KW31 | 02.08.2026

Mehr Sicherheit durch eigene Sichtbarkeit

Polizei Wuppertal gab Tipps zur Verkehrssicherheit im Seniorentreff Ronsdorf

Polizeihauptkommissarin Anja Monse verteilte im Seniorentreff reflektierende Armbänder an die Gäste. (Foto: LMP)

(Ro./LMP) „Geben Sie Fahrzeugführern die Chance, dass man Sie wahrnimmt. Machen Sie auf sich aufmerksam!“ – Das war eine der zentralen Botschaften, die Polizeihauptkommissarin Anja Monse den Gästen des Seniorentreffs am Mittwoch vermittelte. Monse, die bei der Polizei Wuppertal für Verkehrsunfallprävention zuständig ist, war auf Einladung des Sozialen Hilfswerks Ronsdorf (SHW) an die Erbschlöer Straße 4 gekommen, um mit ihrem Vortrag „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ auf die Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen, von denen gerade auch ältere Menschen betroffen sind.
Die Polizistin verwies darauf, dass sich Seniorinnen und Senioren ihre lange Erfahrung zunutze machen sollten, weil sie bestimmte Situationen schon so oft erlebt haben, dass sie diese leichter vorausahnen könnten.
Doch die Verkehrssicherheit beginne auch schon damit, sich selbst zu hinterfragen, wenn es darum gehe, ein Fahrzeug zu führen. Wenn möglicherweise die Reaktionsfähigkeit nachlasse und das Seh- und Hörvermögen eingeschränkt sei, solle man für sich die Entscheidung treffen können: Ich fahre jetzt besser nicht mehr, weil die Gefahr zu groß ist, dass ich Unbeteiligte gefährde.
Der Schwerpunkt des Vortrags lag deshalb auf Ratschlägen, wie sich Fußgänger:innen für Auto- und LKW-Fahrer:innen besser bemerkbar machen können. Wichtig sei es, so Anja Monse, sich gut sichtbar an den Straßenrand zu stellen und den Blickkontakt mit den Fah­rer:innen zu suchen.
An Stellen, die wegen parkender Autos unübersichtlichen sind, solle man lieber einen vielleicht zwanzig Meter weiteren Weg in Kauf nehmen, um dann sicherer die Straße überqueren zu können.
Zum Thema „Sichtbarkeit“ hatte die Hauptkommissarin an diesem Nachmittag interessantes Anschauungsmaterial mitgebracht. So gibt es – neben den hinlänglich bekannten reflektierenden Armbändern und Anhängern – inzwischen auch Stoffe und Wolle, in denen reflektierendes Material enthalten ist.
Wie in einem eingespielten Film des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC) gezeigt wurde, ist dunkle Kleidung bei Dunkelheit nur 25 Meter weit sichtbar, helle Kleidung erhöht die Sichtbarkeit schon auf 40 Meter. Reflektierende Kleidung dagegen ist bereits aus 140 Metern Entfernung erkennbar.
Das wirke aber nicht bei Nebel, erklärte Anja Monse. In solchen Situationen sei farbige Kleidung die beste Lösung und zwar in Farben, die nicht zum normalen Straßenbild gehören. Dass das Thema auf den Nägeln der Ronsdorfer:innen brennt, zeigten die vielen Fragen, die Anja Monse und ihr ebenfalls anwesender Chef, Polizeirat Christoph Sonntag, seines Zeichens Direktionsleiter „Verkehr“ der Wuppertaler Polizei, nach dem rund 45-minütigen Vortrag beantworten konnten.

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