(Ro./PK) Es war die Kantorin der Evangelisch-reformierten Gemeinde, Silke Schneider, die die Idee zur Aufführung des Kindermusicals „Jona – unterwegs im Auftrag des Herrn“ hatte und zum Mitmachen im Projektchor einlud. Zwanzig Kinder machten mit viel Herzblut mit. Zwei Aufführungen fanden nun im Gemeindesaal der Evangelisch-reformierten Gemeinde statt und beide waren ausnehmend gut besucht.
Die Musik zum Musical komponierte Ruthild Wilson, die in der Szene keine Unbekannte ist. 1961 in Mülheim an der Ruhr geboren wurde sie mutmaßlich in den 70er Jahren musikalisch sozialisiert – und das hört man ihrer Musik an. Die meisten der im Musical
zu hörenden zehn Stücke sind eine quirlige Mischung aus Blues, Soulpop und frühen Status Quo. Dazu die abenteuerliche Geschichte, die mit den Texten, die von Helmut Jost verfasst wurden, die fetzige Musik ergänzen (Jost ist der Ehemann der Komponistin und hat bereits mit Phil Collins zusammengearbeitet).
Es geht um den Propheten Jona, der von Gott auf eine Reise nach Ninive geschickt wird. Allerdings ist die Nachricht, die Jona dort verbreiten soll, nicht sehr angenehm: Gott hat nämlich keine Geduld mit den dortigen Menschen mehr, weil sie nicht nach seinem Wort leben. „Ich“, so spricht der Herr, „werde sie bestrafen.“ Aber Jona (mit Hut und Sonnenbrille) will diesen Auftrag nicht annehmen und flieht nach Jaffa. Dort findet er ein Schiff, das ihn „unter Tage“ mitnimmt. Es entwickelt sich die bekannte Geschichte mit einem gewaltigen Sturm und einem ebensolchen Wal, der Jona verschluckt. „Aber“, so der Wal, „dieser Mensch ist unbekömmlich“, und er spuckt ihn wieder aus. Genug von diesen Abenteuern geht Jona nun doch nach Ninive und verkündet Gottes Auftrag. Ninives König bekommt es mit der Angst zu tun und ordnet „Sack und Asche“ für seine Untertanen an. Gott hatte nun Mitleid mit den Menschen dort und gab ihnen eine zweite Chance.
Immer wieder von Szenenapplaus unterbrochen, spielten die zwanzig Kinder (zwischen fünf und vierzehn Jahren) mit kleinen sympathischen Texthängern die Geschichte.
Die Proben dazu hatten nach den Sommerferien 2025 begonnen. Den größten Lacherfolg von allen an dem Musical auf der Bühne engagiert und mit Freude Beteiligten produzierte Jona, als er wegen anhaltender Mikrophonprobleme einen Satz dreimal wiederholen musste musste und beim dritten Mal hörbar genervt aufseufzte.
Besonderer Erwähnung bedarf, dass eine Band die Musik live umsetzte. Am Klavier leitete Silke Schneider das Ensemble, das aus Bastian (Percussion), Andreas (Gitarre) und Markus Halbach (Bass) sowie aus Anna Engels (Violine) bestand. Alle Beteiligten und vor allem das Publikum hatten sichtlich Spaß mit „Jona“.
KW06 | 08.02.2026
„Jona – unterwegs im Auftrag des Herrn“
Das Kindermusical begeisterte bei der Reformierten Gemeinde




