KW33 | 20.08.2023

„Ronsdorfer Junge“ in der Welt der Rapper

Benjamin „Benji“ Beck legt neues Album mit Lokalkolorit vor

Ein musikalisches Bekenntnis zur Heimat ist das Debütalbum von Benjamin „Benji“ Beck, das am 25. August erscheint. (Foto: AS)

(Ro./AS) Nicht kleckern, sondern klotzen – so könnte man die Ambitionen von Benjamin Beck bezeichnen, wenn es darum geht, Musik zu machen. Den jungen Menschen in Ronsdorf dürfte der 18-Jährige bereits durch seine Auftritte beim Schülerrock-Festival in der der Unihalle bekannt sein – auch in den sozialen Netzwerken macht „Benji“, wie er sich dort nennt, von sich Reden. Zwischenzeitlich hatte er mit seinem Freund Tom Schröder das Rap-Projekt „Schwächeanfall“ ins Leben gerufen (das SonntagsBlatt berichtete). jetzt wandelt der Sohn einer im Stadtteil beliebten Pfarrerin auf Solopfaden.
In diesen Tagen erscheint sein Debütalbum „Ronsdorfer Junge“ – wie der Titel unschwer erkennen lässt, ein Bekenntnis zu seiner Heimat, dem für ihn schönsten Stadtteil Wuppertals. „Aber Ronsdorf kann einem auch zu Kopf steigen“, schmunzelt er im Gespräch mit dem SonntagsBlatt und verweist stolz auf den spanisch eingesungenen Titel „Noches de Verano“, der überraschend mediterran an den Strand führt.
Alles in allem ist das Album aber eine „Ode an Ronsdorf“, einem Track, in dem er sich die Frage stellt, „warum ich es hier so lieb’“. Auf dem Titelsong lässt Benji Erinnerungen aus seiner Kindheit Revue passieren, „mit Gänsehautpotenzial für jeden Ronsdorfer“, wie er verspricht. Angefangen hat Benjamin Beck als Jugendlicher. Sein Mentor war der Gründes des Rockprojektes und ehemalige Lehrer an der Erich-Fried-Gesamtschule, Karl „Kalle“ Waldinger. In dessen „Villa Rock“ auf Einern wurde Beck in den Jahren 2018 bis 2020 gefördert. Wohl auch deshalb wird Benji dort anlässlich der Gartenparty am 26. August einige Tracks des brandneuen Albums performen.
In Ronsdorf stellt Benjamin Beck sein Album am 30. August im Literaturcafé der evangelischen Gemeinde vor. Wenn er nicht rappt, dann studiert er Sport und Spanisch, denn Spanien liebt er – nicht so wie Ronsdorf, aber dennoch sieht man es ihm an, wenn er über das Leben an der spanischen Küste berichtet.
Auch hinter den Kulissen ist „Ronsdorfer Junge“ eine Hommage an die Heimat des jungen Erwachsenen: Hier wuchs er auf, hier ging er zur Schule und hier begann seine Laufbahn als Musiker. So sind die Titel quasi „aus dem Kinderzimmer heraus entstanden“, wie er berichtet. Gut 1.000 Stunden hat er in sein erstes Album investiert, über die Idee zum Text, das Erstellen der Beats, die eigentliche Aufnahme und das Einspielen der Instrumente – alles ist „homemade“.
Fazit: „Ronsdorfer Junge“ ist ein einzigartiges Stück Musik – und viel mehr als nur Deutschrap“, gibt sich der sympathische Newcomer selbstbewusst. Im Kleinen wie im Großen freut er sich über das Ergebnis, nämlich 15 Tracks und mehr als eine Stunde Musik als Heimatbekenntnis, einem Spaziergang durch Ronsdorf, wie er es bezeichnet.

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