(W./LMP) Das hatte es seit fast auf den Tag genau 27 Jahren nicht gegeben. Dabei hatte die letzte Sonnenfinsternis am 11. August 1999 an einem in Wuppertal wolkenverhangenen Tag stattgefunden, der damals Beobachtungen dieses Spektakels kaum zuließ. Das war am Mittwochabend anders, als sich die Sonne zwei Stunden lang an einem völlig wolkenlosen Himmel verdunkelte. Überall in Ronsdorf und Umgebung versammelten sich Menschen, um das seltene astronomische Ereignis mitzuerleben, wenn sich der Mond auf seiner Umlaufbahn genau zwischen Sonne und Erde schiebt.
Einige Hundert waren denn auch auf die benachbarte Südhöhe gepilgert, um die Sonnenfinsternis auf dem Küllenhahn zu beobachten: Das im Schulzentrum Süd ansässige Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) hatte aufgrund der anstehenden Ereignisses seine Sternwarte auf dem Dach des Schulgebäudes geöffnet.
Wer wollte, konnte zuvor an einem Vortrag von Studiendirektor Michael Winkhausen teilnehmen, der als Physiklehrer am CFG das Schülerlabor „Astronomie“ leitet und die Sternwarte auf dem Schuldach vor fast 17 Jahren aufbaute. Darüber hinaus standen – trotz der Sommerferien – seine Ober­stufenschüler:innen den Astronomie-Interessierten an den auf die Sonne ausgerichteten Teleskopen für sämtliche Fragen sachkundig zur Verfügung.
Aber auch so waren die Sonnen(finsternis)-Hungrigen auf dem Küllenhahn gut vorbereitet – neben den vom CFG angebotenen Leih-Schutzbrillen hatten viele selbstgebaute Apparaturen, Lochkameras und Folien mitgebracht, um die
erste Sonnenfinsternis dieses Jahrtausends live mitzuerleben. So war die Aufregung groß und die Schule musste auch die Klassenräume in der obersten Etage öffnen, um dem großen Besucherandrang Herr zu werden.
Wer das Ereignis aus irgendwelchen Gründen verpasst hat, wird sich nun etwas gedulden müssen. Die nächste totale Sonnenfinsternis, die in Deutschland sichtbar ist, findet am 3. September 2081 statt.

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