KW20 | 17.05.2026

Volles Haus im CVJM-Saal

Gemeinschaftskonzert der Lüttringhauser Chöre

Der Lüttringhauser Männerchor trug vier Stücke zum Chorkonzert bei. (Foto: LMP)

(Lü./LMP/PK) Fast alle Sitzplätze waren im CVJM-Saal an der Gertenbachstraße am vergangenen Samstag besetzt – wie eigentlich immer, wenn es zum alljährlichen Treffen der Lüttringhauser Chöre kommt. Im Beisein von Remscheids Oberbürgermeister Sven Wolf, der Lüttringhauser Bezirksbürgermeisterin Gerhilt Dietrich und dem Vorsitzenden des Lüttringhauser Heimatbundes Bernhard Hoppe, sorgte der Männergesangverein Niegedacht aus Herbringhausen für den gelungenen Auftakt des Konzerts. Unter der Leitung von Petra Rützenhoff-Berg präsentierte der Chor zunächst das Lied „Heimat (Rauschen die Quellen im Tagesgrund)“ aus der Feder des Komponisten Ernst Hansen. Nach diesem klassischen Chorstück folgten mit „Über sieben Brücken musst du geh’n“ schon etwas modernere Töne, bevor das Publikum bei Peter Schillings „Major Tom“ zum ersten Mal an diesem späten Nachmittag zum rhythmischen Mitklatschen animiert wurde. Die Vertonung des „Vater unser“ von Hanne Haller und Bernd Meinunger bildete den Abschluss des gelungenen Niegedacht-Auftritts.
Der Lüttringhauser Männerchor wusste im Anschluss daran unter der Leitung von Jürgen Harder mit vier recht unterschiedlichen Stücken zu überzeugen. Am Klavier durch den Lüttringhauser Kantor Martin Storbeck unterstützt, sang der Chor zunächst den Comedian Harmonists-Klassiker „Ein Freund, ein guter Freund“, der seinerzeit für den Film „Die Drei von der Tankstelle“ komponiert worden war. Es folgte eine gesungene Version des „Mitternachtsblues“, der als Instrumentalstück 1956 zum größten internationalen Erfolg des Film- und Unterhaltungskomponisten Franz Grothe avancierte. Richtig mitgerissen wurde das Publikum auch beim schwungvollen Vortrag von Franz Lehárs „Ach, die Weiber“ aus dessen Operette „Die lustige Witwe“. Zum Abschluss vor der Pause überraschte der Lüttringhauser Männerchor dann noch mit einer von Michael Kunze getexteten deutschen Version der Abba-Hymne „Thank you for the music“ – „Danke für die Lieder“ ging gut ins Ohr.
Nachdem sich das Publikum und so manche/r Singende/r in der Pause gestärkt hatte, begann der Lüttringhauser Frauenchor den zweiten Teil des Konzertes schon singend im Saal und ging so auf die Bühne. Der mehr als 20 Sängerinnen zählende Chor, ebenfalls von Petra Rützenhoff-Berg geleitet, begann sein Set mit
einem Stück, bei dessen Hören man geradezu unbewusst eine bestimmte Stimme im Ohr hat: Whitney Houston. Deren großer Hit „One moment in time“, geschrieben von Albert Hammond für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul, sangen die Frauen mit viel Herzblut. Und auch das folgende „Sound of silence“, die 1964 erstmals erschienene Paul-Simon-Komposition. trug der Lüttringhauser Frauenchor in einem komplexen Arrangement vor. Das Gespür für Dynamik machten die Sängerinnen in diesem Stück hörbar. Das eher melancholische Nena-Lied „Wunder geschehen“ musste dagegen etwas verblassen. Aber der Frauenchor samt seiner Leiterin ist professionell genug, mit einem „Knaller“ zu enden, und das machte er mit „I will follow him“, dem 1963 von Little Peggy March gesungenem Gospel, der erst knapp 30 Jahre später durch den Film „Sister act“ berühmt und bekannt wurde. Das Publikum hätte sehr gerne eine Zugabe gehört, der sehr knappe Zeitplan machte dies jedoch nicht möglich.
Den Reigen der Musik beendete der CVJM Posaunenchor Linde unter der bewährten Leitung von Holger Havemann. Beginnend mit einem Abba-Medley (mit „Dancing Queen“ und „Mamma Mia“ zum Ende) führten die Kompositionen über Chicagos Edelschnulze „Hard to say I’m sorry“, über den swingenden „Chattanooga Choo Choo“ zu Udo Jürgens, von dessen bekanntesten Kompositionen der Posaunenchor ebenfalls ein Medley intonierte.
Mit dem von allen Beteiligten gemeinsam mit dem Publikum gesungenen „Dank an die Freunde“ schloss der musikalische Nachmittag, der mit viel Applaus bedacht wurde.
Das nächste Gemeinschaftskonzert der Lüttringhauser Chöre wird in einem Jahr im Mai 2027 stattfinden.

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