(Hb.) Vor 100 Jahren – genau am 18. Mai 1926 – öffnete das erste Großplanetarium der Welt seine Pforten. Es stand auf den Barmer Höhen an der Unteren Lichtenplatzer Straße. Der Bürgerverein Hochbarmen e.V. nimmt den Termin zum Anlass, die Bürgerinnen und Bürger am 16. April, um 19 Uhr zu einem historischen Vortrag in das Kaminzimmer des CVJM Bundeshöhe 7 einzuladen. Als Referentin konnte der Bürgerverein Sabrina Engert, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Bergischen Universität, gewinnen, die ihre Bachelorarbeit über das Barmer Planetarium geschrieben hat. Der Eintritt ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten.
Der Vortrag im Kaminzimmer entführt die Zuhörenden in die Zeit vor 100 Jahren, als in Barmen noch Geschichte geschrieben wurde. Nur ein Jahr benötigte man damals für den Bau des Planetariums an der Unteren Lichtenplatzer Straße. Nach München war Wuppertal damit der weltweit zweite Standort eines solchen Projektionsplanetariums, wobei die Kuppel in Barmen mit 25 Metern Durchmessern deutlich größer als die in München war. Eine zwölf Meter breite Treppe führte zum 15 Meter hohen Kuppelbau. 600 Menschen fanden im Planetarium Platz. Leider stellte man den Betrieb bereits in den 30er Jahren weitgehend ein.
Der Vortrag stellt die spannende, wenn auch kurze Geschichte des Planetariums vor und geht den Gründen und Faktoren nach, die zum Niedergang dieser Attraktion in Barmen führten.
„Der Bürgerverein Hochbarmen beschäftigt sich schon lange auch mit der Historie des Stadtteils Toelleturm-Lichtenplatz. Wir freuen uns, mit dem Vortragsabend den Bürger:innen einen spannenden Einblick geben zu können“, so Eleonore Wolf vom Bürgerverein Hochbarmen. „Wir haben vor, in Zukunft weitere Vorträge anzubieten, um den Menschen die Geschichte ihres Wohnortes nahezubringen.“
KW15 | 12.04.2026
Barmer Planetarium
Vor 100 Jahren wurde das Großplanetarium eröffnet




