(Ro./LMP) Unter Mitwirkung des Bürgervereins Linde, des CVJM-Posaunenchors Linde und des Löschzuges „Ronsdorf Land“ der Freiwilligen Feuerwehr fand am vergangenen Sonntag im Gerätehaus der Feuerwache am Jägerhaus eine Gedenkstunde zum Volkstrauertag statt.
In einer bewegenden Ansprache erzählte Günter Urspruch – seit nunmehr 65 Jahren Mitglied des Bürgervereins Linde – von dem bis heute ungeklärten Schicksal dreier deutscher Soldaten, die am 28. März 1945 auf Erbschlö von einem Ronsdorfer Wehrmachts-Zahlmeister als Deserteure angezeigt und noch am selben Tag standrechtlich erschossen wurden – ihre Leichen wurden nie gefunden.
Neben Zitaten von Richard von Weizsäcker und Frank-Walter Steinmeier mahnte Urspruch mit den Worten Dwight D. Eisenhowers: „Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.“
Für die musikalische Untermalung der Gedenkveranstaltung sorgte – zum mittlerweile 63. Mal, wie Günter Urspruch erklärte – der CVJM-Posaunenchor Linde, der schließlich auch bei der folgenden Kranzniederlegung am nahegelegenen Ehrenmal das traditionelle Lied „Ich hatt‘ einen Kameraden“ spielte. Eine Abordnung des Feuerwehr-Löschzuges unter der Führung von Thomas Berg – der sich um die gesamte Organisation der Veranstaltung gekümmert hatte – legte dort die Kränze des Bürgervereins Linde, der Stadt Wuppertal und des „Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ nieder. Als Vertreter der Kommunalpolitik wohnte der Ronsdorfer Stadtverordnete Simon Geiß (SPD) der Gedenkstunde bei.
KW47 | 23.11.2025
Volkstrauertag auf der Linde
Günter Urspruch hielt eine bewegende Ansprache




