“ bei 3,2, gebessert. „Das vorläufige Ergebnis der Hauptuntersuchung zeigt, dass sich im Vergleich zur letzten Prüfung 2012 keine gravierenden Änderungen ergeben haben.“
Es bestehe daher kein Grund zur Sorge, man könne weiterhin ruhigen Gewissens über das Bauwerk fahren, erklärt Hamme. Zumal der Landesbetrieb stets ein wachsames Auge auf die Brücke hat: Neben den Hauptprüfungen sei 2015 eine kleinere Prüfung durchgeführt worden. „Die Brücke ist sicher“, bestätigt Markus Hamme.
Gleichwohl räumt er ein, dass es Schäden an der Blombachtalbrücke gibt – doch: „Die Gesamtsicherheit ist durch diesen Schaden nicht beeinträchtigt“, stellt er klar. Aufgrund des aktuellen Zustands sei aber eine kurz- bis mittelfristige Instandsetzung der Blombachtalbrü-cke erforderlich, so Markus Hamme. Einen Zeit- und Kostenplan für die anstehenden Maßnahmen gebe es allerdings derzeit noch nicht.

 

Über Kühe, Kappes und Kartoffeln

Dorothee Kotthaus-Haack stellte ihr neues Buch vor



Dorothee Kotthaus-Haack (links) – im Bild mit dem Leiter der Ronsdorfer Stadtteilbibliothek, Christian Brenscheidt – sorgte für ein volles Haus an der Marktstraße. (Foto: PK)

(Ro./PK) So einen Andrang hatte der Vortragsraum in der Stadtteilbibliothek in Ronsdorf noch nicht erlebt: Stühle mussten herbeigeschafft werden, Sitzgelegenheiten für Kinder wurden aufgestellt – und selbst das reichte nicht aus. Ungefähr zehn Besucher lauschten der Lesung von Dorothee Kotthaus-Haack im Stehen. Am Montagnachmittag stellte die Ronsdorfer Autorin ihr Buch „Kühe, Kappes und Kartoffeln“ an der Marktstraße vor. Bereits am Freitag davor hatte es in der „Ronsdorfer Bücherstube“ die Buchpräsentation gegeben, „sehr erfolgreich und mit familiärem Charakter“, wie Christiane Rahrbach vom Bergischen Verlag schmunzelnd berichtete.
Dorothee Kotthaus-Haack stammt von Holthausen. Sie lebte und wuchs dort in einem Bauernhof auf, zusammen mit ihren zwei Schwestern. Mit viel Humor und Witz, aber auch einem deutlichen Sinn für das Ernsthafte zur richtigen Zeit und feiner Selbstkritik schilderte sie ihre Jugend in den 50er- und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Natürlich nutzten daher zahlreiche Ronsdorferinnen und Ronsdorfer die Gelegenheit, Geschichten aus der „guten, alten Zeit“ zu lauschen, inklusive Muckefuck aus der Blechkanne, Kappes aus dem Garten und allem, was dazugehört.
Das Buch „Kühe, Kappes und Kartoffeln“ ist im Bergischen Verlag erschienen, hat 224 Seiten und kostet 14 Euro.

 

Ein Schildbürgerstreich der Stadtverwaltung?

Neue Verkehrswege sorgen in der Südstadt für Verwirrung unter Autofahrern aus Ronsdorf



Alles kann, nichts darf: Die Dessauerstraße bleibt für den Individualverkehr weiterhin ein Tabu. (Foto: db)

(W./AS) Als einen weiteren „Meilenstein im Großprojekt Döppersberg-Umbau“ bezeichnete Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke die Freigabe der Straße Döppersberg vor einigen Wochen (das SonntagsBlatt berichtete). Was damals nicht bekannt war, ist der Umstand, dass die Straße auch weiterhin für den Individualverkehr gesperrt bleibt: Nur Linien- und Anliegerverkehr darf die neue Route, die ohne Umwege von Ronsorf aus kommend in die Elberfelder Innenstadt führen würde, nutzen. „Mit Enttäuschung müssen Autofahrer aus Ronsdorf weiterhin die vom Umbau bekannten Umwege nutzen“, kritisiert Dorothea Glauner. Aus ihrer Sicht geschieht dies zum Schaden für die Elberfelder Einzelhändler – bietet es sich doch für Ronsdorfer geradezu an, stattdessen den Weg in die Nachbarstadt Remscheid zu wählen.
Ähnlicher Ansicht ist Klaus Riske von „Haus und Grund“: Mit seiner Geschäftsstelle ist er von der Sperrung der Dessauerstraße direkt betroffen. „Die aktuelle Änderung der Verkehrsführung im Rahmen des Südstadtkonzeptes hat nicht nur zu Verwirrung und zu zeitweisem Verkehrschaos geführt“, kritisiert Riske. Auch die Anbringung von zusätzlichen Warnleuchten schaffen es seiner Ansicht nach nicht, zur Orientierung der Autofahrer beizutragen – eher das Gegenteil sei der Fall: „Mittlerweile werden Polizei- und Ordnungsbeamte zur Kreuzung abgeordnet, um den Autofahrern den richtigen Weg zu weisen.“  Die Stadtverwaltung hingegen hält an ihrem Verkehrskonzept ungeachtet der Situation  fest.
„Jede geänderte Verkehrsführung führt bei den Verkehrsteilnehmern zuerst zu Irritationen und löst bei manchem Fehlverhalten aus“, weiß Martina Eckermann vom Presseamt der Stadt. „Das heißt aber noch lange nicht, dass die Regelung unvernünftig wäre“, weist sie die Vorwürfe zurück. Im Rathaus rechnet man damit, dass es zum Ende der Ferien noch einmal chaotisch rund um den Döppersberg wird. „Wenn aber alle die neuen Strecken ein paar Mal gefahren sind und sich mit der Verkehrsführung vertraut gemacht haben, normalisiert sich die Situation gewöhnlich ohne größere Einsätze der Ordnungskräfte.“
Zum Verkehrskonzept der Straßenplaner gehört, dass die Kreuzung Brausenwerth und damit die Abwicklung des neuen zentralen Busbahnhofes ohne nennenswerte Rückstaus laufen müsse: „Da werden in den Spitzenstunden ab dem Fahrplanwechsel Ende November immerhin 120 Busse in der Stunde rein- und rausfahren“, betont Martina Eckermann. „Aus diesem Grund darf uns die Straße Döppersberg nicht aus Richtung Südstadt zulaufen.“ Sie hält aber fest, dass jede neue Verkehrsführung sehr aufmerksam von den Experten beobachtet werde. Was sich tatsächlich nicht bewährt, kann bei Bedarf auch wieder geändert werden. Eckermann apelliert daher an die Kritiker des Konzeptes: „Von daher wäre unser Wunsch, nicht schon nach wenigen Tagen alles, was die Fachleute aus guten Gründen so geplant haben, gleich wieder schlecht zu reden.“
Man werde sich nach dem Ende der Sommerferien sehr genau anschauen, wie sich die Verkehrsströme mit der Wiedereröffnung der Straße Döppersberg dauerhaft sortieren. „Und sollte es Nachbesserungsbedarf geben, werden wir uns in enger Abstimmung mit der Bezirksvertretung, aber natürlich auch im Dialog mit den Bürgern und Institutionen darum kümmern“, verspricht Stadtsprecherin Eckermann.

 

Pure Energie beim Tanzen

Israelische Tanzgruppe zu Gast beim CVJM Lüttringhausen



Ein buntes Programm brachten die israelischen Tänzerinnen und Tänzer auf die Bühne des CVJM-Saales an der Gertenbachstraße in Lüttringhausen. (Foto: PK)

(Lü./PK) Der Name ist für mitteleuropäische Zungen ungewohnt: „Hora Aviv Pardess Hanna Karkur“. Das ist die Bezeichnung einer israelischen Tanzgruppe, in der sich alles in allem rund 250 Tänzerinnen und Tänzer zusammengefunden haben. Mit ihrem aktuellen Programm waren einige Mitglieder der Gruppe in der vergangenen Woche zu Gast im  Saal des CVJM Lüttringhausen.
Das Ensemble setzt sich aus jungen Menschen aller sozialen Schichten zusammen. Es ist eine schöne Tradition geworden, dass die jungen Erwachsenen einmal jährlich zu einem zweiwöchigen Aufenthalt im sauerländischen Halver anreisen und von dort aus zu ihren Gastspielen aufbrechen.
Besonderen Wert legen die Tänzerinnen und Tänzer auf die verschiedenen Kulturen, die ihr Land geprägt haben und denen sie tänzerisch Ausdruck verleihen. So hört man nicht nur Musik, die man leicht dem Nahen Osten zuschreiben kann, sondern auch deutliche Einflüsse aus dem Griechischen (Sirtaki), dem Orientalischen (arabische Debka) und aus Afrika. Ja, hier und da klingt sogar eine Polka an, dann ein Czardas – was kein Wunder ist, wenn man weiß, dass viele Juden gerade aus Osteuropa nach Israel ausgewandert sind.
Das 90-minütige Gastspiel be­stach durch immense Energie, welche die Tänzer mitgebracht hatten. Langsame Abschnitte kommen im bunten Programm der Tanzgruppe selten vor. Begeistert klatschte das Publikum im CVJM-Saal mit oder applaudierte einem besonders gelungenem Solo oder einer verwegenen Hebefigur.
Schade, dass die nicht kleine Bühne im großen Saal an der Gertenbachstraße vom Tanzensemle nicht benutzt werden konnte. Die Tänzerinnen und Tänzer benötigen durch die vielen Kostümwechsel noch mehr Platz. So fand die Darbietung zu ebener Erde statt, was die Begeisterung des Publikums aber nicht hemmte.

 

FC Remscheid mit einem starken Saisonbeginn

Auch der TSV 05 Ronsdorf punktet in der Bezirksliga • SV Jägerhaus-Linde verliert zweimal



TSV: Julian Bentes (li.) Flanke auf Lukas Reinartz, der danach am Sonntag zum 2:0 einnetzte. (Foto: db)

(W./Red.) Das hätte man dem FC Remscheid nicht unbedingt zugetraut: Nach einer teils arg missratenen Vorbereitung agierte das Team von Trainer Acar Sar im ersten Saisonspiel bei der Spvg. Odenkirchen dominant und kampfstark, war über weite Strecken die stärkere Mannschaft und konnte nur seine Chancen nicht verwerten. Sehr unglücklich verlor der FCR mit 1:2 Toren – trotz Überzahl. Das genaue Gegenteil dieser Partie war die Auseinandersetzung mit dem FSV Vohwinkel am Mittwochabend. Die Remscheider hatten nicht nur Emre Circir mit einer schweren Verletzung nach knapp zwölf Minuten verloren, spielten ab der 30. Minute in Unterzahl – und gewannen am Ende deutlich (und verdient) mit 5:2. Trainer Sar lobte zurecht die Moral seiner Truppe. Der erste Dreier ist also eingefahren und man kann sorgefrei an die nächsten Aufgaben gehen. Am Sonntag gastiert der FCR bei der SSVg Heiligenhaus, einem alteingesessenem Landesliga-Team, das immer für eine Überraschung gut ist.
Auch der TSV 05 Ronsdorf ist gut in die Bezirksliga gestartet. In der ersten Partie gab es einen ungefährdeten 3:1-Sieg gegen den SC Sonnborn. Und bei der starken zweiten Mannschaft der Sportfreunde Baumberg erzielte man beim 3:3 immerhin einen Auswärtspunkt. An diesem Sonntag steht ein unbequemes Aufeinandertreffen an: Der 1. FC Wülfrath kommt als Gast auf die Waldkampfbahn. Der Ronsdorfer Trainer Daniele Varveri wird wissen, was für seine Jungs zu tun ist.
Leider kann man vom SV Jägerhaus-Linde derzeit nichts Positives berichten. Der Beginn in die Bezirksliga-Saison muss als misslungen angesehen werden. Der SC Reunrath war deutlich zu stark für die Linder (2:7) und auch das erste Heimspiel gegen SC Ayyildiz Remscheid verlor man – wenn auch unglücklich – mit 1:3 Toren. Da findet sich die Mannschaft um Trainer Ünsal Bayzit erst mal am Tabellenende wieder. Und die Aufgaben werden nicht leichter: Die Reserve der Sportfreunde Baumberg erwartet die Linder an diesem Wochenende zum nächsten Spiel.
In der Kreisliga A startete die zweite Mannschaft der Ronsdorfer Zebras mit einem torreichen und erfolgreichen Spiel gegen SC Viktoria Rott (4:3). Am Donnerstagabend stand der unbequeme Gang zur Einigkeit Dornap-Düssel auf dem Programm. Hier setzte es eine knappe 2:3-Auswärtsniederlage für die TSV-Reserve. Am Sonntag um 13.15 Uhr wird an der Parkstraße die Partie gegen SC Rot-Weiß Wülfrath angepfiffen. Die Zebras sind in dieser Partie sicher Favorit.
Der SSV Germania 1900 hat seine ersten Spiele ebenfalls erfolgreich geastalten können. Vom SC Rot-Weiß Wülfrath brachten die Freudenberger drei Punkte mit (5:3) und gegen TuS Grün-Weiß Wuppertal teilte man sich beim 1:1 die Zähler. Nun müssen die Germanen beim Langenberger SV antreten – einer Mannschaft, die normalerweise jenseits von Gut und Böse rangiert, andererseits aber immer kampfstak agiert. Eine spannende Partie steht bevor...