KW09 | 01.03.2026

Positive Entwicklung laut Jahreshauptversammlung

Ronsdorfer Bandwirker-Bad feiert 15-jähriges Bestehen in Eigenverantwortung

Bei der JHV in der Freien evangelischen Gemeinde zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden (v.li.-re.): Thomas Heider (Betreibergesellschaft BaRon), Klaus Mechow (2. Vorsitzender des Fördervereins), Elke Buchholz (1. Vorsitzende des Fördervereins) sowie Steffen Hellmig (Kassenwart des Fördervereins) und Selina Hunze. (Foto: db)

(Ro./PK) Die Jahreshauptversammlung (JHV) des Fördervereins Bandwirker-Bad war eine durch und durch harmonische Veranstaltung, die am Dienstagabend im Gemeindesaal der Freien evangelischen Gemeinde an der Bandwirkerstraße stattfand. Da es in diesem Jahr keine Wahlvorgänge gab, konnte man sich in-haltlich der Entwicklungsgeschichte des Bades widmen.
Zum Thema „15 Jahre Bandwirker-Bad – Wie alles begann“ erklärte die 1. Vorsitzende des Fördervereins, Elke Buchholz, dass Christel Auer von Anfang an dabei gewesen sei. Sie wisse über die Anfänge sehr viel und deshalb habe man sie zur Jahreshauptversammlung eingeladen.
Christel Auer, 1. Vorsitzende des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins, hat viele gute Erinnerungen an diese Zeit. Im Jahre 2008, so Auer, habe die Stadt Wuppertal Sparmaßnahmen durchführen müssen, von denen die Schwimm­­bäder besonders betroffen gewesen seien. Schließungen drohten und wurden hier und da auch durchgeführt. Also habe der Heimat- und Bürgerverein beschlossen, erinnerte sich Auer, einen Förderverein zu gründen, dessen vorderster Zweck war, dass Ronsdorfer Bad, das damals noch nicht Bandwirker-Bad hieß, in die Zukunft zu führen. Dabei spielten der ehemalige Kämmerer Wuppertals Johannes Slawig sowie Erika Tracht, verdiente Persönlichkeit im Wuppertaler Sport, eine Rolle. „Aber so eine Gründung ist leichter gesagt als getan“, wusste Christel Auer. Man brauchte zumindest sieben Mitglieder und musste eine wichtige Frage lösen: Wer macht was? Das sei dann teilweise eine langwierige Sache. Aber die Ronsdorfer wollten mitmachen, und so kam es, dass im Oktober 2010 die Gründungsversammlung stattfinden konnte. Und auch der Name des Bades war schnell gefunden: „Ronsdorf ist halt eine Bandwirker-Stadt, und da lag diese Namensgebung nah. So ging das dann los“, freute sich Auer. Die Vorstände des Bades hätten alle sehr umsichtig agiert. Heute – 15 Jahre später – sei sie sehr froh, dass es in diesem Sinne weitergehe.
Kassenwart Steffen Hellmig gab anschließend Auskunft über die Mitgliedszahlen des Vereins. Insgesamt habe man aktuell 656 Mitglieder. Ende 2025 waren es noch 647 gewesen. Neun neue Mitglieder seien im Januar 2026 hinzugekommen. Anwesend waren an diesem Abend 41 stimmberechtigte Mitglieder.
Die finanzielle Situation des Bandwirker-Bades muss man als solide bezeichnen. Grundsätzlich gilt, dass der Betrieb eines Bades hoch kostenintensiv ist. Schon bei der Auswechslung eines Rohres ist oft direkt eine fünfstellige Summe zu zahlen. Legt man das Jahres-Spendenaufkommen von et­wa 73.000 Euro zugrunde, erscheint solch ein Betrag zur Erhaltung des Bades als durchaus angemessen. Das Vermögen betrug Ende 2024 108.000 Euro, Ende 2025 129.000 Euro. Das ist die Folge einer seriösen Finanzpolitik des Vereins. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Auch 2026 werden diverse Veranstaltungen des Bandwirker-Bades stattfinden. So steht im April der Schwimm-Olymp wieder auf der Agenda. Ebenso wird sich der Verein am Ronsdorfer Weinfest beteiligen (21. bis 23. August). Im März gibt es das Eier- und im November das Wurstlotten – beides Traditionsveranstaltungen, die extrem beliebt sind. Diese Abende sollen im Restaurant L‘Ancora stattfinden.
Thomas Heider von der Betreibergesellschaft BaRon erstattete Bericht über durchgeführte Arbeiten am Bandwirker-Bad. Er informierte über zehn Maßnahmen in den Jahren 2025 und 2026, die von der Erneuerung eines Abwasserrohres bis zur Entfernung störender Graffitti reichten. „Dank der Zuwendung des Fördervereins, und hier spreche ich von 100.000 Euro jährlich, ist es uns gelungen, bis zum heutigen Tag vier Millionen Euro in die Modernisierung des Bandwirker-Bads zu stecken. Und das, glaube ich, ist schon eine Hausnummer“, schloss er.

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