(Ro./LMP) In der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Ronsdorf berichtete Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes am Dienstag zunächst unter anderem, dass der Mehrgenerationenpark im März, spätestens jedoch nach Ostern eingeweiht werden könne.
Auch die Sanierung der Spielplätze auf Ronsdorfer Gebiet sei auf dem besten Weg. Bereits für die nächste Sitzung der BV am 21. April hatte Scheuermann-Giskes einen Vorschlag parat, der von allen Mitgliedern unterstützt wurde. Zu Beginn einer jeden BV-Sitzung sollen ab sofort Bürger:innen die Möglichkeit bekommen, in einem ersten Tagesordnungspunkt jeweils von 18.00 bis 18.20 Uhr Fragen an die Bezirksvertretung zu richten – ohne vorherige schriftliche Eingabe. Interessierte Bürger:innen können sich vorab unter der E-Mail Harald.Scheuermann-Giskes@BV.Wuppertal.de anmelden.
Im weiteren Verlauf der Sitzung sprach die BV einstimmig – bei zwei Enthaltungen – eine Empfehlung für einen Elektro-Ladesäulenstandort an der Blombachstraße 3 aus. Es handelt sich hier um eine unbefestigte Parkfläche, die insbesondere von Sparkassen- und Einzelhandelskund:innen genutzt wird. Unabhängig von dieser Beschlussvorlage des städtischen Ressorts „Klima und Nachhaltigkeit“ sind weitere Ladesäulenstandorte bereits im Gespräch, zum Beispiel auf öffentlich zugänglichen Schulparkplätzen, wie an der Erich-Fried-Gesamtschule. Diese Parkplätze fallen jedoch in den Zuständigkeitsbereich des Gebäudemanagements der Stadt, das wiederum eine potenzielle Nutzung an die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) abgetreten hat.
Thematisiert wurde zudem ein Antrag von Bündnis 90/ Grüne, im Bereich Rehsiepen einen öffentlichen Grillplatz zu errichten. Hierzu gibt es bereits einen Vorschlag des Vereins „Miteinander in Ronsdorf (M.i.R)“, der die Freifläche zwischen dem Spielplatz und den Häusern Mohrhennsfeld 14 und 16 dafür vorsieht. Da es sich dabei jedoch um ein Privatgelände des Bauträgers „Grand City Property“ handelt, wurde der Antrag als Prüfauftrag an das städtische Ressort „Freiraumplanung/Grünflächen“ umformuliert und dann bei einer Enthaltung einstimmig beschlossen.
Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Empfehlung, an der Erich-Fried-Gesamtschule (EFG) eine temporäre Lehrküche einzurichten.
Die Einrichtung einer Lehrküche ist in Folge der auf fünf Jahre befristeten Zugerweiterung der EFG zwingend erforderlich, um entsprechende Auflagen der Bezirksregierung Düsseldorf zu erfüllen. Die für die Baukosten und die schulische Ausstattung veranschlagten 1.534.000 Euro sind im Wirtschaftsplan- und Haushaltsplanentwurf bereits berücksichtigt.
Für eine Diskussion des Haushaltsplanentwurfs 2026/27 sowie des Haushaltssicherungskonzepts für die kommenden Jahre insgesamt verständigte sich die BV darauf, hierfür eine Sondersitzung anzusetzen.
Mit zwei Gegenstimmen beschloss die BV eine Empfehlung des städtischen Ressorts Straßen und Verkehr, auf der Elias-Eller-Straße (auf den etwa 285 Metern zwischen den Hausnummern 9 und 60) eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer umzusetzen. Damit würde dieser einzige Tempo-50-Abschnitt innerhalb der ansonsten gültigen Tempo 30-Zone angepasst und diese Lücke somit geschlossen werden. Eine Entscheidung darüber fällt nun am 10. Februar im Verkehrsausschuss.
Für Diskussionen sorgte die Vorlage des Stadtbetriebs Schulen über den Ausbau von OGS (Offene Ganztagsschule)-Plätzen in den Wuppertaler Grundschulen. Die beiden Ronsdorfer Grundschulen Echoer Straße und Engelbert-Wüster-Weg haben für das Schuljahr 2026/27 einen zusätzlichen Bedarf von 125 (Echoer) und 27 (Engelbert Wüster) OGS-Plätzen, sind aber in der Planung des Stadtbetriebs nicht berücksichtigt worden. Insgesamt kommt Ronsdorf damit auf eine Relation von 49 Prozent OGS-Plätzen im Verhältnis zu den gemäß der Statistik von 2024 eigentlich erforderlichen. Während am Engelbert-Wüster-Weg 75,8 Prozent und an der Ferdinand-Lassalle-Straße immerhin 57,6 Prozent der erforderlichen Plätze angeboten werden können, geht die Echoer Straße in den Plänen leer aus. Grund dafür sei der akute Platzmangel, wie die schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion Susanne Giskes in der BV-Sitzung ausführte. Für den Betrieb einer Offenen Ganztagsschule seien eine angeschlossene Mensa und Räumlichkeiten, in denen die Schüler:innen ihr Essen zu sich nehmen können, erforderlich. Dafür gebe es an der Echoer Straße jedoch keinen Platz.
Beschließen konnte die BV die für das Jahr 2026 beantragten Veranstaltungen auf dem Bandwirkerplatz: Am 19. und 20. Juni richtet der Heimat- und Bürgerverein (HuB) ein „Dorffest“ und am 18. Juli ein „Kinderfest“ aus. Gemeinsam mit dem Förderverein des Bandwirkerbads wird der HuB vom 21. bis 23. August das „10. Ronsdorfer Weinfest“ veranstalten. Die kleinen Weihnachtsbäumchen der Ronsdorfer KiTas und Kindergärten sollen am 4. Dezember wieder aufgestellt werden und vom 4. bis 6. Dezember wird der SV Jägerhaus-Linde den diesjährigen Weihnachtsmarkt auf dem Bandwirkerplatz ausrichten.
Nachdem Harald Scheuermann-Giskes bereits zu Beginn der Sitzung allen Veranstaltenden der Feste im vergangenen Jahr gedankt hatte, richtete sein Stellvertreter Dirk Müller an dieser Stelle ebenfalls seinen Dank an alle Beteiligten, die mit ihrem Einsatz bei der Umsetzung der Veranstaltungen in Ronsdorf die Lücke des in Auflösung befindlichen Vereins „W.i.R. – Wir in Ronsdorf“ schließen. So hat sich auch für die Installation der alljährlichen Weihnachtsbeleuchtung inzwischen ein neuer Verein gegründet, der sich „Kulturgut Ronsdorf“ nennt.
KW06 | 08.02.2026
Bezirksvertretung: Sehr ambitioniertes Programm
Die wichtigsten Empfehlungen und Beschlüsse der BV im kurzen Überblick




