KW02 | 11.01.2026

Fest zum Jahresende im Verein MiR

Dank an Ehrenamtliche und Abschied des Mitarbeiters Wilfried Roskamp

(Foto: privat)

(Ro.) Viele Ehrenamtliche engagieren sich im Verein „Miteinander in Ronsdorf“ (MiR) und erfüllen dabei die verschiedensten Aufgaben von zupackender Arbeit im großen Garten auf einem Garagendach im Mohrhennsfeld und im „Indoorspielplatz“ im Kellersfeld über Planungs- und Koordinationsaufgaben in der Integrationsarbeit und Teilnahme an besonderen Aktionen wie zum Beispiel einem Stand auf dem Ronsdorfer Weihnachtsmarkt. Dabei arbeiten geflüchtete „Neubürger:innen“ in Ronsdorf intensiv zusammen mit „Alteingesessenen“. Diese waren alle eingeladen zu einem Fest mit gemeinsamem Essen im Gemeindezentrum der Reformierten Gemeinde. Am gleichen Abend wurde der hauptamtliche Mitarbeiter Wilfried Roskamp, der fast vier Jahre lang nach seinem offiziellen Rentenbeginn mit voller Kraft als Community Networker im Rehsiepen gearbeitet hat, verabschiedet.
Nach der zweisprachigen Begrüßung – deutsch und arabisch – durch Mirjam Steinhard von der Reformierten Gemeinde und der Community Networkerin Abeer Alhayek stellte der Vorsitzende des Vereins, Sebastian Straßburger, Pastor in der Freien Evangelischen Gemeinde Ronsdorf, eine wichtige These an den Anfang seiner Ansprache: „Ronsdorf ist besser, wenn viele mitarbeiten.“ Er blickte zurück auf Highlights des Vereins MiR e.V. im vergangenen Jahr, die ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen nicht möglich gewesen wären: Sprachkurse, die auch im neuen Jahr unter neuem Konzept weiterlaufen können, Feste wie das Nachbarschaftsfest im Rehsiepen und viele weitere Angebote für Kinder und Erwachsene. Durch den Einsatz von Ehrenamtlichen beim Ronsdorfer Weihnachtsmarkt konnten Spendengelder eingeworben werden, die auch im kommenden Jahr die Nutzung des „Indoorspielplatzes“ im Kellersfeld, für den nun Miete erhoben wird, möglich machen. Er motivierte die Anwesenden mit den Worten: „Wir können Problemen anders begegnen als durch ständiges Meckern. Das machen wir hier. Ihr dürft euch auch selber danke sagen und euch kräftig applaudieren!“
Weiter stand der Abschied von Wilfried Roskamp im Zentrum des Festes. Auch er war lange vor seiner hauptamtlichen Tätigkeit – nämlich seit 2015 – ehrenamtlich tätig und wird dies auch bleiben. Sebastian Straßburger bedankte sich für seine stets zupackende Arbeit, die vielen Ideen, die er stets einbrachte, auch wenn sich nicht immer jede einzelne umsetzen ließ. Roskamp sei nie zufrieden mit dem Status Quo gewesen, seine Energie habe er seinem Glauben und dem Motto „Hoffnung pflügt die Welt“ zu verdanken. Roskamps Kollegin Abeer Alhayek fand sehr herzliche Worte des Dankes und kündigte die Süßigkeiten an, die Frauen aus dem Rehsiepen für ihn als Dankeschön mitgebracht hatten.
Wilfried Roskamp selbst vermittelte in seiner Dankesrede wichtige Hintergründe aus seiner Biografie. Sein Vater sei selbst ein Flüchtling nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen. Als sein Sohn habe er vieles mitbekommen vom Schmerz über den Verlust der Heimat, von der Suche nach einer neuen Heimat und dem Aufbau des neuen Hauses und der Familie in Remscheid. Schon früh habe der Vater Zimmer an Gastarbeiter vermietet, die nicht nur zu Weihnachten willkommen waren am Tisch der Familie. Dies alles sei seine Motivation für die Mitarbeit bei „Miteinander in Ronsdorf“ gewesen – ebenso wie sein Glaube: „Wir sind von Gott geliebt. Wenn Liebe im Herzen ist, kann ich sie auch weitergeben.“ Allen Anwesenden und besonders seiner bisherigen Kollegin Abeer Alhayek dankte Roskamp von Herzen.
Der festliche Rahmen der Veranstaltung wurde besonders mitgeprägt durch eindringlichen und sensiblen Gesang mit Gitarrenspiel durch Gerhard von der Heyden.

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