(Ro./LMP) Am letzten Sonntag hatte das Presbyterium der Reformierten Gemeinde Ronsdorf zur Gemeindeversammlung an der Kurfürstenstraße 13 eingeladen. Rund 70 Gemeindemitglieder waren dem Ruf gefolgt und erfuhren zunächst vom Vorsitzenden des Presbyteriums Reinhard Beck, dass sich die Gemeinde mit ihren in 2025 noch immer 1.742 Mitgliedern über ausgesprochen gut besuchte Gottesdienste freuen könne. Hinsichtlich der guten Zusammenarbeit innerhalb der „Weggemeinschaft“ mit den Gemeinden Heckinghausen und Beyenburg-Laaken bestätigte er die Titelzeile der zu diesem Zeitpunkt gerade an die Haushalte verteilten Ausgabe des SonntagsBlatts von letzter Woche: „Miteinander, voneinander und füreinander lernen“ könne man durchaus als Motto für die Gemeinschaft übernehmen. Es gebe aber durchaus noch Bedarf an ehrenamtlicher Mitarbeit, da zurzeit viel Arbeit auf zu wenigen Schultern verteilt sei.
Eines der Themen, die von Beck in seinem Ausblick auf zukünftige Aufgaben genannt wurden, führte anschließend Mirjam Steinhard aus, die inzwischen für das Presbyterium nachberufen worden ist. So werde für das „Schutzkonzept“, in dem es um den Schutz vor sexualisierter Gewalt und sexuellen Belästigungen innerhalb der Kirche geht, an einer Neuauflage unter anderem eines Handbuchs, aber auch an einem Konzept für Präventionsschulungen gearbeitet.
Vikar Tim Germund wiederum stellte das neue „Konfi-Konzept“ der Gemeinde vor, das die Vorbereitung auf die Konfirmation ab dem Jahrgang 2027/28 auf ein Jahr begrenzen wird, wobei der inhaltlich vorgegebene Umfang aber beibehalten werden soll.
Friedrich Halbach warf als Finanzkirchmeister einen Blick auf die wirtschaftlichen Zahlen der Gemeinde. Er führte aus, dass in den letzten drei Jahren jeweils durchaus positive Ergebnisse erzielt werden konnten, was allerdings auch auf verhältnismäßig hohen Spendeneinnahmen basierte. Ausgleichszahlungen der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) für die Tätigkeit von Pfarrer Dr. Jochen Denker als Superintendent seien unter anderem in die Rücklagen der Gemeinde geflossen. Diese würden jedoch in absehbarer Zeit dringend benötigt. So plane man zum Beispiel eine Photovoltaikanlage für das Pastorat, eine neue Fassade für das Gemeindehaus und eine neue Beleuchtung des Kirchplatzes.
Hinsichtlich der Pfarrstellen der Gemeinden unterstrich Pfarrer Dr. Jochen Denker abschließend noch einmal die Bedeutung der „Weggemeinschaft“. Spätestens ab dem Jahr 2030 werde den Gemeinden nur noch jeweils eine halbe Pfarrstelle zugestanden. Heckinghausen (Pfarrerin Judith Denker) und Beyenburg-Laaken (Pfarrer Kai Berger) hätten ihre Pfarrstellen bereits auf 75 Prozent reduziert. Die Reformierte Gemeinde Ronsdorf komme mit seiner von Jochen Denker zu 50 Prozent besetzten Stelle und den aus Beyenburg mit Kai Berger „zugekauften“ 25 Prozent ebenfalls auf 75 Prozent. Die drei Gemeinden arbeiteten hier inzwischen unter anderem mit gemeinsamen Gottesdienstplanungen, die zum Beispiel einen regelmäßigen „Kanzeltausch“ vorsehen. Kai Berger werde zudem in Zukunft auch deutlich mehr Beerdigungen in Ronsdorf durchführen. An all das werde man sich gewöhnen müssen, schloss Pfarrer Jochen Denker.
KW23 | 07.06.2026
Weggemeinschaft wird immer wichtiger
Presbyterium der Reformierten Gemeinde berichtete




