KW12 | 22.03.2026

Glückwünsche und Dankeschön

Presbyterium der Ev. reformierten Gemeinde gratuliert

Bei der Verabschiedung von Ilka Federschmidt durch Präses Latzel war der komplette Kreissynodalvorstand (KSV) anwesend. (Foto: JoB)

(Ro./SK.) Die Synode des evangelischen Kirchenkreises Wuppertal wählte im Herbst letzten Jahres Pfarrerin Katharina Pött und Pfarrer Dr. Jochen Denker als Team in das Superintendentenamt gewählt. Am 15. März 2026 wurden sie in einem Gottesdienst in der Gemarker Kiche in ihr Amt eingeführt. Beide bleiben mit jeweils einer halben Stelle in ihren Kirchengemeinden tätig. Dieses geteilte Leitungsmodell verbindet Gemeindepfarrdienst und Kirchenleitung. So soll Nähe bleiben sowie Raum für Vielfalt und Kreativität geschaffen werden. Jochen Denker formulierte es so: „Als Superintendent, der gleichzeitig noch fest mit seiner Gemeinde als Pfarrer verbunden ist, bekomme ich hautnah mit, was unsere Gemeindeglieder und Presbyterien an der Basis bewegt.“
Diese Einschätzung teilt das Presbyterium der ev. reformierten Gemeinde Ronsdorf: „Jochen Denker ist ein herausragender The­o­loge mit einem kritischem Blick auf kirchliche Strukturen. Außerdem ist er ein leidenschaftlicher Gemeindepfarrer und empathischer Seelsorger. Daher passen die neue Aufgabe und die neue Struktur perfekt. Wir sind froh, dass er uns trotz der neuen Funktion als Gemeindepfarrer erhalten bleibt. Uns ist aber auch klar, dass wir ihn entlasten müssen, damit er beiden Aufgaben gerecht werden kann.“
Das Presbyterium gratuliert Katharina Pött und Jochen Denker von ganzem Herzen und wünscht ihnen für die neue Aufgabe Kraft, Freude und Erfolg. „Möge Gottes Segen sie auf all ihren Wegen begleiten“, so die Segenswünsche des Presbyteriums.
Das neue Team der Kirchenleitung möchte den Kirchenkreis in eine Zukunft führen, in der Kirche als nah, lebendig und gemeinschaftlich gestaltet erlebt wird. „Wir brauchen eine Kirche, in der Menschen gemeinsam ihren Glauben leben, seelsorglich füreinander da sind und diakonisch-nachbarschaftlich zusammenhalten“, so Jochen Denker in der gemeinsamen Bewerbung auf das Superintendentenamt. Es gehe auch darum – so Katharina Pött – Strukturen zu schaffen, die Selbstwirksamkeit und Beteiligung fördern: „Bürokratische Hürden dürfen uns nicht lähmen. Kirche lebt davon, dass Menschen mutig gestalten und Verantwortung übernehmen.“
Die beiden haben eine gemeinsame Perspektive: „Wir brauchen eine Kirche, die flache Hierarchien, Flexibilität, Experimente und selbstwirksames, ehrenamtliches Tun in allen kirchlichen Handlungsfeldern ermöglicht.“ Diesen Weg geht die Ev. reformierte Gemeinde Ronsdorf bereits seit vielen Jahren. Und wird es auch in Zukunft gerne tun.
Am 15. März verabschiedete sich Ilka Federschmidt nach 16 Jahren als Wuppertaler Superintendentin in den Ruhestand. Rückblickend sagte sie, es sei die beste Entscheidung ihres Lebens gewesen, Pfarrerin zu werden. „Es ist ein toller Beruf mit ganz viel Kreativität. Man kann seinen Glauben und seine Überzeugung zum Beruf machen.“
In diesen 16 Jahren musste Ilka Federschmidt viele Umbrüche gestalten, kontroverse Diskussionen moderieren, innovative Impulse geben, neue Hoffnung stiften und Glauben vermitteln. „Das ist Ilka Federschmidt mit Bravour gelungen. Und das unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen“, so das Presbyterium. Es sei ihr wichtig gewesen, die Stimme der evangelischen Kirche in gesellschaftliche Diskussionen einzubringen und Brücken zu bauen. Eine Gesellschaft, die allen Menschen die gleiche Würde zuerkennt, war ihr ein Herzensanliegen.
„Wir danken Ilka Federschmidt von ganzem Herzen für ihr großes Engagement. Sie hat vieles und viele bewegt. Die evangelischen Christinnen und Christen sowie alle Menschen in unserer Stadt haben ihr viel zu verdanken. Sie war und ist ein Segen. Gott sei Dank“, so das Presbyterium der Ev. reformierten Gemeinde Ronsdorf.

Anzeigen