(Ro./LMP) „Kunstrausch“ in Ronsdorf – das ist inzwischen am zweiten Samstag nach Ostern eine feste Größe im jährlichen Veranstaltungskalender. Und so machten sich die Ströme der an Kleinkunst und Kunsthandwerk Interessierten am vergangenen Wochenende wieder auf den Weg, um sich von den vielfältigen Aussteller:innen und Künstler:
innen zum Kauf ihrer Produkte inspirieren zu lassen.
Als wahrer Glücksgriff erwies sich dabei die Auswahl des diesjährigen Veranstaltungsortes, denn der „Kunstrausch“ fand zum ersten Mal in den Räumlichkeiten der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) an der Bandwirkerstraße 28-30 statt. So hatten in den großzügig geschnittenen Räumen über drei Etagen und auf den Freiflächen rund um das Gebäude diesmal sage und schreibe 85 Ausstellungsstände Platz – so viele wie noch nie.
Dass dieser Ronsdorfer Kreativmarkt bekannt und beliebt ist, zeigen nicht nur die mehr als 150 Bewerbungen, die es im Vorfeld für eine aktive Teilnahme gegeben hatte. Die Herkunftsorte der Ausstellenden beweisen ebenfalls, dass der „Kunstrausch“ nicht nur in Wuppertal, sondern weit über die städtischen Grenzen hinweg eine echte Bereicherung für die Kunst- und Kulturszene ist. An den Ständen der jeweiligen Künstler:innen waren nicht nur unter anderem Remscheider und Schwelmer Adressen zu finden, sondern zum Beispiel auch Orte wie „Menden“ und „Kalletal“. Der gute Ruf des „Kunstrausch e.V.“ ist also inzwischen bis ins Sauerland und ins Lipper Bergland vorgedrungen.
Das aktive Organisationsteam des Kunstrausch e.V. mit Ute Scholl-Halbach, Frank Höhle, Angela Höhle, Asta Schlüter und Konstanze Kollera war an diesem Tag von 1.000 Gästen ausgegangen. Diese Zahl dürfte den bloßen Beobachtungen zufolge noch übertroffen worden sein. So flanierten die Besuchenden unentwegt durch die Räume und Gänge, um die unterschiedlichsten Produkte zu begutachten. Von Glas- und Keramikkunst über Gemälde, Collagen und handbemalte Passepartouts, bis zu feinsten Juwelierarbeiten, handgefertigten Lampenschirmen, Taschen und 3D-Postkarten reichte das Angebot. Achtsamkeitssteine, Lavendelsäckchen, handgedrechselte Holzkugelschreiber und Schneidebretter fanden ebenso interessierte Käufer:innen. Handgewebte Produkte durften natürlich gerade in Ronsdorf auf dem Markt nicht fehlen.
Das Ambiente der FeG-Räume war für einen solchen Kreativmarkt ebenfalls wie gemacht – so lud alleine schon die große Cafeteria zum Ausruhen und Verweilen ein, während die Kinder beim beliebten Kinderschminken und dem Riesen-Mikado beschäftigt waren. Absolut stimmig war auch die musikalische Untermalung an diesem Tag. Das Duo „Jackpot“ mit Dirk Knapp an der Gitarre und Achim Andreß am Keyboard sorgte mit seinen instrumental gespielten amerikanischen Swing- und Jazz-Standards á la Benny Goodman und Frank Sinatra wie bereits in den Vorjahren für dezente Unterhaltung. Dabei fanden auch Musikinteressierte ihre Nische auf diesem Kreativmarkt, denn „Jackpot“ spielt alte Gretsch- und Gibson-Gitarren, nutzt einen originalen Fender-Verstärker von 1969 – und kombiniert diese alten Schätzchen mit modernster Computer-Technik.
Der „Kunstrausch“ bot also wieder einmal für jeden etwas. Der „zweite Samstag nach Ostern“ dürfte auch für 2027 schon jetzt in den Kalendern vorgemerkt sein.
KW17 | 26.04.2026
Über 1.000 Gäste beim diesjährigen Kunstrausch
Die Räumlichkeiten der Freien ev. Gemeinde boten ein tolles Ambiente




