(Lü./PK) Das Bergische Chorfest machte am Wochenende im beschaulichen Lüttringhausen Station. Der Saal im CVJM-Haus war gut gefüllt. Dirk van Betteray, Vorsitzender des Vereins Bergisches Chorfest, begrüßte alle teilnehmenden Sängerinnen und Sänger und zelebrierte mit diesen einen dreistimmigen Kanon.
Sodann ging es an die Vorstellung der Gesang-Ensembles. Das Sextett „Vokal im Tal“, geleitet von der in Russland geborenen Mezzosopranis-tin Galina Gurieva begann mit „May it be“, einem Stück der irischen Sängerin Enya, bewegte sich über „So soll es bleiben“ (Ich & Ich) und „Love is all around“ (Wet Wet Wet) bis hin zum finalen „La Bamba“ von Richie Valens.
Als Intermezzo hatte man den bekannten und beliebten Tenor Stefan Lex angefragt, der zusagte, obwohl er, wie er selbst unter dem Gelächter aus dem Publikum sagte, „kurz vor dem Zerfallsdatum“ stehe. Er sang „Zwei Märchenaugen“ aus der Operette „Die Zirkusprinzessin“ von Emmerich Kálmán sowie eine der großen Tenorstücke von Franz Lehar: „Freunde, das Leben ist lebenswert“. Begleitet wurde Lex von seiner Frau Sigrid Althoff am Piano.
Gespannt erwartet wurde der Auftritt des Wuppertaler Chores TonTaler, der unter der Leitung der Brasilianerin Aline Sardoa ein zum Teil neues Programm einstudiert hat, das einen großen Spagat zwischen Anton Bruckner und „a-ha“ hörbar machte. Der fünfzehnköpfige Chor, der bei Mozarts „Lacrimosa“ leichte Tonhöhenprobleme hatte, bewies in der a-cappella-Version des Riesenhits „Take on me“ der norwegischen Popgruppe „a-ha“, das er fetzige und groovige Nummern erstklassig darbringen kann. Auch Adeles „Skyfall“ klang angemessen tragisch. Bruckners Motette „Locus iste“ (Dieser Ort) sangen die TonTaler tadellos.
Nach der Pause bewiesen die „Chornissen“ aus Rösrath unter der Leitung von Christina Eiswirth ihr Gespür für singbare Popmusik-Melodien. So ging es von „Sweet Dreams“ (Eurhythmics) und „Aint no sunshine“ (Bill Withers) bis zum quirligen Hit der Rockgruppe Queen „Dont stop me now“.
Nachdem Stefan Lex in Consuelos Velásquez‘ „Besame mucho“ gleichsam gebadet hatte, leitete er den „CHOR!“, das Vokalensemble Stefan Lex, noch einmal von Sigrid Althoff am Piano begleitet. Das Repertoire des Chores besteht aus klassischen Melodien von Mozart, Rossini und Mendelssohn bis hin zur balladesken Popmusik von Simon & Garfunkel („Bridge over troubled water“). Aber auch Kunstlieder („Sternennacht“) und das Steigerlied beherrscht der CHOR!
Alle Anwesenden sangen zum Abschluss des Bergischen Chorfestes in Lüttringhausen das gemeinsame Lied „Alle Vögel sind schon da“, ein Zeichen, dass der Frühling unwiederbringlich im Bergischen Land angekommen ist.
KW17 | 26.04.2026
Bergisches Chorfest Lüttringhausen
Drei Chöre und ein Tenor begeisterten das Publikum




