KW18 | 03.05.2026

Germania holt wichtige Punkte

Drei Zähler für den 4:2-Derbysieg gegen den TSV Ronsdorf

Hier hat Germane Levin Ceylan ( re.) noch das Nachsehen gegen Sebastian Schmieta (Ronsdorf). Wenig später traf er zur 3:1-Führung für die Platzherren. (Foto: LMP)

(Ro./LMP) Der TSV Ronsdorf trotz neun siegloser Spiele in Folge eigentlich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, die SSV Germania mit dem Rücken zur Wand auf einem Abstiegsplatz – das waren die Eingangsbedingungen vor dem Derby der beiden Teams am vergangenen Sonntag auf dem Freudenberg.
200 Zuschauende sahen nach einem kurzen Abtasten einen starken Beginn der Zebras in roten Trikots. Ronsdorf setzte die Germanen schon beim Spielaufbau an deren eigenem Strafraum unter Druck. In der 10. Spielminute klingelte es zum ersten Mal im Kasten des SSV, doch der Treffer von Yannick Hünninghaus wurde von Schiedsrichter Mohamed Wahbi wegen eines vermeintlichen Handspiels aberkannt.
Der TSV gab weiter Druck auf den Kessel. Immer wieder brach Habib Camara auf dem rechten Flügel durch, ein ums andere Mal eroberten Phil Ketzscher und Felix Suhre Bälle, um die lauernden Stürmer zu füttern. Trotzdem verging eine halbe Stunde, bis Hünninghaus das längst überfällige 0:1 für die Gäste aus Ronsdorf markierte.
Neun Minuten später dann der zu diesem Zeitpunkt noch völlig überraschende Ausgleich: Nach einer Unaufmerksamkeit der Zebras schnappte sich Levin Ceylan das Leder und setzte Benedikt Steven mustergültig in Szene. Steven fackelte nicht lange und sorgte für das 1:1. Aufmerksam Beobachtenden konnte nicht entgehen, dass die Ronsdorfer daraufhin mit hängenden Köpfen zurück zum Anstoßkreis schlichen – der Treffer der Germania hatte offensichtlich seine psychologische Wirkung bei den TSVern nicht verfehlt. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass die SSV Germania in der zweiten Hälfte deutlich mehr Biss zeigen konnte. Schon in der 48. Minute versuchte sich Hazim Dezic mit einem Weitschuss von knapp außerhalb der Ronsdorfer Strafraumgrenze und ließ Zebra-Torhüter Robin Schworm keine Chance – 2:1 für Germania. Ronsdorf wehrte sich nun wieder verbissen und versuchte die Hände zurück ans Steuer zu bekommen. Doch dann war es in der 55. Minute wieder Levin Ceylan, der einen sehenswerten Konter zum 3:1 für die Freudenberger abschloss.
Das sollte es für die Zebras aber noch nicht gewesen sein: Drei weitere Minuten später kam der TSV durch einen von Yannick Hünninghaus verwandelten Foulelfmeter noch einmal auf 3:2 heran. Nun wurde es zum offenen Schlagabtausch, bei dem Ronsdorf durchaus mehr Ballbesitz vorweisen konnte, was allerdings im Fußball bekanntlich keine Punkte einbringt. Anders als der Treffer von Enes Hirlak, der in der 74. Minute zu einem Weitschuss ansetzte. Der Ball senkte sich in einem langen Parabelflug zum 4:2 für Germania in den Ronsdorfer Kasten. Die wütenden Angriffe der Zebras in der Schlussviertelstunde wurden von den tapfer kämpfenden Germanen sämtlich abgewehrt, so dass es bei den wertvollen drei Punkten für die SSV blieb. Germania verlässt damit zunächst die Abstiegsplätze und liegt punktgleich mit Hackenberg vor dem Relegationsplatz. Der TSV dagegen bestätigt nach nun zehn sieglosen Spielen seinen Abwärtstrend und ist nur sieben Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt, was bei noch fünf ausstehenden Spielen langsam Anlass zur Sorge gibt.

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