KW49 | 10.12.2023

Kleiner feiner Weihnachtsmarkt

Neues Konzept des Heimatbundes Lüttringhausen geht auf

Der gut besuchte ideelle Weihnachtsmarkt war rund um die Evangelische Kirche „em dorp“ aufgebaut. (Foto: PK)

(Lü./PK) Früher einmal – Jahre ist es her – zog sich der Lüttringhauser Weihnachtsmarkt über die gesamte Gertenbachstraße bis zum Ludwig-Steil-Platz an der Evangelischen Kirche. In den vergangenen zwei Jahren hat der Veranstalter des Marktes, der Lüttringhauser Heimatbund, ihn konsequent verkleinert. Und das nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch aus organisatorischen.
„Früher hatten wir über 50 Stände von Vereinen, Schulen und anderen Institutionen, jetzt haben wir 19 Aussteller, was gegenüber dem Vorjahr eine kleine Steigerung bedeutet. Aber früher hatten wir auch stets zehn kurzfristige Absagen, die zum Teil unschöne Lücken in die Standreihe rissen, jetzt hatten wir nur zwei. Das ist viel leichter zu händeln.“
Bernhard Hoppe, 1. Vorsitzender des Heimatbundes, ist mit der aktuellen Anordnung des Lüttringhauser Weihnachtsmarktes sehr zufrieden – und darf es auch sein, denn die Qualität hat unter der geringeren Quantität keineswegs gelitten. Außerdem findet der Markt seit 2022 – statt sonntags – am Samstag vor dem 1. Advent statt, was sich ebenfalls organisatorisch ausgezahlt hat.
Die Stände rund um die Kirche sind schon am Nachmittag gut besucht. Die Kirche ist geöffnet. Zu jeder halben Stunde wird eine Geschichte für Kinder vorgelesen, QR-Codes informieren bei Bedarf über den Posaunenchor oder über Weihnachten generell. Vor der Kirche bietet der Schulverein der Adolf-Clarenbach-Schule Gebäck und Kerzen an. Daneben steht der Förderverein der Kita St. Martin.
Der Glühwein, den der FC Remscheid für drei Euro ausschenkt, ist stark. Der Kinderpunsch ist für zwei Euro zu haben, die Käse-Lauch-Suppe für vier Euro. Der Lüttringhauser Männerchor hat traditionell die Grillwurst im Programm. Einige Meter weiter steht der Stand von Niegedacht Herbringhausen. Dort gibt es Reibekuchen mit Apfelmus für 3,50 Euro. Das gesamte Angebot an Speisen und Getränken ist vielfältig, auch wenn die Getränke, die innerlich wärmen, in der Überzahl sind. Schön ist das Angebot des LTV, dessen Männer und Frauen zum ersten Mal einen gemeinsamen Stand unterhalten. Dort gibt es etwas Geheimnisvolles: Ein „Gehängter“ ist im Angebot. Das entpuppt sich als ein Schnaps, zu dem eine Sardelle gereicht wird.
Kurz nach 16.00 Uhr beginnen die Herrnhuter Sterne zu leuchten, und sofort ist dieses spezielle Wintergefühl da, das man manchmal hat, wenn es sehr kalt, aber trocken ist und ein warmer Kaffee in drei Sekunden bestellt werden kann. Manche Besucher wärmen sich kurz in der Kirche oder im Gemeindesaal, in dem die Lüteraten Literatur anbieten, auf, stürzen sich dann aber wieder ins Vergnügen.“
Benjamin Freinau hat beim Stand vom Haus Goldenberg eine Schüssel mit Linsencurry und Kichererbsen erstanden und genießt die Speise sichtlich. „Sehr lecker“ urteilt er. Auch der ebenfalls angebotene Grünkohl schmeckt den Besuchern, die sich zum Großteil auch positiv zum kleineren und kompakten Format des Weihnachtsmarktes rund um die Evangelische Kirche äußern.
Am heutigen Samstag (9. Dezember) wird von 17.00 bis 22.00 Uhr an selber Stelle eine andere Musik erklingen: Der Heimatbund lädt zur X-mas-Party ein. Diverse DJs werden den hoffentlich zahlreich erscheinenden Besuchenden die unterschiedlichen Spielarten der populären Musik nahebringen. Karten gibr es für 10 Euro an der Abendkasse.

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