KW05 | 01.02.2026

Wie in einem Pariser Café

Das Trio „Mélo“ gastierte im Café Lichtblick

Das Trio „Mélo“ bei seinem Konzert im Café Lichtblick v.l.n.r.: Sabine Schmelzer, Daniel Marsch, Stefanie Hölzle. (Foto: PK)

(Ro./PK) Beim Konzert des aus Hückeswagen stammenden Trios „Mélo“ im Lüttringhauser Café Lichtblick ging es französisch zu: Chansons, Musette-Walzer und Manouche Swing ergaben eine ganz besondere Atmosphäre und so manches Mal hätte man meinen können, man sei nicht im Herzen Lüttringhausenes, sondern im Herzen von Paris.
Das Trio formiert sich aus Daniel Marsch (Akkordeon, Gesang), Stefanie Hölzle (Violine) und Sabine Schmelzer (Gesang, Altsaxofon). Der berühmte Walzer aus dem Film „Der Himmel von Paris“ markierte den Anfang von launigen 90 Minuten.
Serge Gainsbourg schrieb im Laufe seines 63-jährigen Lebens, das 1991 endete, mehr als „Je t’aime… moi non plus“. Das Trio „Mélo“ spielte ihm zu Ehren eine eigene Version des Chansons „L’accordéon“. Daniel Marsch merkte dazu an, dass das Akkordeon auch heute noch nicht besonders beliebt sei. Das Publikum im Café Lichtblick – 25 Besuchende waren vor Ort – sah dies jedoch anders.
Zur Abschiedstournee der Akkordeonspielerin Lydie Au­vray (20. Februar 2026 solo in der Lenneper Klosterkirche) spielten Marsch und Hölzle ein Duo-Stück der 70-jährigen Musikerin, wie so viele der anderen zu hörenden Stücke voller Melancholie – und Humor.
Und dann holt Sabine Schmelzer das Altsaxofon hervor und singt und spielt das berühmte „La mer“ (Charles Trenet) voller Inbrunst und Dynamik.
Der Abend ist angefüllt mit Dreivierteltakten, mitgesummten, weil bekannten Melodien und berühmten Namen wie Edith Piaf, Jaques Brel und Charles Aznavour. Nicht ganz so bekannt ist Yann Thiersen, der jedoch durch seine minimalistische Filmmusik zu „Die fabelhafte Welt der Amelie“ auf sich aufmerksam machte. Auch von dieser Musik spielte das Trio einen Walzer.
Sabine Schmelzer wurde bei „Padam, Padam“ zu eben dieser Edith Piaf. „Musik kann so schön sein“, sagte sie, „es sei denn, man hat eine Melodie im Kopf, die man nicht mehr los wird.“ Und so gehe es ihr mit diesem Stück.
Das Lüttringhauser Publikum war von der Musik be-geis­tert und schenkte dem Trio langanhaltenden Applaus.

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