KW42 | 18.10.2026

Vereine profitieren von „freien Mitteln“ der BV

Bezirksvertretung Ronsdorf behandelte am Dienstagabend viele wichtige Themen

Die Halteverbotszone an der Staasstraße – gegenüber der Bushaltestelle – ein wichtiges Thema in der BV. (Foto: LMP)

(Ro./LMP) Die Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Ronsdorf am letzten Dienstag verlief relativ unspektakulär. So wurde unter anderem einer Vorlage des Stadtentwicklungsausschusses empfehlend zugestimmt, den Bebauungsplan „Holthauser Straße“ bis zur Kreuzung an der Blutfinke zu erweitern, um den dortigen Straßenausbau zu sichern. Für die Halteverbotszone an der Staasstraße wurde ein Prüfauftrag beschlossen, ob dort ein zusätzlicher Randstreifen als Sperrfläche markiert und eine temporäre Ladezone zwischen sechs und sieben Uhr morgens eingerichtet werden kann. An der unteren Elias-Eller-Straße wünscht sich die BV einen zusätzlichen Kradparkplatz und auf dem Schulweg zur Erich-Fried-Gesamtschule eine farbliche Fahrbahnmarkierung zur Sicherung des Querungsbereichs. Ob der Grünstreifen an der Parkstraße – links und rechts der Zufahrt zum Sportplatz – offiziell als temporäre Parkzone benutzt werden kann, soll der Verkehrsausschuss prüfen lassen.
Darüber hinaus konnte die BV wieder Gelder aus dem zur Verfügung stehenden Topf „freier Mittel“ gewähren. Das Reparatur-Café „Machbar“ erhält 1.200 Euro für die Anschaffung einer Stickmaschine. Der Verein „M.i.R – Miteinander in Ronsdorf“ bekommt 1.500 Euro für die Materialkosten bei der Durchführung eines „Social Days“. Dem SV Jägerhaus-Linde werden wiederum 1.500 Euro für die Anschaffung von Abdeckplatten zugesprochen, um die Rasenfläche auf dem Bandwirkerplatz beim Weihnachtsmarkt zu schonen. Dem Bürgerbus-Verein wurden 1.500 Euro für die nötige Reparatur seiner beiden Fahrzeuge bewilligt.
Bei der Verwendung der Mittel aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz (GfG) konnte ein Antrag der CDU zur Aufstellung von Blumenlaternen im Bereich des Bandwirkerplatzes und des Aschewegs nicht beschlossen werden, da eine solche Maßnahme nicht durch das GfG abgedeckt wird. Der Sachverhalt soll nun geprüft werden. Die Aufstellung zweier orangefarbener Sitzbänke am Gerhard-Dürselen-Weg – als Zeichen gegen Gewalt an Frauen – führte zu einem kurzen Wortgefecht in der Sitzung. Die AfD-Fraktion erklärte, dass die Aufstellung solcher Bänke nicht das eigentliche Problem lösen könne. Zudem seien 70 Prozent der Frauen in Frauenhäusern nicht in Deutschland geboren und würden die Schrift auf den geplanten Bänken nicht lesen können. Die übrigen Parteien verwahrten sich gegen diese Einstellung und beschlossen den Antrag einmütig gegen zwei AfD-Stimmen. Einstimmig beschlossen wurde wiederum ein SPD-Antrag, einen Handlauf an der Treppe vom Bandwirkerplatz zur Straße am Markt zu installieren. Zur weiteren Ausrüstung des Spielplatzes Freymannstraße mit Spielgeräten wurden 20.000 Euro zusätzlich bewilligt, die auf die bereits beschlossenen 45.000 Euro zugeschlagen werden.

Anzeigen