KW29 | 19.07.2026

Wege im Talsperrenwald: Stadt bittet um Geduld

Das Ressort „Grünflächen und Forsten“ nimmt auf Nachfrage Stellung

Viele Spaziergänger:innen können sehr schlecht oder gar nicht auf dem groben Wegbelag gehen. (Foto: db)

(Ro./LMP) Sommer, Sonne, Hitzetage – schon kurz vor dem Beginn der Sommerferien sehnen sich viele Ronsdorfer:
innen nach Abkühlung im nahegelegenen Talsperrenwald. Doch das Vergnügen ist derzeit noch getrübt. In den letzten Tagen und Wochen erreichten unsere Redaktion immer wieder Leser:innenbriefe, in denen der Zustand der Waldwege rund um die Ronsdorfer Talsperre kritisiert und bemängelt wird. Nach Abschluss der um die Jahreswende durchgeführten Baumfällarbeiten sind die Wege im Wald nun zunächst mit einem groben Schotterkies bedeckt worden, der das Laufen für Mensch und Tier erschwert.
Vor Beginn der Maßnahme, bei der es darum ging, rund 1.000 Festmeter Holz aus dem Talsperrenwald abzutragen, um die Vielfalt der Baumarten nachhaltig zu stärken, hatten Mitarbeitende des städtischen Ressorts „Grünflächen und Forsten“ in einer Sitzung der Bezirksvertretung Ronsdorf angekündigt, dass eine endgültige Wiederherstellung der Waldwege erst im Sommer möglich wäre (das SonntagsBlatt berichtete). Grund genug für unsere Redaktion, jetzt einmal bei der Leiterin des Ressorts, Annette Berendes, nachzufragen.
Sie bestätigte gegenüber dem SonntagsBlatt, dass die Wege an der Ronsdorfer Talsperre von Seiten der Stadt nun vollständig instandgesetzt seien, der aktuelle Zustand jedoch noch nicht dem späteren Endzustand entspreche. Es werde etwas Zeit benötigen, bis sich die Wege durch das natürliche Zusammenspiel von Niederschlägen, Trockenphasen und der regelmäßigen Nutzung wieder zu der gewohnten, gut begehbaren Oberfläche verdichtet hätten: „Da es in den vergangenen Wochen nur wenig geregnet hat, bleibt der derzeitige Zustand der Wege naturgemäß länger bestehen. Erst durch den Wechsel von Regen- und Trockenphasen sowie die regelmäßige Befahrung und Nutzung verdichtet sich die Oberfläche und entwickelt den gewohnten Wegezustand. Wir bitten daher um etwas Geduld. Mit der Zeit wird sich die Wegeoberfläche weiter verdichten und der Nutzungskomfort spürbar verbessern“, so Annette Berendes.
Das Verfahren an sich sei seit Jahrzehnten in allen städtischen Wäldern bewährt und sei auch an der Ronsdorfer Talsperre bereits in der Vergangenheit angewendet worden, erklärt die Ressortleiterin weiter.
Ein weiteres Thema wird darüber hinaus wohl auch leider in diesem Jahr das Badeverbot an der Talsperre sein. So kann auch in den letzten Hitzewochen wieder beobachtet werden, dass einige uneinsichtige „Badegäste“ Abkühlung im Talsperrenwasser suchen. Das ist und bleibt verboten und wird im Zweifelsfall mit saftigen Geldstrafen geahndet. Zum einen kann das Baden in der Talsperre lebensgefährlich sein, denn die Gewässertiefe ist meist nicht beurteilbar und Anlagenteile unter der Wasseroberfläche – wie zum Beispiel Staumauervorsprünge – bergen eine hohe Verletzungsgefahr. Zum anderen liegt ein wesentlicher Grund für die Badeverbote im Umweltschutz. So ist gerade auch an der Ronsdorfer Talsperre schon das Betreten des Uferbereiches strikt untersagt, weil dadurch zum Beispiel die Bestände des einheimischen Edelkrebses geschützt werden sollen.

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