KW14 | 05.04.2026

Musik aus Barock und Klezmer

Kammerkonzert mit Martin Storbeck und den Blockflöten

Ein Teil des Blockflöten-Ensembles mit dem Leiter Martin Storbeck (rechts) beim Kammerkonzert in der evangelischen Kirche in Lüttringhausen. (Foto: PK)

(Lü./PK) Die Blockflöte hat noch immer einen schlechten Ruf. Bei der Querflöte ist das anders: Sie hat sich in der Rockmusik (Jethro Tull) und im Jazz (Herbie Mann) durchgesetzt. Aber Blockflötenspielende…? Man findet sie nicht an jeder Ecke.
Der Remscheider Martin Storbeck hält die Ehre der Blockflöte seit Jahren hoch. Storbeck, der genau so virtuos Blockflöte wie Kirchenorgel spielt (und beide Instrumente studierte), bewies in diversen Konzerten seine Klasse. Nun brachte er in einem Kammerkonzert in der evangelischen Kirche in Lüttringhausen sein komplettes Ensemble, das auf sieben Mitglieder angewachsen ist, mit. Die sechs Flötistinnen und Martin Storbeck spielten zur Hauptsache Musik aus dem Barock. Kantor Christian Gottwald unterstützte das Konzert an Orgel und Piano, der Remscheider Trompeter Nikolaus Tschöpe spielte sein Instrument strahlend wie gewohnt.
Von Georg Friedrich Händels „Maestoso“ über Albinonis Sonate in D-Dur und Michael Praetorius‘ „Bourée und Espagnolette“ (aus dem Jahr 1612) ging die musikalische Reise, bereichert durch Petra Büchelers Lesung, bis hin zu Klezmer-Stücken von Giora Feidmann, Musik von Johann Friedrich Fasch und Louis Couperin, der nur 35 Jahre alt wurde.
Dazwischen gab es einen kurzen Ausflug in die Romantik (Liszt / Mendelssohn) und Musik von J.S. Bach.
Die interessierten Konzertbesucher:innen lauschten einer Stunde feingeistiger Musik zum Palmsonntag, dem Tag, als Jesus in Jerusalem einzog. Und ganz nebenher sorgte Martin Storbeck dafür, dass die Blockflöte (er selbst spielte die Bassblockflöte) ihren Ruf zumindest in Lüttringhausen „aufpoliert“ hat.

Anzeigen