(Ro./LMP) Fußball-Camps für Kinder sind in der Sommerferienzeit eine willkommene Abwechslung, wenn die Eltern berufstätig sind und nur begrenzt oder gar keinen Urlaub nehmen können. Doch wer bei dem Wort „Fußball-Camp“ einfach nur an ein bisschen „Pöhlen“ und Bewegung an der frischen Luft denkt, hat das Programm der Örtliche-Fußballschule noch nicht erlebt – die Familie Ort aus Ronsdorf, die diese Schule seit zehn Jahren betreibt (daher der Name „Örtliche“), wartete auch in diesem Jahr fünf Tage lang auf dem Sportplatz Linde mit echten High-Tech-Produkten aus dem modernen Fußballtraining auf. In fünf Gruppen aufgeteilt, konnten sich die 46 Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren letzte Woche an verschiedenen Parcours-Stationen versuchen und ihr Passspiel, ihre Schusstechnik, ihr Ballgefühl und weitere Fähigkeiten wie Koordination und Kommunikation trainieren und verbessern.
Selbst die im Training üblichen „Hütchen“, die es im Slalom zu umdribbeln gilt, bergen bei der Örtliche-Fußballschule eine technische Raffinesse – sie sind mit einer Beleuchtung versehen. So beeindruckte hier eine Übung, bei der ein Flachpass angenommen und gleichzeitig sofort erkannt werden musste, durch welche beiden – beleuchteten – Hütchen nach der ersten Ballberührung hindurch gespielt werden sollte. Da waren Ballgefühl, aber auch schnelle Reaktion gefragt.
Bei einer anderen Übung konnten mit einem Zeit- und Bewegungsmesser am Handgelenk Punkte auf einem Slalomparcours gesammelt werden: „Man muss den Kindern nur sagen, dass sogar Lionel Messi diese Übung schon einmal absolviert hat – dann wollen alle schneller sein als er“, lacht Klaus Ort, der die Schule inzwischen gemeinsam mit seinem Sohn Stefan betreibt. „Messi hat den Parcours in 4,2 Sekunden bewältigt“, fügt Stefan Ort hinzu, „Aber wenn die Kinder es hier unter zehn Sekunden schaffen, ist das eine Spitzenleistung.“
Beliebt sind auch die Übungen auf einem kleinen, mit Gummibanden abgetrennten, 22 mal 17 Meter großen Spielfeld, auf dem unter anderem das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff trainiert und vier kleine Tore in den Ecken des Feldes anvisiert werden können. Beim „Area Shooter“ können zudem Schusstechnik und -präzision geübt werden.
Doch trotz aller konzentrierter Trainings erklärt Stefan Ort: „Das Spiel steht bei uns immer im Mittelpunkt. Nachmittags spielen wir immer kleine Turniere, weil der Spaß am Fußball niemals verloren gehen darf.“
Und auch sonst sind die Jungen und Mädchen bei der Familie Ort in guten Händen – nach Anmeldung ist sogar morgens ein kleines Frühstück möglich. Zum festen Tagesablauf gehört dann vormittags eine Obst- und Gemüsepause, regelmäßige Getränkepausen zwischendurch und ein zünftiges Mittagessen, das Sabine Ort als „Mutter der Kompanie“ persönlich zubereitet.
Die Fußball-Camps der „Örtliche-Fußballschule“ sind bekannt und beliebt – für die nächsten Termine in Obersprockhövel und auf dem Dönberg sind die Plätze bereits fast ausgebucht.
KW30 | 27.07.2025
Spaß und Lerneffekte auf Linde
Fußball-Camp der „Örtliche-Fußballschule“ zu Gast




