(Ro./LMP) Der Heimat- und Bürgerverein (HuB) hatte am vergangenen Wochenende zum „1. Ronsdorfer Dorffest“ auf den Bandwirkerplatz eingeladen und es wurde eine gelungene Premiere. „Das Fest soll einen ganz anderen Charakter haben als der ‚Liefersack‘ oder das ‚Weinfest‘“, erklärte HuB-Vorsitzende Christel Auer noch vor der offiziellen Eröffnung gegenüber dem SonntagsBlatt. Dieser Plan ist voll und ganz aufgegangen. Das neue Dorffest wurde von den Ronsdorfer:innen und ihren Gästen gut angenommen.
Die Eröffnung am Freitagnachmittag samt Fassanstich übernahm der HuB-Vorstand kurzerhand selbst, ohne die sonst übliche „Politprominenz“ auf der Bühne. „Das wollten die jungen Leute so“, erzählte Christel Auer im Gespräch und meinte damit ihre jüngeren HuB-Vorstandskollegen, die seit geraumer Zeit hier und da für eine frischere „Handschrift“ bei den Aktivitäten des Vereins sorgen.
Die eigene „Handschrift“ ist beinahe wörtlich zu verstehen. So hatte zum Beispiel Stephan Gierth das „Entenangel-Spiel“ selbst gebaut, Christopher Heil wiederum das „Dosenwerfen“. Heil hatte auch persönlich die Baumstämme besorgt, in die man mit etwas handwerklichem Geschick und Sportsgeist Nägel hämmern konnte.
Das Thema „Nachhaltigkeit“ bekam ebenfalls einen neuen Akzent: Die Idee, einen „Ronsdorf-Becher“ für zwei Euro zu verkaufen, statt Becherpfand zu erheben, kam gut bei den Gästen an. Das kurze Gewitter am Freitagabend tat dem Fest keinen Abbruch, nach dem Regen ging es sofort weiter.
Dass der Bandwirkerplatz auch am Samstagabend gut gefüllt war, mag dem Umstand zu verdanken sein, dass der HuB kurzfristig die Genehmigung bekommen hatte, das Fußball-WM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Elfenbeinküste ab 22.00 Uhr als „Public Viewing“ live auf dem Platz zu zeigen.
Unter dem Strich dürfte feststehen: Das erste „Ronsdorfer Dorffest“ wird nicht das letzte gewesen sein.
Nächstes Jahr steht aber erstmal wieder der „Liefersack“ auf der Agenda. Und vom 21. bis zum 23. August wartet das „Weinfest“ auf die feierfreudigen Ronsdorfer:innen.
Nachtrag
Das rundum friedliche Sommerfest erhielt im Nachgang doch noch einen kleinen Wermuthstropfen: Wie mehrere Personen berichteten, kam es um 22.45 Uhr abseits des Festplatzes noch zu einem Angriff einer Gruppe auf eine Einzelperson. Hilfsbereite, die Schlimmeres verhindern wollten, wurden ebenfalls angegriffen und verletzt. Die Polizei ermittelt.




