Leserbriefe

Ausgabe 45 vom 10. November 2019

Offenbar nicht schlimm

Betr.: Meldung einer ständigen Ölverschmutzung an das Ordnungsamt

Ich wohne an einer Hauptstraße in Ronsdorf. Vor unserem Haus parkt seit etlichen Monaten ein Pkw zwischen sechs und 14 Uhr. Der Fahrer arbeitet in der Nähe. Dieses Fahrzeug verliert ständig eine Menge Öl. Entsprechend sieht der Parkstreifen aus. Den Fahrer habe ich auf diese Sauerei persönlich angesprochen. Fazit: Keine Reaktion.
Am 11. Oktober erneute Meldung an das Ordnungsamt. Kfz-Nummer, Uhrzeit wie oben und Standort erneut angegeben. Nach längerem Gespräch: „Man gehe der Sache nach.“ Fazit: Keine Reaktion.
Erneute Meldung am 30. Oktober mit der Auskunft, man käme zur Zeit nicht ins Sytem und könnte den Sachverhalt nicht nachvollziehen. Meiner Aufforderung, eine Kontrolle vor Ort zu veranlassen, ist man sogar eine Stunde später nachgekommen. Die Beamtin angesprochen, ob sie mal unter dem Auto die Ölschweinerei gesehen hätte, wurde schnippisch und unfreunlich beamntwortet: Ich hätte ihr nicht zu sagen, wie sie ihre Arbeit zu machen habe. Es gäbe wichtigere Aufgaben zu erledigen. Zugeparkte Einfahrten und Gehwegsvergehen zu kontrollieren. Alles sehr wichtig. Sehe auch ich ein. Vorbeigehende Passanten schütteln den Kopf und meinen: „Die hat aber einen Ton drauf!“ Namen, Uhrzeit und Daten sind mir bekannt.
Was habe ich aus dieser Sache gelernt? Eine solche Ölsauerei ist scheinbar gar nicht so schlimm, und warum das System beim Ordnungsamt nicht funktioniert, habe ich auch begriffen.

Name und Anschrift  der
Redaktion bekannt

 

Ausgabe 39 vom 29. September 2019

Noch keine Antwort

Betr.: Erinnerung, offener Brief an NRW-Ministerpräsident Laschet

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Laschet,
auf meinen offenen Brief vom 6.6.2019 habe ich von Ihnen, nach über drei Monaten, leider noch keine Antwort bekommen. Lediglich Ihr Referatsleiter Herr Behrens schrieb mir per E-Mail, dass er mein Anliegen an das Ministerium für Verkehr NRW weitergereicht hat.
In meinem damaligen Brief habe ich Sie gebeten, die Planungen für den oberirdischen Ausbau der L419 (Parkstraße in Wuppertal-Ronsdorf) zu stoppen, damit das gesamte Projekt unter Berücksichtigung des Klimawandels, des Umweltschutzes, des Artenschutzes und des Gesundheitsschutzes der Bewohner an der Parkstraße und der näheren Umgebung neu geplant werden kann.
Am 03.06.2019 haben Sie auf der Tagung der Landesregierung zu Insektenschutz und
Artenvielfalt, NRW zum Vorreiterland in der Thematik Klimawandel, Arten- und Umweltschutz machen wollen. Wenn nicht jetzt, wann dann, werden Sie die Verkehrswende in NRW einleiten?
Sie wissen genau wie ich, das Worte und Taten in Einklang gebracht werden müssen, ansonsten wirkt es unglaubwürdig.
Nach über 3 Monaten sollten Sie doch die Möglichkeit gehabt haben, meiner Bitte zu entsprechen oder auch nicht. Eine Antwort habe ich von Ihnen immer noch nicht erhalten.
Hier nochmals meine 2 Fragen an Sie, die ich Herrn Behrends bereits am 18.07.2019 per E-Mail zu gesandt habe:
– Haben Sie meinen Brief schon erhalten und gelesen?
– Wann kann ich mit einer Antwort rechnen?
Mit freundlichen Grüßen

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 32 vom 11. August 2019

Das Angebot ausweiten

Leserbrief zum Artikel: Ronsdorfer „Büsken“

Die Information in der Zeitung „Droht dem Ronsdorfer „Büsken“ das Aus?“ hat mich fast vom Hocker gehauen; denn Klimaschutzpolitik sieht anders aus. Der Klimawandel ist kein Problem von morgen, sondern eins von heute!!!
Den vollmundigen Absichts-Erklärungen unserer Volksvertreter, zur Verhinderung des Klimawandels, sind bisher noch keine Taten gefolgt. Die Wuppertaler Stadtwerke überprüfen das Angebot der Quartierslinie 650. Dies bedeutet doch, dass die Fahrten ausgedünnt werden oder sogar der Betrieb ganz eingestellt wird, weil sich der weitere Betrieb nicht rechnet.
Unsere Volksvertreter erklären jeden Tag dass der öffentliche Personen Nahverkehr verbessert werden soll, damit der Individualverkehr geringer wird. Mit der Verringerung und Verschlechterung des ÖPNV wird doch genau das Gegenteil erreicht, es fahren wieder mehr Leute mit dem eigenen PKW. Hoffentlich tragen sich sehr viele Ronsdorfer in die Unterschriftenlisten ein und das „Büsken“ darf weiterhin seine Runden fahren.
Noch besser wäre der Schritt in Richtung Klimaschutz, wenn die Quartierslinie verbessert und erweitert sowie mit mehreren kleineren Elektrobussen ausgestattet würde. Ich hoffe dass sich unsere Volksvertreter – vielleicht sogar unsere Ronsdorfer Bezirksvertreter – meinem Vorschlag anschließen.
Denn eins ist klar: Klimaschutzpolitik kostet Geld, aber Nichtstun und weiter so kostet viel, viel mehr als nur Geld, nämlich Gesundheit und Lebensqualität!!

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 32 vom 11. August 2019

Zurück in die Steinzeit

Leserbrief zum Artikel: Ronsdorfer „Büsken“

Ein Gerücht liegt schon lange in der Luft. Helios verkürzt die Präsenz und somit stirbt das Büschen. Die Holthauser sind darauf angewiesen, da nicht jeder ein Auto hat. Vor Jahren entstand ein Neubaugebiet mit vielen Kindern. Sie sind unsere Zukunft. Die älteren Menschen müssen ins Städtchen, um einzukaufen. Beide Altenheime in Ronsdorf werden mit dem Büschen angefahren. Der Umwelt zuliebe: E-Bus alle 30 Min. Wie man das macht, die Schweiz ist führend. Im Notfall „Seilbahn in Ronsdorf“.

Doris Dix, Adresse
der Redaktion bekannt

Ausgabe 31 vom 24. Juli 2019

Erst durch die Presse?

Vor wenigen Tagen war meine Frau mit unserem 7-jährigen Enkel im Gartenbad in Cronenberg schwimmen.
Hier erzählte sie ihm, dass das Bad demnächst für ein Jahr geschlossen werden müsse, weil es renoviert wird.
Nach dem Schwimmen gab es im Kiosk ein Eis. Unser Enkel fragte sofort, was denn dann aus dem Kiosk werden würde, wenn das Bad geschlossen wird.
Nun ja, ein kleiner Junge denkt sofort an die Folgen der Schließung.
Der Imbissbetreiber erfährt von seinem Glück nicht durch die Stadt, sondern erst aus der Presse von der Schließung.
Können Mitarbeiter der Stadt nicht über den Tag denken?
Ich denke, das dürfte doch nicht wahr sein.

Wolfgang Kern
Scheidtstr. 133
42369 Wuppertal

Ausgabe 29 vom 21. Juli 2019

Zoobesuch teurer Spaß?

Zum Leserbrief unserer Ausgabe vom 7. Juli zu den Eintrittspreisen in den Wuppertaler Zoo:
Ich habe mir für Sie die Mühe gemacht, einmal auszurechnen, was ein Zoobesuch kosten würde, wenn man mit einer Dauerkarte nur 12 Mal im Jahr den Wuppertaler Zoo besuchen würden:
Bei den bisherigen 58 Euro 4,80 Euro, künftig also bei 85 Euro 7,10 Euro.
Gemessen an den Personalkosten für Tierpfleger, Futterkosten, die Pflege der Grünanlagen etc. wären dies wohl in beiden Fällen durchaus erschwingliche Summen. Bedenken Sie bitte den Erholungswert und dass so eine schöne Anlage wie der „Grüne Zoo Wuppertal“ unserer Unterstützung würdig ist.

Ute Weyersberg
Blaffertsberg 16
42899 Remscheid

 Ausgabe 27 vom 6. Juli 2019

Und die Konsequenz?

Leserbrief zum Artikel „Was ist bloß los?“ in unserer 25. Ausgabe:

Es ist unglaublich mit welcher Geschwindigkeit und Konsequenz die Stadt Wuppertal handeln kann. Ein Mensch stört sich an „Waffelduft“, fühlt sich belästigt durch das Leben und Treiben in einer Einkaufspassage. Niemand wird gefährdet, es gibt sonst keine negativen Auswirkungen
… ganz im Gegensatz dazu die  Situation an der städtischen (!!!) KiTa Ferdinand-Lassalle-Straße. Dort belästigt nicht nur, sondern beschimpft und bedroht eine psychisch kranke Frau die Nachbarn, Eltern und Erzieherinnen und  gefährdet so 60 Kinder und die Erzieherinnen durch Ihr Tun, das Rattenbefall in dem Bereich auslöst. Statt Waffelduft gibt es hier den Gestank von modrigem Vogelfutter, der tief schon in der Erde steckt. Sie kippt seit nunmehr ZWEI Jahren mehrmals am Tag Vogelfutter auf das Gelände vor der KiTa (gehört der GMW= Tochterfirma der Stadt Wuppertal).
Die Kosten für die Reinigung durch einen externen Dienstleister trägt die Stadt ebenso wie die für den Schädlingsbekämpfer und sagt „uns sind die Hände gebunden“.
Der Elternrat der KiTa sammelte Unterschriftenlisten für den Schutz der Kinder an die Stadt und beschwerten sich nicht  anonym über die Zustände! Die Konsequenz, die die Stadt im Falle des „ Eiscafé Golosia“ an den Tag gelegt hat, hätten sich alle Kinder, die Eltern, die Erzieherinnen und Nachbarn der KiTa sehr gewünscht!

S. Dreßler
Ferdinand-Lassalle-Str.40
 42369 Wuppertal

 

Ausgabe 27 vom 6. Juli 2019

Eintrittspreise in den Zoo

Leserbrief zum Artikel „Was ist bloß los?“ in unserer 25. Ausgabe:Sehr geehrte Damen und Herren,
kann es sein das es sich beim Preis für die Dauerkarte um einen Zahlendreher handelt?
Ich habe für die Dauerkarte 58 Euro bezahlt. Eine Preiserhöhung auf 85 Euro kann ja wohl nicht wahr sein.

Hans Weihs
Talsperrenstrasse 66 L
42369 Wuppertal

Anmerkung der Redaktion:

Sehr geehrter Herr Weihs,
aktuell schlägt die Dauerkarte für den Zoo mit „nur“ 58 Euro zu Buche, dies soll sich aber ändern: Tatsächlich wurde die neue Preisstruktur bereits vom Kulturausschuss der Stadtverwaltung bestätigt, welche die von Ihnen angemerkte Preiserhöhung beinhaltet.
Leider – in diesem Falle – handelt es sich nicht um einen Zahlendreher. Am Montag wird der Rat der Stadt über die neue Preisgestaltung des „Grünen Zoo“ entscheiden.

 

Ausgabe 26 vom 30. Juni 2019

Es „stinkt“ gewaltig

Auch wir haben mit Erstaunen gelesen, dass ein anonymer Brief ans Wuppertaler Ordnungsamt solche Auswirkungen hat. Der Geruch von Waffeln und Kaffeeröstaromen verursacht nach unserer Ansicht Appetit und stört weder die Tiefgarage und das Treppenhaus des Hauses „Am Stadtbahnhof 10“. Soweit uns bekannt ist, wurde kein Auto dadurch beschädigt, noch das Treppenhaus. Für den Eissalon bedeutet es jedoch einen Einnahmeverlust, da zirka 20 Plätze in der Passage wegfallen. Gerade am Wochenende gibt es mehr Leben in der sonst so leeren Passage. Wir wünschen uns sehr, dass das Verbot zurückgenommen wird. Dem anonymen Leserbriefschreiber bieten wir eine gute Alternative: ziehen Sie am besten aufs Land, da riecht es nach Kuhdung und Gras.
Die ollen Ronsgdroper

Name und Adresse des
Absenders sind
der Redaktion bekannt

Ausgabe 26 vom 30. Juni 2019

Bloß keine Nachahmer!

Leserbrief zum Artikel „Was ist bloß los?“ in unserer letzten Ausgabe:

Wer auch immer sich zu der Beschwerde genötigt gefühlt hat, muss schon ganz schön frustriert und voller Bitterkeit gegenüber anderen Menschen sein. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich diese Person nach Jahren, in denen das Eiscafé Golosia seine Gäste in der Passage und davor bewirten konnte, nun anonym an das Ordnungsamt wendet? Somit wird, durch den Wegfall vieler Sitzplätze, zahlreichen Ronsdorfern und auswärtigen Gästen die Möglichkeit genommen, in geselliger Runde ein Eis oder Waffeln zu essen oder auch nur einen Kaffee zu trinken. Von den voraussichtlichen Einnahmeverlusten des Eiscafés ganz zu schweigen. Und das nur, weil sich eine (!) Person belästigt fühlt. Das ist traurig und ich hoffe, dass dieses Vorgehen keine Nachahmer findet, sondern diese Person sehr schnell umdenkt, mit dem Besitzer der Eisdiele das Gespräch sucht, sich entschuldigt und somit wieder ausreichend Gästen unbeschwertes Vergnügen beim Eis essen ermöglicht. Doch ich befürchte, dass dies ein unerfüllter Wunsch bleiben wird.

Ralf Miltenberger
Adresse ist der
Redaktion bekannt

Ausgabe 24 vom 16. Juni 2019

Die Autobahn A 46 entlasten?

Betr.: Ausbau L 419
Nach den Plänen des Landes NRW soll an Stelle der 2-streifigen Parkstraße im Norden von Ronsdorf (L 419) eine neue Straße mit den Merkmalen einer Autobahn gebaut werden. In Verbindung mit der bestehenden Landesstraße von Sonnborn bis Lichtscheid (L 418) und einem neuen Anschluss an die Autobahn A 1 soll diese Südtangente die Autobahn A 46 entlasten. Aus diesem Sachverhalt ergeben sich zwei Fragen: Welche Funktion hat die A 46 im Netz der europäischen Fernverkehrsstraßen und welche Funktion wird künftig die neue Südtangente haben?
Die Antwort findet sich in der „Richtlinie für Integrierte Netzgestaltung“ (abgekürzt: RIN). Dies ist ein in Deutschland gültiges technisches Regelwerk, das die funktionale Gliederung der Verkehrsnetze aus der zentralörtlichen Gliederung – und damit aus den Zielen der Raumordnung – ableitet. Die A 46 wurde 2018 vom BUND formal in die kontinentale Verbindungsstufe 0 eingestuft. Diese Stufe verbindet Monopolregionen miteinander. In unserem Fall sind dies die Metropolregionen Düsseldorf und Dortmund. Bedeutsam ist hierbei, dass der Güterverkehr auf diesen Straßen um 30 Prozent zunehmen kann.
Entsprechend der Richtlinie für die integrierte Netzgestaltung wurde die A 46 im Abschnitt von Düsseldorf nach Wuppertal 6-streifig ausgebaut. Die Fortsetzung dieses Ausbaus im nördlichen Stadtgebiet von Wuppertal ist jedoch nicht möglich, obwohl dieser Abschnitt bereits heute überlastet ist, wie die ständigen Staus beweisen.
Die Südtangente ist aus funktioneller Sicht ein Ersatz für die fehlenden Fahrstreifen auf der A 46. Dies bedeutet aber auch eine enorme Zunahme des Güterverkehrs mit schweren Lastwagen.
Diese Funktion der L 419n ist bei Ihrer Planung zu berücksichtigen und eindeutig zu beschreiben. Sie hat unter anderem Bedeutung für die Verkehrsprognose und für die Berechnung der Verkehrsimmissionen auf Wohngebiete von Ronsdorf.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42369 Wuppertal

Ausgabe 24 vom 16. Juni 2019

L 419-Ausbau stoppen!

Betr.: Offener Brief an Ministerpräsident Laschet

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Laschet,
sehr erfreut war ich, als ich in der Zeitung las, dass Sie  auf der Tagung der Landesregierung zu Insektenschutz und Artenvielfalt NRW zum Vorreiterland in der Thematik Klimawandel, Arten- und Umweltschutz werden wollen. Das finde ich sehr gut und mutig!
Als Ministerpräsident legen Sie die Richtlinien der Landesregierung fest. Deshalb bitte ich Sie, die Planungen für den oberirdischen Ausbau der L 419 (Parkstraße in Wuppertal-Ronsdorf) zu stoppen, damit das gesamte Projekt unter Berücksichtigung des Klimawandels, des Umweltschutzes, des Artenschutzes und des Gesundheitsschutzes der Bewohner an der Parkstraße und der näheren Umgebung neu geplant werden kann.
Es ist meiner Meinung nach gegenüber unseren Enkeln und Urenkeln unverantwortlich, wenn für den Lückenschluss der L 418 zur Autobahn A1 über 40.000 Quadratmeter Vegetationsfläche mit sehr alten Eichen-, Buchen- und Nadelbäumen vernichtet werden und dann asphaltiert oder betoniert werden. Damit werden große Kohlendoxidspeicher vernichtet. Dadurch wird der Klimawandel beschleunigt und die Anwohner der Parkstraße haben in der Atemluft weniger Sauerstoff, dafür aber mehr gesundheitsschädliches Kohlendioxid. Außerdem verlieren viele Tiere und Insekten ihren Lebensraum und somit wird das Artensterben auch beschleunigt. Deshalb darf die von Bäumen gesäumte Parkstraße in Ronsdorf nicht zur sechsspurigen Autobahn mit sieben Meter hohen Schallschutzmauern ausgebaut werden. Zum einen kann der Lü-ckenschluss umweltschonend als Tunnel durchgeführt werden oder die Neuplanung ergibt, dass die Mobilitätswende keinen Neubau erforderlich macht. Damit Ihren Worten jetzt auch Taten folgen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir schnellstmöglich den Planungsstopp des Ausbaus der L 419 mitteilen würden. Das erspart uns sehr hohe Kos-ten und viel Ärger.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 21 vom 26. Mai 2019

Kosten werden steigen

Betr.: Seilbahn verbessert die Mobilität nicht

Die Seilbahn würde nur von einer Minderheit genutzt werden, für die Mehrheit der ortsansässigen Bevölkerung wäre sie unnütz. Wie alle Großbauten – Stuttgart 21 und Berliner Flughafen – werden die Kosten zunächst niedrig berechnet, um das Vorhaben politisch hochzujubeln. Aber die Kosten werden jährlich steigen.
Der Risikobericht des Weltwirtschaftsforum Davos 2019 warnt im Einzelnen vor häufigen Wetterextremen, u.a. Orkanen und Überschwemmungen. Wie soll in jenen prognostizierten Ausnahmesituationen die Seilbahn über Baugebiete sicher geführt werden?
Das Geld sollte besser verwendet werden, um 100 vakante Lehrerstellen in Wuppertal endlich zu besetzen. Betroffene Schüler und Eltern wären dankbar, wenn so Unterricht seltener ausfiele.
Nur weltfremde Fantasten – z.B. auch Herr Koch und Herr Schneidewind – können solch ein Projekt befürworten, weil sie den Kontakt zur Bevölkerung mit ihren täglichen Sorgen verloren haben. Die Seilbahn wäre mithin das neueste Beispiel für eine haarsträubende politische Macke, für die viele Steuergelder verschwendet würden.

Dr. Otto Weise
Cronenfelder Str. 10
42349 Wuppertal  

 

Ausgabe 19 vom 12. Mai 2019

Das mit dem Goldesel …

Betr.: Fahrbahnsanierung

Nichts Böses ahnend finde ich am Wochenende ein Schreiben unserer Bezirksvertretung in meinem Briefkasten vor: Die Fahrbahndecke der Monschaustraße soll erneuert werden. So weit, so gut. Der Haken ist nur, dass wir, die Anwohner einen Teil der Kosten dazu beitragen sollen. Für manche dürfte es sich hier um einen nicht unerheblichen Betrag handeln.
Die Monschaustaße wurde von der Stadt in den letzten 20 Jahren, seit dem wohnen wir dort, nicht sonderlich, um nicht zu sagen gar nicht, gepflegt.
Aber auch das stört mich nicht. Der Vorteil ist, dass die durchfahrenden Autos eher langsam fahren, das Verkehrsaufkommen ist auch nicht so hoch, was ich persönlich gut finde. Die neue Fahrbahndecke könnte das alles ändern. Dann wird die Monschaustr. gerne zur Abkürzung und zur Rennstrecke. Mir würde das nicht sonderlich gefallen. Aber es ärgert mich doch sehr, dass wir, die Anwohner vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Die Fahrbahn wird erneuert, ohne vorher gefragt zu werden, ob wir das wollen und vor allem, ob wir bereit sind die Kosten dafür zu übernehmen. Demokratie geht in meinen Augen anders. Es kann sich nicht jeder mal eben einen fünf- oder sechsstelligen  Betrag aus dem Ärmel zaubern und die Sache mit dem Goldesel, na ja.

Susanne Sonnenschein
Paul-Matthey-Straße 1
42369 Wuppertal

Ausgabe 19 vom 12. Mai 2019

Kein Hinweis auf Kosten

Betr.: Seilbahnbau/L419

In der Samstagsausgabe der WZ vom 4. Mai 2019 haben „Wuppertal-Botschafter“ eine ganzseitige Anzeige pro Seilbahn geschaltet. Die „Wuppertal–Botschafter“ befürchten in ihrem Anzeigentext, dass die Millionenbeträge für den Bau der Seilbahn und damit für die Mobilität von morgen bei einer Ablehnung des Seilbahnprojektes in andere Regionen abfließen.
Wir, die Bürgerinitiative L -419 – keine Autobahn durch Ronsdorf, empfehlen, diese Millionenbeträge des Landes für Verkehrsinvestitionen statt in das Seilbahnprojekt in die Gesundheit der Ronsdorfer Bevölkerung zu investieren. Bei dem Ausbau der Parkstraße zu einer Autobahn durch Ronsdorf ist dann das Geld vorhanden, um mit dem geplanten   Billigausbau stattdessen den künftigen überörtlichen Schwerlastverkehr von dem Verkehr von und nach Ronsdorf durch eine Tunnellösung zu trennen.
Die Anzeige empfiehlt euphorisch den Neubau der Seilbahn, enthält jedoch mit keinem Wort einen Hinweis auf die künftig jährlich anfallenden Betriebskosten und deren Finanzierung.
Überall in Deutschland, auch in Wuppertal, ist der ÖPNV auf Zuschüsse angewiesen. Die WSW finanzieren diese Verlus-te bei Schwebebahn und Buslinien mit ihren Gewinnen aus dem Verkauf der Energiesparte, wie Stom, Wasser usw. Sollte die Seilbahn auch zusätzliche Verluste einfahren, müssten die Stadtwerke dann wohl die Strompreise für die Wuppertaler Kunden erhöhen, um die Schulden auszugleichen?
Keine Aussage dazu in der Anzeige!
Zum Schluss noch die Frage: Wer steckt eigentlich hinter dem Begriff „Wuppertal-Botschafter“ und bezahlt die ganzseitige Anzeige? Warum keine Namensnennung?
Sind es vielleicht Unternehmer, die auf Aufträge beim Bau der Seilbahn hoffen?

Peter Stuhlreiter,
Sprecher der
Bürgerinitiative
L 419, keine Autobahn
durch Ronsdorf

Ausgabe 18 vom 05. Mai 2019

In der Zwickmühle

Betr.: Seilbahn-Bau
Bürgerbefragung zu den Seilbahn-Plänen: Ja oder Nein? Man kann gespalten sein bei dieser Frage, aber eigentlich auch wieder nicht! Dass der Rat der Stadt Wuppertal nach Jahren zeitraubender und größtenteils unnützer Aktionen und Diskussionen jetzt damit kommt, ist schwer verständlich und eigentlich nur der politischen Handlungsunfähigkeit der „Bürgervertreter“ dieser Stadt zuzuschreiben. Zudem werden mit dieser Bürgerbefragung mal eben Kosten von fast 300.000,- Euro verursacht, die sicherlich in keiner Haushaltsplanung von Herrn Slawig als Kämmerer dieser Stadt enthalten sind und somit an anderer Stelle eingespart werden müssen. Aber Herr Slawig ist als Aufsichtsratsmitglied der WSW, die dieses Projekt ohne Mehrwert und ohne konkreten Bedarf „durchprügeln“ möchte, sicherlich in der Zwickmühle.

Dirk Larisch
Erbschlöer Straße 8
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 14 vom 07. April  2019

Stolz auf die Erfolge

Betr.: Ausbau der Parkstraße
Der ins Stocken geratene Ausbau der Parkstraße zu einer Autobahn durch Ronsdorf ist in den letzten Wochen wieder Thema in den Medien. Spielt da die bevorstehende Wahl zum Europa-Parlament eine Rolle?!
Zur Beruhigung der aufgeregten Gemüter: Auch die „Bürgerinitiative L 419 – keine Autobahn durch Ronsdorf“ ist für den Ausbau der Parkstraße.
Im Gegensatz zu der geplanten „Billiglösung“ befürworten wir eine bauliche Trennung des überörtlichen Schwerlastverkehrs von dem örtlichen Verkehr von und nach Ronsdorf.
Der derzeitige Planungsstopp mit dem Vorziehen eines sog. Deckblattverfahrens bedeutet nichts anderes als neue Gutachten über Verkehrszahlen, Schall - und Lärmschutz usw. Evtl. auch ein neuer Straßenverlauf. Wir sind schon ein wenig stolz auf unseren Erfolg. Unsere Bedenken und Anregungen , die wir als „Bürgerinitiative L 419 – keine Autobahn durch Ronsdorf“ in das laufende Planfeststellungs-Verfahren eingebracht haben, hat mit dazu geführt, dass nicht die billigste Baulösung für Ronsdorf gewählt werden kann, wie manche aus dem Tal es sich gewünscht haben.
Damit ich nicht falsch verstanden werde: Auch nach unserem Planungsvorschlag wird sich die Verkehrsbelastung auf der Parkstraße erst verbessern, falls der 2. Bauabschnitt von Erbschloe zur A 1 fertig gebaut ist: voraussichtlich also nicht vor 2030.
Die 1959 hergestellte Blombachtalbrücke hat eine theoretische Rest-Nutzungsdauer bis zum Jahr 2039; bei einer Verkehrsbelastung wie 1959 prognostiziert!

Peter Stuhlreiter,
Sprecher der
Bürgerinitiative L 419,
keine Autobahn
durch Ronsdorf

Ausgabe 14 vom 07. April  2019

Nur die Tunnellösung?

Betr.: Beilagen der BI „Ronsdorfer für die L 419“
Hier wird der Eindruck erweckt, als ob nur diese Bürgerinitiative für den Ausbau der L 419 ist! Nach meinen Informationen wird diese BI überwiegend von der Ronsdorfer CDU und Sympathisanten unterstützt.
Auch die auf der Beilage erscheinenden roten Linien werden in Wirklichkeit sieben Meter hohe Betonmonster (Lärmschutzwände) sein. Die Frage ist, wie soll der Ausbau erfolgen? Eine Billiglösung mit sieben Meter hohen Lärmschutzwänden und Kreuzungsbereiche, wo kein Bürger erkennen kann, wie Auf- und Abfahrten verlaufen sollen? Wie soll bei Baubeginn der Verkehr aus und nach Ronsdorf laufen? Was passiert wenn die L 419 teilweise oder ganz gesperrt wird? Die Verbindung von Ronsdorf nach Lichtscheid und umgekehrt ist bei einer Sperrung nicht möglich.
Auch die trogförmige Tieferlegung auf ca. 5,75 Meter mit Lärmschutz versehenen Seitenwänden und möglicher Deckelung ist eine Alterative einer  Bürgerinitiative, an der ich vor einigen Jahren mitgearbeitet habe. Diese Planung haben wir einem Straßenbau-Professor vorgestellt und begutachten lassen. Er fand diese Planung sehr gut. Auch versuchten wir der damaligen Bezirksregierung diese Planung vorzustellen; dieses wurde trotz mehrmaliger Bitte abgelehnt.   
Auch die trogförmige Tieferlegung bringt das gleiche Problem mit der Verkehrsanbindung, weil die Bauarbeiten obererdig durchgeführt werden müssen. Eine Tunnellösung mag vielleicht als teurer erscheinen, ist aber in Wirklichkeit die Beste. Denn diese Bauweise ist umweltschonend und wird durch obererdige Bauarbeiten keine Behinderungen für die Ronsdorfer Bürger bringen.
Die Ronsdorfer Bürger, die Bürger von Lichtscheid und Umland sollten sich nicht auf die Billiglösung einlassen! Denn sie werden später mit Lärm und Feinstaubbelastungen leben müssen. Wenn die Planer von Straßen.NRW keine bessere und umweltschonendere Lösung bieten können, bleibt nur die Tunnellösung.

Horst Gonter
Marktstraße 32
42369 Wuppertal

Ausgabe 13 vom 31. Januar  2019

Stadt der Baumärkte

Betr.: Stadtplanung Wuppertal
Die Stadt möchte auf dem Gelände der ehemaligen „Bergischen Sonne“ einen Gewerbebetrieb ansiedeln. Es gibt jedoch einen besseren Vorschlag: die Ansiedlung eines Baumarktes!
Die Ansiedlung von Baumärkten auf hochwertigen Standorten hat in Wuppertal Tradition. Mitten in Elberfeld, wenige 100 Meter von der Stadthalle entfernt, wurde auf einer großen Bahnbrache, die direkt an die S-Bahn-Haltestelle Steinbeck angrenzt  ein großer Baumarkt angesiedelt. So entstand in der Stadt ein riesiger Parkplatz. Dieses Baugebiet hätte sich für verdichtete, hochwertige Wohnbebauung angeboten. Ein vergleichbarer Standort, nur kleiner, fand sich auf einer Bahnbrache in Heckinghausen. Auch dort wurde, direkt angrenzend an S-Bahn und Schwebebahn-Haltestelle, ein Baumarkt angesiedelt. Die angrenzenden, stark verdichteten Wohnquartiere von Heckinghausen und Oberbarmen schreien aber auch nach Grünflächen! Diesen Mangel zu beheben und das Wohnumfeld zu verbessern, war keine Aufgabe der Stadtentwicklung. Der wohl bedeutendste Standort für Baumärkte in Wuppertal ist Lichtscheid. Dort befand sich neben einem großen Baumarkt ein großes brachliegendes Gelände, das den Stadtwerken gehörte. Ein stadtbildprägender, alter Wasserturm auf dem höchsten Punkt von Wuppertal wurde im Auftrag der Stadt gesprengt, bevor das Denkmalschutzgesetz wirksam wurde. Nach einigen Jahren wurde auf dem Stadtwerkegelände ein weiterer großflächiger Baumarkt errichtet. Der höchste Punkt der Stadt wird seitdem von zwei Baumärkten beherrscht. Es wäre deshalb folgerichtig, auch auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots, das später von der Bergischen Sonne genutzt wurde, einen weiteren Baumarkt anzusiedeln, zumal das Gelände der Stadt gehören dürfte. Die Begründung für das Planungsrecht könnte die Stadt aus dem Bebauungsplan für den zweiten Baumarkt auf Lichtscheid übernehmen. Drei großflächige Baumärkte dicht beieinander, direkt angrenzend an einen wichtigen Verkehrsknoten, wären etwas Einmaliges! Wuppertal hätte dann einen neuen Ehrennamen: „Großstadt der Baumärkte“.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42287 Wuppertal

 

Ausgabe 11 vom 17. Februar  2019

Für Tunnel ausgeben

Betr.: Einwohnermeldeamt
Wenn man als Bürger Kontakt zur Stadt aufnehmen möchte, ist das mehr als schwierig. In diesem Fall ging es um eine Passbeantragung. Drei Monate vor Ablauf meines Reispasses dachte ich, eingedenk der Schwierigkeiten beim Einwohnermeldeamt, die schon im Jahr 2018 allseits publiziert wurden, mache ich mich mal auf, um mir dieses Dokument zu beschaffen.
Tag eins der Odyssee war dann folgender: Ich versuchte, mir einen Onlinetermin geben zu lassen, wohl wissend, dass ich ohne diesen nicht weiterkommen würde. Die Mitteilung im Internet lautete: nur vier Wochen im Voraus. Gleichzeitig erschien die Meldung, dass es weder im Einwohnermeldeamt noch einem der drei Bürgerbüros einen Termin für den Monat März geben würde!
Tag zwei startete dann mit einem vergeblichen Anruf beim Einwohnermeldeamt morgens um sieben Uhr zur Öffnungszeit. Nachdem man mir elektronisch mitgeteilt hatte, dass ich noch einen Ausbildungsplatz haben könnte und ich doch bitte meine Angelegenheiten, wenn möglich online klären sollte, gab es die Ansage. Die aktuelle Wartezeit beträgt weniger als eine  Minute. Nach geschlagenen 10 Minuten und weiterer Angebote um Lehrstellen habe ich entnervt aufgelegt. Ein weiterer Anruf um acht Uhr ergab dann: wegen Überlastung möge ich es doch nachmittags wieder versuchen. Das bringt leider nichts, wenn das Bürgerbüro Ronsdorf nachmittags geschlossen hat! Bei allen Informationsmedien der Stadt wird auf das Problem, das nun schon länger besteht, aufmerksam gemacht mit dem Hinweis, dass die Stadt Wuppertal kurzfristig Abhilfe schaffen würde. Jedoch scheinen der Zeitbegriff der Stadtbediensteten und der normaler Bürger erheblich zu differieren. Ich will jetzt nur hoffen, dass sich mein Termin am 1. April nicht als April-Scherz herausstellt und ich noch vor Ende Mai einen Pass ausgehändigt bekomme. Ein Schelm, wer hier an Schilda denkt!

Simone Scholl
Linde 59a
42287 Wuppertal

Ausgabe 11 vom 17. Februar  2019

Odyssee zum Reisepass

Betr.: Milliarden-Überschuss des Staates
Der Staat nahm im vergangenen Jahr 2018 58 Milliarden Euro mehr ein als er ausgegeben hat, teilte das Statistische Bundesamt am 22.02.2019 mit. Welche nachhaltigen In-vestitionen werden von den 58 Milliarden Euro Mehreinahmen wohl geplant und finanziert?
Meiner Meinung nach müssten diese 58 Milliarden Euro in der Hauptsache ins Bildungssystem, Gesundheitssystem, Kommunikation und Verkehrsinfrastruktur investiert werden.
Ein Projekt wie beispielsweise den Lückenschluss der L 418 mit der Autobahn A1 als Tunnel planen und durchführen wäre eine solche nachhaltige Investition, mit gewaltigen Vorteilen sowohl für die Ronsdorfer als auch für die anderen Anlieger.
Übrigens: Diese 58 Milliarden Euro sind, anders dargestellt, ebenso 58.000 Millionen Euro und etliche 1.000 Millionen Euro wird das Land NRW erhalten. Da sind doch die 50 Millionen Mehrkosten für den Tunnel wohl mit drin!!!

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 10 vom 10. Februar  2019

In welcher Welt leben wir denn?

Die betroffenen Eltern und Anwohner sind empört über die Unmengen von Vogelfutter an der Kita. (Foto: AS)

Betr.: „Bürger fühlen sich von Stadt alleingelassen“
Ich bin entsetzt und kann meine Fassungslosigkeit kaum in Worte fassen. Es geht hier um Kinder, die unsere Zukunft sind! Wie kann es da sein, dass sich nur die Eltern und Nachbarn für die Belange unserer „Kleinen“ stark machen?
Hier werden, seitens der Stadt scheinbar nur große Reden geschwungen und ein Ressort schiebt dem anderen Ressort die Verantwortung zu.
Man bekommt den Eindruck, das ist eine typische Reaktion der Stadt auf unangenehme Themen.
In dem Artikel steht, dass es eine „mutmaßlich geistig verwirrte Frau“ sei, die das Vogelfutter streut.
Jetzt frage ich mich, wenn man nur davon ausgeht, dass sie verwirrt ist, sie es ja aber vielleicht gar nicht ist, warum kann man dann nicht gegen Sie vorgehen?
Wenn unser einer z.B. in Elberfeld die Tauben füttert, ist das Ordnungsamt schneller zur Stelle, als man gucken kann und kassiert auch gleich ein Bußgeld. Und hier wo es um die Gesundheit unserer Kinder geht, passiert allem Anschein nach nichts.
Hat die Stadt Angst vor ihrem Image? Gegen – ich betone es noch einmal – eine „mutmaßlich geistig verwirrte Frau“ anzugehen?
Dem ganzen, finde ich, setzt es noch die Krone auf, dass die Eltern angegriffen, beleidigt und bedroht werden. In welcher Welt leben wir denn??

Sabrina Beckmann
per E-Mail

Ausgabe 10 vom 10. Februar  2019

Zum Treffen mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst

Betr.: Ausbau L419 Parkstraße /Anschluss A 1
In einem kürzlich erschienenen Artikel zum Treffen einiger Ronsdorfer mit Hendrik Wüst (Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen) und in einem Flyer zum Thema Ausbau L419 ist Widersprüchliches zu lesen.
Die Aussagen können nicht unwidersprochen hingenommen werden: Das Projekt trägt die Bezeichnung „Anschluss an die A1“  und nicht etwa „Stau vor der Blombachtalbrücke“ und hat die Zielsetzung, die Parkstraße irgendwann in weiter Ferne, ja wenn überhaupt, direkt an die A1 anzubinden, ohne die Blombachtalbrücke benutzen zu müssen, oder von der anderen Seite kommend, den Verkehr auf der Linde zu minimieren.
Es gibt bis heute keine planerische und finanzielle Sicherheit für den sogenannten 2. Bauabschnitt (Anschluss an die A1), der logischerweise der 1. Bauabschnitt sein müsste. Brückenwerke müssen erstellt werden, die Bahnlinie über- oder unterquert, Grundstücke gekauft bzw. enteignet, Anschlüsse von Norden und Süden an die Autobahn geschaffen werden.
Ohne planerische und finanzielle Sicherheit dieser angesprochenen Probleme ist ein Ausbau der Parkstraße völlig überflüssig und wird wie etliche andere Projekte scheitern. (Beispiel L74).
Es ist geradezu ein Horrorszenario, daran zu denken, dass nach erfolgtem Ausbau der Parkstraße, wie von dem Aktionsbündnis gefordert, der Verkehr, der sich mindestens verdoppeln wird, nun Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vor der Blombachtalbrücke stauen wird. Das wird die Brücke gar nicht aushalten!
Im Gespräch mit Verkehrsminister Wüst kommt klar und deutlich zum Ausdruck, dass ein frühzeitiger Ausbau der Parkstraße gar nicht realistisch ist.
Zitat: „Da eine Verschiebung der Bauarbeiten auf der A46 , mit Blick auf die Substanz der dortigen Brücken nicht möglich sei, plane man, durch weitgehende Beibehaltung der Zahl der Fahrspuren während der Bauarbeiten einen massiven Ausweichverkehr erst gar nicht entstehen zu lassen.“
Trotz dieser aussagekräftigen Information durch das Ministerium fordert man im Flyer eine denkbar einfache Lösung.
Zitat: „Der Ausbau der L419 muss vor der Inangriffnahme der geplanten Großbaustellen fertiggestellt sein“.
Schlussfolgernd sei festgestellt, hier wird der Eindruck erweckt, den Ronsdorfer Bürgern etwas Gutes tun zu wollen. Jedoch das Gegenteil ist der Fall.

Dorothea Glauner
Stadtverordnete
per E-Mail

Ausgabe 08 vom 24. Februar  2019

Mehr als einfach „alles nur schön“

Betr.: Garten- und Park-Arbeiten im Frühjahr

Jedes Jahr, wenn der Winter weicht und bevor die Schutzbestimmungen für Fauna und Flora in Kraft sind, kommen sie in Scharen hervor und treiben ihr Unwesen – die städtischen Männer in grün, die Leute vom „Gala Bau“ und auf privater Seite all die selbsternannten Gartenfreunde, Naturfreunde und Gartenapostel. Letzere wissen meist nur, dass in der Natur das Grüne nach oben gehört und der Rest nach unten. Ansonsten nimmt Natur das Licht zum Sonnen, den Platz zum Grillen und Trinken, und im Herbst macht sie mit viel Laub auch noch Schmutz.
Also wird das Ganze vom Baumarkt fleißig beworbene Instrumentarium von A wie Ameisenvernichter über M wie Motorsäge bis Z wie Zange mit Hydraulik hervorgeholt und eifrig eingesetzt. Gnadenlos werden gesunde Bäume gefällt (es gibt ja keine Baumschutzsatzung mehr), voll im Saft stehende Hecken und Sträucher abgesägt. Alles was keine Erlaubnis zum Wachsen hat, muss weg. Fragt man sie nach dem Warum, kommt fast immer die Antwort „wir machen doch nur alles schön“, fragt man weiter nach, sind es natürlich alles Freunde der Umwelt.
Dieses naturvernichtende, barbarische und nur als idiotisch zu bezeichnende Treiben hat in den letzten Jahren immer massivere Züge angenommen. Jeder, der mit offenen Augen durch Ronsdorf und Wuppertal geht, wird die Schäden bemerken. Wertvoller Raum für das kriechende und fliegende Getier wird vernichtet, vom Wert des Grünen für das Klima nicht zu reden. In den Medien kommt dann das pharisäerhafte Jammern über Vögel, Insekten und anderes verschwundenes Getier. Wenn ich hier ein Vogel wäre, ich würde auch keine Eier mehr legen! Es ist schon fünf nach Zwölf für unseren Planeten, der Ast, auf dem wir sitzen, wird von uns selber abgesägt, und solch ein Verhalten beschleunigt die Talfahrt.

Peter Moll
Bauvereinstraße 15
42369 Wuppertal

Ausgabe 08 vom 24. Februar  2019

Moralisch vollkommen verlottert

Betr.: Bürgersteig vor der Feuerwache

Die Frage: „Wer saniert den Bürgersteig vor dem Neubau der FF Ronsdorf?“ ist schnell beantwortet: Ich jedenfalls nicht - dafür habe ich meine finanziellen Beiträge (insgesamt  400 Euro) zu dem Projekt „Build up!“ nämlich nicht hergegeben. Wie man bei der Stadt Wuppertal auf das vollkommen grenzdebile Ansinnen verfallen ist, der Förderverein möge die ihm von zahlreichen Ronsdorfer Bürgerinnen und Bürgern sowie von ortsansässigen Unternehmen zur Verfügung gestellten Spendenmittel zweckwidrig in die Rekonstruktion eines städtischen Bürgersteigs investieren, erschließt sich mir nicht. In Anbetracht der von den Aktiven des Löschzuges in ihrer Freizeit für den Neubau umfangreich erbrachten Eigenleistungen halte ich die Forderung der Stadtoberen, der Löschzug möge den Bürgersteig doch bitteschön selber wiederherstellen, auch moralisch für vollkommen verlottert.

Klaus Humburg
Mühlenfeld 38
42369 Wuppertal  


Ausgabe 08 vom 24. Februar  2019

Logische Planung

Betr.: Planung L 419

Das SonntagsBlatt hat Ende Januar einen Plan der Stadt Wuppertal für den Neubau der L 419  veröffentlicht. In diesem Plan aus dem Jahr 2005 ist vorgesehen, die neue, autobahnähnliche Straße, soweit diese an Baugebiete von Ronsdorf angrenzt, zu untertunneln und die bestehende L 419, einschließlich des Kreisels Lichtscheid, für den städtischen und regionalen Verkehr zu erhalten.
Ich habe 2017 eine weitgehend gleiche Planung erarbeitet und veröffentlicht. Die inhaltliche Übereinstimmung dieser beiden Pläne ist zunächst überraschend, zumal ich von der Existenz der städtischen Planung erst im Januar 2019 erfahren habe. Sie ist jedoch logisch, da beide Planungen die gleichen Ziele verfolgen:
Die Wohnsiedlungen von Ronsdorf sollen durch die neue Autobahn für den Fernverkehr  nicht mit Schadstoffen und mit Lärm belastet werden.
Die geplanten, bis sieben Meter hohen Lärmschutzwände sind unzureichend und verschandeln das Ortsbild.
Ronsdorf darf nicht im Norden durch die Sperre einer Autobahn von seiner angrenzen-den Landschaft abgeschnitten werden. Das Gleiche gilt für Tiere und Pflanzen.
Umwege und zeitliche Verzögerungen des öffentlichen Personennahverkehrs durch die neue Autobahn sind nicht zulässig.
Für den überaus starken städtischen Verkehr von und nach Ronsdorf sind eigene Straßen erforderlich. Behinderungen des städtischen Verkehrs durch den Fernverkehr und Behinderungen des Fernverkehrs durch den städtischen Verkehr, sind zu vermeiden. Sie sind zudem unfallträchtig.
Es ist nicht verständlich, dass Wuppertal dem offengelegten Plan für die neue L 419 im Grundsatz zugestimmt hat. Wuppertal hat die Interessen seines Stadtbezirkes Ronsdorf zu vertreten und nicht die Billigvariante des Landesbetriebes Straßenbau.
Die „alte Planung“ der Stadt hat etwas Gutes: Die Position der Bürger von Ronsdorf, die sich für eine menschen- und umweltgerechte Planung der L 419 einsetzen, wird gestärkt. Dies gilt auch für eine Normenkontrollklage beim Oberverwaltungsgericht. Es ist zu hoffen, dass der Landesbetrieb Straßenbau eine neue Planung für den Neubau der Südtangente im Abschnitt der L 419 offenlegen wird.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42369 Wuppertal


Ausgabe 06 vom 10. Februar  2019

Einfach nur sprachlos

Betr.: Bürgersteig vor der Halle der FFW

Die Ronsdorfer Bürger und Firmen spendeten 300.000 Euro für den Bau einer neuen Wagenhalle für die Freiwillige Feuerwehr.  Dass dieser hohe Betrag nur durch Spenden zusammen kam, ist ein stolzes Ergebnis.   Auch wenn ich persönlich die Dienste der Freiwilligen Feuerwehr noch nie in Anspruch nehmen musste, bin ich doch der Meinung, dass alle Rettungseinrichtungen mit dem bestmöglichem Equipment ausgestattet sein sollten. Dass sich die Stadtverwaltung als nicht zuständig für die Sanierung des Bürgersteiges hält, macht einfach nur sprachlos. Herr Mucke und Konsorten, Sie sollten sich schämen, pfui.

Susanne Ludwigs
Breite Str. 79
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 06 vom 10. Februar  2019

Eine Pflicht der Stadt

Betr.: Bürgersteig vor der Halle der FFW

Die unendliche Geschichte nimmt kein Ende. Ich habe den Eindruck, dass Ronsdorf gar nicht zu Wuppertal gehört. Die auch von den Ronsdorfer Bürgern gewählten Ratsmitglieder der Stadt sind sich ja schon untereinander nicht grün, da ist es wohl zuviel verlangt, dass sie ihren Aufgaben nachkommen wofür sie gewählt worden sind.
Es werden immer mehr Menschen gebraucht, die sich für ein Ehrenamt entscheiden, wozu auch die Freiwillige Feuerwehr gehört. Da ist es doch wohl eine Pflicht der Stadt, dafür Sorge zu tragen, dass auch die Arbeit der Feuerwehr gewährleistet ist.
Es ist wohl von der Stadt mal ein großes Dankeschön an die Ronsdorfer Bürger angebracht, die es durch großzügige Spenden möglich gemacht haben, dass die neue Wagenhalle gebaut werden konnte. Es sollte selbstverständlich sein, dass der Bürgersteig schnellstens in Ordnung gebracht wird und die Feuerwehr ihre Arbeit aufnehmen kann. Hoffentlich kommt keiner des Rates der Stadt mal in die Lage, auf die Arbeit der Feuerwehr angewiesen zu sein und sie nicht in der Lage ist, zu helfen. Mein besonderer Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die sich für die Menschen einsetzen und zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit sind zu helfen.

Marietta Vraetz
Goldlackstr.
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 05 vom 03. Februar  2019

Keine Gleichbehandlung

Die Stadtbibliothek Wuppertal geht mit der Zeit – Christian Brenscheidt, Leiter Stadtteilbibliothek Ronsdorf, wechselt nach Cronenberg. Diese Information im SonntagsBlatt vom 20.1.19 ist für Ronsdorf von besonderem Interesse!
Herr Brenscheidt wechselt augenscheinlich nach Cronenberg, weil die dortige Planstelle der Leitung eine sog. unbefristete Planstelle ist, während in Ronsdorf die Stelle des Leiters den Vermerk  „befristet“ trägt; dies ist im öffentlichen Dienst von einschneidender Bedeutung.
Es ist wohl richtig, dass Gerüchte über eine sofortige Schließung der Ronsdorfer Stadtteilbibliothek aktuell nicht zutreffen. Es stellt sich jedoch die Frage, warum Cronenberg und Ronsdorf hier unterschiedlich behandelt werden. Im Hinterkopf habe ich dabei die Tatsache, dass es sich bei den Bibliotheken um eine sogenannte freiwillige Leis-tung der Stadt handelt, die bei einer weiteren Sparrunde gestrichen werden könnte. Dann wäre es für die Stadt einfacher,   Ronsdorf zu schließen, weil hier die Planstellen schon  befristet besetzt sind.
Unsere Stadtteil-Politiker sind über diese „Ungleichbehandlung“ der Ronsdorfer    Bibliothek, die schon seit mehreren Jahren besteht, bestimmt informiert; der Haushaltsplan mit Stellenplan der Stadt ist jedem Stadtteil-Politiker frei zugänglich! Sie haben nur vergessen, die Bürger über dieGründe für die Benachteiligung von Ronsdorf zu informieren.

Peter Stuhlreiter
Im Saalscheid 7
42369 Wuppertal

Ausgabe 03 vom 20. Januar  2019

Nicht nur die Autos

Betr.: Umwelthilfe

Tagtäglich hört oder liest man von den neuesten Etappensiegen der Vereinigung „Deutsche Umwelthilfe“. Dass Fahrverbote und sonstige Gängeleien von großen Teilen der Mainstream-Medien in Kommentaren bejubelt wird, verwundert nicht wirklich. Nicht nur ich als bekennender Dummbürger, sondern auch viele meiner Mitbürger sehen die Vereinigung in einem anderen Licht. Es ist schlichtweg skandalös, dass ein Abmahnverein mit weniger als 300 Mitgliedern in der Lage ist, ein ganzes Land lahm zu legen, hier sei insbesondere auf die Sperrung der (über)lebenswichtigen A 40 verwiesen.
Dass nunmehr die Geschädigten zurückschlagen, ist längst überfällig. In den Medien wird versäumt (aus Unkenntnis?) darauf hinzuweisen, dass die DUH sehr wohl finanzstarke Projekte generiert, die dann allerdings an Tochterfirmen ausgelagert werden, insofern muss die DUH sich auch nicht für etwaige riesige erwirtschaftete Gewinne rechtfertigen. Wer nix hat, muss auch nix offenlegen.
Dass Herr Resch wohl lieber das bequeme Dieseltaxi als ein umweltfreundliches Fahrrad vorzieht, ist zumindest nicht lauthals dementiert worden. Gleiches gilt für die mannigfaltigen Flugreisen des Herrn Resch, die selbstverständlich einzig und allein der Rettung der Welt dienen. Auch zu dieser schon lange kursierenden Kolportage mangelt es an einem Dementi.
Wissen Sie, warum ich Resch und seine Gurkentruppe nicht ernst nehmen kann? Ganz einfach: Gehen Sie mal an einem beliebigen Tag (es sollte allerdings Tiefdruck herrschen) in Düsseldorf oder in Köln oder in sonstigen Anrainerstädten am Rheinufer spazieren. Was sehen Sie? Richtig, dicke Dieselschwaden quillen aus den Schornsteinen der Schiffe. Aber nicht nur das, aus den Schornsteinen der Häuser winken Ihnen die dichten Rauchwolken entgegen, wenn mal wieder nasses Holz, der Otto Katalog, die Plastiktüten vom letzten Einkauf oder sogar die Oma verbrannt wird. Von den Emissionen der Mallorca-Bomber wollen wir lieber gar nicht erst reden. Nehmen Sie die vielen Baustellen- und Landwirtschaftsmaschinen. Die laufen zum Teil noch ganz ungefiltert. Gleiches gilt für die immer größer werdende Zahl von alten Pkw und Lkw,  die durch das „H“ Kennzeichen von allen Verboten ausgenommen sind. Und, nein, das ist keine verschwindend geringe Zahl. (Ich fahre auch so ein landwirtschaftliches Ungetüm).
Das ist nur eine bruchteilhafte Aufzählung dessen, was immitiert (Einwirken auf Organismen und Gegestände) und daher von Resch angefeindet werden müsste, wollte man von einer „Gerechtigkeit“ sprechen. Nur die Autos im Visier zu haben, geht – nicht nur nach meiner – Auffassung nicht. Das ist Ideologie pur. Was soll hier erreicht werden?
Die vollständige Eindämmung jeglicher Individualität, ein gleichgeschaltetes Fußgängervolk, oder was? Heute kassieren wir den Diesel, morgen den Benziner und dann die ganze Individualität. Nee, danke, Herr Resch! Übrigens... nach meiner unmaßgeblichen Meinung haben Resch und Co. beste Chancen, in Kürze ein Tempolimit zu erreichen. Von 120 oder gar todesmutigen 130 km/h werden wir dann – obwohl jetzt noch dementiert – träumen. Mit Hilfe der Grünen, Fürsprache von den SPD Genossen und der Merkel Fraktion werden wir dann nach DDR Vorbild mit 100 über die Autobahnen rasen.

Martin Hoffmann
Langenhaus 1 a
42369 Wuppertal

Ausgabe 02 vom 13. Januar  2019

Landschaft zerstören

Betr.: Flächen für Wohnungsbau in Wuppertal

Wenige Tage vor Weihnachten stand in den offiziellen Mitteilungen von Wuppertal: „Insgesamt 110 Hektar neue Flächen für den Wohnungsbau sollen so auf den Markt kommen“. 110 ha sind mehr als eine Million Quadratmeter. Auf dieser Fläche können Woh-nungen für 20.000 Menschen – ein zweites Ronsdorf – gebaut werden. Offensichtlich liegt Wuppertal in einer großen, weiten Wüs-te. Weder von Natur und Landschaft noch von den Zielen der Raumordnung war in der Mitteilung der Stadt zu lesen. Begründet wird der Beschluss des Rates vom 12. März 2018 mit der wachsenden Einwohnerzahl und der Absicht, wohlhabende Bürger aus Düsseldorf anzusiedeln. Wegen dieser an den Haaren herbeigezogenen Begründung soll die Natur und die Landschaft von Wuppertal bebaut und zerstört werden. Dies bedeutet auch, dass Erholungsgebiete zugebaut werden und dass die Lebensqualität der ansässigen Bevölkerung verschlechtert wird.
Die hoch verschuldete Stadt (rd. zwei Milliarden!) mit einer unterbesetzten Fachverwaltung wird durch die neuen Siedlungen am Stadtrand ausgelastet sein. Dies wird zur Folge ha-ben, dass große städtebauliche Problemviertel weiter veröden und die Unterschiede innerhalb der Stadt, zwischen armen und reichen Stadtquartieren, zunehmen werden.
Wer soll die neuen Siedlungen planen und bauen? Die Stadt kann es nicht, sie überlässt diese Aufgabe den Inves-toren. In Wuppertal sind die Investorenpläne auch Grundlage für Bebauungspläne. Das Ergebnis ist voraussehbar: Betonkästen für wohlhabende Bürger im internationalen Stil, wie sie in jeder Stadt zu finden sind. Ästhetik zählt nicht, Wuppertal verliert sein Gesicht.
Eine Stadt hat das Recht, neue Bauflächen zu planen. Die Planungshoheit wird jedoch eingeschränkt durch die Ziele der Raumordnung im Landesentwicklungsplan und im Regionalplan. Neue Bauflächen oder Baugebiete müssen von der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass im Regionalplan entsprechende Siedlungsbereiche dargestellt sind. Zurzeit gibt es diese Darstellungen nicht; Wuppertal muss zuerst bei der Bezirksregierung beantragen, den Regionalplan im Sinne seiner Planungen zu ändern. Der Schutz der Landschaft ist jedoch ein wichtiges Ziel im Landesentwicklungsplan. Ob der Regionalplan geändert werden kann, ist daher fraglich.
Noch kennt niemand die „grünen Wiesen“, die nach Ansicht der Stadt bebaut werden sollen. Wenn diese bekannt geworden sind – voraussichtlich im kommenden Sommer – können die Bürgerinnen und Bürger bei der Bezirksregierung Düsseldorf gegen diese Planungen protestieren und begründen, warum sie die Zerstörung der Landschaft durch neue Siedlungen ablehnen.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42369 Wuppertal

Ausgabe 01 vom 6. Januar  2019

Zersiedelung von Randgebieten

Betr.: Bauvorhaben Rädchen/Heidter Straße

Stimmte die BV Ronsdorf im Jahr 2013 mehrheitlich noch gegen die Offenlegung des Bebauungsplans 1170 V (Rädchen/Heidter Straße), so beschloss sie mehrheitlich am 19.6.2018  den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 1234 (Rädchen-Süd) und ermöglicht damit gegebenenfalls die Durchführung der Bebauung von 7.000 Quadratmetern  Wiesen – und baumbestandener Brachfläche im Grenzgebiet der Städte Wuppertal und Remscheid.
Damit einher verliefe die Verwirklichung des Bauvorhabens von Investoren, die im Segment des gehobenen Wohnkomforts tätig sind und deren Pläne ohne erkennbare Hinweise auf besondere „öffentliche Belange“ in ein Bauleitplanverfahren durch die Stadt Wuppertal übernommen wurden.
Die Zersiedlung von Randgebieten erfolgt hierbei wohl in der Annahme, dass Komfort-Wohnungsbau zur Attraktivitätssteigerung  einer „wachsenden Großstadt“ unbedingt erforderlich ist, obwohl verschiedene Statistiken bis 2030 eine sinkende Bevölkerungsentwicklung prognostizieren und die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zur Reduzierung der Flächenversiegelung (bis 2020 von momentan 62 ha auf 30 ha ) ausgeblendet wird.
Eine Gegenüberstellung von vorhandenen städtischen Brachflächen (117 ha) und den avisierten von 110 ha für Wohnbauflächen zeigt auf, dass der Ansatz einer neuerlichen Versiegelung überflüssig ist und im vorliegenden Fall lediglich der Befriedung von Partikularinteressen dient. Ein weiterer Eingriff in den Landschaftsraum Gelpe ohne zwingende Gründe verbietet sich auch durch die mit der Planung verbundenen offen erkennbaren Problembereiche, wie zum Beispiel die Entwässerungsproblematik vor dem Hintergrund des Hochwasserschutzes, der kritischen Verkehrssituation auf der Straße Langenhaus-Rädchen in diesem Bereich, der Zerschneidung des Hohlwegs als Bodendenkmal (Hohlweg, Historische Landstraße Neuland B 039) und des Eingriffs in das Biotop in diesem Gebiet.
Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung des Natur- und Landschaftsschutzes sowie der Naherholungsfunktion für die Bevölkerung beider Großstädte ist ein weiterer Eingriff  nicht gerechtfertigt – auch unter dem Hinweis der Stadt Wuppertal auf eine Außenbereichsfläche in einem „temporären Landschaftsschutzgebiet... Die Ronsdorfer ­– und die im Nahbereich wohnende Remscheider Bevölkerung wird vor diesem Hintergrund den Offenlegungsbeschluss im II. Quartal 2019 sicherlich aufmerksam und kritisch bewerten.

Wolfgang Luge
Langenhaus 2
42369 Wuppertal

Ausgabe 01 vom 6. Januar  2019

Ignorant

Betr.: Bürgersteig vor der neuen Wagenhalle der Ronsdorfer Feuerwehr

Es ist eine Unverschämtheit, mit welcher lgnoranz der Rat der Stadt Wuppertal den Ronsdorfer Bürgern gegenüber sich verhält. Man diskutiert über eine Seilbahn und eine Landesgartenschau und ist nicht in der Lage, seinen kommunalen Verpflichtungen den Ronsdorfer Bürgern gegenüber seiner Pflicht nachzukommen den Bürgersteig vor der Feuerwehr in Ordnung zu bringen. Man sitzt es wohl aus und wartet, ob die Ronsdorfer nicht auch noch mit Spenden den Bürgersteig in Ordnung bringen. Ich wünsche mir, dass die Ronsdorfer bei der nächsten Wahl sich mal genau so ignorant verhalten und das auch Mal mit ihrer Stimme zum Ausdruck bringen.
Einen besseren Start ins neue Jahr wünscht ...

... Marietta Vraetz
Goldlackstraße
42369 Wuppertal

Ausgabe 01 vom 6. Januar  2019

Nur ein Bürgersteig an einer x-beliebigen Straße

Betr.: Bürgersteig vor der neuen Wagenhalle der Ronsdorfer Feuerwehr

Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, zanken sich unsere Volksvertreter jetzt darum, wer den Bürgersteig vor der neuen Wagenhalle der FFW in Ronsdorf aus dem Zustand des Feldwegcharmes in den Zustand eines Bürgersteiges erhebt oder auch nicht?
Wenn ich es auch richtig verstanden habe, findet Herr Müller, dass dieses Thema – und ja, gerne werde ich ein wenig polemisch – unwichtiges Wahlkampfgetöse um einen Bürgersteig an einer x-beliebigen Bezirksstraße ist.
Ohne mich jetzt tiefgreifend und in epischer Breite mit allem „wer ist wann wo wie wofür zuständig“ auseinanderzusetzen oder auch nur auseinandersetzen zu wollen, fällt mir spontan dazu eigentlich nur ein „schäme er sich“ ein. Pfui ist das!
Natürlich muss man sich im Rat mit existentiell bahnbrechenden Entscheidungen wie Seilbahnen von hüben nach drüben und kreuz und quer, kilometerlangen Hängebrücken und Bewerbungen für eine Bundesgartenschau auseinandersetzen. Das ist natürlich wesentlich prestigeträchtiger als die Instandsetzung eines Bürgersteiges an einer x-beliebigen Bezirksstraße. Das muss jeder, auch Herr Wierzba, doch bitte verstehen.
Möge Herr Baudezernent Meyer bei seinem Ortstermin doch eine Erleuchtung erfahren und sich des armen Bürgersteiges erbarmen, bevor sich noch jemand dort die Gräten bricht. Auch wenn ich unsere FFW zum Glück noch nicht brauchte und hoffentlich auch nie brauchen werde, so bin ich froh, dass es sie gibt.
Auch wenn ich nur mit einer Kleinstspende an der neuen Wagenhalle beteiligt bin, bin ich stolz auf alle Ronsdorfer, die das möglich gemacht haben. Da können sich so einige unserer Kommunalpolitiker mal ein dickes Scheibchen von abschneiden.
Liebe Mädels und Jungs von der FFW Ronsdorf: DANKE, DASS ES EUCH GIBT!

Anja Major
In der Krim 49
Ronsdorf
(nicht Wuppertal, SO!)

 

Ausgabe 50 vom 16. Dezember  2018

Natur wird zerstört

Betr.: Bebauungsplan Rädchen

Die Gelpe ist wegen ihrer Größe und Vielfalt eines der wichtigsten Landschaftsräume von Wuppertal. Zur Gelpe gehören Wiesen, Weiden, artenreiche Wälder, naturnahe Bäche, eine Talsperre, viele schöne Wanderwege und einige Aussichtspunkte. Sie ist zudem ein viel besuchtes, stadtnahes Erholungsgebiet mit sozialer Bedeutung. Die Probleme dieses Gebietes ergeben sich aus seiner Schönheit. Wer möchte nicht am Rande einer ruhigen Landschaft mit weitem Ausblick und zugleich stadtnah wohnen?
Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass der Landschaftsraum Gelpe Stück für Stück zugebaut und damit zerstört wird. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist der Entwurf für den Bebauungsplan Rädchen-Süd. Ende November hat die Stadt diesen Plan in der Gesamtschule Ronsdorf erstmals vorgestellt.
Ein Investor hat ein 7.000 qm großes Grundstück am Südende der Straße Rädchen erworben und den Entwurf des Bebauungsplanes erarbeitet. Das Grundstück ist Teil des Landschaftsraumes Gelpe, hat Bedeutung für die Natur und wird von einem wichtigen Wanderweg durchquert. Nach dem Entwurf des Bebauungsplanes soll die Fläche mit zwei Mehrfamilienhäusern und zehn Einfamilienhäusern dicht bebaut werden. Und dies unmittelbar an der Stadtgrenze zu Remscheid und damit angrenzend an eine geschützte Landschaft.
Wuppertal hat kein langfris­tiges und nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept. Mit immer neuen Baugebieten in ihrem grünen Umland verbaut sie ihre Zukunft als lebenswerte grüne Stadt. Aus Anlass des Bebauungsplans Rädchen-Süd habe ich deshalb bei unserem Oberbürgermeister angefragt, ob Wuppertal die Wiesen und Weiden des Landschaftsraumes Gelpe erhalten oder künftig als Baugebiete nutzen möchte. Da Wuppertal die Planung eines Investors ohne zwingenden Grund in ein Bauleitplanverfahren übernommen hat, macht sie deutlich, dass sie den Bebauungsplan Gelpe-Süd befürwortet. Mit Sicherheit ist dies nicht das letzte Baugebiet im Landschaftsraum Gelpe. Da für die Stadt die Interessen von Investoren vielfach Vorrang haben vor sozialen Belangen und dem Schutz der Natur, wird die Erhaltung der Landschaft zunehmend eine Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42369 Wuppertal

Ausgabe 49 vom 9. Dezember  2018

Zerstörung der Natur

Betr.: Bebauung Gelpe

Im Vergleich zu anderen Städten hat Ronsdorf einen besonderen Vorzug: Es grenzt im Westen direkt an den Landschaftsraum Gelpe. Dieses vielfältige Gebiet hat mit seinen Wiesen, Wäldern, Bächen und Wanderwegen große Bedeutung für die Natur und für die Erholung der Menschen.
Vor 50 Jahren gab es eine markante Grenze zwischen den bebauten Gebieten von Ronsdorf und dem Landschaftsraum. Diese Grenze wurde durch die Höhenstraßen Rädchen, Blutfinke, Luhnsfelder Höhe und Staubenthaler Höhe gebildet. Im Osten dieser Straßen waren Siedlungen, im
Westen Wiesen, Weiden und einige ältere Häuser.
In den letzten 50 Jahren wurde der Landschaftsraum an seiner westlichen Grenze durch immer neue Baugebiete und Häuser verkleinert und zerstört. Ich habe mich mit meinen Freunden und mit vielen Bürgerinnen und Bürgern dagegen gewehrt. Ein einziges Mal hatten wir Erfolg: Die Wiese zwischen der Luhnsfelder Höhe und der Hofschaft Huckenbach sollte mit rd. 50 Einfamilienhäusern bebaut werden. Der Rat wollte die Bebauung durchsetzen. Erst durch den Einspruch der Bezirksregierung konnte diese Bebauung verhindert werden. Im Falle des Baugebietes Rädchen hatten wir keinen Erfolg. Ein wichtiges Stück Landschaft wurde zugebaut.
Und die Bebauung geht weiter. Ein Investor hat ein verwildertes Grundstück am Südende der Straße Rädchen erworben und möchte es mit faktisch dreigeschossigen Wohnhäusern dicht bebauen. Normalerweise müsste der Investor selbst einen Bebauungsplan entwerfen. Da aber der Stadt ein angrenzendes Grundstück gehört, das sie bebauen möchte, wird dieser Bebauungsplan von der Stadt erarbeitet.
Die Stadt wird aus Eigeninteresse diesen Bebauungsplan durchsetzen und alle Bedenken der Ronsdorfer Bürgerinnen und Bürger gegen die Bebauung dieses Landschaftsraumes abwehren. Luxuswohnungen haben Vorrang. Der Bezirksbürgermeister Scheuermann-Giskes machte bei der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit deutlich, dass er die Bebauung befürwortet. Am Ende des Bauleitplanverfahrens wird wieder ein Stück des Landschaftsraumes Gelpe zerstört werden. Und dies wird nicht das letzte Baugebiet sein. Die Belange der Natur und die Belange der Menschen von Ronsdorf sind nachrangig.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42369 Wuppertal

Ausgabe 49 vom 9. Dezember  2018

Perfekter Gesang

Betr.: Konzert „8Karat“ am 24. November

„8Karat“ Vokalkunst in der reformierten Kirche in Ronsdorf – ein vorweggenommenes Weihnachtsgeschenk. Welch ein Glück, in den Genuss dieses wunderbaren Konzertes gekommen zu sein. Das Vokalensemble begeisterte von der ersten bis zur letzten Minute mit seinem perfekten A-capella-Gesang.
Dank den Initiatoren für dieses Highlight.

Krista Dörner
Anschrift der
Redaktion bekannt

Ausgabe 48 vom 2. Dezember  2018

Vorläufig kein Ausbau?

Betr.: Ausbau L 419

Der Ausbau der Parkstraße (L419) als Autobahn wird vorläufig nicht durchgeführt!
Warum fordert die Parteieninitiative „Ronsdorfer für die L419“ den sofortigen Ausbau der Parkstraße zur Autobahn, wo doch, nach meinem Kenntnisstand, von den Verantwortlichen beschlossen wurde, dass der Ausbau vorläufig nicht durchgeführt wird.
Erläuterung: Auf der Informations-Veranstaltung am 24.01.2018 der IHK Wuppertal zum bevorstehenden Teilneubau der Schwelmetalbrücke fragte ich Herrn Thomas Wängler (IHK Wuppertal): „ Die Baumaßnahmen der A46 dauern bis zum Jahr 2024 und der Teilneubau der Schwelmetalbrücke dauert ähnlich lange. Wenn die L 419 dann auch noch ausgebaut wird, wird das Verkehrschaos in Wuppertal wohl perfekt sein.“ Herr Wängler antwortete: „Die L419 wird vorläufig nicht ausgebaut! Die anderen Baustellen müssen zuerst fertig gestellt werden“
Da weder die Leiterin des städtischen Ressorts „Straßen und Verkehr“ noch der Vertreter von „Straßen NRW“ widersprachen, gehe ich davon aus, dass damit der Ausbau der L 419 von den Verantwortlichen bis mindestens 2025 aufgeschoben worden ist.
Wir Ronsdorfer können somit noch viele Jahre ohne zusätzlich Lärmbelästigung und ohne Erhöhung der gesundheitsgefährdenden Stoffe (Feinstaub, Stickstoffdioxid, CO, CO2) in den Ronsdorfer Anlagen spazieren gehen.

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 48 vom 2. Dezember  2018

Nicht weiter zerstören

Betr.: Zerstörung des Landschaftsraumes Gelpe

Der Rat der Stadt Wuppertal hat beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, ein Konzept für neue Wohnbauflächen in einer Größenordnung von 110 ha zu suchen. Begründet wird dieser Auftrag unter anderem mit dem Bestreben der Stadt, Familien aus dem Ballungsraum Düsseldorf in Wuppertal anzusiedeln. Zu befürchten ist ein enormer Verlust an Natur und Landschaft. Im besonderen Ausmaß wird Ronsdorf betroffen werden. Für „Aussiedler“ aus dem Ballungsraum Düsseldorf werden hochwertige Wohnbauflächen benötigt. Diese finden sich im Westen von Ronsdorf, im Landschaftsraum der Gelpe. Hierzu gehören die Wiese Rädchen, die Wiese Luhnsfelder Höhe und die Wiese Staubenthaler Höhe.
Bisher ist es den Bürgerinnen und Bürgern von Ronsdorf nur einmal gelungen, ein neues Baugebiet zu verhindern: Die Wiese zwischen der Hofschaft Huckenbach und der Luhnsfelder Höhe sollte im Jahr 2000 ein neues Baugebiet werden. Die Wiese gibt es noch heute. Vor 50 Jahren begrenzten die „Höhenstraßen“ Rädchen, Blutfinke, Luhnsfelder Höhe und Staubenthaler Höhe weitgehend den Siedlungsraum Ronsdorf im Westen. Eine Ausnahme waren nur die älteren Baugebiete von Holthausen. Heute besteht die Tendenz, auch die letzten Ausblicke auf die Landschaft der Gelpe zu verbauen.
Die Nähe von Natur und Landschaft war in der Vergangenheit ein hervorragendes Merkmal von Ronsdorf. Wie lange noch? Stückchen für Stückchen wird die Gelpe zugebaut. Ein prägnantes Beispiel hierfür ist das Baugebiet Rädchen an der Stadtgrenze von Remscheid. Die Bezirksvertretung Ronsdorf und viele Bürger haben dieses Neubaugebiet für mehrgeschossige Wohnhäuser abgelehnt. Der Rat hat es jedoch beschlossen.
Die Zerstörung des Landschaftsraumes Gelpe durch immer neue Baugebiete und Baugenehmigungen muss endlich beendet werden!

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42369 Wuppertal

Ausgabe 46 vom ^8. November 2018

Was ist heute anders?

Bezug: Aufregung um L 419

In den letzten Wochen lebte die Diskussion über den Bau einer Autobahn durch Ronsdorf wieder auf! Was ist der Auslöser dafür?
In der örtlichen Presse wurde ein Artikel veröffentlicht, der über den Weiterbau der Autobahn 1 in der Eifel berichtete. Dort hatten Bür­gerinitiativen den oberirdischen Weiterbau der Autobahn A 1 durch ihre Proteste und Klagen blockiert, weil durch den Bau unter anderem ge­­schützte Tiere wie das Haselhuhn gefährdet wür­den.
Es wurde beschlossen, einen Tunnel zu bauen, um den Baubeginn nicht durch Klagen der Bürger und der Umweltverbände stark zu verzögern oder gar zu verhindern.
Aus Sicht von Ronsdorfer Bürgern entstand der Eindruck, für das Haselhuhn in der Eifel wird ein Tunnel gebaut, für den Ronsdorfer Bür­ger ist ein solcher Tunnelbau zu teuer oder gesetzlich nicht notwendig!
Für Wuppertal wäre eine solche Änderung staatlichen Handelns nicht neu. Der damalige CDU-Vorsitzende von Wup­­pertal, Herrman-Josef Rich­­ter pflanzte gemeinsam mit der jungen Union aus Protest Bäume auf der künftigen Trasse der L 418 durch Cronenberg, um zu zeigen: Diese geplante Straße wird so nicht durch das Burgholz gebaut. Die Landesregierung schwenkte um und siehe da, der Burgholz-Tunnel entstand.
Auch damals klagten Vasallen der Politik über zu hohe Kosten und sagten, der bestehende Billigentwurf entspräche doch gesetzlichen Vorgaben.
Der frühere SPD Vorsitzende von Wuppertal, Rudolf Dressler, und die damalige Stadtspitze erklärten: „So einen Fehler, wie die Zustimmung aus Wuppertal für den Bau einer Stadtautobahn A 46 durch unsere Stadt werden wir nie wieder begehen!“
Was ist denn heute anders?
Uns fehlen Wuppertaler Politiker, die sich ohne Wenn und Aber für ihre Stadt und die Gesundheit der Bürger einsetzen. Vielleicht wird dies nach der Trennung der Gro-Ko im Wuppertaler Rat jetzt ja anders.

Peter Stuhlreiter
Sprecher der
Bürgerinitiative L 419 - keine Autobahn
durch Ronsdorf

Ausgabe 44 vom 4. November 2018

Gesundheitsgefährdung

Bezug: Leserbrief vom 28.10.2018 im SonntagsBlatt „Mit offenem Visier“ und „Ronsdorf ist nicht die Eifel“ im Sonntagsblatt vom 10.10.2018

Es bewegt sich schon am Rande der Menschenverachtung wenn Herr Luchtenberg  (Sprecher der Parteieninitiative „Ronsdorfer für die L419“)  die EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie über das im Grundgesetz, Artikel 2/2. verankerte Menschenrecht: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“, stellt.
Wenn die Parkstraße zu einer Autobahn ausgebaut wird, wird sich der Verkehr mehr als verdoppeln, insbesondere der Schwerlastverkehr. Damit werden sich auch die Luftschadstoffe (Stickstoffdioxid, Ozon, Feinstaub, Kohlendioxd usw.) und der Lärmpegel wesentlich erhöhen. Das bedeutet für die Anwohner der Parkstraße ein hohes gesundheitliches Risiko, insbesondere für Kinder, Kranke und ältere Menschen.
In vielen Studien ist nachgewiesen worden, dass Menschen die an stark befahrenen Straßen wohnen, häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Krankheiten leiden und sterben (laut Europäischer Umweltbehörde EEA: „13.000 vorzeitige Todesfälle“) als an wenig befahrenen Straßen.
So ein hohes gesundheitliches Risiko für die Anwohner kann ich nicht billigend in Kauf nehmen, deshalb fordere ich die Tunnellösung.
Wird der Lückenschluss von der L 418 (vor dem Lichtscheider Kreisel) zur A1 (Autobahnauffahrt Linde) als Tunnel durchgeführt, dann fließt der überregionale Verkehr -insbesondere der Schwerlastverkehr- durch den Tunnel und der Verkehr auf der Parkstraße wird wesentlich geringer.  Somit auch die Gesundheitsgefährdung der Ronsdorfer durch die Luftverschmutzung und den Verkehrslärm.

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 43 vom 28. Oktober 2018

Mit offenem Visier

Betr.: Leserbrief „Menschen verachtend“, SonntagsBlatt v. 14. Oktober 2018

Ich bin sehr erschüttert, wie leichtfertig Sie (die Schreiber des Leserbriefes, Anm. der Redaktion) mit dem Vorwurf des menschenverachtenden Handelns umgehen. Und das dann auch noch, ohne den Namen zu nennen, der Zielscheibe Ihres Vorwurfes ist. Wenn es kein fehlender Mut ist, ist es wahrscheinlich  juristischer Vorsicht geschuldet, weil Sie wohl genau wissen, dass das als Verleumdung und Diffamierung gewertet werden kann.
Wenn ich die unterschiedlichen öffentlichen Verlautbarungen richtig deute, behauptet Ihre Bürgerinitiative, in der Eifel sei für ein Haselhuhn ein Autobahntunnel für 120 Millionen Euro möglich, während hier für einen Tunnel kein Geld da sei. Die Ausbaubefürworter haben – wenn ich auch das richtig gelesen habe – mir plausibel erscheinende Fakten genannt, aus denen hervorgeht, dass die Argumente für den dortigen Tunnel auf die L 419 nicht anwendbar sind und im Übrigen „nur“ Mehrkosten von 60 Millionen Euro (!!! / wie kommen Sie auf die doppelte Summe? / Da kann einem ja bei Ihren Tunnelplänen Angst und Bange werden.) verursachen.  Was an dieser Darstellung menschenverachtend ist, wird wohl immer ihr Geheimnis bleiben. Und genau deshalb sind Sie wohl für Ihre an den ungenannten Ronsdorfer Bürger gerichtete Frage nach dessen Kompetenz für die Kalkulation von Straßenbaukosten der geeignetere Adressat!
Wenn Sie sich schon öffentlich für etwas engagieren, sollten Sie das mit offenem Visier tun. Das, was Sie machen, ist nicht nur unredlich, es ist vor allem unehrlich und ehrabschneidend. Das aus dem Munde von Politikerinnen zu hören, ist bemerkenswert.

Gerd Hundel
Jägerhaus 30
42287 Wuppertal

Ausgabe 42 vom 21. Oktober 2018

Knöllchen verteilt

Betr.: Sperrung Kreuzung Park-/Erbschlöer Straße

Am 15. Oktober war wegen eines Rohrbruchs die Einfahrt von der Parkstraße in die Erbschlöer Straße gesperrt. Mitarbeiter, die in das nahe gelegene Industriegebiet Otto-Hahn-Straße mussten, blieb nur ein weiter Umweg, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Einige kamen auf die Idee, die    Otto-Hahn-Straße von unten (Blombachtalbrücke) anzufahren, um sich einen kilometerlangen Umweg zu ersparen und pünktlich zur Arbeit zu erscheinen.
Zwar ist die Einfahrt dort verboten, aber schon nach wenigen Metern ist die Straße in beiden Richtungen befahrbar. Was passierte: Kurz nach der Einfahrt standen zwei Polizeibeamte und verteilten „Knöllchen“.
Wäre es nicht besser gewesen, ein Beamter hätte sich unten und der andere oben hingestellt und die Fahrzeuge abwechselnd passieren lassen.
Der Stau wäre verringert worden, die Mitarbeiter hätten einen weiten Umweg gespart und wären den Beamten dankbar gewesen.

Egon E. Pfahl
Otto-Hahn-Straße 14
42369 Wuppertal

Ausgabe 37 vom 16. September 2018

Für ein schützenswertes Ronsdörferlein

Betr.: „Leserbrief von Peter Stuhlreiter, SonntagsBlatt vom 9. September 2018

Vorweg um jedem Missverständnis vorzubeugen: Ich mag Haselhühner, Molche, Salamander, Frösche, Schnepfen, Karnickel oder Rehe, selbst Füchse, Wildschweine und Marder, egal ob sie auf irgendeiner roten Liste für gefährdete Arten stehen oder nicht. Auch besonders exotische Arten wie der Dattelohrhänfling oder die rotweißgescheckte Kurbelwanze vermögen mich zu begeistern, selbst wenn sie erst sehr selten oder noch nie in Ronsdorfer Gemarkungen zur Beobachtung gelangten.
Wenn für diese Tierchen zu ihrem Schutz und Wohlbefinden eine Tunnellösung mach- und finanzierbar wäre, ich wäre sofort dabei. Genau wie es der Landesverkehrsminister Wüst (kommt nicht von „Wüste“) auf so sympathische Weise zum Ausdruck gebracht hat, als in der Eifel ein solches Projekt zur Debatte stand.
Allerdings mache ich gleichwohl auch keinen Hehl daraus, das mir das süße und überaus sympathische, seit Jahrhunderten schon ortsansässige und überaus bodenständige Ronsdörferlein, dessen geschäftiges Treiben hier diesseits und jenseits der Parkstraße zu beobachten ist, ganz besonders am Herzen liegt. Wenn dem Schutz und dem Wohlbefinden dieses Lebewesens ebenso große Bedeutung zugemessen würde wie den oben genannten Tierchen, zum Beispiel dem Haselhuhn, dann wäre nicht nur ich glücklich und zufrieden.
Denn das würde ja immerhin bedeuten, dass ein Ronsdörferlein nicht weniger wert wäre als ein Haselhuhn.

Hans Brunswig,
Sprecher der
Hans Brunswig und der Ein-Mann-Initiative „Mir nicht egal“
Schenkstraße 76
42369 Wuppertal 

 

 

Ausgabe 36 vom 9. September 2018

Tunnel für Haselhuhn

Anmerkung der Redaktion: Unter der Überschrift „Vorzeigeprojekt auf Umwegen“ berichtete die WZ am 24. August über den Bau des A1-Lü­ckenschlusses in der Eifel. Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hatte diesbezüglich bekräftigt, dass er bei Bauprojekten im Zweifelsfall nicht den Weg durch gerichtliche Instanzen wähle, sondern auch mal umdenke und die neuen Ideen vorantreibe. Der Lü­­ckenschluss drohte an dem geschützten Haselhuhn zu scheitern, welches in der Region lebt. Aus diesem Grund macht die Autobahn im neuen Planungsentwurf einen Schlenker und führt nun durch einen Tunnel unter einem Waldgebiet hindurch. Dadurch entstehen Mehrkosten von 120 Millionen Euro, die der Bund übernimmt. Auf diesen Artikel bezieht sich folgender Leserbrief von Peter Stuhlreiter.

Betr.: „Vorzeigeprojekt auf Umwegen“, WZ v. 24.8.2018

Hurra! Wir bekommen einen Tunnel für die Autobahn durch Ronsdorf, für 120 Millionen Euro! Nein, ich habe mich beim Lesen leider geirrt. Es handelt sich um den Lückenschluss der A1 in der Eifel.
Der Bau drohte dort an dem geschützten Haselhuhn zu scheitern. Also macht die Autobahn in der neuen Planung einen Schlenker und führt durch einen Tunnel unter einem Waldgebiet hindurch.
Hier in Ronsdorf wäre ein Tunnel hingegen nur die beste Lösung für die Ronsdorfer Bürger; ein schützenswertes Tier wurde bis heute leider an der Parkstraße nicht gefunden. Nach Ansicht der Wuppertaler Parteien sowie vieler Ronsdorfer Politiker ist deshalb die Billiglösung für Ronsdorf ausreichend, weil ein Tunnel, der nur eine gute Lösung für die Gesundheit der Menschen darstellt, zu teuer ist.
Wir, die Bürgerinitiative „L419 – keine Autobahn durch Ronsdorf“ müssen also weiter mit unserem Klagerecht gegen die Billiglösung an der Parkstraße drohen und bedanken uns bei den vielen Spendern, die uns dabei finanziell helfen.
 

Peter Stuhlreiter,
Sprecher der
Bürgerinitiative „L419 – keine Autobahn durch Ronsdorf“
Im Saalscheid 7
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 36 vom 9. September 2018

Untragbarer Zustand

Betr.: Situation der Feuerwehr in Wuppertal

Mit großer Freude darf man das stetige Wachsen der neuen Feuerwehrwache Ronsdorf bewundern. Vor wenigen Tagen noch ein Stahlkorsett, ist heute schon ganz klar alles gut erkenn- und vorstellbar, wie die Wache zukünftig aussehen wird. Hut ab vor allen Beteiligten und Spendern, die dieses ­– ausschließlich aus Spenden finanzierte – Vorhaben realisieren helfen. DANKE!
Aber an einer anderen Stelle ist ein großes Problem seit einigen Tagen augenscheinlich erkennbar. In Ronsdorf steht derzeit mal wieder keine Drehleiter! Dieser circa 23 Jahre „Oldie“ stellt momentan die alleinige Versorgung in Sachen „Höhenrettung“ des gesamten Wuppertaler Ostens dar! Dieser erstreckt sich grob gesprochen von Unterbarmen bis hinter Beyenburg – inklusive Rons­dorf. Momentan sind von fünf Drehleitern der Feuerwehr Wuppertal zwei defekt.  Beides sind die „Hauptdrehleitern“ der Berufsfeuerwehr Wuppertal, stationiert auf den Wachen 1 und 2.
Was hierbei irritiert ist, dass die modernste Drehleiter Wuppertals, die  des Löschzuges Barmen (Wache 2), einen gravierenden Getriebeschaden haben soll und dies nach erst rund zwei Jahren im Einsatz. Eigentlich schwer vorstellbar. Diese Drehleiter fehlt schon seit Wochen und wird momentan durch den Ronsdorfer „Oldie“ vertreten.  Auch der Rüstwagen  der Wache 2 befindet sich ebenfalls mehrwöchig in Reparatur, Ursache mir unbekannt.
Während in Dortmund auf etwa 600.000 Einwohner zwölf Drehleitern kommen, die in den nächsten zwei bis drei Jahren ersetzt werden sollen, besitzt Wuppertal mit circa 360.000 Einwohnern laut Feuerwehrbedarfsplan lediglich fünf (!!!), darunter der Ronsdorfer „Oldie“ mit seinen stolzen 23 Jahren.
Dieser Zustand ist unzumutbar für ganz Wuppertal – aber im Besonderen für Ronsdorf!
 Aus meiner Sicht muss  zuzüglich zu der neuen Drehleiter, die unverständlicherweise erst für Ende 2020 bestellt ist, unverzüglich eine weitere gebrauchte Drehleiter beschafft werden, um die vollkommen unterbesetzte „Höhenrettung“ in Zukunft halbwegs vernünftig gewährleisten zu können. Wenn man die Notwendigkeit einer Drehleiterstationierung in Ronsdorf vornimmt, da hier entsprechende Risiken / Defizite  bei der Menschenrettung erkannt wurden, dann muss dies auch – von kurzen Ausfällen mal abgesehen – auch dauerhaft gewährleistet sein.  
Die Drehleiter kann nicht immer als Lückenbüßer für Vakanzen oder Ausbildungsvorhaben bei der Berufsfeuerwehr herhalten müssen. Ich fordere die verantwortlichen politischen Entscheidungsträger in Ronsdorf und  Wuppertal über alle Parteigrenzen hinaus  auf,  diesen Missstand  beseitigen zu helfen und unverzüglich die hierfür erforderlich Gelder zusätzlich zur Beschaffung einer weiteren Drehleiter für die Berufsfeuerwehr freizugeben.
Trotz „klammer“ Kassen  ist ein moderner angemessener Brandschutz zur Rettung von Menschenleben aus Extremsituationen das Mindeste, was man als Bürger in Wuppertal noch von „seiner Stadt“ verlangen kann bzw. muss.  

Jürgen Haselhorst
An den Friedhöfen 51
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 35 vom 2. September 2018

Lichtscheid: Welche Fakten werden geschaffen?

Betr.: Eine „zwingende Notwendigkeit“, RSB vom 19. August 2018

In Ihrer Ausgabe vom 19. August wird die Antwort der Stadt auf eine Anfrage der WfW und der Linken zum Ausbau des Lichtscheider Kreisels zitiert, wonach „der Umbau des Lichtscheider Kreisels auch bei allen relevanten Planungsvari­an­ten erforderlich“ gewesen sei. Was sind denn relevante Planungsvarianten? Bestimmt die Stadt, was planungsrelevant ist? Und wird den Bürgerinnen und Bürgern wieder einmal suggeriert, dass das, was die Damen und Herren in ihren Planungsbüros nach Maßgabe politischer Vorgaben ausarbeiten, alternativlos ist?
Fest steht, dass auch das vom Land beauftragte Planungsbüro zum Neubau der L419 unter anderem eine unterirdische Verkehrsführung der L419 untersucht und als die für Mensch und Umwelt beste Möglichkeit bewertet, allein der Kosten wegen aber als nicht zielführend verworfen hat. Für die Menschen und die Umwelt wäre also eine „Tunnellösung“ durchaus relevant, sogar mehr als das: Sie wäre erstrebenswert.
Fazit: Bei einer „Tunnellösung“ wäre der Umbau des Lichtscheider Kreisels gar nicht notwendig; er und die Parkstraße könnten so bleiben, wie sie sind. Erforderlich wird der Umbau nur dann, wenn die L419 als überirdische Autobahn neu gebaut werden soll.
Und was geschieht in diesem Fall mit den Buslinien, die nach Elberfeld, Barmen und Cronenberg fahren? Die müssen bei dem von der Stadt geplanten Ausbau des Lichtscheider Kreisels durch das Neubauviertel auf  Lichtscheid geführt und die Bushaltestelle für diese Linien vom Lichtscheider Kreisel auf das Gelände der ehemaligen Kaserne verlegt werden. Diese Straße muss für den ÖPNV neu gebaut werden. Und wie hoch sind diese zusätzlichen Kosten, die im Finanzbudget des Landes für die L419 gar nicht berücksichtigt werden?
Der Umbau des Lichtscheider Kreisels ist ausschließlich im Neubau der L419 begründet und schafft Fakten, bevor überhaupt Baurecht besteht. Hat man bei der Stadt überhaupt daran gedacht, dass durch einen durch Klagen herbei geführten Gerichtsbeschluss, der Ausbau der L419, so wie er geplant ist, gar nicht durchgeführt werden kann, die Stadt aber mit dem Umbau des Kreisels in Vorleistung gegangen ist?
Vorauseilender Gehorsam kann für den übermäßig Gehorsamen oft sehr schädlich sein.

Jürgen Wernecke
für die Bürgerinitiative
„L419 – Keine Autobahn durch Ronsdorf!“
Erbschlöer Straße 47
42369 Wuppertal

Ausgabe 35 vom 2. September 2018

Kita in Ronsdorf wirft Fragen auf

Betr.: Kita-Neubau Ronsdorf

Die mittlerweile zweite öffentliche Äußerung einzelner BV-Fraktionen im SonntagsBlatt rund um das Thema Kita-Neubau, verbunden mit einem Hilferuf an Oberbürgermeister Mucke, wirft grundlegende Fragen auf. Ist das politische Klima in der BV derart „vergiftet“, dass kein Dialog zwischen den Ronsdorfer Interessensvertretern mehr möglich ist? Warum werden die Meinungsverschiedenheiten zwischen der CDU und den anderen Fraktionen nicht innerhalb der BV thematisiert und beseitigt? Nur gemeinsam ist eine wirkungsvolle Vertretung Ronsdorfer Interessen gegenüber der Stadt möglich.
Als der Spielplatz Schenkstraße erstmalig als Kita-Standort bestimmt wurde, ließ sich das vielleicht noch mit einer gewissen Unkenntnis über dieses Kleinod oder die Bedürfnisse der Besucher oder Interessen der Anlieger begründen. Das im offenen Brief erneut die Schenkstraße, als Alternative zum Standort Holthauser Straße, gepriesen wird, ist dagegen ignorant und für die Anwohner enttäuschend.
Warum der alternative Standort Rehsiepen auf so wenig Gegenliebe bei den Fraktionen, bis auf die CDU, stößt und mit dem Hinweis auf mögliche „Ghettoisierung“ ausgeschlossen wird, erschließt sich mir nicht. Besonders da im städtischen Bericht über die Migration in den Quartieren von fehlender sozialer Infrastruktur berichtet wird und demnach mangelnde Kinderbetreuungsangebote viele Mütter vom Besuch von Deutsch-Kursen abhält. Die Verwaltung scheint gegensteuern zu wollen, nicht anders ist der Grundsatzbeschluss  über den Kita-Neubau in Rehsiepen zu deuten, über den am 24. September final im Rat entschieden werden soll. Eingereicht wurde er übrigens von Sozialdezernent und SPD-Mitglied Dr. Kühn. Und so bewahrt die Stadt vielleicht den Spielplatz Schenkstraße vor einer Bebauung.

Marco Hohlfeld
Resedastraße 90
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 34 vom 26. August 2018

Bitte um Unterstützung

Betr.: Weitere Kita in Ronsdorf, Offener Brief an Oberbürgermeister Mucke

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, das Gelände der ehemaligen katholischen Grundschule Holthauser Straße liegt seit nahezu zehn Jahren brach und eignet sich deshalb hervorragend für die Bebauung mit einer Tagesstätte für Kinder. Bereits im Oktober 2017 hat deshalb die Bezirksvertretung Ronsdorf bei nur einer Gegenstimme beschlossen, diesen Standort nachdrücklich für eine zusätzliche Kita zu empfehlen. An diesen demokratisch zustande gekommenen Beschluss fühlt sich die CDU Ronsdorf heute leider nicht mehr gebunden. Unterstützung findet sie dabei bei der CDU Ratsfraktion. Alle anderen Mitglieder der BV halten selbstverständlich an diesem Beschluss fest. Die CDU hat sich also von einem Mehrheitsbeschluss wieder  verabschiedet und verfolgt eigene Pläne.
Herr Oberbürgermeister, wir bitten Sie dringend, diesem dem demokratischen Miteinander sehr  schadenden Ränkespiel ein Ende zu bereiten und uns zu unterstützen, diesen Mehrheitsbeschluss vom 10. Oktober 2017 umsetzen zu lassen (§ 37 GO NRW).
Sollte allerdings nun doch wider Erwarten bis zum Jahresende 2018 eine Wohnbebauung auf dem brachliegenden Gelände Holthauser Straße realisiert werden, kommt der ursprüngliche Plan, die Kita auf dem Spielplatzgelände Schenkstr. zu bauen, wieder zum Tragen (Vorschlag der Verwaltung sowie der Bezirksvertretung). Auch in diesem Fall bitten wir nachdrücklich um Ihre Unterstützung, da dies der einzige Kita-Standort ist, bei dem bereits heute ein Bebauungsplan vorliegt. Außerdem ist dieser Standort für die in den nächs­ten Jahren im neuen Wohngebiet „An den Friedhöfen“  wohnenden jungen Familien in kurzer Entfernung ideal.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, im Interesse aller Familien, die dringend und sehr schnell einen Kitaplatz benötigen, bitten wir Sie um zeitnahe Unterstützung.

Mit freundlichem Gruß
Harald Scheuermann-Giskes, Bezirksbürgermeister
Harald Kroll, SPD
Martina Hafke, FDP
Paul Yves Ramette, Grüne
Jürgen Köster, Die Linke
Heidrun Leermann, WfW  

Ausgabe 34 vom 26. August 2018

Bienen

Betr.: Bebauung Rädchen

Wir als Imker haben unsere Bienen in das Landschaftsschutzgebiet im Bereich Rädchen gestellt um eine ausreichende Versorgung der Bienen zu bekommen und natürlich auch die „Bestäubung/Befruchtung“ der natürlichen Ressourcen  in diesem Gebiet zu verstärken. Dieses Bild von der großen, gelb blühenden Fläche auf der 100.000 Bienen ihrer Arbeit nachgingen, soll es in Zukunft nicht mehr geben? Genau im Flugbereich unserer Bienen wird jetzt die Natur umgeplant. Wohin sollen wir Imker unsere Bienen noch stellen, wenn die natürlichen Flächen in den Randlagen unserer Stadt immer weiter dezimiert werden. Wir  haben mittlerweile den Eindruck gewonnen, dass der Rückgang der natürlichen, nutzbaren Flächen und somit auch der Rückgang der Insekten allgemein alle Bürger in den öffentlichen Medien interessiert, aber die Verantwortlichen am Schreibtisch kaltlässt. Irgendwann wird sich unsere Natur revanchieren.

„wupperbienen“
Manuela und Peter Spiess
Im Rehsiepen 78
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 33 vom 19. August 2018

Der Lockruf des Geldes

Betr.: Leserbrief „Offener Brief an OB Mucke“, SonntagsBlatt v. 5. August

In einem offenen Brief an Herrn Oberbürgermeister Mu­cke habe ich darum gebeten das er sich für den Erhalt des  Landschaftsschutzgebiet Rädchen einsetzen möge.
Was ich beim Verfassen des Leserbriefes zu diesem Zeitpunkt aber nicht wusste war, dass unsere gewählten Politiker die im Ratsausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bebauen sitzen, sich schon längst für das Umwandeln einer zu schützenden Landschaft in ein Bebauungsgebiet entschieden haben.
Hier zeigt es sich doch wieder einmal wo der Rat und unsere gewählten Volksvertreter ihre Prioritäten setzen.  Es sind der Lockruf des Geldes und das kurzfristige Denken dieser Herren, was solche Entscheidungen möglich macht. Entscheidungen gegen die Natur und gegen eine Zukunft für alle folgenden Generationen, im Einklang der Natur leben zu können und zu dürfen.

Frank Meurer
Etzelstraße 30
42369 Wuppertal

 Ausgabe 32 vom 12. August 2018

Ein weiteres Stück Natur wird zerstört

Betr.: Bebauung Rädchen, SonntagsBlatt vom  29. Juli

Systematische Naturzerstörung – anders kann man das seit 2012 dritte Bauvorhaben am Rädchen nicht bezeichnen. Die Aussage der Stadtverwaltung, es sei ja nur „temporär“ als Landschaftsschutzgebiet eingetragen, zeigt deutlich die bauherrenlastige Interessenlage der ach so bürgernahen Verwaltung. Nach Art der Salamitaktik wird die Natur am Rädchen hier Stück für Stück zurückgedrängt. Ob es der viel zu zerstörerische Ausbau der Parkstraße ist, oder der Fall der uralten Bäume an der Monschaustraße, den eine Leserin zu Recht vor kurzem so tief bedauerte, oder jetzt wieder am Rädchen... Die so vielzitierte Gartenstadt Ronsdorf wird bald nur noch in der Erinnerung existieren.

Peter Moll
Bauvereinstraße 15
42369 Wuppertal

Betr.: Leserbrief „Offener Brief an Mucke“, SonntagsBlatt vom 5. August

Herr Meurer, Sie sprechen mir, die ich seit 54 Jahren in Ronsdorf lebe, aus der Seele. Es ist ein Unding, wie unsere Stadtväter inzwischen mit Ronsdorf umgehen. Ist das Rädchen in den letzten Jahren nicht genug zugebaut worden? Früher der Blick von der Straße ins Naturschutzgebiet – und jetzt vor Beton! Beantragt ein „Normalbürger“ die Nutzungsänderung für ein Grundstück, dauert es Monate, bis er eine Genehmigung von der zuständigen Stelle im Rathaus bekommt. Im Fall Rädchen Süd passiert das nach Manier eines Überfallkommandos.
Der Bürger wird’s in den Sommerferien wohl nicht mit bekommen und wird vor vollendete Tatsachen gestellt. Mitglieder der Bezirksvertretung Ronsdorf: Wo waren Sie, als dieser Plan im Rat besprochen wurde? Alle in Urlaub?
Ich sag’s mal theatralisch: Erst wenn der letzte Baum gefällt und das letzte Fleckchen freie Fläche bebaut ist, werden die von uns gewählten Vertreter merken, dass eine Betonwüste kein Ort zum Leben ist, doch dann ist es zu spät! Meine Aufforderung an die BV: Bitte kümmern Sie sich, das das Vorhaben nicht umgesetzt wird!

Silke Dreßler
Ferdinand-Lassalle-Straße 40
42369 Wuppertal

Betr.: Bebauung Rädchen

Zu meinem Erstaunen las ich, dass ein neues Baugebiet zwischen der Staße Rädchen bzw. Langenhaus und dem Wohngebiet Mühle geplant ist. Offensichtlich sind diese Pläne auch schon ziemlich weit gediehen, ohne dass die Ronsdorfer Bevölkerung darin einbezogen wurde. Bei der eingezeichneten Fläche handelt es sich nicht nur um ein (temporäres) Landschaftsschutzgebiet, sondern es würde auch ein Hohlweg durchschnitten, der entlang der Wuppertaler Stadtgrenze vom Rädchen zur Grüne führt. Dieser Hohlweg ist eines der Bodendenkmäler der Stadt Wuppertal und seit dem 26. Februar 2009 in die Bodendenkmalliste eingetragen unter der Nummer: B 038, Bezeichnung: „Hohlweg, Historische Landstraße Neuland“.
Wie kann es sein, dass die Stadt Wuppertal dieses Gelände einfach zur Bebauung freigibt? Wissen die Herren im Bauamt nichts von diesem schützenswerten Gebiet oder interessiert es sie nicht (Entscheidung nach Aktenlage am grünen Tisch)?

Dr. Barbara Emde
Echoer Straße 14
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 32 vom 12. August 2018

Das Schweigen im Walde

Betr.: Bau einer Klinik für psychisch kranke Straftäter an der Parkstraße

Wundern Sie sich nicht auch über die Sprachlosigkeit der Ronsdorfer Politik zu diesem Thema? Es wird eifrig diskutiert in der Ronsdorfer Politik falls es um die Aufstellung einer Wertstofftonne geht – oder ob man es wohlhabenden Ronsdorfer Bürgern zumuten kann, in Sichtweite ihrer Eigenheime eine Kindertagesstätte zu bauen, obgleich dort Baurecht dafü̈r besteht.
 Man kann fü̈r oder gegen eine forensische Klinik in Ronsdorf sein und gute Gründe dafür oder dagegen haben, aber als Ronsdorfer Politiker zu schweigen und die Diskussion darü̈ber anderen Stadtteilen und deren Politikern zu üb̈erlassen, ist sehr, sehr seltsam!
Damit sind Spekulationen über die Grü̈nde, die zu die-sem Schweigen der gesamten Ronsdorfer Politik fü̈hren, Tü̈r und Tor geöffnet! Das ist schlecht fü̈r die Demokratie und deshalb auch schlecht für unser Ronsdorf!
Also kommt hervor aus euren Hinterzimmern und diskutiert mit uns Bü̈rgern ü̈ber dieses Thema!

Peter Stuhlreiter
Im Saalscheid 7
42369 Wuppertal

Ausgabe 32 vom 12. August 2018

Gemeinsam erstellt

Betr.: „Der Umbau wirft Fragen auf“, SonntagsBlatt vom  5. August

Mehrmals und ausschließlich werde ich dabei zitiert, und so könnte der (falsche) Eindruck entstehen, dass diese Fragen nur von mir aufgeworfen wurden. Ich muss das insoweit korrigieren, da die von Ihnen richtig zitierten fünf Fragen zum Umbau des „Lichtscheider Kreisels“  gemeinsam von Frau Heidrun Leermann (WfW-Vertreterin in der BV), Frau Dorothea Glauner (StV und beratendes Mitglied für die WfW in der BV) und mir als Vertreter der Linken in der BV gemeinsam erarbeitet und erstellt worden sind!

Jürgen Köster
Vertreter der Linken in der BV Ronsdorf
Bauvereinstraße 17
 42369 Wuppertal

 

 

Ausgabe 31 vom 5. August 2018

Offener Brief an Mucke

Sehr geehrter Herr Mucke, ich möchte mal mit einem Zitat von Jane Fonda anfangen: „Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum“.
Ich frage mich als Bürger dieser Stadt, was eigentlich noch passieren muss, bis Sie als verantwortlicher Politiker verstehen und begreifen, dass es nicht nur ums Geldverdienen geht. Laut dem Bericht ist die betroffene Fläche „Landschaftsschutzgebiet“. Und das Wort beinhaltet das Wort „Schutzgebiet“. Also etwas schützen. Doch wo schützen Sie, Herr Mucke?  
Ich glaube, Sie wollen Geld verdienen. Auf Kosten der Natur und der Umwelt. Die Stadt Wuppertal, deren oberster Dienstherr Sie, Herr Mucke, sind, will nun mit einen „Federstrich“ aus einem Landschaftsschutzgebiet ein Bebauungsgebiet machen. Und warum? Weil der Verkauf an den Investor der Stadt sicherlich viel Geld in die leere Kasse spülen würde. Ich frage mich, wie viel Grün und Natur muss diesem kurzfristigen und für mich unverantwortlichen Denkens des Geldverdienens zum Opfer fallen?
Zudem möchte ich auch darauf hinweisen, dass Deutschland – und Wuppertal ist ein Teil davon – erst kürzlich von der EU-Kommission wegen der  aktuellen Luftschadstoffbelastung und Nichteinhaltung der Grenzwerte verklagt wurde. Und das Bebauen von Landschaftsschutzgebieten ist sicherlich nicht hilfreich, diese Grenzwerte einhalten zu können.
Herr Mucke, als mündiger Bürger und Wähler möchte ich Sie bitten, dass Sie sich für den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes einsetzen und das es zu keiner weiteren Bebauung „Rädchen Süd“ kommt.

Frank Meurer
Etzelstraße 30
42369 Wuppertal

Ausgabe 26 vom 1. Juli 2018

Katastrophe durch L419?

Betr.: „Starkregen-Simulation, Gefahren für Ronsdorf“, RSB vom 24.06.2018

Mit großer Betroffenheit habe ich im SonntagsBlatt gelesen, dass ein Starkregen-Ereignis wie am 29. Mai in Barmen und Elberfeld in Ronsdorf noch viel verheerende Auswirkungen hätte. Die Wassermassen würden dann auf der Ronsdorfer Marktstraße und Teilen der Lüttringhauser Straße bis zu einen Meter strömen. Wenn das jetzt schon eine Katastrophe wird, wie hoch wird dann das Wasser strömen wenn die Parkstraße als Autobahn oberirdisch ausgebaut wird?
Dann werden über 100.000 Quadratmeter ehemalige Wald- und Vegitationsflächen asphaltiert und somit versiegelt sein. Das Regenwasser soll an den Seitenstreifen versickern und wird durch die vorhandenen Abwasser-Kanäle der Staubenthaler Straße, Kurfürstenstraße, Zur Wolfskuhle, und Erbschlöer Straße geleitet. Die Anwohner dieser Straßen werden sich vorstellen können wie häufig die Kanaldeckel dann durch die Wassermassen angehoben werden und ein entsprechendes Chaos hinterlassen. Die Anwohner der Marktstraße bedauere ich schon heute.
Eine effektive Lösung zur Verhinderung von noch höheren Überschwemmungen in Ronsdorf wäre, den Lückenschluss der L 418 zur Autobahn A1 mit einem Tunnel zu realisieren und die Parkstraße als innerörtliche Straße so lassen, wie sie jetzt ist.

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

 

 

Ausgabe 26 vom 1. Juli 2018

Wo die Menschen leben

Betr.: Neuer Kita-Standort in Ronsdorf

Migranten und auch deutsche Mitbürger leben da, wo es für sie bezahlbaren Wohnraum gibt und das ist nun mal vermehrt im Osten von Ronsdorf. Nach einer Statistik der Stadt Wuppertal vom 31.12.2016 leben daher im Stadtteil Rehsiepen 2.041 Menschen, davon 196 Kinder unter sechs Jahren. Zwei Drittel der Bewohner haben einen Migrationshintergrund.
Da der Ortsteil jahrelang vernachlässigt wurde, gibt es kein Geschäft mehr, keinen Arzt, keine Gaststätte, keine kirchliche oder soziale Einrichtung, keine Begegnungsstätte. Der dort ansässige Stadtteiltreff kann nur bedingt die Bedürfnisse der Stadteilbewohner abdecken. Eine Verbesserung der Infrastruktur ist dringend erforderlich.
Ich habe als Pädagogin gelernt: Wir müssen die Kinder da abholen, wo sie stehen. Auch wenn die Migranten zu uns gekommen sind sollten wir sie da abholen, wo sie stehen. Da der bezahlbare Wohnraum nun mal in der Regel nicht im Bereich der Holthauser Straße liegt, sondern vermehrt im Rehsiepen, muss dringend die Infrastruktur dort verbessert werden. Die Frauen dort haben oft mehrere Kinder und kein Auto, mit dem sie ihre Kinder zur Kita, zur Schule oder zum Sport oder zur Musikschule fahren können. Sie brauchen Kitaplätze vor Ort und ein Familienzentrum, das Raum bietet für Beratung, Sprachkurse mit Kinderbetreuung, Begegnung, Austausch, Fortbildung und Freizeitbeschäftigung.
Da es nun mal eine zentrierte Unterbringung in Ronsdorf gibt, sollte auch die SPD erkennen, dass Integration da stattfinden muss, wo die Menschen leben.

Petra Wolf
Oelingrath 10
42855 Remscheid

 

Ausgabe 25 vom 24. Juni 2018

Gebunden an Gesetze

Betr.: Planfeststellungsverfahren zum geplanten Ausbau der L419 in Ronsdorf

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW beabsichtigt, die L419 im Norden von Ronsdorf vierstreifig – mit dem Querschnitt einer Autobahn – neu zu bauen. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens konnten die Bürgerinnen und Bürger im November und Dezember 2017 Einwendungen zu dieser Planung erheben. Wegen der zahlreichen und umfangreichen Stellungnahmen ist eine Erörterung erforderlich.
Die Abgabefrist für Einwendungen endete vor Weihnachten. Seit diesem Termin ist fast ein halbes Jahr vergangen. Die Bezirksregierung hat bislang keinen Erörterungstermin genannt, obwohl die Erörterung längst hätte abgeschlossen sein müssen. Im Verwaltungsverfahrensgesetz findet sich hierzu folgende Vorschrift: „Die Anhörungsbehörde schließt die Erörterung innerhalb von drei Monaten nach Ablauf der Einwendungsfrist ab“.
Anhörungsbehörde ist die Bezirksregierung Düsseldorf. Die Erörterung hätte demnach im März des Jahres 2018 abgeschlossen sein müssen. Es ergibt sich die Frage: Kann das laufende Planfeststellungsverfahren wegen der bereits eingetretenen Fristüberschreitung zu Ende geführt werden? Ich habe diese Frage an die Regierungspräsidentin, Frau Birgitta Radermacher, weitergegeben. Über deren Antwort werde ich berichten.
Die Bezirksregierung hat Einwendungen, die zu spät abgegeben wurden, mit Hinweis auf das Gesetz nicht angenommen. Es darf doch nicht sein, dass bei Bürgern die gesetzlichen Vorschriften streng angewendet werden und die Behörden nicht an das Gesetz gebunden sind.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54b
42369 Ronsdorf

Ausgabe 25 vom 24. Juni 2018

Unendliche Geschichte

Betr.: „Kita in Ronsdorf – eine unendliche Geschichte?“, RSB vom 10.06.2018

Nicht nur im Bereich der Planung zum Kita-Bau, die den Kinderspielplatz Schenkstraße betrifft, sondern auch im Bezug auf bestehende Kitas in Ronsdorf gibt es „unendliche Geschichten“ – wie zum Beispiel in der Kita Ferdinand-Lassalle-Straße. Da schüttet eine Anwohnerin seit einem guten Jahr (also auch im Sommer) kiloweise Vogelfutter im unteren Bereich der Kita zur Ferdinand-Lassalle-Straße hin aus. Anfänglich auf circa einem Quadratmeter, später auf fünf bis sechs Quadratmetern Fläche in bis zu zehn Zentimeter Höhe, lockte das Futter Vögel, Tauben und Ratten an.
Im Spätsommer, als der Gestank des gärenden Vogelfutters, bedingt durch Regen und Wärme, kaum mehr auszuhalten war, rief ich als direkt betroffene Nachbarin der Kita erstmals bei der Stadt an. Zu der Zeit wurden schon erste Ratten gesehen. Es folgte eine Telefon-Odyssee durch die Ressorts der Stadt Wuppertal. Ein Schädlingsbekämpfer wurde eingesetzt. Leider ohne Erfolg, weil die Ratten lieber an das ständig frisch ausgeschüttete Futter gingen.
Mein Versuch und der von anderen Nachbarn, die Dame auf das Unterlassen des Fütterns anzusprechen, wurde mit Beleidigungen und Bedrohungen erwidert. Die Mitarbeiter der Stadt immer freundlich, hilfsbereit, verständnisvoll – aber leider durch Gesetzgebung unseres Landes nicht in der Lage, dieser Dame Einhalt zu gebieten, die inzwischen, um die Lieferungen von Vogelfutter bezahlen zu können, bei Nachbarn unter Drohungen um Geld bettelte. Erst wurde eine Gebäudereinigungsfirma mit der Futterbeseitigung beauftragt, inzwischen ist es ein Landschaftgärtner – bezahlt aus Steuermitteln!
Seit mehreren Monaten ist die Stadt Wuppertal nicht in der Lage, ihre Fürsorgeflicht für die ihr anvertrauten Kinder wahrzunehmen. Die Erzieherinnen tun ihr Bestes, laufen morgens auf dem Gelände „Streife“ auf der Suche nach toten Tieren, um die Kinder zu schützen.
Eine unendliche Geschichte, die hoffentlich ein Ende hat, bevor jemand zu Schaden kommt.

S. Dreßler
Ferdinand-Lassalle-Straße 40
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 24 vom 17. Juni 2018

Zusammen arbeiten

Betr.: „Kita in Ronsdorf – eine unendliche Geschichte“, RSB v. 10.06.2018

Gerne lese ich das SonntagsBlatt, da man hier immer schön auf dem Laufenden gehalten wird, wie, wo, was in unserem Dorf passiert. Und da stoße ich doch auf den Artikel, in dem es mal wieder um die Kita geht. „Kita in Ronsdorf – eine unendliche Geschichte“.
Ich habe diesen Artikel – oder sollte man Stellungnahme schreiben, ich weiß es nicht, aber das ist auch gleich – ge­lesen. Es ist schon interessant was da so steht, jedoch hat mich dann der Inhalt plötzlich weniger interessiert, sondern das „Warum“! Warum schreibt man so einen Beitrag? Im Grunde geht es doch nur darum, wer in der BV „den Größten“ hat – und da muss ich sagen: Sorry, ich glaube keiner von euch. Sich als Parteien zusammenschließen und dann in dem Fall die CDU in einem Artikel derart darzustellen: Das macht man nicht.
Des Weiteren verstehe ich die ganze Diskussion nicht. Mir ist auch daran gelegen, dass Ronsdorf seitens Kita und Grundschule gut aufgestellt ist, aber füllt doch erst mal die Kita, welche gerade im Bau ist, mit Leben und schaut dann doch einmal weiter. Aber jetzt, wo gerade Plätze geschaffen werden, dieses Thema auf den Tisch zu bringen, das halte ich für Zeitverschwendung. CDU, SPD, FDP und wie sie alle heißen, führt doch mal ein vernünftiges Miteinander und stellt euch nicht gegeneinander auf. Nur gemeinsam ist man stark!
Ein ganz tolles Thema wäre da gerade der Spielplatz Schenkstraße, hier sind wieder Geräte abgebaut worden und die kleinen Kids und Skater können nicht mehr ordentlich die Skate-Anlage nutzen. Aber auch hier gibt es einfach Ideen, die gut umsetzbar wären und das auch in kurzer Zeit. Und stellt doch mal was auf die Beine, dass die Jugendlichen was in Ronsdorf haben, anstatt irgendwo rumzuhängen und dann aus Langeweile Blödsinn zu machen. Mit unserem Bezirksbürgermeister, Herrn Harald Scheuermann-Giskes, habt ihr einen coolen Typen an der Seite. Zum einen Lehrer, zum anderen Sport-Trainer, lockeres Mundwerk.
Der spricht die Sprache der Kids und weiß, auf was es ankommt, aber dafür müsst Ihr alle an einem Strang ziehen und nicht gegenseitig euch das Leben schwer machen. Denn wenn Ihr euch gegenseitig an den Pranger stellt, na was soll ich sagen, dann sind die Kids schon erwachsen, bis was passiert. Aber im Grunde habt Ihr auf solche Themen keinen Bock, da man sich für so was nicht auf die Schulter klopfen kann. Es gibt so viele Ideen, jedoch muss man die mal umsetzen „wollen“ – und da dran zweifele ich bei allem, was Ihr da tut.

Maik Kaufmann
Schenkstraße 74
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 24 vom 17. Juni 2018

Optimaler Lärmschutz

Betr.: L419, Offener Brief der Bürgerinitiative L419 – keine Autobahn durch Ronsdorf an OB Mucke, Antwort des Oberbürgermeisters

Es ist richtig, dass ich mich im Zusammenhang mit den anstehenden Baumaßnahmen auf der A46 für einen bestmöglichen Lärmschutz für den Bereich Sonnborn/Boltenberg eingesetzt habe. Dies hat im Übrigen der Hauptausschuss auf der Grundlage eines entsprechenden Bürgerantrags gemäß Paragraf 24 der Gemeindeordnung auch so beschlossen und von der Stadt gefordert.
Selbstverständlich unterstütze ich auch das Anliegen, dass bei der Realisierung des Ausbaus der L419 ebenfalls ein optimaler Lärmschutz umgesetzt wird. Dies habe ich bereits seit längerer Zeit auch öffentlich so deutlich gemacht und im Übrigen auch gegenüber dem Land in einem entsprechenden Schreiben gefordert. Diese Position werde ich auch bei den weiteren Gesprächen und Verhandlungen nachhaltig vertreten, da können Sie sicher sein. Das gilt auch für Ihr Anliegen, die Eingriffe in die Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten.

Andreas Mucke
Oberbürgermeister
Rathaus
Johannes-Rau-Platz 1
42275 Wuppertal   

 

 

Ausgabe 21 vom 27. Mai 2018

Schutz der Bevölkerung

Betr.: Ausbau der L 419, Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, der örtlichen Presse entnehmen wir, dass Sie sich bei den Planungen zur Erneuerung der A46 und der L418 für eine deutliche Verbesserung des Lärmschutzes einsetzen. Sie appellieren in Ihrem Schreiben an die Verkehrsminister des Bundes und des Landes, „dafür Sorge zu tragen, dass die statische Verstärkung der Brückenbauwerke an der A46 einschließlich der L418 berücksichtigt wird, damit die Lärmschutzwände unverzüglich geplant und errichtet werden können.“
Unsere Bürgerinitiative freut sich, dass Sie sich für diese Bereiche so vehement für einen effektiven Lärmschutz einsetzen. Ein vergleichbares Engagement Ihrerseits vermissen wir jedoch, wenn es um die Planungen der L419 geht. Wie Sie wissen, soll die L419 durch den Neubau einer sechsspurigen Autobahn ersetzt werden. Da diese Autobahn sich ja noch im Planungsstadium befindet, ist es hier wesentlich einfacher, als beim Umbau bestehender Straßen durch Ihre Einflussnahme auf ein Gesamtkonzept hinzuwirken, durch das die Belange der Bevölkerung und des Natur- und Umweltschutzes in einer umfassenden Weise berücksichtigt werden.
Dazu gehören neben dem Lärmschutz auch der Schutz er Gesundheit der Bevölkerung vor Abgasen, ein so gering wie möglich gehaltener Eingriff in die Natur und ein Straßenbau, bei dem nicht durch sieben  Meter hohe Lärmschutzwände ein Stadt- und Naturbild zerstört wird. Die Berücksichtigung dieser Belange ist bei der Planung der neuen Autobahn weiterhin möglich, es bedarf dazu allerdings eines Willens seitens der politisch Verantwortlichen.
Diesen Willen kräftig kund zu tun, dazu fordern wir Sie auf.

Bürgerinitiative „L 419 Keine Autobahn durch Ronsdorf“
Peter Stuhlreiter
Sprecher der Initiative
Im Saalscheid
42369 Wuppertal

Ausgabe 19 vom 13. Mai 2018

Beruhigung des Verkehrs

Betrifft: „Eine Insel macht viel Ärger“, RSB v. 29.04.2018

Ein Beschluss der Bezirksvertretung Lüttringhausen, die Querungshilfe an der Lockfinker Straße zurückzubauen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wer behauptet, der eigentliche Zweck der Querungshilfe sei längst passé, handelt verantwortungslos oder hat seine Beobachtungen nachts um 3 Uhr gemacht.
Die eigentliche Gefahr geht nicht durch Unübersichtlichkeit aus, sondern von verantwortungslosen Kraftfahrzeugführern, die weder die Rechts-vor-links-Regelung im Kreuzungsbereich Schulstraße / Lockfinker Straße beachten, noch sich einen Teufel um die Geschwindigkeitsbegrenzung in der 30-km/h-Zone in beiden Richtungen kümmern. Es sind dort schon Fahrzeuge mit über 60 km/h beobachtet worden!
Von zu geringer Frequentierung der Querungshilfe kann ja wohl überhaupt nicht die Rede sein, denn es gibt über den Tag verteilt genügend Anwohner der unteren Lockfinker Straße und anderen Straßen, die zu Fuß hin und zurück zum Einkaufen nach Lüttringhausen gehen. Auch nicht zu vergessen die vielen Schüler, die auch zu Fuß zur Schule und auch wieder zurückgehen.
Ebenfalls ist die Begründung, für die Freiwillige Feuerwehr das Ding zu entfernen, totaler Quatsch. Die Feuerwehr hat beim Ausfahren Probleme. Von einem Fahrzeugführer, der ein solches Fahrzeug bewegt, kann man erwarten, dass er genügend Erfahrung und Fahrpraxis besitzt, um mit solchen Gegebenheiten fertig zu werden. Zumal bei Einsätzen mit Sonderrechten gefahren wird.
Diese Einrichtung, um die es hier geht, stellt für mich sowieso keine orginäre Querungshilfe dar, sondern viel wichtiger ist, dass dadruch zwangsläufig eine Verkehrsberuhigung erreicht wird, um einem schutzbedürftigen Personenkreis mehr Sicherheit zu geben. Dieser schutzbedürftige Personenkreis sind unsere Kinder, unsere älteren und behinderten Mitmenschen, die auf solche Hilfseinrichtungen angewiesen sind.
Sollte auch das ehemalige Grundstück der abgebrannten Schule erst in ein paar Jahren wieder bebaut werden, besteht nach wie vor trotzdem eine Existenzberechtigung der Querungshilfe.

Kurt Ravenschlag
Anschrift der Red. bekannt

 

Ausgabe 19 vom 13. Mai 2018

Zwei Stinkefinger gezeigt

Betrifft: Erlebnis mit Hundebesitzern an der Ronsdorfer Talsperre

Am Montag machte ich früh morgens einen Spaziergang um die Ronsdorfer Talsperre. Ich war allein und fühlte mich auch als ältere Dame im Wald sicher und erfreute mich am Grün und am Vogelgesang.
Auf der Talsperrenmauer begegnete mir eine Gruppe von ungefähr fünf Leuten mit ebenso vielen Hunden – unter anderem ein Bernhardiner-ähnlicher Hund von stattlicher Größe – die knurrend und bellend auf mich zukamen. Ansonsten auch Hunden gegenüber nicht übermäßig ängstlich, blieb ich stehen und bat die Leute, ihre Hunde zurückzunehmen – wo­rauf mir eine Hundebesitzerin im Vorbeigehen riet,  ich müsse ausreichend vorher Bescheid geben, dass ich Angst habe.
Ich war mir nicht im Klaren, was ich im Wald alles tun muss, um einfach meiner Wege gehen zu können und fragte nach. Da kam einer der Hundebesitzer auf mich zu, erklärte mir noch einmal sehr deutlich, was ich zu tun habe. Nannte mich zur Bekräftigung noch „dumme Kuh“ und zeigte mir mit viel Einsatz gleich zwei Stinkefinger.
Ich war ehrlich gesagt erschüttert über diese Beleidigung und das Verhalten einer Gruppe von Erwachsenen einer älteren Spaziergängerin gegenüber und hatte nun wirklich Angst. Ich hoffe nur, dass so ein Verhalten ein Ausrutscher war und sich alle anderen netten, freundlichen Hundebesitzer von so einem Verhalten distanzieren.

Name der Red. bekannt
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Ausgabe 18 vom 6. Mai 2018

Große Enttäuschung

Betrifft: SparkassenCup

Die Kinder waren wütend und enttäuscht, was ich voll verstehen kann. So eine Gruppeneinteilung habe ich auch noch nie erlebt. Da haben die in eine Gruppe alle Gruppen-Ersten gepackt, die sich dann gegenseitig sozusagen „rausgeschossen“ haben. So was ist gar nicht erlaubt!
Und das letzte Spiel war echt ein Witz: Schiedsrichter-Fehlentscheidungen ohne Ende. Tor gegeben, obwohl der Ball gar nicht im Tor war. Eckball statt Freistoß gegeben, und, und, und ...
Die Jungs waren so wütend und enttäuscht, dass sie sich zusammengetan haben und zur Turnierleitung gingen. Hat aber nichts gebracht.
Die hätten es echt verdient gehabt, ins Finale zu kommen. Vorher ungeschlagen durchmarschiert – und heute ... Mir kam es so vor, als hätte ich das gestrige Bayern-Spiel nochmals bei den Kindern gesehen. Das Fünkchen Glück hat dann auch noch gefehlt ...
Na ja, als Erinnerung haben die Kinder für die nächsten paar Tage ziemlich viele blaue Flecken vom heutigen Tag mitgenommen. Trotzdem sag’ ich: Danke Jungs! Die drei Turniertage haben Spaß gemacht und ihr seid die beste Mannschaft, welche die Ferdinand-Lassalle-Schule je hatte.

Alexandra Mageney
per E-Mail

 

Ausgabe 13 vom 1. April 2018

Info-Abend für Bürger

Betr.: L419-Ausbau

Herr Arndt Klocke MdL (Grüne), Sprecher für Verkehr, Bauen und Wohnen im Landtag NRW, hat mir mitgeteilt, dass der Ausbau des Lichtscheider Kreisels im Bauprogramm 2018 für Landesstraßen vorgesehen ist. An dieser Ausbauplanung war die Stadt Wuppertal beteiligt. Offensichtlich haben weder die Stadt noch der Landesbetrieb Straßen NRW diese Planung veröffentlicht, obwohl viele Bewohner von Ronsdorf von dem täglichen Stau am Lichtscheid betroffen sind und diese Pläne für das Verständnis der geplanten L419n erforderlich sind.
In Hinblick auf die unzulängliche Bürgerbeteiligung bei der Planung für den autobahngemäßen Neubau der L419 habe ich beim Oberbürgermeister angeregt, die Stadt soll die Bürger von Ronsdorf zu einem Informations- und Diskussionsabend über die gesamte Straßenplanung der L419n, einschließlich des Lichtscheider Kreisels, einladen. Bei diesem Abend sollte den Bürgern ausreichend Zeit gegeben werden, ihre Bedenken und Fragen vortragen zu können. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Bürgerbeteiligung. Zugleich würde die Stadt über die Befürchtungen und Ängste der betroffenen Menschen informiert werden und könnte für Abhilfe sorgen. Die Aula der Gesamtschule in Ronsdorf wäre ein geeigneter Ort.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 11 vom 18. März 2018

Das Ministerium ist informiert

Betrifft: L419

Das Verkehrsministerium kennt die Probleme der L 419.
Die geplante L 419n wird Ronsdorf stärker verändern und beeinträchtigen als jedes andere Bauvorhaben in seiner Geschichte. Als sachkundiger Bürger von Ronsdorf fühle ich mich deshalb zur Aufklärung verpflichtet.
In einem Schreiben an Verkehrsminister Hendrik Wüst habe ich in einer umfangreichen Anlage auf die zahlreichen Mängel bei der Planung der L 419n und auf die schwerwiegenden Folgen für Ronsdorf hingewiesen.
Das Ministerium kann aus verständlichen Gründen nicht in das laufende Planfeststellungsverfahren eingreifen. Aus der Antwort des Ministeriums ist immerhin ersichtlich, dass es nunmehr die Argumente gegen die Planung kennt und eine Stellungnahme des Landesbetriebs Straßenbau angefordert hat.
Die Stadt Wuppertal hat bislang den baldigen Neubau der L 419 zu einer autobahngerechten Fernverkehrsstraße, die die A 46 entlasten soll, befürwortet. Auf die Fragen von rund 70 Bürgerinnen und Bürgern von Ronsdorf zu den Auswirkungen auf unseren Stadtbezirk hat sie bislang nicht reagiert. Auch sie hat die Möglichkeit, den Landesbetrieb Straßenbau zu bitten, diese Fragen zu beantworten.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
Wuppertal-Ronsdorf

Ausgabe 08 vom 25. Februar 2018

Winterdienst versagt

Betr.: Gelebte Nachbarschaftspflege, RSB v. 18.02.

Eine - meistens - gute Nachbarschaft attestiert Herr Stuhlmüller der JVA. Glücklicherweise hat er dieses Lob eingeschränkt, denn in Winterzeiten ist die JVA alles andere als ein guter Nachbar. Die Räumvorschriften der Stadt Remscheid scheinen diesem Staatsbetrieb ziemlich egal zu sein: Man räumt oder streut die Bürgersteige in der Schulstraße nach eigenem Gutdünken. Manchmal ein ganzes Wochenende gar nicht, dann, wenn man Zeit und Lust dazu hat. Wenn die JVA ein guter Nachbar werden möchte, muss sie sich - zumindest im Winter - gewaltig anstrengen.

Peter J. Rörig
Bandwirkerweg 8a
42899 Remscheid

Ausgabe 08 vom 25. Februar 2018

Gier hat wieder gesiegt

Betr.: „Tabula Rasa“ an der Monschaustraße, RSB vom 18.02.2018

Man sollte doch meinen, dass alte Bäume etwas wert sind. Ich bin (wie bestimmt einige Anwohner der Monschaustraße auch) davon ausgegangen, dass die alten Bäume stehen bleiben und war total geschockt und habe geweint, als ich die totale Rodung des Grundstückes gesehen habe.
Wieder sind alte, gesunde Bäume der Profitsucht der Bauunternehmen zum Opfer gefallen. Verantwortungsvolle Architekten hätten die Bäume in den Neubau integrieren können. Aber das hätte Mitdenken und einen finanziellen Verlust bedeutet. Geht ja gar nicht. Die Gier der Menschen hat mal wieder gesiegt, die Natur verloren.
Aber sicher ist, dass wir Menschen uns auf Dauer die Luft zum Atmen selber nehmen. Wir regen uns über das Abholzen der Regenwälder auf und tun doch nichts bei uns Zuhause zum Erhalt unserer Bäume. Schuld sind ja immer die anderen. Wann fangen wir endlich an zu denken?

Susanne Quest
Monschaustraße 89
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 07 vom 18. Februar 2018

Nichts mit Kölsch zu tun

Lieber Herr Würzbach,
inhaltlich nichts Grundsätzliches gegen Ihr „Wort zum Sonntag“. Aber das „Bläck Föös“-Lied „Wasser vun Kölle“ hat – anders als manches andere – nun wirklich gar nichts mit Kölsch, sondern ausschließlich mit der Qualität des Kölner (Rhein-)Trinkwassers Anfang der 1980er-Jahre zu tun.
Nichts für ungut, herzliche Grüße und Alaaf

Volker Uerlings
Elfriede-Stremmel-Straße 49
42369 Wuppertal

Ausgabe 07 vom 18. Februar 2018

Dank für Hilfsbereitschaft

Betr.: Hilfe nach Sturz in der Lüttringhauser Straße

Allen freundlichen und fürsorglichen Helferinnen und Helfern danke ich sehr herzlich dafür, dass sie mir am Freitag, 9. Februar, nach meinem Sturz vor der Bäckerei in der Lüttringhauser Straße wieder „auf die Beine geholfen haben.

Angelika Heimerich
Anschrift der Red. bekannt

Ausgabe 07 vom 18. Februar 2018

„Oldies“ ausmustern

Betr.: Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf

Dem interessierten Betrachter fällt auf, dass die bei der Freiwilligen Feuerwehr seit über einem Jahr  stationierte Drehleiter (DLK) in der letzten Zeit häufig nicht in ihrer Garage steht, sondern sich in  Reparatur  befindet.
Der Brandschutzbedarfsplan für die Stadt Wuppertal sieht die Stationierung eines solchen Rettungsmittels in Ronsdorf vor, um den unzureichenden Schutz der Ronsdorfer Bevölkerung zu optimieren und um die gesetzte Eintreffzeit am Einsatzort zu gewährleisten.
Die Drehleiter aus dem Jahr 1995 ist allerdings ein wahrer Oldie und somit sehr störanfällig. Aus der ehemaligen Löschzuggeneration, aus der die DLK stammt, sind bereits alle Fahrzeuge verschrottet. Nur eine Alt-DLK bei der Berufsfeuerwehr existiert noch – allerdings nur noch zur Ausbildung des Feuewehrnachwuchses.
Bisher war es üblich, Drehleitern in einem „Staffettenverfahren“ von der Berufsfeuerwehr zur Freiwilligen Feuerwehr weiterzureichen. Das heißt: Die Berufsfeuerwehr erhält eine neue DLK, die alte geht dann an eine freiwillige Feuerwehr (Hahnerberg) und deren DLK wird dann ihrerseits weitergereicht. Ronsdorf steht am Ende dieser Kette.
Diesen „gordischen Knoten“ könnte man  durchtrennen – analog zu einem Beschaffungsverfahren für zwei „high-tech“ HLF-Fahrzeuge der Feuerwehrschule Wuppertal. Hier wurden zwei hochwertige HLF (Iveco/Magirus) als gebrauchte Vorführfahrzeuge beschafft. Diese sind nicht nur top ausgestattet und gepflegt, sondern auch erheblich billiger als eine Neubeschaffung. Diese Lösung bietet sich auch für eine „neue“ Drehleiter in Ronsdorf an.
Es wäre schön, wenn mein Ansinnen auch im politischen Raum und bei der Verwaltung  Unterstützung fände. Wenn sich schon die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf zu unser aller Wohl selbstlos engagieren, müssen sie auch die bestmögliche Technik erhalten und eben keine „Oldies“!

Jürgen G. Haselhorst
An den Friedhöfen 51
42369 Wuppertal

Ausgabe 06 vom 11. Februar 2018

Pessimismus

Betr.: Ausbau der L419

Pessimisten sollte auch einmal aufgezeigt werden, dass es schon früher die größten Schre­ckensbekundungen und Visionen gab, als der Burgholztunnel gebaut und geöffnet wurde. Verändert und verlagert hat sich der Verkehr seitdem nicht merklich. Vielmehr ist es für die Bergdörfer Ronsdorf und Cronenberg wesentlich einfacher geworden, die A46 und neue A535 zu erreichen. Das würde auch in Zukunft für die A1 gelten, wenn man im Bereich Blombach auf die A1 an und abfahren kann. Die Staus auf der Blombachtalbrücke wären passé. Nach dem Motto „Wat de Bur nich kennt, dat frett he nich“  bin ich auf die Entwicklungen der nächsten Zeit gespannt.

Torsten Werbeck
per E-Mail

Ausgabe 06 vom 11. Februar 2018

Frist eingehalten

Betr.: „Schlamperei der Bezirksregierung“, RSB v. 4.2.

Auch wir haben gegen das Verfahren Einwand erhoben ­– und ebenfalls von der Bezirksregierung ein Schreiben erhalten, dass unsere Einwendung erst zu spät eingegangen wäre. Wir haben unser Schreiben zwar leider nicht per Einschreiben versendet, es aber am 20.12. morgens in der Post abgegeben. Eigentlich hätte es also auch fristgerecht eingegangen sein müssen. Aber das lässt sich natürlich nicht nachweisen. Interessanterweise waren wir aber fünf Unterzeichner (im selben Briefumschlag, auf derselben Liste), von denen nur drei Unterschreibende dieses Ablehnungsschreiben erhalten haben. Die beiden anderen Einwendungen müssen also wohl fristgerecht angekommen sein ... Dr.

Nicole Auerbach-Kutscher
per E-Mail

Ausgabe 06 vom 11. Februar 2018

Kommunikation gefragt

Betr.: Ausbau der L419

Die Bezirksregierung hat alle Einwendungen und Stellungnahmen dem Landesbetrieb Stra­ßenbau NRW übergeben, der sie sichtet und auswertet. Danach folgt der nächste Schritt – die Einladung zum Erörterungstermin. Beim „Lichtscheider Kreisel“ ist nach Auskunft des Landesbetriebes die Verwaltungsvereinbarung mit der Stadt, die die weitere Projektabwicklung und Baudurchführung übernimmt, unterschrieben. Da dafür auch die entsprechenden Haushaltsmittel beim Land NRW bereit stehen, ist die Stadt jetzt gefordert, der interessierten Bevölkerung nun einen konkreten Termin zum Baubeginn mitzuteilen.
Viele Ronsdorfer werden sich fragen: Wie geht es mit dem zweiten Bauabschnitt (A1-Anschluss) weiter, wenn das jetzige Verfahren abgeschlossen sein wird. Wir hören erneut (worauf wir auch schon früher mehrfach hingewiesen haben), dass die Anschlussplanung so weit gediehen ist, dass direkt nach Schaffung von Baurecht für den 1. Bauabschnitt das Planfeststellungsverfahren für den 2. Abschnitt eingeleitet werden kann. Es deutet also alles darauf hin, dass ein zügiger Ausbau beider Bauabschnitte von den Verantwortlichen nicht nur ernsthaft gewollt ist, sondern auch jetzt schon intensiv vorbereitet wird.
Ein wichtiger Aspekt ist die in der Stellungnahme der Stadt zum Planfeststellungsverfahren aufgeworfene Frage nach der Koordination künftiger Fernstraßenbaustellen in Wuppertal (L419, A46, Autobahnkreuz Wuppertal-Nord). Hier erwarten wir von allen Beteiligten engste Kommunikation, weil ansonsten nicht nur, aber auch in Ronsdorf chaotische Verkehrsverhältnisse drohen.
Warten wir es ab!

Wolfgang Luchtenberg
Edmund-Strutz-Weg 16
42369 Wuppertal

Ausgabe 05 vom 4. Februar 2018

Strecke für Fernverkehr

Betr.: Ausbau der L419

Nach dem Erläuterungsbericht für den Neubau der L419 ist die Zielsetzung des Vorha-bens die Verbesserung des Verkehrsflusses aus dem Stadtgebiet, die Schaffung einer attraktiven Anbindung der geplanten Wohn- und Gewerbegebiete, die städtebaulich ver-trägliche Einbindung in das Umfeld sowie die Reduzierung von Immissionen in den an-grenzenden Wohngebieten.
Diese Aussagen sind irreführend. Offensichtlich sollen die Bürgerinnen und Bürger von Ronsdorf  getäuscht werden. Sie sollen glauben, der sogenannte „Ausbau“ der L419 wird die Verkehrsprobleme ihres Stadtteils verbessern und den Verkehrslärm mindern.
Das Gegenteil wird eintreten. In dem Erläuterungsbericht wird verschwiegen, dass die L419 nach ihrem autobahngemäßen Ausbau und dem geplanten direkten Anschluss an die A 1 als Teil der Südtangente die A 46 entlasten soll. Sie wird damit eine überregionale Straße, vorwiegend für den Fernverkehr werden. Ihre Ernennung zur Autobahn ist dann nur eine Frage der Zeit.
Die geplante Südtangente im Süden und die A46 im Norden von Wuppertal sind parallele Strecken, die an der A1 enden. Die A46 ist überlastet, sie ist vermutlich die Teilstrecke mit den längsten und häufigsten Verkehrsstaus von allen Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Einen Teil dieses  Verkehrs soll in Zukunft die geplante L419 aufnehmen.
Auf der A46 sind zudem viele Brücken marode und müssen saniert werden. Wuppertals Verkehrsdezernent Frank Meyer möchte die A 46 für die Bauzeiten der Brücken voll sperren und den gesamten Verkehr der A 46 über die neue Südtangente, an Ronsdorf vorbei, umleiten.
Mit oder ohne Vollsperrung der A46: Sobald die geplante L419 und damit die Südtangente fertiggestellt sein wird, kommt eine Verkehrslawine mit einem großen Anteil an Schwerlastverkehr auf Ronsdorf zu. Die im Erläuterungsbericht prognostizierte Verkehrsmenge für das Jahr 2025  – rund 65.000 Kraftfahrzeuge pro Tag – wird überschritten werden. Ronsdorf wird im Verkehrsstau stecken, die Verkehrsemissionen werden große Siedlungsgebiete immitieren und die neue Autobahn wird Ronsdorf im Norden begrenzen. Um dies zu verhindern, muss für die geplante L419, eine menschen- und umweltverträgliche Lösung gefunden werden. Die vorliegende Planung für den Neubau der L419 ist hierfür ungeeignet.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42369 Wuppertal

 Ausgabe 05 vom 4. Februar 2018

Ausbau unabdingbar

Betr.: Ausbau der L419

Dieses Bild von „Google Maps“ mit eingeschalteter „Ver­kehrslagen-Funktion“ verdeutlicht noch einmal schön, was auf die Südhöhen zukommt: Grün bedeutet kein Stau, Orange stockender Verkehr und Rot Stau. Im Bild sieht man den Stau auf der A46 vom Kreuz Wuppertal-Nord bis zum Sonnborner Kreuz. Die Talachse ist „dicht“.


Die Ausweichmöglichkeit für diese Verkehrsmassen wird zukünftig folglich die ausgebaute Parkstraße mit der L418/ 419 und dem Burgholztunnel. Im Bild sieht man deutlich den fehlenden Lückenschluss zwischen L418 und der A1 – die heutige Parkstraße.
Somit ist ein Ausbau, der die Interessenlage der Anwohner bezüglich Schallschutz, Emissionen und Verkehrsführung berücksichtigt, unabdingbar.

Dominik Lodorf
Dompfaffenweg 31
50829 Köln    

 

Ausgabe 05 vom 4. Februar 2018

Es ist ruhiger geworden

Betr.: Neue Ideen für den Bandwirkerplatz

Bei einem Stammtisch sind im November von einem Teilnehmer auch Ideen für den Bandwirkerplatz geäußert worden. Ob sie brauchbar und günstig sind, ist fraglich.
Als Bürgerinitiative haben wir seinerseits (1999) Vorschläge für die Gestaltung des unansehnlichen Platzes gemacht. Viele Bürger haben sich an der Initiative beteiligt: Das SonntagsBlatt, Geschäfte und die damalige SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung (Herr Arenz) haben uns unterstützt.
Die Wiese wurde neu gestaltet, Rasen und Blumenbeete angelegt, eine kleine Spielecke für Kinder gestaltet, Sitzbänke von Firmen und Vereinen gestiftet. Die Marktwiese ist zu einem ansprechenden Mittelpunkt geworden. Erwachsene sitzen dort und spielen mit den Kindern. Es macht alles einen harmonischen Eindruck. Und was auch sehr wichtig ist: Es ist für die Anwohner am Marktplatz­ / Bandwirkerplatz ruhiger geworden.
Nein, wir brauchen keine Schachanlge oder etwa Eislaufbahn auf dem Bandwirkerplatz. Wir haben den Weihnachtsmarkt und das Weinfest. Und ist es denn schlimm, wenn es in der heutigen hektischen Zeit etwas ruhiger zugeht?
Das Geld, das für eine etwaige Umgestaltung des Bandwirkerplatzes nötig wäre, könnte sinnvoller angelgt werden.

Dorothea Doß
Elias-Eller-Straße 149
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 04 vom 28. Januar 2018

Standort zu vertreten?

Betr.: Forensische Psychiatrie in Wuppertal-Ronsdorf

Es ist unbestritten, dass forensische Psychiatrieeinrichtungen für psychisch kranke Straftäter in unserem Land unverzichtbar sind, da diese sicherlich nicht wie andere Straftäter behandelt werden dürfen.
Nach einem neuen Gesetz muss in jedem Landesgerichtsbezirk in Nordrhein-Westfalen eine eigene Forensik eingerichtet werden. Diese Regelung ist die richtige Schlussfolgerung aus Fehlern der Vergangenheit, wo es zu wenige und daher zum Teil überfüllte forensische Einrichtungen mit katastrophalen Zuständen gab.
Inzwischen hat man daraus gelernt und Einrichtungen, die seitdem neu gebaut wurden, erfahren selbst innerhalb von Wohngebieten zunehmende Ak­zeptanz. Die neu entstandenen und entstehenden Einrichtungen werden und müssen aber auf jeden Fall der gesellschaftlichen Notwendigkeit eines modernen und humanen Strafvollzugs für psychisch kranke Straftäter entsprechen und sich damit deutlich vom „normalen“ Strafvollzug unterscheiden. Das darf auch in Wuppertal nicht anders sein.
Die ehemalige Landesministerin Steffens hat allerdings ein wichtiges Kriterium für den Neubau forensischer Kliniken vorgegeben: Sie dürfen nicht in unmittelbarer Nähe einer „normalen“ Justizvollzugsanstalt entstehen, unter anderem deshalb, weil diese unmittelbare Nähe psychisch kranken Straftätern nicht zuzumuten sei.
Insofern sollten Minister Reul und die Landesregierung sehr wohl überlegen, ob der Standort einer Forensik in unmittelbarer Nähe zur JVA in Ronsdorf zu vertreten ist.

Jürgen Köster
Bezirksvertreter
Bauvereinstraße 17
42369 Wuppertal

Ausgabe 04 vom 28. Januar 2018

Bitte sachlich bleiben!

Betr.: Ausbau der L419, Leserbrief von Herrn Luchtenberg, RSB vom 14.01.18

Es ist ja schon erstaunlich, dass fast kein Tag vergeht, an dem in Wuppertaler Zeitungen ein Leserbrief der Bürgerinitiative „Ronsdorf für den Ausbau der L419“ steht. Geschrieben von Herrn Luchtenberg, Sprecher – oder besser gesagt Schreiber – dieser Bürgerinitiative.
Es gibt ein geflügeltes Wort: „Wer viel schreibt, hat nicht immer Recht.“ Er geht mit andersdenkenden Ronsdorfer Bür­gern nicht gerade sachlich um.
Wenn Herr Luchtenberg schon so gutgläubig ist und glaubt, dass das, was Straßen.- NRW präsentiert hat, gut für Ronsdorf ist, muss er mal erklären, was er mit dem Lichtscheider Kreuz machen will. Und was meint er mit „ertüchtigen“ (des Lichtscheider Kreu­zes)? Der Umbau und teilweise Neubau des Lichtscheider Kreuzes ist die Voraussetzung überhaupt für einen Baubeginn des ersten Abschnitts der L419!
Die Lärmschutzmaßnahmen halte ich für eine gigantische Zerstörung von Natur und Landschaft. Eine Tieferlegung, die vor einigen Jahren von einer Bürgerinitiative, der ich angehörte, geplant worden war und die wir der Bezirksvertretung vorstellen wollten, wurde abgelehnt. Bei der Stadt Wuppertal hat man sich die Pläne wenigstens angesehen, hatte aber kein Interesse  – weil zu teuer! Die Tieferlegung, die wir geplant haben, ging allerdings nur von Erbschlö bis zum Lichtscheider Kreuz. Ein Straßenbau-Professor in Wuppertal war von unseren Plänen angetan. Ich möchte alle Ronsdorfer Bürger und auch Herrn Luchtenberg bitten, beim Leserbriefschreiben sachlich und auch fachlich die Kirche im Dorf zu lassen.
Gerne möchte ich wissen, ob die verantwortlichen Planer von Straßen.NRW – wenn sie an der Parkstraße wohnen würden – die Straße so geplant hätten.

Horst Gonter
Markstraße 32
42369 Wuppertal

Ausgabe 04 vom 28. Januar 2018

Wann endlich?

Betr.: Geplante Sanierung der Staubenthaler Straße

Es ist schön, dass eine der Hauptein- und Ausfahrtstrassen aus Ronsdorf saniert und in dem Zuge auch mit Flüsterasphalt ausgestattet wird und das in diesem Jahr noch. Da auch ich zweimal täglich auf meinem Weg nach Barmen und nach Hause dort herfahre, stellte sich mir spontan die Frage, wann das passiert.
Ich hoffe, die Verantwortlichen wählen einen Zeitpunkt in den Sommer- oder anderen Schulferien, wenn man nicht allmorgendlich je nach Uhrzeit mindestens bis zur Einmündung Staubenthaler Höhe im Stau steht.
Schön wäre natürlich, wenn für den Zeitraum der Bauarbeiten vielleicht der Anliegerstatus der Elias-Eller-Straße aufgehoben würde. Ja, ich höre den Aufschrei der Anlieger dort jetzt schon. Alternativ bin ich mir sicher, dass sonst viele den Weg durch die Kurfürstenstraße wählen. Und die ist nicht nur eng, sondern auch in ziemlich erbarmungswürdigem Zustand. Vielleicht lässt sich ja mit der zeitlich begrenzten Freigabe der Elias-Eller-Straße dazu beitragen, das Chaos zu mindern und vielleicht sogar die Bauzeit zu verkürzen?
Eventuell kann man Anregungen der von den Auswirkungen der Baumaßnahme betroffenen Pendler und auch Anwohner an die zuständigen Stellen weitergeben, in der Hoffnung, dass man dort nicht alles besser weiß und halb Ronsdorf an den Rand des Wahnsinns treibt?

Anja Major  
in der Krim 49
42369 Wuppertal

Ausgabe 03 vom 21. Januar 2018

Noch offene Fragen

Betr.: L419-Ausbau, offener Brief an OB Andreas Mucke

In meinem Schreiben vom 7. Januar 2018 habe ich kritisiert, dass die vom Rat am 18. Dezember 2017 beschlossene Stellungnahme zum geplanten Neubau der L419 die Belange von Ronsdorf nur unzureichend berücksichtigt. Wie mir meine Freunde in Ronsdorf bestätigten, besteht in Ronsdorf ein Informationsbedarf.
Primäre Ursache hierfür ist der offengelegte Feststellungsentwurf für den 1. Bauabschnitt, der viele Fragen, die Ronsdorf betreffen, nicht beantwortet. Zahlreiche Leserbriefe in der Wochenpresse von Ronsdorf bestätigen dies. Auch die Ratsvorlage und die Stellungnahme der Stadt  zur L419 sind aus dieser Sicht unvollständig. Ich habe deshalb einen Fragenkatalog mit 16 Fragen erarbeitet. Ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Mucke, dafür zu sorgen, dass diese Fragen auch von der Stadt beantwortet werden. Eine Erläuterung (zehn Seiten) zu diesen Fragen habe ich beigefügt. Sie enthält meine persönliche Ansicht, die allerdings auch von vielen Bürgerinnen und Bürger in Ronsdorf geteilt wird.

Heimo Bullmann
Echoer Straße 54b
42369 Wuppertal

Ausgabe 03 vom 21. Januar 2018

Brief ans Ministerium

Betrifft: L419-Ausbau, offener Brief an Minister Wüst

Sehr geehrter Herr Minister  Wüst, die Offenlegung des Planfeststellungsverfahrens zum Ausbau der L419 ist beendet. Nach Durchsicht der ausgelegten Unterlagen sind gravierende Fehler sowie erhebliche Mängel festgestellt worden. Zum Beispiel:
– Die in der IVV-Verkehrsuntersuchung zugrunde gelegten Daten aus 2000 und 2005 sind viel zu alt und somit keine geeignete Datengrundlage. Die Verkehrsuntersuchung entspricht nicht dem aktuellen Stand der Technik.
– Die im Schallschutzgutachten angegebenen Lärmpegel (> 60 dB < 70 dB) sind wesentlich niedriger als die in der Lärmkartierung NRW 2014 gemessenen Lärmpegel von >70 dB =< 75 dB.
– Die Luftschadstoffprognose wurde mit den gefälschten Daten der Autoindustrie errechnet, obwohl seit langem bekannt war, dass diese Daten weit unter den tatsächlichen Luftverunreinigungen der Autos liegen.
– Das vorgeschriebene Sicherheitsaudit ist nicht oder nur mangelhaft durchgeführt worden.
Diese und weitere Einwendungen habe ich an die zuständige Bezirksregierung in Düsseldorf gesandt. Ich habe den Eindruck, dass hier etwas falsch läuft und möchte von Ihnen wissen, was die Ursache ist und frage Sie: Liegt es an der Unfähigkeit der Planer und der Gutachter? Oder bekommen die Planer Vorgaben aus den Ministerien? Oder liegt es an etwas ganz anderem?
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Sache untersuchen und mir schnellstmöglich eine schriftliche Antwort senden würden.

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 02 vom 14. Januar  2018

Lage des Wasserturms

Betr.: Ausbau der L419, Leserbrief „Weg zur Reichsautobahn“ von Haimo Bullmann, RSB v. 7.1.2018

Der Leserbrief von Herrn Bullmann enthält eine wesentliche topografische Unrichtigkeit: Mit „Ronsdorfer Wasserturm“ ist nicht der ehemalige Lichtscheider Wasserturm gemeint, der 1977 gegen erhebliche Proteste der Bevölkerung gesprengt wurde, sondern der alte Ronsdorfer Wasserturm, der gegenüber der Einmündung der Kurfürstenstraße in die Parkstraße (heute bewachsenes Gelände) stand, beim Luftangriff auf Ronsdorf 1943 stark beschädigt und in den fünfziger Jahren abgerissen wurde. Die Aufnahmen aus Kurt Schnörings „Ronsdorf-Portrait einer Stadt“, Seite 92, und „Ronsdorf – wie es einmal war“, Seite 56/57 mögen das verdeutlichen.

Paul Dieter Flöth
Scharpenacker Weg 53
42287 Wuppertal

 

Ausgabe 02 vom 02. Januar 2018

Alte Pläne hervorgeholt

Betr.: Ausbau der L419, Leserbrief „Weg zur Reichsautobahn“ von Haimo Bullmann, RSB v. 7.1.2018

Herzlichen Glückwunsch, Herr Bullmann, Sie haben es geschafft, das in den letzten Wochen stark gesunkene Niveau der Leserbriefdiskussion um das Thema L419 noch merklich zu unterbieten!
Wessen Geistes Kind muss man sein, um solche wirren und verqueren Zusammenhänge gedanklich zu konstruieren? Wie verbohrt muss man sein, um heutigen Straßenplanern zu unterstellen, sie würden 80 Jahre alte Pläne (also Unterlagen aus der Steinzeit des Straßenbaus) in mühevoller Kleinarbeit ausgraben, um sie dann zur Grundlage für heutige Ausbauplanungen zu machen? Wie chauvinistisch muss man sein, um angebliche Planungsfehler während der Hitlerzeit als Grund für die Ablehnung heutiger Ausbauplanung zu reklamieren? Wie weltfremd muss man sein, um derart unterschiedliche Verkehrsepochen zu vergleichen? Schwelgen Sie weiter in Ihrer nostalgischen Traumwelt; mit der Realität hat das wahrlich nichts zu tun!

Wolfgang Luchtenberg
Edmund-Strutz-Weg 16
42369 Wuppertal


Anmerkung des Herausgebers

Normalerweise gehört es nicht zum Stil der Redaktion des SonntagsBlattes, Leserbriefe mit persönlichen Diffamierungen und ohne jegliche sachliche Auseinandersetzung mit den Inhalten zuvor erschienener Leserbriefe zu veröffentlichen.
Wenn wir dies in diesem Falle ausnahmsweise doch tun, dann nur deshalb, um zu dokumentieren, wie man eine Auseinandersetzung mit einer gegensätzlichen Position fairerweise nicht führt.

 


 

 

Ausgabe 51 vom 24. Dezember 2017

Gar nicht!

Betr.: Ausbau der L419

Herr Schulz scheint sich in einem für ihn möglicherweise folgenschweren Irrtum zu befinden. Er glaubt, die gesamte L419 würde um zwei Meter abgesenkt. Dem ist aber nicht so. Zwei Herren von Straßen. NRW haben mir erklärt, dass im Bereich der Unterführungen Staubenthaler Straße und Erbschlöer Straße die Parkstraße um einige Meter aufgeschüttet würde, da ja sonst die Autos an der Erbschlöer Straße „mit dem Lift in die Garage fahren müssten“ (wörtlich).
Nur zwischen den Unterführungsbereichen wird die Straße abgesenkt. Wenn dann das Wäldchen Am Knöchel gerodet ist und die Autos rund drei Meter höher vorbei rauschen... Da kann ich nur sagen: Prost Mahlzeit für alle Anwohner!
Ein Tunnel wäre wirklich die beste Lösung: Ein- und Ausgang in möglichst gering bebautem Gebiet, eine erst kürzlich grundsanierte Straße und ganz viele Bäume blieben erhalten, und es gäbe auch so gut wie keinen Baustellenstau. Ein Tunnel zu teuer? Und was sind unsere Gesundheit und unsere Umwelt wert? Um für die einzig sinnvolle Lösung einzutreten, lasse ich mich gerne auch „Meckerant“ nennen.

Elisabeth Gielen
Daniel-Schürmann-Weg 10
42369 Wuppertal

Ausgabe 51 vom 24. Dezember 2017

Verrat an Ronsdorfer Interessen

Betr.: Ausbau der L419

Da wollen uns die Befürworter einer Autobahn durch unser schönes Ronsdorf doch tatsächlich weismachen, dass es für eine vernünftige, weil Menschen und die noch intakte Natur schonende Tunnellösung, kein Geld zur Verfügung stehe.
Ich muss hier nicht ausführen, für welchen Blödsinn genug Geld vorhanden war und noch ist! Dass es bei Straßen. NRW niemand interessiert, wie unser idyllisches Ronsdorf durch die Autobahn auf immer und ewig zerstört wird, überrascht nicht wirklich, dass aber Ortsansässige dafür sind, betrachte ich als Verrat an Ronsdorfer Interessen.
Warum sollte es, wie schon Frau Kremer in ihrem Leserbrief aufgezeigt hat, nach dem so geplanten Ausbau der Parkstraße, weniger Chaos geben als auf der A46?
Wenn man die Kosten für die dort seit Jahrzehnten andauernden, ohne eine Verbesserung bringenden Reparaturen einrechnet, ist der Tunnel sicher nicht teurer, aber Menschen und Natur bleiben weitgehend verschont, oder ist Letzteres nicht so wichtig?
Man bedenke nur, was die vor etwa zwei Jahren für circa 1,5 Millionen Euro reparierte Parkstraße für ein Verkehrschaos in und um Ronsdorf verursacht hat. Das will man uns jetzt für Jahre oder Jahrzehnte zumuten? Ich wünsche der BI „Keine Autobahn durch Ronsdorf“ jeden nur möglichen Erfolg bei der Verhinderung dieses unmöglichen Vorhabens.

Rolf Schmidt
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Ausgabe 51 vom 24. Dezember 2017

Verfahren für die L419 einstellen

Betr.: Ausbau der L419

Die offengelegte Planung für die neue L419 enthält zahlreiche Mängel und schwerwie-gende Fehler. Dazu gehören:
Die bestehende L419 soll vorrangig für den Fernverkehr als Autobahn neu gebaut wer-den. Dieser Verkehr wird enorm zunehmen; große Lastwagen aus Belgien und aus Polen werden an den Wohngebieten von Ronsdorf vorbeidonnern. Gleichzeitig soll diese Straße auch den heute vorhandenen, städtischen und regionalen Verkehr aufnehmen. Die Verkehrssituation von Ronsdorf wird sich nach Fertigstellung der geplanten Straße erheblich verschlechtern.
Die L419 ist faktisch die einzige Verbindung von Ronsdorf mit den Zentren im Tal. Die Verkehrsstaus und Unfällle zwischen Ronsdorf und dem Verkehrskreisel Lichtscheid werden nach dem Neubau der L419 zunehmen. Die Verkehrsemissionen – Lärm und Abgase – werden große Siedlungsgebiete immitieren und die Lebensqualität und die Gesund-heit der Ronsdorfer Bevölkerung beeinträchtigen.
Ronsdorf wird durch die neue L419 von seinem Landschaftsraum und Naherholungsgebiet  Scharpenacken im Norden abgeschnitten werden. In den Ronsdorfer Anlagen wird der Verkehrslärm den Gesang der Vögel übertönen.
Die Grundlagen der Verkehrsplanung, die Erfassung der vorhandenen Verkehrsmenge und die Prognose über die zukünftigen Verkehrsmengen,  müssen wegen gravierender Mängel völlig neu erstellt werden. Entsprechendes gilt für die Immissionsgutachten.
Grob fehlerhafte Planunterlagen, wie sie hier vorliegen, können nicht planfestgestellt werden. Ich habe deshalb die Bezirksregierung Düsseldorf aufgefordert, das vorliegende Planfeststellungsverfahren einzustellen.

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54b
42369 Wuppertal

Ausgabe 50 vom 17. Dezember 2017

Auf den Punkt gebracht

Betr.: Ausbau der L419
Jo Budde möchte ich beglückwünschen zu seinem Kommentar in der Ausgabe vom 10. Dezember 2017. Damit hat er die aktuelle Entwicklung auf den Punkt gebracht. Immer wieder lese ich wichtige Stellungnahmen von Leuten, die Ronsdorf „nur Gutes wollen“, selbst aber nicht betroffen sind. Immer wieder höre ich, wie dringend der Ausbau erforderlich ist. Warum eigentlich? Wegen ein paar Minuten Stau täglich das ganze Gebiet planieren und Ronsdorf aufteilen?
Jeden Tag fahre ich morgens und abends über die Parkstraße und stehe in diesen „unerträglichen Fahrzeugmassen“. Hier muss man die Kirche doch im Dorf lassen. Fahren Sie nach Köln oder Düsseldorf, dann sehen Sie, was ein Stau ist.
In wenigen Jahren werden große Teile der Pendler wegfallen, da im Dienstleistungsbereich viele Stellen durch „mobiles Arbeiten“ ins „Homeoffice“ abwandern werden. Diese Entwicklung wurde bei der Planung ebenso wenig berücksichtigt, wie der Wechsel von Verbrennungsmotoren auf Elektroantrieb und der damit verbundenen Geräuschentwicklungsänderung.Wichtig ist eine Entlastung der Linde. Der Abstieg zur A1 vor der Blombachbrücke kann aber auch ohne Ausbau der Parkstraße erfolgen.
Ich werde als Betroffener auf jeden Fall meine Einwände geltend machen und hoffe das die „schweigende Mehrheit“ auch Ihre Rechte in Anspruch nimmt.

Jörg Blesgen
Waldfrieden 46
42369 Wuppertal

Ausgabe 50 vom 17. Dezember 2017

Verkehr wird verdreifacht

Betr.: Ausbau der L419
Richtig erkannt, aber der Verkehr wird auch zunehmen, wenn die L419 nicht ausgebaut wird. Dann möchte ich die Anwohner der Elfriede-Stremmel-Straße sehen, die dann das erleben, was die Linder schon seit Jahren erleben: Sie kommen zur Rush-Hour nur unter größten Gefahren auf die andere Straßenseite geschweige denn aus den Nebenstraßen auf die gegenüberliegende Fahrbahn.
Und was die A46 angeht: Es müsste doch mittlerweile jeder wissen, dass zur Zeit der Planung der A46 in den 1960er-Jahren der Begriff „Lärmschutz“ beim Straßenbau noch gar nicht existierte. Was spricht also dagegen, im Interesse der Anwohner neue technische Mög­lichkeiten zur Nachbesserung – zugegeben mit vielen Problemen – anzuwenden?
Und was die Düsseldorfer und ihre Tunnels angeht: Fragen Sie doch mal die Verantwortlichen im Land, ob irgendwo in NRW solche Tunnel heute noch gebaut würden. Die Antwort wird Sie überraschen: „Nein, weil die Folgekosten unkalkulierbar hoch sind“. Der Unsinn mit dem A46-Vergleich sollte endlich ein Ende haben!

Wolfgang Luchtenberg
Pressesprecher der Aktion „Ronsdorfer für die L 419“ Edmund-Strutz-Weg 16
42369 Wuppertal

Ausgabe 50 vom 17. Dezember 2017

L419: Je schneller, desto besser!

Betr.: Ausbau der L419

Mir scheint, die Befürworter der L419 sind ein bisschen unterrepräsentiert. Es scheint nur noch  Meckerranten zu geben! Ich bin für den Ausbau der L419, je schneller desto besser!
Ich bin direkter Betroffener dieser Straße. Ich wohne „Am Knöchel“ in unmittelbarer Nähe. Ich hoffe der Ausbau und die zweite Ausbaustufe erfolgen zügig, denn nur dann funktioniert der reibungslose Verkehrsfluss, den wir hier oben dringend brauchen. Der Verkehr nimmt zu, ob wir das nun wollen oder nicht.
Die Gegner träumen immer noch von einer Tunnellösung, diese Lösung ist vom Tisch. Ich hätte sie mir auch nicht gewünscht, denn das hätte bedeutet, dass die Anwohner und Anrainer die Eingangs- und Ausgangsabgase vor die Nase geblasen bekommen.
Zum anderen wird argumentiert, Lkw würden (um Maut zu sparen) durch Ronsdorf fahren. Keiner, der schon mal einen Lkw gefahren hat, wird freiwillig, um ein paar Euro zu sparen, durch Ronsdorf fahren!
Einige Gegner sagen, Ronsdorf wird zerschnitten. Wenn ich mir die Bezirksgrenzen Ronsdorf so ansehe, dann wird im wesentlichen das Waldstück, wo jetzt die Justizvollzugsanstalt ist, abgetrennt. Das halte ich für nicht wirklich schlimm. Weiter wird gesagt, dass die Verkehrszahlen nicht stimmen, weil die Zählung von 2005 sei. Aber sinken werden die Zahlen keinesfalls und die Staus nehmen noch zu.
Ich möchte aber lieber mal ein paar Vorteile aufzählen. Wir unmittelbaren Anwohner kommen morgens nur unter Lebensgefahr auf die Parkstraße / Staubenthaler Straße und abends zurück, ein Linksabbiegen nur „mit Gewalt“ möglich.
Die Ampelanlagen der Kreuzungen Lichtscheid und Erbschlö ermöglichen nun ein sicheres Auffahren und einen sicheren Überweg. Es hat dort bereits viele Unfälle gegeben.
Beim Ausbau bekommen wir endlich eine Lärmschutzwand und die wird auch noch weiter von uns weg aufgestellt, weil die gesamte L419 von Lichtscheid bis „Zur Wolfskuhle“ erheblich nach Norden (circa 70 Meter) enger gezogen wird, bei gleichzeitiger Absenkung der Straße um zwei Meter. Die teils heftigen Brems- und Anfahrgeräusche an den jetzigen Ampelanlagen entfallen.
Ach ja, der Lärmschutz wird deutlich besser. Wo Kreuzungen überfahren werden, ist die L419 um zwei Meter abgesenkt, es werden dort sieben Meter hohe Lärmschutzwände gebaut und der Bereich der „Überflieger“ erhält eine zusätzliche Lärmschutzmauer von fünf Meter  Höhe. Das sind 14 Meter Lärmschutz. Die L419 wird mit Flüsterasphalt versehen. Ich wünsche mir einen schnellen Ausbau und bringt bitte eine Schüppe mehr mit, damit ich helfen kann.
PS: Die Planer haben einen sehr, sehr guten Job gemacht.

Olaf Schulz
Am Knöchel 39
42369 Wuppertal

Ausgabe 49 vom 10. Dezember 2017

Verkehr auf der L419 wird sich verdreifachen

Betrifft: Ausbau der L419

Nun liegen die Karten auf dem Tisch. Die L419 wird als Autobahn ausgebaut, als Ausweichroute für den Fernverkehr zur Entlastung der A 46. Es geht nicht darum, die Verkehrssituation für Ronsdorf zu verbessern. Denn der Verkehr wird sich verdreifachen. Die Autobahn wird sechsspurig gebaut. Im Bereich der Ronsdorfer Anlagen, am Lichtscheid und an vielen weiteren Stellen wird es keinen Lärmschutz geben. Bei Stau wird der Verkehr Ronsdorf verstopfen. Unter diesen Auswirkungen wird jeder in Ronsdorf zu leiden haben. Über die Notwendigkeit einer neuen Autobahn mitten durch das Stadtgebiet mag man geteilter Meinung sein. Doch die Fehler aus der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen. Straßen.NRW nimmt die Sorgen der Menschen nicht ernst. Mit der Arroganz der Macht werden die veralteten Planungen aus dem letzten Jahrhundert durchgezogen. Was eine Autobahn anrichtet, die einen Stadtteil zerschneidet, kann man sich in Sonnborn anschauen. Wie unbefriedigend auch nach Jahrzehnten Nachbesserungen beim Lärmschutz sind, kann man an der A46 verfolgen. Was einmal falsch gebaut ist, wird im Nachhinein nie wieder korrigiert werden.
Die Düsseldorfer haben seinerzeit gleich mehrere Tunnellösungen erhalten. Was in Düsseldorf geht, muss auch für Ronsdorf möglich sein!

Gudrun Kremer
Elfriede-Stremmel-Straße 6
42369 Wuppertal

Ausgabe 49 vom 10. Dezember 2017

Meinungswechsel zum Ausbau der L419

Betrifft: Ausbau der L 419

Besser ein schlechter Ausbau der Parkstraße als gar kein Ausbau; dies war nach den Informationen vieler Ronsdorfer Bürger in der Vergangenheit die Mehrheitsmeinung  in der Bezirksvertretung. Nun auf einmal ein Meinungsumschwung. Auf ihrer letzten Sitzung hatte die Bezirksvertretung einen Tagesordnungspunkt  „Stellungnahme der Stadt Wuppertal einschließlich der Belange der Feuerwehr im Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der L419“ zu beraten. Diese nach dem Gesetz erforderliche Stellungnahme mit Einwendungen und Bedenken der Stadt zu der Billiglösung „Bau einer Autobahn durch Ronsdorf“ umfasst 27 Seiten und wurde von sämtlichen Fraktionen, vorrangig von der SPD, belobigt und zustimmend gewürdigt.
Diese Stellungnahmen haben mich sehr gefreut. Lautet es doch zum Beispiel auf der Seite 4 der Stellungnahme der Stadt an die Bezirksregierung: „Die Verkehrsuntersuchung ist nach Auffassung der Stadt deshalb nicht mehr aktuell und muss  sowohl auf ein zeitnahes  Analysejahr, nicht 2015 sondern 2017, sowie auf ein Prognosejahr 2030, nicht  2025, hin ausgerichtet werden. Die Auswirkungen, die sich unter anderem auf die Lärm- und Luftschadstoffuntersuchungen ergeben, erfordern dann ebenfalls eine Aktualisierung dieser Gutachten.“
Damit sagt die Stadt nichts anderes als unsere Bürgerinitiative: Die Billiglösung ist auf Sand  gebaut; es wird auch viel mehr Schwerlastverkehr auf diese neue  Autobahn durch Ronsdorf zurollen, als derzeit vom Landesbetrieb Straßen.NRW veröffentlicht wird. Warum? Sämtliche Verkehrsberechnungen für den Neubau Autobahn Parkstraße beruhen auf einer Verkehrszählung aus dem Jahre 2005.
Der Burgholztunnel wurde 2006 eröffnet, der zusätzliche Verkehr auf der Parkstraße nicht eingerechnet. Ich persönlich hatte mich, wie dies in der Bezirksvertretung üblich war, eine Woche vor  der Sitzung bei dem Bezirksbürgermeister für eine Bürger-Wortmeldung zu diesem Thema angemeldet und war frustriert über die Absage. Nach der Sitzung hatte ich verstanden. Der Bezirksbürgermeister befürchtete eine öffentliche Diskussion über den Meinungswechsel der Fraktionen in der Bezirksvertretung.
Nach dem Vorentwurf für die Landesstraßenmaßnahme L419 Neubau in Wuppertal, der wohl so wie uns, auch allen interessierten Fraktionen in der BV vorliegt, steht auf den Seiten 58 und 59: „Die beiden neuen Knotenpunkte im Zuge der Staubenthaler Straße haben einen Abstand von etwa 140 Meter, Südlich der Anschlussstelle befindet sich in einem Abstand von 85 Meter ein weiterer Knotenpunkt. Aufgrund der geringen Abstände der drei Knotenpunkte müssen die erforderlichen Signalanlagen eng miteinander koordiniert betrieben werden“.
Dieser Text ist wahrscheinlich ein weiterer Grund für den Meinungswechsel. Er lässt erwarten, dass in Zukunft auf der Parkstraße der Schwerlastverkehr von Warschau nach Paris ohne Stau abläuft; die Ronsdorfer dafür auf der Staubenthaler und der Erbschlöer Straße vor jeweils drei Ampelanlagen im Stau verweilen müssen.

Peter Stuhlreiter,  
Sprecher der Bürger-
initiative „L419 – keine
Autobahn durch Ronsdorf“

Ausgabe 49 vom 10. Dezember 2017

Tunnel fordern

Betrifft: L419-Ausbau, Offener Brief an den FDP-Ratsfraktions-Vorsitzenden Alexander Schmidt

Sehr geehrter Herr Schmidt,
mit großem Erstaunen und großer Verwunderung habe ich im SonntagsBlatt vom 3. Dezember gelesen, dass Sie sich der Meinung der Bürgerinitiative „L419: Keine Autobahn durch Ronsdorf“ anschließen und feststellen, dass Ronsdorf durch den oberirdischen Ausbau der Parkstraße massiv beeinträchtigt wird. Hierbei ist es allerdings egal ob die Verkehrsströme dann von der Stadt geplant oder ungeplant nicht fließen; denn das Verkehrschaos mit Staus auch auf den Nebenstraßen in und um Ronsdorf wird die Bewohner jahrelang gesundheitlich und finanziell belasten.
Deshalb wäre es sehr gut, wenn Sie, wie die BI „L419: Keine Autobahn durch Ronsdorf“, den Lückenschluss als neue, separate Straße (Tunnel) fordern, damit die Parkstraße vom Transitverkehr entlastet wird und  weiterhin als regionale Straße mit allen Fahrzeugen befahren werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 48 vom 3. Dezember 2017

Autobahn in Ronsdorf

Betrifft: L419

Vor 50 Jahren wurde durch die Siedlungsgebiete im Norden von Wuppertal die „B 326“, eine vierstreifige Bundesstraße, gebaut. Heute nennt sich die gleiche Straße „Autobahn 46“(A46) und ist eine stark befahrene Fernverkehrsstraße mit schädlichen Auswirkungen auf die angrenzende, städtische Wohnbebauung.
Soll sich dieses Drama in Ronsdorf wiederholen?
Die L419 im Norden von Ronsdorf, auch Parkstraße genannt, ist eine Hauptverkehrsstraße, vorwiegend für den städtischen und regionalen Verkehr. Sie ist faktisch die einzige Straße, die Ronsdorf mit Elberfeld und Barmen verbindet. Die bestehende L419 ist durch diesen Verkehr ausgelastet; zu Zeiten des Berufsverkehrs bilden sich im Bereich des Krei-sels Lichtscheid oft lange Staus.
Um die häufig überlastete und verstopfte A46 zu entlasten, kamen Verkehrsplaner auf die Idee, eine leistungsfähige Straße im Süden von Wuppertal zu planen und zu bauen, die die A 46 bei Vohwinkel mit der Autobahn 1 (A1) bei Ronsdorf verbindet. Sie wird Südtangente genannt. Von dieser Straße ist bereits der größere Anteil  – die L418 – vorhanden. Sie zweigt im Stadtwald von Vohwinkel von der Autobahn 46 ab, unterquert das Waldgebiet Burgholz in einem Tunnel und endet vor dem Kreisel Lichtscheid. Sie ist autobahnähnlich mit vier Fahrstreifen ausgebaut. Es fehlt zurzeit eine vergleichbar ausgebaute Straße von Lichtscheid bis zur Autobahn 1. Als erster Bauabschnitt dieser fehlenden Verbindung soll nunmehr die bestehende L419 von Lichtscheid bis Erbschlö mit einem autobahnähnlichen Querschnitt neu gebaut werden. Die Pläne liegen derzeit öffentlich aus.
In den offengelegten Planunterlagen für den „Ausbau der L 419“ wird ihre Funktion als Teil der Fernverkehrsstraße Südtangente verschwiegen. Die genannten Ziele für den „Ausbau der L419“ erwecken den Eindruck, der Ausbau diene vorrangig dem Verkehrsbedarf und der Verkehrsverbesserung von Ronsdorf.
Das Gegenteil ist richtig: Nach Fertigstellung der Südtangente, einschließlich der Anbindung an die A1, wird der Fernverkehr auf der autobahngemäß ausgebauten L419 dominieren und enorm zunehmen. Dies gilt auch für große Lastwagen. Der Kfz-Verkehr von und nach Ronsdorf wird auf Randstreifen abgedrängt. Die städtischen Busse werden von der neuen Fernverkehrsstraße verbannt.  Ihre Straße muss noch in dem ehemaligen militärischen Gelände gebaut werden. Die Kfz-Staus im Bereich des Verkehrskreisels Lichtscheid werden zunehmen.
Es gibt ein weiteres, realistisches Schreckensszenario für Ronsdorf, das in den offenge-legten Planfeststellungsunterlagen nicht angesprochen wird: Ist die A46 im Norden von Wuppertal durch lange Staus blockiert, werden die Fahrzeuglenker angewiesen, auf die Südtangente auszuweichen. Eine große Autoflut kommt auf Ronsdorf zu und blockiert Zu- und Abfahrten.
Das Vorhaben, die L419 als autobahnähnliche Straße für den Fernverkehr neu zu bauen, verschlechtert nachhaltig die Verkehrsverbindungen von Ronsdorf ins Tal und zu den Zentren Elberfeld und Barmen. Darüber hinaus wird die städtebauliche Situation in Ronsdorf, die Gesundheit und die Lebensqualität der Bevölkerung beeinträchtigt. 

Haimo Bullmann
Echoer Straße 54 B
42369 Wuppertal

Ausgabe 47 vom 26. November 2017

Gelungener Bericht

Betrifft: Abend mit Jürgen Wiebicke

Herzlichen Dank  für Ihre sehr gelungene Zusammenfassung des Gesprächsabends mit Jürgen Wiebicke in der reformierten Gemeinde. Viele meiner Bekannten waren mit mir einer Meinung: „ein sehr interessanter und anregender Abend“.

Paul Ceyrowsky
„pagipaul (at) outlook.de“

Ausgabe 47 vom 26. November 2017

Tolle Querungshilfe

Betrifft: Querungshilfe an der Erbschlöer Straße

Ein dickes Dankeschön an die Ronsdorfer Bezirksvertretung (BV), die unser Problem ernstgenommen und mit der neuen Verkehrsinsel deutlich entschärft hat!
Während ich früher in den Stoßzeiten minutenlang warten musste, um die Straße mit einem Minimum an Vorbildfunktion für meine Tochter zu überqueren, passieren wir jetzt staunend Autofahrer, die extra für uns angehalten haben. Es macht heute fast schon Spaß, die Straße – mit der Erinnerung an gestern – zu überqueren. Das findet übrigens auch meine Tochter, die ich nur durch den Hinweis, dass sie dann den gesamten Schulweg alleine laufen müsse, davon abhalten konn­te, die Erbschlöer Straße eigenständig zu überqueren.
Wir üben noch ein bisschen, bis ich mir sicher bin, dass alle Verkehrsteilnehmer mit der neuen Situation klar kommen und genießen den kürzeren Schulweg.

Sonngard Sause
Am Lohsiepen 109
42369 Wuppertal

Ausgabe 46 vom 19. November 2017

L 419: Das ist Wahnsinn

Betrifft: Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens für die L419

Sie stellen in Ihrem Artikel den aktuellen Stand der Planungen und die Einschätzung der Bürgerinitiative, die sich engagiert gegen den in der vorgesehenen Weise geplanten  Bau der L419  einsetzt, meines Erachtens sehr übersichtlich und für jeden Bürger verständlich dar. Alle Fakten sind genannt und gipfeln meiner Meinung nach in dem von Ihnen am Ende des Artikels abgedruckten Zitat aus dem Vorentwurf der Planung von Straßen.NRW. Und es sollte noch einmal hervorgehoben werden, dass es sich hierbei um eine Landesbehörde handelt!
„...dass die favorisierte Planung für die ,Güter‘ Umwelt und Mensch die schlechteste aller möglichen Varianten sei; man habe sie jedoch allein aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten gewählt.“
Nun ja, wir haben einen „Dieselskandal“, wir kämpfen um die Verbesserung der Einflüsse, die eine Klimaveränderung mit entsprechend negativen Folgen für die Gesundheit und das Leben der Menschen mit sich bringen, wir brauchen eine Reduzierung von CO2 und insbesondere von Feinstaub, der lungengängig ist und die Gesundheit aller (!) Menschen negativ beeinflußt.
Und für uns wird am Rande, aber nah genug daran, von Ronsdorf eine Autobahn gebaut, die etwa das doppelte an heutigem Verkehrsaufkommen mit sich bringen wird!
Das ist der Wahnsinn! Und: Ausdrücklich stehen wirtschaftliche Erwägungen über der Gesundheit von Menschen. Das darf nicht wahr werden!
Und noch ein Aspekt:
Man sehe sich dazu vergleichsweise die wirtschaftlichen Folgen der durch die Stadt gebauten A46 an. Seit Jahren wird hier nachgeholt, was seinerzeit wohl noch verständlich versäumt wurde. Und das ist sehr teuer. So wird es aller Voraussicht nach auch an der L419 kommen: Jahrelange Nachrüstung von Schallschutz, Maßnahmen der Luftverbesserung und der Verkehrsflüsse. Letztere erschließen sich für mich übrigens am Wasserturm überhaupt nicht.
Ronsdorfer Bürger sollten sich dies nicht gefallen lassen!
Aus den Fehlern der Vergangenheit kann und muss gelernt werden.

Wolfgang Kern
Scheidtstraße 133
42369 Wuppertal

Ausgabe 46 vom 19. November 2017

WDR ist nicht neutral

Betrifft: Berichterstattung des WDR über die L419

Die Offenlegung der Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren „Ausbau der L 419“ nimmt der WDR in seiner „Lokalzeit Bergisch Land“ am 7. November zum Anlass für einen kurzen Filmbericht.
Statt einer objektiven Darstellung der Gründe für und gegen dieses Vorhaben sowie des Ablaufs des Verfahrens wurde der Bericht schon in der Anmoderation unter das Thema „Der Widerstand dagegen reißt in Ronsdorf nicht ab“ gestellt. Und der interessierte Zuschauer sieht in dem Filmbeitrag, in dem ausschließlich altbekannte Thesen von Ausbaugegnern wiederholt werden, deutlich erkennbar Personen, die sich im Interesse Ronsdorfs damals wie heute für den schnellen Ausbau ausgesprochen haben. Dummerweise wurde das gezeigte Filmmaterial schon 2014 (!) auf einer Infoveranstaltung des Landesbetriebes Straßen.NRW in Ronsdorf aufgenommen.
Diese  Bilder  stehen in krassem Gegensatz zum suggerierten Wort. Mit keiner einzigen Silbe wird die für viele Ronsdorfer (zu deren Sprachrohr sich die Aktion „Ronsdorfer für die L 419“ gemacht hat) so dringend erforderliche Verkehrsentlastung erwähnt oder die Notwendigkeit von Lärm- und Staubreduzierung angesprochen. Kein Gedanke wird an die Linder Bürger verschwendet, die heute mehrmals täglich wegen des vor ihrer Haustür bestehenden Dauerstaus nur unter Inkaufnahme von Gefahren die Straße wechseln können. Man kann es nur als puren Anachronismus werten, dass ausgerechnet Linder Bürger im Filmbeitrag im falschen Kontext gezeigt werden.
Wir vermissen hier jede journalistische Neutralität, lassen uns aber davon nicht in unserem Einsatz für den zügigen Ausbau abhalten. Im Gegenteil: Wir freuen uns über die Offenlegung als Etappenziel, zu dessen Erreichung wir mit beitragen konnten. Und wir werden mit Gelassenheit die Phase eventueller Einwendungen verfolgen, zumal es gemäß einem journalistisch exakten Presseartikel in nicht allzu weiter Entfernung von Wuppertal ein gutes Beispiel dafür gibt, dass sich manchmal eine Verhinderungstaktik auch als Schuss nach hinten erweisen kann.
Bleibt nur die Hoffnung, dass eventuelle Einwendungen der Bürgerinitiative  im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens auf zeitlich aktuelleren Erkenntnissen basieren.
Auf unseren sinngemäßen Einspruch beim WDR haben wir im Übrigen bis jetzt noch keine Antwort erhalten.

Wolfgang Luchtenberg
Pressesprecher der Aktion „Ronsdorfer für die L 419“
Edmund-Strutz-Weg 16
42369 Wuppertal

Ausgabe 45 vom 12. November 2017

Es ist fünf vor Zwölf

Betrifft: Wahlgerangel und Klimaschutz
Betr. Wahlgerangel und Klimaschutz
Seit langer Zeit verfolge ich schon die oft in kleinen Randnotizen erscheinenden Warnungen bezüglich der Entwicklung unseres „grandiosen Fortschritts“ im Zusammenhang mit unserem Weltklima. Nach der Wahl unseres Parlamentes, das unser künftiges Geschick leiten wird, zweifele ich, ob dieses Gerangel um Selbstgefälligkeiten, eine nötige Zäsur zu einer dringend nötigen Wende bringen wird. Wir werden in unserer sogenannten freien Welt von Lobbyisten gehändelt, deren einziges Bestreben ist, noch mehr Kapital anzuhäufen. Die beste Geldanlage wäre ein fairer Umgang mit der immer noch kolonisierten, sogenannten „Dritten Welt“. Einzig und allein wäre dies die Lösung für das Flüchtlingsproblem. Unsere Situation kann man mittlerweile mit dem Schicksal der Titanic vergleichen. Auf den oberen Decks tanzt die bedenkenlose Wohlstandsgesellschaft, während in den unteren Decks die „Dritte Welt“ dahinvegetiert. Dies alles, während auf der Brücke Kapitäne finanzgesteuert mit Volldampf auf die Katastophe zudampfen. Allerdings besteht unsere Katastrophe darin, dass es keine Eisberge mehr geben wird. Wir sind nicht fünf Minuten vor, sondern nach zwölf Uhr. Allerdings werden die lauten Töne unbelehrbarer Ignoranten wegen der zunehmenden weltweiten Wetterkapriolen doch etwas leiser.
Wo sind die verantwortlichen Politiker mit Rückgrat, die endlich das Steuer herumreißen? Allerdings um Gottes Willen nicht nach Steuerbord! Oder schon mal auf halbe Kraft zurück zu gehen. Wenn ein eigentlich vernünftiger Mann wie unser jetziger Bundespräsident in seinem vorherigen Amt den Ausspruch tat: „Wer sich an der Autoindustrie vergreift, vergreift sich an den Menschen.“ Da bleibt man sprachlos. Unsere Kanzlerin präsentiert sich ja auch gerne vor großen Protzkarossen. Kohlendioxide belasten trotz zahlreicher Klimakonferenzen  immer mehr unsere Luft. Nachweislich schmelzen unsere Gletscher und Polkappen. Wenn einmal die riesigen Permafrostgebiete Russlands auftauen, werden dort riesige Mengen Methangase frei, die einen Klimakillereffekt auslösen, der das Leben auf unserem Planeten weitgehend auslöschen wird.
Was hinterlassen wir unseren Kindern und Kindeskindern aus reiner Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit? Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, sondern ein Teil von ihr. Auf dem Ziffernblatt der Weltgeschichte nehmen wir gerade ein paar Sekunden ein. Die Erde wird sich unbeirrt von menschlicher Existenz weiterdrehen. Zivilisation im wahrsten Sinne des Wortes besteht nicht in der Vervielfachung der Bedürfnisse, sondern in der freiwilligen Einschränkung der Wünsche (Mahatma Gandhi).

Hans Halbach
Remscheider Str. 72
42369 Wuppertal 

Ausgabe 43 vom 29. Oktober 2017

Schöner, vertraut und nie fremd

Betrifft: Erinnerungen an das alte Ronsdorf

Wenn sich das Alter bemerkbar macht und die Gedanken Flügel bekommen, dann  sehe ich mich als kleiner Junge, wie ich in Ronsdorf in dem Trümmerfeld vor dem Haus meiner Großeltern auf einem etwa zwei Meter hohen, aus den Trümmern herausragenden Ka­min sitzend an der Käseecke lutsche, die ich für einen geschenkten Zehn-Pfennig-Schein  erworben hatte.
Ich war geborgen in dem bescheidenen Umfeld meiner „ausgebombten“ Großeltern, täglich bedacht mit der Aussage: „Ach würde doch dein Papa wiederkommen“. Der war im Winter 1943 in Russland als vermisst gemeldet worden.
An Spielkram gab es für uns Kinder recht wenig. Im Besitz einer verrosteten Fahrradfelge zu sein, die man rollend  vor sich hertrieb, war etwas Besonderes. Wir Kinder kletterten trotz Verbot durch die Trümmer und Ruinen auf der Suche nach Verborgenem. Es war nicht ungefährlich, wo wir überall herumstromerten. Ich hatte oft Angst, ging aber dennoch mit.                                                                                    Ein Friseur hatte sich in ei­­ner Kellerruine eingerichtet, „Schneidmesser“ riefen sie ihn.
Manchmal  sehe ich mich im Frühling hoch auf einem Baum sitzen, umgeben von frischem Blattwerk. In der Nähe befinden sich die Kasernen  der  Tommys. Auf dem angrenzenden Exerzierplatz  beginnt eine Militärkapelle zu spielen. Ich bin tief berührt von dem, was ich da zu hören bekomme. Jahre später erfahre ich den Namen von diesem für mich so  beeindru­ckenden Werk: „Amazing Grace“...
Wenn die Gedanken ihre Flügel ausbreiten, tauchen die Bismark-Fahrräder im Ascheweg auf.  Auch die Kirmes vor der Rathausruine zeigt sich mit ihren Karussells, Los- und Schießbuden. Neben der Boxbude kann man die dicksten Menschen der Welt bestaunen. Etwas abseits steht der Wagen einer Wahrsagerin.        
Bademeister Vohwinkel erscheint und fuchtelt mit seiner Angel herum, bemüht irgendwem das Schwimmen beizubringen. Robert hingegen, mit langem Mantel und Schirmmütze, steht bewegungslos seit Stunden an der gleichen Stelle.
Ronsdorf im Rückblick bedeutet auch eine nicht endende Kette von Namen, Bekannten, Freunden, Unternehmen und Ereignissen. Ronsdorf, du hast dich stets bewegt und dich dem Einfluss der Zeit ständig angepasst, bist an vielen Stellen immer wieder auch schöner geworden, vertraut und nie fremd.
In Sekundenschnelle sind die Gedanken da, um ebenso schnell wieder abzutauchen. Zum Glück lassen sie sich wieder hervorholen, wenn die Seele danach verlangt.

Gerd Heyer
Klauser Feld 13
42899 Remscheid

 

Ausgabe 37 vom 17. September 2017

Nachbesserung im Rettungsdienst

Betrifft: Rettungsdienst in Ronsdorf – Ergänzung zum Leserbrief vom 28.8.2017

Die neue Rettungswache beim THW in der Otto-Hahn-Straße ist laut SonntagsBlatt vom 10. September am Donnerstag, 7. September, in Betrieb genommen worden. Dies ist für die rettungsdienstliche Versorgung Ronsdorfs ein großer Qualitätsschub nach vorne.
Doch bei genauem Hinsehen entsteht auch hier ein fader Beigeschmack. In der „Ronsdorfer Wochenschau“ vom 01. Februar 2017 schreibt – als amtliche Nachricht – die Feuerwehr Wuppertal, dass nach Abschluss der Umbauarbeiten beim THW ein Rettungswagen (RTW) plus (!!!) ein Notarzt in der Otto-Hahn-Straße stationiert werden sollen. Im SonntagsBlatt vom 10. September  spricht dann die Feuerwehr nur noch von der Stationierung eines RTW und gegebenenfalls eines weiteren Fahrzeuges zu einem späteren Zeitpunkt in Ronsdorf. Hierzu sei aber noch die Zustimmung des Stadtrates Wuppertal erforderlich.
Dies ist mir nicht ganz schlüssig! Denn im Rettungsdienstbedarfsplan 2016 wurde bereits festgestellt, dass für alle drei in Wuppertal  betrieben Notarztbereiche ein weiterer Notarzt für den Tagbetrieb – aufgrund der dramatisch gestiegenen Einsatzahlen – erforderlich ist. Somit auch für den Notarztbereich 3 (Hahnerberg / Ronsdorf). Dies hat meiner Kenntnis nach der Stadtrat bereits Ende 2016 / Anfang 2017 beschlossen.
Die nun nochmalige Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans (2017) ist erforderlich geworden aufgrund der nochmals extrem gestiegen Zahlen zum Vorjahr – laut „Westdeutscher Zeitung“ vom 5. September um 15 Prozent.  Die jetzt für Ronsdorf favorisierte Lösung ist somit eine Schlechterstellung zur ursprünglich angedachten!
Ich kann den Stadtrat Wuppertal nur bitten den  erforderlichen Maßnahmen – basierend auf sachkundig ermittelten Zahlen der Berufsfeuerwehr – uneingeschränkt zuzustimmen und die Mittel hierfür zu bewilligen. Die Ronsdorfer Lokalpolitiker mögen gegenüber Stadtrat und Verwaltung vehement die Ronsdorfer Interessen in dieser Angelegenheit vertreten.
Es besteht jetzt genügend Platz den erforderlichen Notarzt im Tagbetrieb in der neuen Wache beim THW umgehend zu stationieren, da in der Hahnerberger Wache hierfür definitiv kein Platz mehr vorhanden ist. Ich würde mich freuen wenn dieses Anliegen eine entsprechende Resonanz in der Ronsdofer Bevölkerung und Lokalpolitik hervorruft.
Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um unser Leben und unsere medizinisch optimale Betreuung in Extremsituationen! Eventuellen Kritikern hinsichtlich der hohen Kosten sei gesagt: Meinem Wissens nach müsste die Stadt Wuppertal bei ihrer Größe und Topographie drei Berufsfeuerwehrwachen unterhalten und nicht zwei – wie real.
Die derzeit betriebene Feuerwache 3 kann eigentlich nicht mitgezählt werden, das sie unter anderem Sonderaufgaben des werkmäßigen Brandschutzes der Firma Bayer zusätzlich als Sonderfunktion übernimmt. Dies ist keine Regelaufgabe. Eine dritte Wache, zum Beispiel auf den Südhöhen, würde richtig viel Geld kosten.
Dies blieb uns allen bis dato erspart durch den enormen und hoch engagierten Einsatz der freiwilligen Feuerwehren – ohne die der Brandschutz in Wuppertal nicht so optimal und qualitativ hochwertig und vor allem günstig gestemmt werden könnte. Die hohe Einsatzfrequenz  der Freiwilligen Feuerwehr ist durchaus nicht selbstverständlich für eine Stadt dieser Größe. Deshalb „Hut ab“ vor ihrem Ehrenamt zu unserem Wohl!

Jürgen Haselhorst
An den Friedhöfen 51

42369 Wuppertal

Ausgabe 34 vom 27. August 2017

Der Winter naht und nichts tut sich ...

Betrifft: Rettungsdienstbedarfsplan Wuppertal

Anfang diesen Jahres trat der neue Rettungsdienstbedarfsplan für Wuppertal in Kraft. Im Vergleich zu 2010 haben sich die Einsatzzahlen um circa 30  Prozent erhöht. Der neue Plan sieht unter anderem eine deutliche Verkürzung der Eintreffzeiten beim Hilfesuchenden und eine weitere  Optimierung des Rettungsdienstes (inklusive notärztlicher Versorgung) vor. Hierzu werden dann erheblich mehr Fahrzeuge benötigt und täglich im Einsatz sein.
Um dies zu gewährleisten wurden bereits Anfang des Jahres diverse Veränderungen vorgenommen. Zum Beispiel: Stationierung von Rettungswagen auf Dönberg und am Hesselnberg, so wie (nur) eines Rettungswagens interimsweise an der Ronsdorfer Peripherie – in der Feuerwache Linde.
 Im Rahmen dieser Maßnahme sollte in Wuppertal-Ronsdorf die Unterbringung – aufgrund der hoffnungslos verstopften Parkstraße – eines zusätzlichen Notarztes im Tagbetrieb und eines Rettungswagens im Gebäude des Bundes-Katastrophenschutzes / Technischen Hilfswerkes (THW) in der Otto-Hahn-Straße erfolgen.
Diese Übergangsmaßnahme soll solange gelten bis die neue Wache auf dem Gelände der ehemaligen Bundeswehrkaserne in Ronsdorf – in der Nähe des TSV-Platzes – erfolgt ist. Hierzu wären allerdings  nur noch einige kleinere Umbaumaßnahmen im Gebäude des THW erforderlich.
Auch  bei der Berufsfeuerwehr in der Hauptfeuerwache an der August-Bebel-Straße soll unter anderem eine neue Fahrzeughalle zur Unterbringung der neuen Fahrzeuge gebaut werden. Die „Westdeutsche Zeitung“ sprach am 15. Februar bereits davon, der Baubeginn würde im Frühjahr 2017 beginnen können.
Diese neue Halle soll unter anderem neben Feuerwehrcontainern, die bisher im Freien stehen, die neuen bereits bestellten Rettungs- und Notarztfahrzeuge beherbergen. Unter anderem sollen auch der Umweltschutzzug und der Arzt für den Intensivrettungswagen und ein weiterer  Notarzt dort ein neues Zuhause finden.
Aaaaber: Überall „still ruht der See“ in breiter Front!
Der Winter ist zumindest in Sichtweite und die bestellten und teils schon vorhandenen Rettungsfahrzeuge können ja wohl kaum im Freien geparkt werden, da sie hochempfindliche medizinische Gerätschaften und Medikamente an Bord haben.
Wer ist eigentlich für diese nicht akzeptable Verzögerung verantwortlich? Mal wieder unsäglich lange Ausschreibungs-oder Genehmigungsverfahren, das liebe Geld oder was auch immer?
Es wäre schön wenn seitens der Stadtverwaltung der Öffentlichkeit ein klarer Zeitplan öffentlich gemacht würde und umgehend mit den obengenannten Maßnahmen begonnen wird, denn letztendlich sind wir Wuppertaler Bürger alle die Leidtragenden und viel Zeit gibt es nicht mehr bis zum ersten Frosteintritt. In den „Sommermonaten“ kann man mal das ein oder andere Fahrzeug kurzzeitig im Freien parken aber im Winter ist dies unverantwortlich und nicht erlaubt aus den obengenannten Gründen.
Es darf hier nicht fahrlässig mit dem Leben von Bürgern umgegangen werden.  Die Feuerwehr muss hier mit Vorrang die Unterstützung der übrigen Verwaltungsstellen und so weiter der Stadt Wuppertal erhalten und nicht mit langatmigen Verwaltungsverfahren und ähnlichem diese wichtigen Maßnahmen ausgebremst werden!
Es wäre schön wenn auch seitens der „Medien“ dieser Punkt nicht aus dem Auge verloren würde und hier dann von Zeit zu Zeit entsprechend „nachgehakt“ wird.

Jürgen Haselhorst
An den Friedhöfen 51
42369 Wuppertal

Ausgabe 34 vom 27. August 2017

Gefährlicher Schulweg

Betrifft: Neuer Schulweg für Grundschüler der Kratzkopfstraße



Die Kinder der Grundschule Kratzkopfstraße müssen jetzt nach den Ferien den neuen Standort an der Ferdinand- Lassalle-Straße aufsuchen.
Diese Schule befindet sich nun nicht mehr in einem verkehrsberuhigten Wohngebiet, sondern an einer Hauptstraße. Noch dazu führt der Schulweg vieler Kinder durch ein Indus­triegebiet in der Gasstrasse. Viele LKWs dreier Firmen frequentieren gerade morgens diese Straße. Und auch der Busverkehr ist vormittags extrem rege,  weil zusätzlich zu den Linienbussen im 10-Minuten-Takt auch noch die Schulbusse von vier großen Schulen diese Strecke passieren.
Diese Gefährdung sollte aber jetzt nicht dazu führen, dass alle Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Diese kontraproduktive Reaktion kann nur zu einem Verkehrschaos führen, weil an der Schule auch keine Parkflächen zur Verfügung stehen.
Die kleine Strasse hinter dem Schulgebäude ist schon allein durch den Mamataxi- Verkehr zum nahen Kindergarten überlastet.
Also empfiehlt es sich, Schülergruppen zu bilden und per pedes die Schule anzusteuern, oder die Buslinie 630 zu benutzen.
Jedenfalls ist zu erwarten, dass die Stadt Wuppertal erst dann etwas zur Verkehrsberuhigung beitragen wird, wenn genug Personenschaden entstanden ist. Bleibt uns noch die Hoffnung, dass die Polizei Schutzmassnahmen ergreifen wird ...

Stephanie Ulrich
Nibelungenstraße 60
42369 Wuppertal

Ausgabe 33 vom 20. August 2017

Eintönige Bebauung

Betrifft: Neue Wohnungen am Rädchen

Die geplante Bebauung am ehemaligen Café „Rädchen“ dürfte wohl ähnlich ausfallen wie die neuen Bauten auf der Wiese daneben: Quadratische weiße Bauten, ein paar Fenster rein, Flachdach drauf, fertig.
Die Ronsdorfer brauchen sich nur einmal den gleichartigen, völlig überdimensionierten und straßenmäßig unpassenden Neubau am Lohsiepen (gegenüber dem Kommunalfriedhof) oder ein neues Einfamilienhaus neben der Schule Kratzkopfstraße anzuschauen. Baustil siehe oben. So wird das (trotz der Kriegsschäden) noch einigermaßen heimatlich-bergisch aussehende Ronsdorf langsam aber sicher in einen anonymen Brei von gleichartigen Häusern umgewandelt.
Die Architekten scheinen nichts anderes mehr im Kopf zu haben als diese „Schuhkarton-Architektur“. Bergisch verschiefert oder zumindest phantasievoll zu bauen, können sie nicht mehr – oder die Bauherren lassen es nicht zu. Phantasievoll und landschaftlich passend zu bauen kostet halt ein bisschen mehr. Im bergischen Raum kenne ich mich recht gut aus und leider sieht es überall genauso aus. Typisch Bergisches wird abgerissen und diese anonymen Kästen hingebaut. Die Neubausiedlungen, die entstehen, könnten überall stehen und haben keinerlei landschaftlichen Bezug mehr.
So wird das kaputtgemacht, was man als „bergisch heimatlich“ versteht. Die Politik lässt es mangels einer landschaftsgerechten Bauordnung und dem Willen, eine solche zu erlassen, geschehen.  Der Bürger schaut hin, schüttelt höchstens mal den Kopf und geht weiter.

Peter Moll
Bauvereinstraße 15
42369 Wuppertal

Ausgabe 32 vom 13. August 2017

Tolle Stimmung, bis ...

Betrifft: Ronsdorfer Beachparty im Ascheweg

Wir kommen aus Wülfrath und besuchen regelmäßig die Ronsdorfer Feste mit unseren Freunden. Es war mal wieder eine super Stimmung auf der Beachparty, bis am Freitag und Samstag um 22 Uhr die Polizei kam. Samstag musste sogar um 22 Uhr der Platz geräumt werden.
Leider ist es schade, da die Organisatoren sich so viel Mühe geben, um so eine Party auf die Beine zu stellen, wenn diese um 22 Uhr plötzlich abgebrochen wird. Unverständlich, dass andere Feste in Ronsdorf länger feiern dürfen.
Es wäre schön, wenn sich die Verantwortlichen aus Rons­dorf auch mal einschalten würden. Es kann ja nicht sein, dass ein bis zwei Personen dieses zunichte machen, wenn über 500 Leute Spaß am Feiern haben.
PS: So eine schöne Veranstaltung gibt es in Wülfrath nicht!!!

Die Truppe aus Wülfrath

Michaela Mühlhausen
Hardi & Sabine Wiemers
Kastanienallee 13
42489 Wülfrath

Ausgabe 32 vom 13. August 2017

Wir pflanzten ein Apfelbäumchen ...

Betrifft: Baumpflanz-Aktion der Evangelischen Gemeinde

Im Rahmen des Gemeindefestes der Evangelischen Kirchengemeinde Ronsdorf wurde ein Apfelbäumchen auf dem Kirchplatz gepflanzt.
Trotz der Warnungen ob der in letzter Zeit zunehmenden Vandalismus-Fälle auf dem Kirchplatz gehörten die Pfarrer, etliche Kinder und Gemeindemitglieder (darunter auch ich) zu den Optimisten, die liebevoll ein Bäumchen pflanzten. Die vier noch unreifen Äpfel haben keine 24 Stunden am Baum überlebt. Keine vier Wochen hat das gesamte Bäumchen überdauert. Kurz über der Wurzel wurde der Stamm abgebrochen.
Davon geht zwar die Welt nicht unter. Außerdem hatten wir in letzter Zeit schon größere materielle Schäden zu beklagen. Aber es macht schon traurig, dass einige keine Hemmungen haben, eine junge Pflanze bzw. fremdes Eigentum mutwillig zu zerstören.
Zieht man daraus die Konsequenz nichts mehr zu machen? Dann kann auch nichts beschädigt werden.
Ganz sicher nicht!
Gerade wir als Christen wissen, dass schon einmal ein langer Atem gefragt ist und wir haben einen Gott, der auch nicht so schnell die Geduld mit uns verliert. Es wird ein neuer Apfelbaum gepflanzt. Allerdings an einem geschützteren Platz, wo sich viele Naturliebhaber am Aufblühen und Wachsen des Bäumchens erfreuen können.
Also nehmen wir den Spaten in die Hand und pflanzen erneut unser Apfelbäumchen!

Michael Dietz
Für die Evangelische
Kirchengemeinde
Wuppertal-Ronsdorf

Ausgabe 31 vom 6. August 2017

Flüchtlinge aus Afrika

Betrifft: Flüchtlingsproblematik

In einer späten Sendung des Fernsehens „TTT“ sah ich einen Bericht über das, was man von Regierungsseite als bezahlte Lösung zur Eindämmung des Flüchtlingsstromes über das Mittelmeer preist.
Da sah man Bilder aus dem letzten Winkel der Hölle in Libyen. Eingepferchte Männer in hallenartigen Räumen essen „Frühstück“, wozu (als einzige Tagesnahrung), eine kleine Plastikflasche mit Wasser und etwas Essbarem gehörten. Ab und zu würden mal die Tore geöffnet, dass die Menschen etwas frische Luft atmen konnten. Dabei entströmte, wie man berichtet, diesem Käfig ein unbeschreiblicher Gestank. Jene kleine Wasserflasche diente auch als Uringefäß. Ihre Notdurft würde auf Plastikstücken verrichtet, die dann später ab und zu eingetauscht würden.
In einer anderen Halle, mit den gleichen Bedingungen waren junge Mädchen und Frauen untergebracht. Teilweise waren diese von Menstruationsblut besudelt. Diese bedauernwerten Menschen waren stetig Vergewaltigungen durch die brutale Wachmannschaft ausgesetzt. Eine jener armen Geschöpfe hatte den Reporter ein flehentliches „Helft uns“ zugeflüstert.
Dies alles wird von unserer Regierung und anderen als „unterstützende Zahlungen“ an Libyen, und somit als Lösung des Problems angesehen.
Da kann man sich ja dann unter Beethoven’s „Hymne an die Freude“ in der Elbphilharmonie zufrieden zurücklehnen.

Hans Halbach
Remscheider Straße 72
42369 Wuppertal

Ausgabe 30 vom 30. Juli 2017

Maßloses Bauen

Betr.: Baumaßnahmen

Ich habe wiederholt den Eindruck, dass die Baubehörden sich bei der Vergabe der Genehmigungen einen Pfifferling darum kümmern, ob die Maßnahmen in die Landschaft passen oder nicht. Diesem Tun gilt es mit Kritik zu begegnen:
Gelegentlich kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass den Behörden, die über Baumaßnahmen zu befinden haben, jeder Sinn für Angemessenheit abgeht.
So hat man gegenüber dem Kommunalfriedhof auf der Lohsiepenstraße ein Wohnhaus errichtet, das sich in Manhatten wohl bescheiden ausnähme, aber an dieser Stelle geradezu entrückt wirkt.
Man erschreckt wirklich, wenn man, der Straße nach Blombach folgend, plötzlich diesen Koloss erblickt. Es sieht so aus, als wollte man hier das Exempel statuieren, dass es bombastischer wohl kaum noch geht. Dem entsetzten Bürger bleibt nur noch ein Kopfschütteln angesichts dieser Gigantomanie übrig!
Allein unsere Stadt wird auf diese Weise immer schöner!

Jürgen Steinberg
Lohsiepenstr. 35a
42369 Wuppertal

Ausgabe 29 vom 23. Juli 2017

Entscheidungen gegen den Sport- und Vereinsgedanken

Betr.: Die derzeitige Situation am Jahnplatz

Wir als Vereinsvertreter vom FC Remscheid meinten ur­sprünglich, dem aufbrausenden Streit um den Jahnplatz keinen zusätzlichen Zündstoff zuzuliefern und beschlossen, den hier zuständigen Personen von Verwaltung und Politik die Regelung zu überlassen. Leider wurden bisher alle Entscheidungen gegen den Sport und Verein getroffen und somit ist für uns die Grenze der Verhältnismäßigkeit deutlich überschritten. Nachfolgende Maßnahmen erfolgten:
1) Abbau des Tores zur Grundstückseite der Familie Hülsenbeck, ein Fußballspiel mit einem Tor ist im Vereinssport nicht möglich.
2) Ein geschlossener Jahnplatz außerhalb der Trainingszeiten, sodass Freizeitfußball nicht mehr stattfinden kann.
3) Kurzfristige Schließung des Jahnplatzes, so zum Beispiel am Samstag, dem 8. Juli, sodass hier geplante Abschlussfeiern für die Kinder und Jugendlichen ausfielen.
4) Aktuell gibt es einen extra Sicherheitsdienst während der Schließzeiten, ein Kostenfaktor, der leider zu Lasten anderer Sportausgaben geht.
5) Beabsichtigte Komplettsperrung des Jahnplatzes während der ersten drei Ferienwochen an den Nachmittagen. Leider kann hierdurch die geplante Vorbereitung der Fußballer nicht stattfinden.
Uns geht es lediglich darum, den Sportplatz während der ausgewiesenen Öffnungszeiten be­treten zu können. Was ma­chen Kinder und Jugendliche während der Ferien, die ansonsten rege den Platz nutzen?
Wir sind der Meinung, dass das Fußballspielen auf dem dafür vorgesehenen Jahnplatz als solches rechtmäßig ist. Ein solcher Platz ist nämlich dazu bestimmt, Fußballspiele auszutragen. Wegen der Eigenart dieses Sportes ist es nicht zu vermeiden, dass Bälle über das Spielfeld hinausfliegen. Abirrende Schüsse halten sich im Rahmen des sozialadäquaten erlaubten Risikos. Dies ist auch deutsche Rechtsprechung und widerspricht dem in den Be­richten aufgezeigten Szenario einer drohenden Schließung.
Entgegen der aktuellen Auffassung der Bundespolitik wird wohl bei Bezirkspolitikern eine konträre Meinung vertreten: So beschloss der Bundestag, dass es auch abends und an Wo­chenenden auf Sportplätzen nicht mehr leise zugehen muss. Hiermit soll genau dem Trend entgegengewirkt werden, der gerade hier am Jahnplatz ge­schieht. Von den Be­zirkspolitikern hätten wir uns Aktivitäten pro Jugend und dem Sport erhofft. Bis heute leider Fehlanzeige. Ausgenommen von dieser Kritik ist hier der Oberbürgermeister und die Verwaltung (Sportamtsmitarbeiter und Dezernent), die uns eher beratend und somit helfend zur Seite stehen. So wird aktuell intensiv an einer Lösung gegen die beabsichtigte Komplettsperrung in den ersten drei Ferienwochen gearbeitet.
Die Vorwürfe, die zur aktuellen Situation führten (zum Beispiel dass Frau Hülsenbeck bis zu 60 Fußbälle von ihrem Grundstück aufgesammelt hat), können wir nicht so hinnehmen:  Wurde hier jemals hinterfragt in welchem Zeitraum die An­zahl der erwähnten Bälle eingesammelt wurden? Bei einem persönlichen Termin im Oktober war zu sehen, dass alte und nicht im Vereinssport verwendete Bälle vorhanden waren. Diese Aussage kann bei der Herausgabe, die bisher verweigert wurde, leicht validiert werden. Wurde jemals hinterfragt wo die Bälle aufgesammelt wurden? Ja, es fliegen Bälle über die Zäune am Jahnplatz. Normalerweise sind dies aber so wenige, dass ich während der Saison als Verantwortlicher keine Mengen an Bälle nachkaufen muss. Nicht alle Bälle werden im Gestrüpp wiedergefunden. Es gibt Aussagen von Personen, die Frau Hülsenbeck beim Einsammeln von Bällen außerhalb ihres Grundstückes sahen.
Der FC Remscheid hat ein persönliches Gespräch mit Frau Hülsenbeck geführt und anschließend eine E-Mail an alle Trainer und Verantwortlichen mit eindeutiger Schilderung der Situation und der Anweisung, keine Bälle vom Grundstück der Familie Hülsenbeck zu holen.
Die Vereinshaftpflichtversicherung wurde informiert und der mögliche Schaden wurde gemeldet. Schäden, die durch die Bälle oder das Betreten des Grundstückes verursacht werden, müssen ersetzt werden, aber hier einen Verein und die gesamten Nutzer, auch die Basketballer und andere Freizeitsportler des Jahnplatzes zu bestrafen, ist nicht verhältnismäßig. Leider nimmt die aktuelle Entwicklung eine Richtung, die für das Freizeitangebot in Remscheid nicht gut ist.
Eine Berichterstattung pro Sport könnte Bezirksvertreter animieren, sich für die Jugend der Umgebung zu engagieren.

Thomas Degenhardt
FC Remscheid e.V.
Jugendabteilung

Ausgabe 26 vom 02. Juli 2017

Ronsdorfer Autobahn

Betrifft: Planfeststellungsverfahren zum L419-Ausbau

Der Landesbetrieb Straßen. NRW hat am 27. April den Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens zum Aus­bau der Parkstraße zu einer autobahnähnlichen Bundesfernstraße bei der Bezirksregierung in Düsseldorf gestellt. Viele Hoffnungen aus dem Tal gehen davon aus, dass Anfang 2020 mit dem Bau der Autobahn durch Ronsdorf begonnen werden kann. In einer solchen Gemengelage ist es interessant zu erfahren, wie die Pläne der Stadt Wuppertal aussehen, um die zu erwartenden verkehrlichen Einschränkungen für die Ronsdorfer Bürger während der Bauzeit organisatorisch in den Griff zu bekommen.
Zu Beginn der Ausbauphase steht der Ausbau des Knotens Staubenthaler Straße. Er wird in eine Tiefe von circa sechs Meter unter die Parkstraße abgesenkt, um anschließend nach der Tiefbauarbeit zu einer Straße ausgebaut zu werden. Der gesamte Verkehr von und nach Ronsdorf muss während der Bauzeit dort über die Erbschlöer Straße geführt werden.
Hier sind Stadt und Stadtwerke gefordert, um auch während der Hauptverkehrszeiten den Verkehr in Ronsdorf für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie den Lkw- und Pkw-Verkehr zu gewährleisten.
Es wäre zu wünschen, dass sich Politik und Verwaltung zu diesem schwierigen Thema bereits erste Gedanken gemacht haben, nachdem Wuppertal mit Begeisterung dieser Billiglösung „Ausbau Parkstraße“ zugestimmt hat! Enthält die Finanzplanung der Stadt erste Aussagen über die Finanzierung des Ausbaues der Heinz-Fangman-Straße einschließlich der Verkehrsregelung in der Neubausiedlung Scharpena-cken? Wie steht es um die Kos­ten des notwendigen Ausbaus des Lichtscheider Kreisels?
Im Anschluss an den Ausbau Knoten Staubenthaler Straße folgt der Ausbau des Erbschlöer Knotens. Der gesamte Verkehr von und nach Ronsdorf wir dann während der Bauzeit über die Staubenthaler Straße geführt. Von Stadt und Stadtwerken ist dann wieder deren Ideenreichtum gefragt.

Peter Stuhlreiter
Im Saalscheid 7
42369 Wuppertal

Ausgabe 26 vom 02. Juli 2017

Dauergesetzesverstöße

Betrifft: Dauerparken der Spedition Schenker

Wie erfreut war ich zu sehen, dass in der gesamten Länge der Schlosserstraße im Industriegebiet Großhülsberg kein einziger der ansonsten dort dauergeparkten Auflieger der Spedition Schenker zu sehen war. Doch die Enttäuschung folgte auf dem Fuße: Alle standen nun in der Walter-Freitag-Straße. Nachdem augenscheinlich das Ordnungsamt in den letzten zwei Jahren – trotz mehrerer Aufforderungen – nicht das Geringste getan hat, um das gesetzwidrige Langzeitparken der Spedition Schenker an dieser Stelle zu beenden, muss ihr jetzt wohl jemand gesteckt haben, dass das Parken dort wegen des am 24. und 25. Juni geltenden Halteverbots (Seifenkistenrennen) teuer werden könnte. Was, werte Damen und Herren der Stadtverwaltung, spricht dagegen, diesen Kommunikationskanal dazu zu nutzen, die größte deutsche Spedition daran zu erinnern, dass einschlägige Gesetze und Verordnungen auch für sie gelten und dass Verstöße dagegen entsprechend sanktioniert werden? Alternativ könnte man diese Randstreifen vielleicht auch an sie vermieten, weil sie sonst anscheinend kaum benutzt werden und somit Einnahmen für die klamme Stadtkasse generieren.

Peter J. Rörig
Bandwirkerweg 8a
42899 Remscheid

 

Ausgabe 25 vom 25. Juni 2017

Veranstaltung war besser

Betrifft: „Samuels sorgen für volle Kirche“, SonntagsBlatt vom 18.06.2017

Als Nicht-Ronsdorfer erlauben wir uns, zur Kritik am Auftritt von Samuel Koch und Samuel Harfst Stellung zu nehmen. Wir halten die vorgebrachte Kritik für weitgehend unangebracht; zumindest erstaunt es, dass dasselbe Ereignis völlig konträr wahrgenommen wurde.
Vorab: Über die Dialoge der beiden Samuels zwischen den Lesungen und der Musik kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Für diese Art dialogischer Auflockerungen spricht, dass gerade hier die beiden Hauptakteure menschlich dem Publikum sehr nahe kamen. Überhaupt empfanden wir die Atmosphäre in der Ronsdorfer Kirche als sehr dicht und inspirierend. Samuel Koch wurde, wie der Kritiker treffend bemerkt, in seinem besonderen Humor und in seiner ihm eigenen Selbstironie sichtbar.
Samuel Harfst das musikalische Können so rundweg abzusprechen, wie die Kritik es tut, erscheint uns völlig unangebracht. Harfst ist vielleicht nicht der bekannteste Liedermacher; seine Stärke liegt aber gerade in den leisen Tönen und in den Zwischentönen seiner Texte. Neben dem hervorragenden Pianisten ist übrigens auch der nicht minder begabte Schlagzeuger und Bruder von Harfst zu nennen!
Was Kochs Texte anbelangt, sind sie mitnichten unsentimental, wie ihm vorgeworfen wird. In der Tat nähert er sich seiner Behinderung ohne Pathos; das tut gut und ist insbesondere für Menschen, die an ihrer eigenen Situation verzweifeln könnten, hilfreich, aufbauend und erfrischend. Die Darstellung seiner „glücklich verbrachten Nacht“ ist schlichtweg falsch, zumindest in der Formulierung irreführend. Koch versteht es wie kein Zweiter, die Balance zwischen Tragik und Komik, zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen dem Blick nach vorne und resignativen Momenten herzustellen. Genau das macht diesen Mann mit seinen Büchern und Lesungen so authentisch und inspirierend.
Dieser Eindruck, der sich bereits aus der Lektüre seiner Bücher einstellte, wurde durch den Lesungsabend wunderbar bestätigt und intensiviert. Wir danken den Ronsdorfer Initiatoren, den beiden Samuels und ihrem Team aufs Herzlichste für ihren Mut und ihr Engagement für dieses Zeichen der Hoffnung, wo es eigentlich nichts zu hoffen gibt!

Stefanie Springer
Prof. Dr. Kurt Erlemann
Hügelstraße 165
42553 Velbert-Neviges

Ausgabe 25 vom 25. Juni 2017

Seilbahn für Wuppertal

Betrifft: Seilbahn v. Hauptbahnhof zum Küllenhahn

In Düsseldorf gibt es ein Nahverkehrsproblem und man sucht dafür eine Lösung. In Wuppertal ist es umgekehrt, man hat die „Lösung“ Seilbahn und sucht ein Problem zu deren Rechtfertigung. In Düsseldorf sollen die Anwohner eines entferntliegenden zukünftigen Wohngebiets mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln zur Innenstadt befördert werden können.
Man gab dazu eine Studie in Auftrag, die Bus, Straßenbahn, Seilbahn und Hochbahn verglich. In Wuppertal hat man sich ohne Prüfung von Alternativen auf eine Seilbahn zur Studentenbeförderung vom Hauptbahnhof zur Universität am Grifflenberg festgelegt.
Leider würde man für diese kurze Strecke mit nur zwei Stationen keine Fördergelder erhalten. Also braucht man eine Begründung für die Verlängerung zum Küllenhahn, etwa: „Im Winter fahren die Busse nicht“, „Die Cronenberger Straße muss entlastet werden“ oder  „Die Schüler des Schulzentrums Süd könnten die Seilbahn nutzen“. Das klingt alles wenig überzeugend. Wie viele Stunden stehen die Busse bei Schneefall tatsächlich? Wer hat schon einmal auf der Cronenberger Straße im Stau gestanden? Kommen die Schüler des Schulzentrums nicht hauptsächlich aus Cronenberg, Ronsdorf und der oberen Südstadt und könnten die Seilbahn deshalb gar nicht nutzen?
In der Düsseldorfer Studie schnitten Hoch- und Seilbahn am schlechtesten ab, Busse am besten. Die Busse haben wir für die Strecke hoch zur Universität beziehungsweise zum Küllenhahn aber bereits, teilweise mit eigener Busspur! Wenn als weiteres Problem der Schadstoffausstoß der Dieselbusse angeführt wird, warum setzt man nicht auf E-Busse, zum Beispiel auf den neuen Solinger Batterie-O-Bus (BOB): O-Busbetrieb auf der Steigungsstrecke Max-Horkheimer-Straße (hier wäre nur ein einspuriger Fahrdraht für Fahrstrom und Ladung des Akkus nötig), auf der restlichen Stre­-cke Batteriebetrieb.
Ein Kriterium in der Düsseldorfer Studie für die verschiedenen Nahverkehrssysteme war auch die Akzeptanz  in der Bevölkerung. Dieser Aspekt ist in Wuppertal untergeordnet. Immerhin gibt es einen Ratsbeschluss, dass auch die Wirkung der Seilbahn auf das Stadtbild und die Anwohner untersucht werden soll. Diese Studie hat man offenbar „vergessen“. Oder ist ihr Ergebnis so brisant, dass man sie lieber in der Schublade lässt? Genau wie die genauen Angaben über die tatsächlichen Kosten, die alle Wuppertaler Bürger zu tragen haben werden.

Dirk Larisch
Erbschlöer Straße 8
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 24 vom 18. Juni 2017

Zweiräder

Betrifft: Rollerfahrer sensibilisieren

Jeden Morgen fahre ich mit dem Motorrad von der Erbschlöer Straße über die Parkstraße zur Arbeit und jeden Morgen sehe ich meist junge Leute mit ihren Rollern auf der gleichen Strecke auf dem Weg zur Schule.
Da sie genau wissen, dass sie mit ihren 45km/h der üblichen Geschwindigkeit von 50-60km/h der anderen Verkehrsteilnehmer nicht folgen können, versuchen sie, durch ihr eigenes Fahrverhalten darauf Rücksicht zu nehmen.
Ihr wollt keinen behindern und quetscht euch an den rechten Straßenrand. Den Gedanken finde ich sehr löblich, doch zu leicht endet genau das in einem fürchterlichen Fiasko. Die meisten Auto- und auch Lkw-Fahrer betrachten das als Einladung zu gefährlichen Überholmanövern. Die Fahrbahn am Rand ist meist uneben, verschmutzt mit Sand und Dreck und einen Sicherheitsabstand zum Ausweichen gibt es dann auch nicht mehr.
Tut euch selber einen Gefallen und fahrt bitte mittig auf der Straße. Dann müssen die anderen eben einmal ein klein wenig langsamer fahren - na und, das holen sie an anderen Stellen schnell wieder heraus. Wenn genug Platz ist, auch nur dann, können sie gerne überholen und dann habt auch Ihr die Chance auszuweichen und sicher an Euer Ziel zu kommen.
Ganz nebenbei: Oft sehe ich wie ihr die Füße in der Kurve oder nach dem Anfahren noch knapp über dem Boden habt - warum? Das ist absolut unsinnig und auch gefährlich. Die Maschine ist viel stabiler wenn Ihr mit den Füßen bzw. Beinen möglichst früh am Fahrzeug seid. Und wenn die Füße knapp über dem Boden mit der gefahrenen Geschwindigkeit an ein Hindernis stoßen (ein Stein oder eine Kante von einer Verkehrsinsel), dann hat das eine Verletzung mit nicht unerheblichem Schaden zur Folge.
Ich will nicht Oberlehrer spielen, doch auch ihr sollt so wie ich sicher an euer Ziel kommen.
Ich selber fahre seit über 40 Jahren Roller und Motorrad und wünsche allen allzeit gute und sichere Fahrt.

Constantin Lehmann
Erbschlöer Str. 114b
42369 Wuppertal

Ausgabe 20 vom 21. Mai 2017

Keine Infos durch WSW

Betrifft: Maifeiertags-Ausfälle des ÖPNV

Am 1. Mai habe ich an der Gewerkschaftskundgebung in Wuppertal teilgenommen. Nach der Demo wollte ich mit dem Bus 620 von Elberfeld (Haltestelle „Mu­seum/Wall“) nach Ronsdorf fahren. Laut Fahrplan sollte der Bus um 13.23 Uhr kommen. Der Bus kam aber nicht. Der nächste Bus um 13.53 Uhr kam auch nicht. Als ich die Busfahrer von anderen Buslinien gefragt habe, wurde gesagt: „Heute ist Maikundgebung.“ Um die Uhrzeit war die Maikundgebung längst beendet.
Ich finde es schade, dass seitens der Wuppertaler Stadtwerke weder für Infos noch für Ersatzverkehr gesorgt wurde. Letztlich bin ich an dem Tag für 18 Euro mit dem Taxi nach Hause gefahren!

Tamer Akalp
Scheidtstraße 87
42369 Wuppertal

Ausgabe 18 vom 7. Mai 2017

Ronsdorfer Belastung

Betrifft: Gesundheitsbedenken zum Ausbau L419

Die folgenden Fragen habe ich am 19. April über das Internetportal „www.abgeordnetenwatch.de“ an alle Landtags-Kandidaten für den Wahlkreis Wuppertal 1 gestellt:
Die Parkstraße (L419) in Wuppertal-Ronsdorf soll oberirdisch wie eine Autobahn ausgebaut werden, damit in Zukunft die mehr als doppelte Anzahl an PKW und insbesondere LKW dort fahren werden. Wofür werden Sie sich einsetzen, damit die Ronsdorfer hierdurch nicht den Gesundheitsgefahren durch überhöhte Werte an Lärm, Stickstoffdioxiden und Feinstaub ausgesetzt werden?
1. Für die Tunnellösung von der L418 zur Autobahnauffahrt Linde?
2. Oder für eine städtische Umweltzone auf der stadtnahen autobahnähnlich ausgebauten Parkstraße (Blaue Plakette)?
3. Oder wissen Sie eine noch bessere Lösung?
Übrigens: Die Werte der im März 2017 an einem verkehrsarmen Samstag durchgeführten Messung der Stickstoffdioxide waren mehrfach über dem EU-Grenzwert von 40 mg/m³, das heißt bei der Verkehrsverdoppelung wird der EU-Grenzwert dauerhaft überschritten.
Bis heute habe ich nur von Herrn Hafke (FDP) und Herrn Knoche (AFD) eine Antwort bekommen. Aus den beiden Antworten entnehme ich, dass für den Gesundheitsschutz der Bewohner Ronsdorfs kein Geld zur Verfügung gestellt wird, obwohl die Steuerquellen sprudeln. In 2016 sind 217 Millionen Euro an Steuern mehr eingenommen als die Finanzbehörden geschätzt haben.
Da die anderen sechs Landtagskandidaten nach über zwei Wochen immer noch nicht geantwortet haben, habe ich den Eindruck, dass sie wenig Interesse an der Gesunderhaltung der Ronsdorfer Bevölkerung haben.
Fragen Sie doch mal die Landtagskandidaten ob dem so ist.

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 16 vom 23. April 2017

Vielen Dank an Finder

Betrifft: Geldbörse verloren

Als ich am 12. April im Rossmann an der Kasse stand und meine Geldbörse unauffindbar war, stockte mir kurz das Herz. Auch nach der Kontrolle sämtlicher Taschen änderte sich dieser Zustand nicht. Als Säuglingsmutter wird man in diesem Moment leicht panisch. Zu dem kam der Umstand, dass ich keine Vorstellung hatte, wann ich sie verloren haben könnte, da ich mit Kind und Oma schon den halben Tag durch das Dorf spaziert bin. Nun also erstmal alle Karten sperren und im Kopf schon ewige Behördengänge planen, da ich der festen Überzeugung war, sie nicht mehr wiederzusehen. Während ich mit der Bank telefonierte, rief mein Mann an und teilte mir mit, dass meine Geldbörse im Polizeipräsidium bereitliegt. Sie wurde dort abgegeben (unangetastet inklusive Bargeld) und die netten Herrschaften der Polizei (nochmal tausend Dank an dieser Stelle) ermittelten auf Umwegen die Telefonnummer meines Gatten. Leider konnte mir nicht gesagt werden, wer die Geldbörse dort abgegeben hat. So viel zur Vorgeschichte.

Liebe/r ehrlicher Finder/in,

ich kann Ihnen nicht sagen, wie dankbar ich bin. Sie haben mir nicht nur viel Rennerei und viele Kosten erspart, sondern Sie haben mir auch ein bisschen Hoffnung in die Menschheit zurück gegeben. Täglich hört man durch die Medien stets, dass es viele schlechte Menschen gibt, aber Sie bewiesen das Gegenteil. Leider bekam ich keine Gelegenheit Ihnen persönlich zu danken, daher versuche ich Sie auf diesem Weg zu erreichen. DANKE!

Rebecca Müller
Jakob-Kaiser-Weg 20
42111 Wuppertal

Ausgabe 15 vom 16. April 2017

Schöne Bescherung!

Betrifft: Wilde Entsorgung von Hundekot in Ronsdorf

Was möchte diese/r Hundebesitzer/in uns damit sagen? Er/sie dekoriert den idyllischen Weg von Langenhaus nach Heidt mit in rote und schwarze Plastiktüten eingepackter Hundescheiße. Ein politisches Sta­te­ment? Schwarz – rot – von innen braun???
Seit Wochen (Monaten?) laufe ich daran vorbei und warte, dass die Deko entfernt wird… Am 4. April habe ich mich erdreistet, die Deko zu entfernen und im Mülleimer an der Ronsdorfer Talsperre zu entsorgen. Zwei schwarze Deko-Tüten liegen nun schon wieder am Wegesrand…

Sylvia Baerends
Anschrift der
Redaktion bekannt 

 

 Ausgabe 13 vom 02. April 2017

Osmanischer Poltergeist

Betrifft: Das deutsch-türkische Verhältnis 

Was die Streitfrage angeht, wie man auf die „rhetorisch“ ausgefeilten Reden jenes os­manischen Poltergeistes reagieren soll, kann man geteilter Meinung sein. Diese Entgleisungen einfach ins Leere laufen zu lassen, wie es unsere ihm haushoch überlegene Kanz­lerin praktiziert, halte ich für das Wirksamste.
Nun steht aber die neueste Aussage - oder besser gesagt Drohung - an uns Europäer im Raum: „...dass, wenn wir so weitermachen, kein Europäer mehr sicher vor seine Türe gehen könne!“ Ich erinnere daran, dass dies keine Hassaussage des sogenannten „Islamischen Staates“ sondern des islamischen Herrn Erdogan ist.
Angesichts des Mordens, wie es gerade wieder in London geschah, wo unschuldige Menschen von einem solchen Fanatiker brutal in den Tod gerissen wurden (viele derartige Morde waren ja vorausgegangen und werden noch folgen), wäre es doch an der Zeit, sich diese Drohung einmal nä­her erklären zu lassen. Ganz abgesehen von der Absurdität, empfinde ich diese als eine unerträgliche Geschmacklosigkeit. So verhält sich eigentlich nur ein störrisches Kind, dem man sein Lieblingsspielzeug abnehmen will. Was den Wahlkampf der Türkei auf europäischem Boden angeht, möchte ich bemerken: „Gegen ein rotes Fahnenmeer sind wir, gebrannte Kinder der Vergangenheit, sehr allergisch. Egal ob Hammer und Sichel, Hakenkreuze oder Halb­­monde darin symbolisiert sind.“
Jeder, der sich an unsere schwer erkämpften demokratischen Spielregeln hält, ist bei uns herzlich willkommen, da diese Menschen, die sich daran halten, unser Leben kulturell bereichern. Wer sich aber in unserem „Schreckensreich“ so unwohl fühlt, wird nicht daran gehindert, in sein lebenswertes Paradies zurückzukehren. Von Stacheldraht und Schlagstö-cken ge­hindert, warten tausende leidgeprüfte, überwiegend islamische, vor Islamisten fliehende Menschen sehnlichst darauf, bei uns mit ihren Kindern endlich ihren ersehnten Frieden zu finden.

Hans Halbach
Remscheider Straße 72
42369 Wuppertal

Ausgabe 13 vom 02. April 2017

Hupen nur bei Gefahr

Betrifft: Verhalten im Straßenverkehr

Liebe Ronsdorferinnen, lie­be Ronsdorfer!
Erinnern Sie sich noch? Anfang 2012 suchte Radio Ronsdorf „10 Dinge, die man in Ronsdorf getan haben sollte“.
Ich war damals begeistert, wohnte bereits seit einigen Jahren hier und hatte viele Ideen dazu. Ein Vorschlag von mir lautete: Samstags im Ascheweg einkaufen, da trifft man fast nur nette Leute!
Das stimmt heute auch noch genau so; total nette Fußgänger. Wenn nur die schrecklichen Autohupen nicht wären!
Der Parkstreifen in der Mitte des Aschewegs ist zwar praktisch, aber das Rangieren der Autos dort ist oft mühsam. Da bildet sich schnell ein Stau, oft eine Autoschlange und dann wird wild gehupt.
In der Straßenverkehrsordnung (StVO) steht: Autofahrer dürfen nur hupen, um auf Gefahren aufmerksam zu ma­chen.
Sehr geehrter Autofahrer, wo­vor haben Sie so große Angst und welche Gefahr droht Ihnen, wenn Sie zwei Minuten warten? Wenn es Ihnen wirklich so schwer fällt, sich zu beherrschen, beißen Sie einfach in Ihr Lenkrad! Ich weiß, das hilft und nicht nur samstags!
Wir Anwohner und Fußgänger sind zuversichtlich und bedanken uns ganz herzlich für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen

Brigitta Biesenbach
Ascheweg 17
42369 Wuppertal

Ausgabe 10 vom 12. März 2017

Das Beste für Ronsdorf

Betrifft: „Das Beste für Ronsdorf herausholen“, RSB vom 05.03.2017

In diesem Bericht macht Haimo Bullmann einen bestechenden Vorschlag, wie man den Aus­bau der L 419 planen könnte, wenn man denn wollte. Es ist ein Vorschlag, der die meisten der von vielen Bürgern befürchteten Nachteile für die Ronsdorfer während der Bauzeit und danach vermeiden könnte.
In der obigen Ausgabe des SonntagsBlattes hat Leserbriefschreiber Hans-Jürgen Bon­gardt sehr eindrucksvoll die so nicht hinnehmbaren Folgen der momentan bekannten aberwitzigen Planungen für Ronsdorf beschrieben. Sehr beeindruckt hat mich auch die Überschrift des oben erwähnten Artikels „Das Beste für Ronsdorf herausholen“. Hier spricht Haimo Bullmann das aus, was sicherlich viele Ronsdorfer von den politischen Akteuren in Bezirksvertretung und Stadtrat erwarten. Ist es nicht die Aufgabe der gewählten Politiker, das Beste für den Stadtteil und die Stadt herauszuholen?
Stattdessen wird eine Bürgerinitiative „Ronsdorfer für die L 419“ gegründet, die die Planungen von Straßen NRW forcieren will, eine bessere Lösung aus Kostengründen ablehnt und die nachteiligen Folgen für Ronsdorf schlichtweg ignoriert. Ich wünsche jedenfalls den Ehrenamtlern der Bürgerinitiative „Keine Autobahn durch Ronsdorf“, die immer wieder die vorliegende Planung in Frage stellen, den Erfolg, den sie und damit die Ronsdorfer Bürger verdienen.

Bruno Wortmann
Astilbenstr. 18
42369 Wuppertal

Ausgabe 09 vom 5. März 2017

Thema L 419 verdient Diskussion und Aufklärung

Ich bin grundsätzlich für den Lückenschluss, kann aber den Argumenten der Befürworter dieser diletanttischen Ausführungsplanung nicht folgen.
Man muss wissen, dass die Politik diesen Ausbau so wie geplant bestimmt hat und mit aller Macht versucht, ihn durchzusetzen. Was haben sich die verantwortlichen Politiker nur bei dieser Planung gedacht, denn wer fängt schon beim Hausbau mit dem Dach an? Was erwartet uns, wenn der Umbau wie geplant fertiggestellt wird?
Schon jetzt ist am Lichtscheider Kreisel in den Hauptverkehrszeiten für die Rechtsabbieger in Richtung Barmen Stau bis hin zur Kreuzung Staubenthaler Straße festzustellen. In der Gegenrichtung gilt Gleiches, hier staut sich der Verkehr vor der Blombachtalbrücke mitunter bis zur Kreuzung Erbschlöer Straße. Mit Grauen denke ich an die  Sanierung der L 419 vom Kreisel bis zur Kreuzung Erbschlöer Straße. Die Verkehrsbetriebe haben Verspätungen beklagt, Schüler sind zu spät in ihrer Schule angekommen, Arbeitnehmer waren nicht rechtzeitig am Arbeitsplatz.
Was haben sich die Politiker zur Lösung dieses Problems ausgedacht und eine adäquate Lösung den Planern auferlegt?
Zur Beseitigung dieses Problems ist ein Tunnel die beste Lösung, aber dafür ist angeblich kein Geld da. In den Medien wird bekannt, dass der Verkehrsminister Dobrindt 10 Millionen Euro zusätzlich für externe Berater zur Befriedung der EU-Vorschriften zur unendlichen Geschichte „Maut“ benötigt.  
Vor dem Ausbau bis zum Engpass (von vier auf zwei Fahrspuren) vor der sanierungsbedürftigen Blombachtalbrücke ist die Fertigstellung des Abstiegs zur A 1 unerlässlich!
Aber wie soll das Problem der jahrelangen (mindestens zwei Jahre) Verkehrsbehinderungen durch Stau – keine freie Fahrt für Busse, oder Feuerwehr und Krankenwagen –  gelöst werden, wenn vor der Blombachtalbrücke und dem Lichtscheider Kreisel täglich lange Staus entstehen?  Eine Antwort hierauf fehlt bis jetzt!
Denn wenn der Verkehr fließen soll, ist der Abstieg zur A 1 Vorbedingung.
Die Politik nimmt mit dieser Planungsausführung durch jahrelangen Stau vor der Blombachtalbrücke und dem Lichtscheider Kreisel (hier fehlt besonders der Schallschutz) billigend in Kauf, dass sich die Verkehrsteilnehmer den Weg durch den Stadtkern von Ronsdorf suchen und damit die Anwohner den gesundheitsgefährdenden Abgasen, dem Feinstaub und Lärm aussetzen.
Bedauerlich ist nur, dass sich unsere Stadtoberen so wenig oder garnicht für die Belange und Gesundheit der Bürger einsetzen!
Übrigens, Wuppertal ist die einzige mir bekannte Stadt bundesweit, die sich eine autobahnähnliche Straße durch ein Naherhohlungsgebiet leistet und dabei auch einen Ortsteil trennt.

Hans Jürgen Bongardt
Erbschlöer Straße 17
42369 Wuppertal

 Ausgabe 08 vom 26. Februar 2017

Elias-Eller-Straße

Betrifft: Appell an Hundebesitzer

Täglich müssen wir, wenn wir vom Einkaufen kommen, oben an der Wiese im letzten Abschnitt der Elias-Eller-Straße vorbei. Diese Wiese ist dermaßen besät mit Hundehaufen, dass man gar nicht an die wärmere Jahreszeit, die vor uns liegt, denken mag, weil es dann so stinken wird, dass man dort nicht mehr vorbeigehen kann. Ein schöner Anblick ist das nicht.
Bitte, liebe Hundebesitzer, nehmen sie doch ein Tütchen mit, wenn Sie Ihren Hund Gassi führen und entfernen Sie seine Hinterlassenschaften, wie es vorgeschrieben ist.
Ich nehme an, dass Sie nicht gegenüber dieser Wiese wohnen, denn vor Ihrem eigenen Haus würden Sie so eine Schweinerei nicht gerne haben wollen.

Annemarie Huth
Elias-Eller-Straße 163
42369 Wuppertal

Ausgabe 07 vom 19. Februar 2017

Überörtliche Straßenlage bedenken

Betrifft: Geplanter Ausbau der L 419 (Parkstraße)

Nachdem der Anschluss der Autobahn 46 an die Elberfelder City – Kiesbergtunnel – fertig war, begann die Planung für die Fertigstellung des Autobahnringes um Wuppertal. Das war die L 418 mit dem Überflieger Lichtscheid – L 417 – und der Anschluss an die A1 mit der L 419. Der Bau der L 418 sollte über den Boltenberg gehen. Nach vielen Diskussionen wurde beschlossen, einen Tunnel zu bauen, um den Boltenberg zu schützen.
Interessant ist noch, dass die CDU gegen den Ausbau der    L 418 war. Also ist ebenfalls denkbar, für L 419 eine Tunnellösung anzustreben.
Folgende Punkte sind noch interessant:

  1. Die L 419 ist für Ronsdorfer wichtig, weil darüber der Zugang nach Elberfeld und Barmen läuft.
  2. Für die ausgebaute Bundesstraße oder vielleicht Autobahn würde Maut anfallen. Jeder Ronsdorfer müsste also in Zukunft Maut bezahlen.
  3. Welche Belastung hält der Überflieger Lichtscheid aus? Muss er vielleicht neu gebaut werden?
  4. Die Verkehrsbelastung muss für einzelne Stundengruppen angegeben werden. Eine Gesamtzahl für 24-Stunden verschleiert die Verkehrsbelastung.
  5. Im Bebauungsplan für IKEA ist der Alternativ-Standort Lichtscheid mit der Begründung abgelehnt worden, weil die Blombachtal-Brücke vorher erst ertüchtigt werden muss. Wenn das richtig ist, muss vor dem Ausbau der L 419 erst die Blombachtal-Brücke ertüchtigt werden, beziehungsweise muss der Abgang zur A 1 gebaut sein. Das ist dann auch eine Entlastung für Linde.                  
  6. Die A 46 soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden, wahrscheinlich bis 2025. Es ist nicht vorstellbar, dass zur gleichen Zeit ein wie auch immer gearteter Ausbau der L 419 begonnen werden kann.
  7. Es ist unlogisch, nur über den Ausbau der L 419 zu sprechen, ohne die gesamte überörtlich wichtige Straßenlage Wuppertals in ihren Auswirkungen zu diskutieren und zu bewerten.

Ernst-Ulrich Schumann
Edmund-Strutz-Weg 22
42369 Wuppertal

Ausgabe 06 vom 12. Februar 2017

Zeit für bessere Lösung

Betrifft: L 419, Petition an Landtag und Bundestag

Dass eine Autobahn A 44 nicht durch den Ort Küchen gebaut wird, sondern der Ort mit einem Tunnel unterquert wird, beweist, dass es in Hessen verantwortungsbewusste  Volksvertreter und Planer gibt. Es wurde nicht nach der billigsten Lösung ohne Rücksicht auf die Menschen, Natur und Tiere gesucht sondern die nachhaltige Bauweise - die Untertunnelung - gewählt.
Zahlen und Fakten (Quelle „www.wupper.link/2l0t3FH“):    
Zwei Röhren - Nord-Röhre 1.333 Meter und Süd-Röhre 1.372 Meter lang / Bauzeit: 2012 bis 2015 / Gesteinsformation: Mittlerer Bundsandstein / Überdeckung: von 5,5 Meter bis 47 Meter / Kosten: 67 Millionen Euro.
Würde der Lückenschluss von der L 418 zur Autobahn A1 - Auffahrt Linde - als circa 3.000 Meter langer Tunnel durchgeführt, ergibt die Hochrechnung Baukosten von etwa 150 Millionen Euro. Die zusätzliche, aufwendige und kostenintensive Auffahrt kann entfallen.
Das Geld ist da; denn die Landesregierung hat in 2016 Steuermehreinnahmen in Höhe von 217 Millionen Euro eingenommen und könnte den Tunnel hiervon finanzieren.

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 06 vom 12. Februar 2017

Geschlossenheit gefordert

Betrifft: L 419, Petition an Landtag und Bundestag

Diese Petition der Bürgerinitiative „L419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“ sollten sich mindestens alle Bürger Ronsdorfs einmal zu Gemüte führen. Es wäre zu wünschen, dass sich mindestens die politischen Gremien und Personen dieses Stadtteils dieser Petition anschließen würden.
Ich glaube, wenn die Politik einsehen würde, dass in diesem Falle Geschlossenheit das Beste für das Gelingen dieser Petition ist, wären wir einen Schritt weiter. Es ist ein Irrglaube vieler Bürger (und Politiker), dass „Je schneller es losgeht, desto besser“.  Die Probleme werden nur aufgeschoben.
Was heute am Lichtscheider Kreisel zur Hauptverkehrszeit los ist, wird nicht besser, wenn nach hundert Metern die Straße vierspurig wird.

Herbert Blume
Am Knöchel 27
42369 Wuppertal

Ausgabe 05 vom 5. Februar 2017

Thema des Jahres 2017

Betr.: Ausbau der Landesstraße 419, Parkstraße

Die Bürgerinitiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“, stimmt dem Ronsdorfer Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes voll zu.  Ja, die vom Land geplante Billiglösung an der Parkstraße und das dazu notwendige Planfeststellungsverfahren werden die aufregenden Projekte in Ronsdorf für das Jahr 2017 und damit auch für die Landtags- und Bundestagswahl werden. Die Ronsdorfer Bürger werden im Planfeststellungsverfahren nämlich lesen können, dass sie während des Berufsverkehrs auf der Parkstraße tatsächlich nicht mehr an den Ampeln im Stau stehen müssen.
Dem in der Öffentlichkeit bekannten Vorentwurf für die Landesstraßenmaßnahme „L 419 - Neubau“ ist zu entnehmen, dass an der Staubenthaler und der Erbschlöer Straße auf einer Strecke von 400 Metern jeweils drei Ampelanlagen eingerichtet werden sollen.
Jeder Autofahrer kann selbst beurteilen, welches Chaos auf die Ronsdorfer Autofahrer zukommen wird.
Dieses Ampelchaos an den Zufahrtsstraßen zur neuen Autobahn ist nur einer der Gründe für die Bürgerinitiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“, für den Straßen-Neubau an der Parkstraße eine Tunnellösung zu fordern.
Gegen einen Plangeststellungs-Beschluss über die geplante Billiglösung wird die Bürger-Initiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“ sämtliche Rechtsmittel vor den Verwaltungsgerichten  ausschöpfen!

Peter Stuhlreiter
Sprecher der Bürgerinitiative L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf
Im Saalscheid 7
 42369 Wuppertal

Ausgabe 04 vom 29. Januar 2017

Es geht hier um Menschenleben

Betr.: „Neuer Bedarfsplan“, SonntagsBlatt 3/2017

Der neue Rettungsdienstbedarfsplan 2016 stellt unter anderem für Ronsdorf  ein Missverhältnis zwischen Alarmierung und dem Eintreffen beim Patienten sowohl für Rettungswagen (RTW) als auch für den notärztlichen Dienst fest – insbesondere tagsüber. Die neugesetzten Hilfsfristen von acht Minuten können mehrheitlich nicht eingehalten werden. Jeder kennt die Situation einer hoffnungslos verstopften Parkstraße während der Hauptverkehrszeiten. Bisher kommt jeder Notarzt bzw. Rettungswagen über diesen Weg.
Da eine Erweiterung der Wache Hahnerberg nicht möglich ist, soll deshalb ein Neubau in Ronsdorf am Erich-Hoepner-Ring hier Abhilfe schaffen. Dieser Neubau wird aber vermutlich erst 2018 begonnen werden können. Eine Übergangslösung – so das  SonntagsBlatt – soll mit einem Rettungswagen (RTW) vom Standort des Technischen Hilfswerks (THW)  in der Otto-Hahn-Straße erfolgen.
Ich möchte Verwaltung und Politik bitten die Interimslösung so zu praktizieren, dass diese zu 100 Prozent der angedachten Endplanung entspricht, das heißt inklusive der Stationierung eines Notarztes (zumindest in den Tagesstunden)! Es kann nicht sein, dass trotz erkanntem Mangel erst in 2-3 Jahren hier eine abschließende Lösung erfolgt. Wenn der Mangel erkannt ist, muss er auch zu 100 Prozent unverzüglich beseitigt werden! Platz müsste auch ausreichend vorhanden sein, da der Malteser Hilfsdienst mit seinen Fahrzeugen schon seit geraumer Zeit den Standort beim THW verlassen hat.
Ich möchte nicht zu den Patienten gehören, die vielleicht „den Löffel abgeben“ müssen, nur weil die Interimslösung halbherzig ausgelegt ist.
Deshalb nochmals meine Bitte: Prüfen Sie bitte, ob nicht unverzüglich  RTW und Notarzt übergangsweise bis zum Neubau einer eigenen Wache beim THW stationiert werden können. Es geht um nicht mehr oder weniger als um Menschenleben!

Jürgen Haselhorst
An den Friedhöfen 51
42369 Wuppertal

Ausgabe 04 vom 29. Januar 2017

Lieblingspaketzusteller

Betr.: „Montags ist für die Zusteller der ruhigste Tag“, SonntagsBlatt 3/2017

Endlich hat mein Lieblingspaketzusteller einen Namen. Also nutze ich diese Plattform, um einfach mal „Danke“ zu sagen. Auch bei uns in der Krim kommt Herr Kaymer immer gutgelaunt, auch wenn das Paket noch so sperrig ist. Und wenn wir nicht persönlich da sind, hat er immer einen Moment mehr Zeit, zu warten, bis meine Oma an der Tür ist. Und die ist halt nicht mehr so schnell. Wir merken immer, wenn er mal nicht da ist, denn dann liegt das Paket nicht gegebenenfalls bei den Nachbarn, sondern in der Filiale.
Von Herrn Kaymer können sich ganz viele seiner Kollegen eine ganz dicke Scheibe abschneiden, was das angeht.
Lieber Herr Kaymer, DANKE, Sie machen einen tollen Job.

Anja Major
In der Krim 49
42369 Wuppertal

Ausgabe 03 vom 22. Januar 2017

Eine engagierte Ronsdorferin

Zum Tode von Ingrid Rode:
 
Sie hat sich eingesetzt für ältere Mitbürger, aber sie durfte selbst nicht alt werden.
Ingrid Rode, Vorstandsmitglied des Sozialen Hilfswerks Ronsdorf, ist nur 68 Jahre alt geworden. Dabei war sie voller Hoffnung, ihre bösartige Erkrankung zu überwinden.
Die studierte Physikerin wollte noch so Vieles erkunden. Sie wollte wissen, wie die Welt tickt und sie hat sie bereist. Aber zu Hause blieb sie in Ronsdorf  –  bei ihren geliebten Katzen und ihrem Garten. Nach ihrer Pensionierung setzte sie – neben ihrem politischen Engagement –  die Arbeit ihrer Mutter Else für das Soziale Hilfswerk (SHW) mit seiner Senioren-Begegnungsstätte fort. Sie eignete sich Buchhaltungskenntnisse an und verantwortete fortan die Finanzen. Was für Besucher der Einrichtung „nur Hintergrund“ ist, hat für deren Existenz große Wichtigkeit und braucht unbedingt engagierte Nachfolge.
Ingrid Rode wollte, dass es älteren und alten Ronsdorfern gut geht, dass in der Begegnungsstätte Gedankenaustausch gepflegt wird und neue Anregungen, vielleicht  auch Hilfe, zu erhalten sind, dass niemand an Vereinsamung erkrankt.
Für alles das danken wir ihr.
Sie wird in unserem Gedächtnis bleiben.

Christel Windgaßen
Soziales Hilfswerk
Erbschlöer Straße 9
42369 Wuppertal

Ausgabe 03 vom 22. Januar 2017

Nicht verbieten, Schlüsse daras ziehen

Betr.: Rede von AfD-Sprecher Björn Höcke in Dresden

Vor einiger Zeit besuchte ich Berlin. Mein Interesse war unter anderen auch dem Technischen Museum gewidmet.
Beim Besuch der Abteilung „Eisenbahnen“ stand ich unversehens vor einem jeder groben Vieh-Güterwagen, in denen unsere damaligen Mitbürger jüdischen Glaubens oder Herkunft in die von dem Abschaum deutscher Geschichte errichteten Mordfabriken abtransportiert wurden. Es war ein schauriges Erlebnis, in diesem Wagen zu stehen.
Später besuchte ich auch jenes, von diesem „Herrn“ Hö-cke als Schandmal bezeichneten, Holocaust-Denkmal. Wenn man durch die Gassen der Steinblöcke geht, verspürt man ein wenig von der Verzweiflung und Verlassenheit jener Männer, Frauen und Kinder, denen man jegliche Achtung entrissen hatte.
 Nun hörte ich diese markigen Sprüche jenes „Herrn“ Höcke mit Entsetzen. Dieser wurde noch mit dem Beifall seiner Versammlung unterstützt. Wenn es ein Schandmal bei uns gibt, so ist es diese Gesellschaft.
Man soll diese Auftritte nicht verbieten. Jeder soll sich dies anhören und hoffentlich die rechten Schlüsse daraus ziehen. Nur so wird sich eine wahre Demokratie festigen.
Im Sinne unserer kommenden Generationen in Europa wünsche ich mir von Herzen, dass diese sich erhält und verstärkt. Denn werden wir diese Freiheit verlieren, wird dies eine sehr schmerzliche Erfahrung werden.

Hans Halbach
(Jahrgang 1935)
Remscheider Straße 72
42369 Wuppertal

Ausgabe 01 vom 8. Januar 2017

Stolz auf den Vater

Betr.: „Feige und ehrenlos“, Leserbrief im RSB v. 18.12.16

Sehr geehrter Herr Schneider, schade, dass Sie meinen Schwiegervater nicht kennen. Ich glaube sie würden sich gut verstehen. Er war bei der SS- Totenkopf-Division (ganz freiwillig). Ich (Jahrgang 1954) bin jedenfalls stolz auf meinen Vater (Jahrgang 1916), der mich als Kind bei Spaziergängen in die Ronsdorfer Anlagen und auf Erbschlö mitnahm und mir erklärte, was damals am Schießstand geschehen ist.
Auch er wurde als junger Mann, ohne wenn und aber, zum Wehrdienst eingezogen. Im Laufe des Krieges wurde er Ehemann und Vater. Zum Ende des Krieges desertierte er und hat niemanden ehrlos und feige verlassen, sondern auf diesem Wege noch vielen anderen geholfen. Er hat die Sinnlosigkeit dieses Krieges nicht mehr ertragen und daraus seine persönlichen Konsequenzen gezogen. Aufgrund dieser mutigen Entscheidung bin ich bis heute noch ganz stolz auf meinen Vater.
Herzlichen Dank an Dr. Jochen Denker für seine gute und sachlich qualifizierte Antwort, und an die Schüler der Erich-Fried-Gesamtschule. Ihr seid auf dem richtigen Weg, macht weiter so.  P.S.: Wie wäre es mal mit Literatur von Erich Fried an Herrn K. Schneider?

Annette Bosbach
Adresse ist
der Redaktion bekannt

Ausgabe 01 vom 8. Januar 2017

Demokraten sind hier gefordert

Betr.: „Feige und ehrenlos“, Leserbrief im RSB v. 18.12.16

Der Leserbrief von Herrn Schneider hat mich wütend gemacht. Er nennt die Deserteure die, „die ihre kämpfenden Kameraden“ feige und ehrlos.
Ich glaube hier braucht Herr Schneider ein wenig Nachhilfe zur deutschen Geschichte der Nazi-Zeit. Die möchte ich nicht nur Herrn Schneider, sondern vor allen Dingen jüngeren  Menschen vermitteln, die diese Zeit von 1933 bis 1945 nicht erlebt haben.
Ich selbst - Jahrgang 1941 - habe auch diese Zeit nicht bewusst erlebt. Durch den Tod meines Vaters, der 1942 vor Leningrad, wie es damals hieß, für „Führer, Volk und Vaterland“ gefallen war, habe ich mich sehr intensiv mit der Nazi-Zeit beschäftigt.
Ich habe mich gefragt: Warum musste mein Vater für „dieses Deutschland“ kämpfen?
Mit der Machtübertragung 1933 an die Nazis und ihrem Führer Adolf Hitler festigte sich der Faschismus mit Terror und Mord gegen die Arbeiterparteien, Gewerkschaften und allen anderen Demokraten. Die jüdische Bevölkerung wurde aus allen Bereichen des Staates entlassen und aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Bis hin zum millionenfachen Mord in den Konzentrationslagern. Der von der deutschen Wehrmacht am 1. September 1939 entfesselte Krieg war von Anfang an als ein brutaler Eroberungs-, Ausbeutungs- und Vernichtungskrieg gegen die Völker Europas geplant und wurde so durchgeführt.
Ich frage Sie, Herr Schneider: Was hat mein Vater 1940 in Frankreich und 1942 bis zu seinem Tod in Russland verloren, hat er sich verteidigt? Nein! Er war ein Teil in diesem von Deutschland entfesselten Angriffskrieg. Er wäre besser 1942 übergelaufen und dann nach 1945 aus Kriegsgefangenschaft zurückgekommen. Er hätte mich und ich ihn kennengelernt. Falsch verstandene Kameradschaft und Corp-Geist haben millionenfaches Leid hervorgebracht.
Die von Herrn Dr. Denker verfasste Stellungnahme kann ich nur voll unterstützen und finde seine Ausführungen ausgewogen und erklärend.
Dennoch möchte ich eine Anmerkung zu seinen Ausführung über „das nicht Springen über jedes Stöckchen“ machen: Wenn Herr Schneider schreibt, dass „Millionen von Muslimen und Negern“ unser Land „fluten“, dann ist das für mich kein Stöckchen sondern eine widerliche rassistische Aussage, die den Rechtspopulisten der AfD den Pegidas und Co. Vorschub leistet. Hier sind alle Demokraten gefordert, ihre Stimme zu erheben, um den Rassisten zu widersprechen.
Noch ist es nicht zu spät!

Henner Hecht-Wieber
Friedenshort 64
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 01 vom 8. Januar 2017

Dank für spontane Hilfe

Betr.: Beherztes Eingreifen zur Unfallvermeidung

Am Dienstag, 13. Dezember, ist unser dreijähriger Sohn mit dem Laufrad die Scheidtstraße in Ronsdorf herunter gerast. Kurz vor der Ausfahrt an der Grundschule Engelbert-Wüs-ter-Weg kam leider recht flott ein Auto von links. Vor der Ausfahrt standen am Gehweg drei Frauen, welche spontan zugegriffen und so einen Unfall unseres Sohnes verhindert haben. Wir möchten den drei Frauen auf diesem Wege nochmals von ganzem Herzen danken.


Veit Nolzen
Staubenthaler Höhe 51
42369 Wuppertal